WOHNMOBILTOUR ZUM NORDKAP – TEIL 5: VOM NORDKAP DURCH FINNLAND UND SCHWEDEN HEIMWÄRTS

Im fünften und letzten Kapitel unserer Wohnmobiltour fahren wir vom Nordkap durch Finnland und besuchen in Schweden das Freilichtmuseum Gammelstadt. Von den Stromschnellen Storforsen sind wir begeistert! In Umea gibt es nicht nur im Energiezentrum viele Birken und die Högakustenbrücke sollte man gesehen haben. Den Järvzoo möchten wir euch empfehlen ebenso eine Erholungspause in Mora am Siljansee. Über Lund, hübsch und einen Besuch wert, erreichen wir Malmö und verrenken uns am Turning Torso fast den Hals. Nach einem letzten Stopp an Stevns Klint erreichen wir nach 24 Tagen und 8114 km wieder die Heimat. Und haben eine unheilbare Sehnsucht nach Skandinavien.

 

 

15. REISETAG – VOM NORDKAP DURCH FINNLAND BIS SCHWEDEN

4300 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

Ehe ich es vergesse – mit einem Klick hier gelangt ihr, wie gewohnt, zur oben abgebildeten Übersichtskarte mit den besuchten Orten und der eingetragenen Strecke.

Nach einer ruhigen Nacht verabschieden wir uns vom nördlichsten aller bisherigen Reiseziele und fahren um 12:15 Uhr wieder durch den Nordkapptunnel, diesmal in die andere Richtung.

 

 

 

Über die E 69 geht es wieder zurück am Porsangefjord entlang bis Oldersfjord.

Hoch im Norden bietet sich kurz der Blick auf die Barentssee. Die Vorstellung, dass sich in weiter Ferne Spitzbergen und auch Russland befinden lässt uns kurz überlegen ob wir noch bis an die russische Grenze fahren wollen. Der Plan wird jedoch verworfen.

 

 

 

Ob wir wollen oder nicht – wir müssen irgendwann wieder nach Hause. Die Vorstellung drückt ein wenig auf die Stimmung. Wir bekommen direkt Sehnsucht nach Norwegen obwohl wir uns noch dort aufhalten.

Unterwegs halten wir wieder Ausschau nach „guten Zapfstellen“. Unser Frischwasservorrat geht wieder einmal zur Neige.

Zunächst finden wir entweder zahlreiche Mini Wasserfälle oder Parkplätze. Wir brauchen jedoch beides gleichzeitig.

Um kurz nach halb zwei finden wir eine ideale Stelle und Frank läuft fünf oder doch sieben Mal hin und her. Danach sind der Wassertank und auch der Reservekanister wieder randvoll mit frischem Quellwasser gefüllt, toll!

 

 

 

 

Ab Oldersfjord fahren wir am Porsagerfjorden entlang fahren wir auf der E6 Richtung Lakselv und weiter über Karasjok und Kautokeino und später auf der E92/93 bis Palojoensuu und dort auf der E 8 weiter in südliche Richtung.

Laut ADAC soll der Diesel in Finnland „nur“ 1,40 Euro kosten. Ca. 20 km vor der finnischen Grenze kostet er in Norwegen stolze 1,82 Euro/l und ist damit, wie vieles in Norwegen, extrem teuer (Stand Juni 2011)

Das Tanken wird in Finnland allerdings anschließend zur nächtlichen Geduldsprobe. Um 20 Uhr passieren wir die Grenze Norwegen-Finnland und stehen 40 Minuten später an der ersten Tankstelle.

 

 

 

EC und Kreditkarten werden nicht akzeptiert, der Automat möchte mit Bargeld gefüttert werden. Allerdings ist er wählerisch und akzeptiert nur kleine Euroscheine 5er, 10er und 20er. Wir kratzen unser Bargeld zusammen und setzen die 45,00 Euro zusammen in 31,25 l Diesel um. Weit kommen wir damit nicht.

Die nächtliche Fahrt setzen wir auf der E8 durch Finnland mit Ausschau nach weiteren Tankstellen fort. Hier darf sogar 100 km/h gefahren werden, obwohl, die Straßenverhältnisse lassen aus unserer Sicht und Erfahrung kaum mehr als die Hälfte zu. Rasen ist eh nicht so unser Ding.

 

 

 

Die Landschaft wird hier, ehrlich gesagt, recht langweilig. Rechts Bäume. Links ebenfalls. Wir sind nach der Strecke durch Norwegen mittlerweile auch mehr als verwöhnt. Ich will zurück nach Norwegen!

Wenn wir jetzt anhalten und nächtigen wollten müssten wir einen Campingplatz aufsuchen. Das Übernachten und Campen auf Parkplätzen in Finnland ist nicht erlaubt. Ich wiederhole: Ich will zurück nach Norwegen!

Auf der gewählten Strecke gibt es auf etliche km keine Chance nach Schweden „abzubiegen“. Rechts von uns liegt in ca. 20 km Entfernung Schweden dazwischen allerdings nur Sumpf, Moor und ödes Brachland. Keine Straßen, keine Orte – nichts!

Gut hundert km weiter auf der E8 entdecken wir um 21:55 Uhr wir in Muorino die nächste Tankstelle. Hier werden abermals nur finnische Kreditkarten akzeptiert, alternativ können wir mit 50er Euro Scheinen bezahlen.

Ruckzuck wird ein 50er Schein in 37,06 l Diesel gewandelt. Für zwei 50er ist der Tank noch zu voll, Wechselgeld rückt der Tankautomat leider nicht raus.

Eine Stunde später entdecken wir in Kolari wieder eine Tankstelle und der zweite 50er wird komplett in 36,25l Diesel investiert. Jetzt ist der Tank „rappelvoll“ und der Inhalt sollte für die nächsten Tage reichen.

Fast elf Uhr abends, es ist immer noch hell und 17 Grad warm (sagt uns eine Anzeige an der Tankstelle).

 

 

 

Jetzt wollen wir auch langsam ein Nachtquartier finden und schlafen. Die Gegend macht müde. Nach 3 km passieren wir die Grenze Finnland/Schweden und fahren zur Abwechslung in Schweden gen Süden.

 

Wir fahren und fahren und fahren. Einzig unsere Musik hält die Stimmung oben. Die Strecke ist hier auch eher monoton und verläuft mal mehr, mal weniger nah der Grenze zu Finnland.

 

 

 

Wir geben Pajala, ein schwedischer Ort nahe der schwedisch-finnischen Grenze, ins Navi ein und folgen den Anweisungen.

Wir entdecken zahlreiche kleine ausgewiesene Parkplätze am Straßenrand, och nö, dort wollen wir weder stehen noch schlafen. Norwegen hat uns verwöhnt.

Nach 714 km ab Nordkap heute früh entdeckt Frank mitten in der Wildnis ein Hinweisschild mit der Aufschrift: „Rastplatz mit Gelegenheit zum Schwimmen“.

 

 

Schlussfolgerung: Dort muss Wasser sein und sicher auch ein ruhiges Plätzchen für die Nacht.

 

 

Richtig, ein einsamer See mit großem Parkplatz liegt einige hundert Meter von der Durchfahrtsstrecke entfernt und wir sind die einzigen die hier heute Nacht schlafen wollen, Gute Nacht!

 

16. REISETAG – GAMMELSTAD UND STORFORSEN SCHWEDEN

5013 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

 

Mücken und davon reichlich viele schwirren am nächsten Morgen beim wach werden um den Pössl herum. Wie gut, dass die Moskitonetze vor den Fenstern sie draußen halten.

Nach 5013 km gefahrenen km ab Heimat setzen wir unsere Tour durch Schweden fort und sind echt gespannt auf das, was wir heute entdecken und erleben werden.

 

 

 

Mittlerweile sind wir übrigens wieder südlich vom Polarkreis und die Sonne lacht auch an diesem Tag als gäbe es kein Morgen mehr.

Die Straßen sind sehr wellig und zahlreiche Bodenunebenheiten sorgen für eine Geschwindigkeit im Level „gemütlich dahin tuckern“.

Rechts und links der Fahrbahn stehen hohe Nadelbäume und hin und wieder gewähren uns kleine Lichtungen Blicke auf Seen mit den dazugehörigen typischen roten Schwedenhäusern.

Hübsch, doch nach tausenden von Kilometern durch Norwegen sind unsere Augen etwas schönere Aussichten gewohnt.

Wir legen die „Herbert live“ CD ein und sind beide etwas sentimental, besonders beim Titel „Halt mich“ und der Stelle „Schön, dass es dich gibt“.

 

 

 

Auf der R99/R98 fahren wir ca. 100 km in südliche Richtung und wechseln in Överkalix auf die E 10 und erreichen nach weiteren 100 km Gammelstad.

Auf dem Parkplatz des Freilichtmuseums „Gammelstad“ parken wir unseren Pössl direkt neben einem seiner Brüder. Mit den Besitzern, einem netten Ehepaar aus Seeheim unterhalten wir uns kurz.

Wir erzählen begeistert von unserer Tour zum Nordkap und die Beiden berichten von Finnland und vom schönen Campingplatz bei Docksta. Erfahrungsaustausch auf halbem Wege.

 

 

FREILICHTMUSEUM GAMMELSTAD

 

 

Gammelstad bedeutet übersetzt Alte Stadt und ist das alte Zentrum der Stadt Luleå in der historischen Provinz Norrbotten im Norden Schwedens.

Als das Land sich mehr und mehr aus dem Meer hob, musste ein neuer Hafen, näher am Wasser, gegründet werden. Daraus ist das heutige Luleå entstanden.

Vor 1000 Jahren war das heutige Gammelstad eine kleine Insel im Mündungsdelta des Flusses Lule älv.

 

 

Ein guter Ausgangspunkt für den Kirchstadtbesuch ist die Touristeninformation an der Nordseite der Kirche. Neben vielen Infos und Kartenmaterial (auch für andere Regionen), gibt es eine Ausstellung mit Fotoshow im oberen Stockwerk.

Direkt nebenan ist ein kleines Café. Natürlich gibt es auch Restaurants und traditionelle Shops, fürs Verweilen und den Souvenireinkauf.

 

 

 

Mit dem Bau der bis heute existierenden imposanten Steinkirche wurde im 13. Jahrhundert begonnen. Sie zeugt vom ökonomischen Wohlstand der Gemeinde, der vom Handel mit Fellen und Lachs herrührte.

 

 

 

Rund um die Kirche ist das Kirchendorf von Gammelstad zu finden. Es ist eine Siedlung von 400 Hütten, in denen die Bewohner der Gemeinde übernachten konnten, wenn sie zum Gottesdienst nach Luleå kamen.

 

 

 

Das Kirchendorf von Gammelstad gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Heute sind in Schweden nur noch wenige solcher Kirchendörfer erhalten.

 

 

 

Das Herzstück des kleinen Örtchens ist, wer hätte es gedacht, die Kirche. Ihr Bau wurde Anfang des 15. Jahrhunderts begonnen und sie ist die größte mittelalterliche Kirche Norrlands.

Sie wurde 1492 vom Erzbischof Jacob Ulfsson geweiht. Der jetzige Kirchturm wurde 1851 gebaut, um einen hölzernen zu ersetzen.

Aussichtsluken und zugemauerte Schießscharten weisen auf die Nutzung zu Verteidigungszwecken in unruhigen Zeiten hin.

 

 

 

Das Freilichtmuseum Gammelstad ist sehenswert. Bei erfreulich schönem Wetter machen wir einen gemütlichen Spaziergang durch das fast menschenleere Dorf und halten die Eindrücke in zahlreichen Bildern fest.

Bei der Touristeninformation nehmen wir noch ein paar regionale Prospekte mit und nach einem frisch gekochten Kaffee machen wir uns auf den Weg nach Umea, naja jedenfalls in die Richtung.

 

WARUM WOHNEN DIE SCHWEDEN IN ROTEN HÄUSERN?

 

Schwedenhäuser. Jedem sind sie ein Begriff und alle haben bei diesem Wort das typische Holzhäuschen mit dem roten Anstrich vor Augen, das aus der schwedischen Landschaft und Reisebroschüren nicht mehr wegzudenken ist.

 

 

Diese rote Farbe hat einen eigenen Namen hat: Falunrot oder auf Schwedisch Falu rödfärg. Wie kam die Farbe zu ihrem Namen? Während wir euch weitere Bilder von Gammelstad zeigen lasst euch kurz die Geschichte der für Schweden typischen roten Farbe erzählen.

Es war einmal eine Stadt namens Falun, die etwa 200km nordwestlich von Stockholm lag. Genau genommen war Falun damals eigentlich noch ein Dorf, denn die Stadtrechte hat es erst 1641 erhalten.

Die Landschaft und das Leben dort waren gezeichnet durch den Bergbau, für den die Gegend zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Jahrhunderte berühmt war.

 

 

 

Zu Reichtum verhalf der Stadt vor allem der Abbau des im Mittelalter sehr begehrten Kupfers. Zeitweise stammten über zwei Drittel des weltweit im Umlauf befindlichen Kupfererzes aus ihren Gruben.

Mitte des 18. Jahrhunderts kam man auf die Idee, auch die bei dem Abbau anfallenden vermeintlichen Abfallstoffe noch zu verwerten.

Nach mehreren Fehlversuchen konnte durch gemeinsames Aufkochen mit Wasser und Stärke aus dem Pigment eine Anstrichfarbe hergestellt werden. 1764 gilt als das offizielle Geburtsjahr des Falunrot.

Für den nachfolgenden Siegeszug gab es verschiedene Gründe. In Mitteleuropa wurden zu dieser Zeit die Häuser der wohlhabenden Bevölkerungsschichten aus Backsteinen gebaut.

Durch die farbliche Ähnlichkeit versuchte man in Schweden, seinem eigenen Holzhaus mit dem roten Anstrich ein edleres Aussehen zu verleihen.

 

 

 

Der besondere Vorteil der Farbe war, dass sie aufgrund der Zusammensetzung auf unbehandeltem Holz und bereits länger der Witterung ausgesetzten Holzoberflächen besser als andere Farbe aufzutragen ist und hält.

Die Bergwerke und Gruben in Falun sind seit 1992 geschlossen, doch vor Ort kann man heute u.a. die berühmte Kupfergrube, die seit 2001 zusammen mit den Arbeitervierteln und der Industrielandschaft auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste steht, ein Bergwerk und das Grubenmuseum besuchen.

Halllooo? Ist noch jemand da? Genug der Geschichten und zurück nach Gammelstad bzw. Umea.

Unterwegs schlägt Frank vor, dass ich die Prospekte, die ich uns in Gammelstad besorgt habe, studieren solle. Eine sehr gute Idee, denn die Beschreibung vom Storforsen begeistert uns direkt.

Das liest sich so toll, das müssen wir uns anschauen! Und für euch der Tipp: Wenn Nordschweden dann auf jeden Fall auch zum Storforsen. Ihr werdet uns nach den folgenden Bildern sicherlich zustimmen.

 

 

Wir ändern die geplante Streckenführung und machen uns auf den Weg nach Älvsbyn und zum Storforsen.

 

STORFORSEN – GRÖSSTE STROMSCHNELLEN VON SCHWEDEN

 

Die größten Stromschnellen Schwedens sind ein unglaubliches Naturspektakel und befinden sich am Piteälven in der Provinz Norrbottens län in Nordschweden, etwa 38 km nordwestlich des Ortes Älvsbyn.

Die Gesamtlänge der Stromschnellen vom Anfang bis zum Ende beträgt satte fünf km, wobei sie eine Höhendifferenz von 82 m überwinden.

 

 

 

Schon am Parkplatz rauscht es gewaltig in unseren Ohren. Für mich ist dieses Geräusch magisch und klingt wie Musik. Meeresrauschen, Wasserfälle oder wie hier die Stromschnellen üben eine ungeheure Anziehungskraft auf mich aus. Geht es euch so ähnlich?

Über schöne Brücken und Laufstege und im Wechsel über glattpolierte Felsen und vorbei an hübschen Grillplätzen laufen wir dem Rauschen entgegen.

Was zuerst und wohin? Fotografieren oder doch so schnell wie möglich zu den Wassermassen? Ich bin reizüberflutet und hellauf begeistert! Und das hier ist erst der Anfang.

Euch gefallen die Bilder oben? Na, dann bin ich gespannt was ihr zu den folgenden sagen werdet.

Direkt am Fluss entlang führt ein Steg über und an den Stromschnellen entlang. Nun schaut euch das einmal an! Ist das nicht irre schön?

 

 

 

Bei einer Fallhöhe von 60 Metern wälzen sich hier durchschnittlich 250 m³ Wasser pro Sekunde lautstark talwärts.

In den Mittsommerwochen, und die haben wir ja zurzeit, ist das Wasserniveau am höchsten und bis zu 900 m³ Wasser pro Sekunde rauschen ins Tal. Pro Sekunde!

 

 

 

Ihr solltet auf jeden Fall vor einem Besuch die Akkus und Speicherkarten eurer Kamera prüfen! Es wäre doch schade, wenn ihr am Steg ankommt und die Technik versagt – oder?

Und gleich noch ein Tipp, den wir gerne vor unserem Besuch gehabt hätten: Nehmt euch Grillzeug mit!

Ich stell mir das sehr idyllisch vor: Bei untergehender Sonne am wärmenden Feuer sitzen, etwas Leckeres brutzeln und im Hintergrund das Rauschen der Stromschnellen. Ach wie schön das wäre! Schaut euch einmal die hübschen Grillplätze an, einladend oder?

 

 

Solltet ihr diese tolle Idee je in die Tat umsetzen, lasst es uns wissen und sendet neidschürende Bilder.

Hätten wir gewusst wie bescheiden der Rest dieses Reisetages verläuft hätten wir gewiss eine Übernachtung auf dem naheliegenden Campingplatz in Betracht gezogen.

 

Storforsen Camping

Adresse: Troforsvegen, 8800 Sandnessjøen

 

Für euch ist dieser Tipp gratis – ich finde es liest sich sehr verlockend: 

Hierher kommen unsere Gäste wegen spannender Abenteuer mit der Familie und schöner Erholung. Das Gelände rund um die Anlage bietet schöne Angelmöglichkeiten in allen Arten von Gewässern.

Auf dem Campingplatz befindet sich auch die mittlerweile gut bekannte Bierstube ”Raimos Bar”, die speziell für den Film ”Die Jäger” gebaut wurde.

Bei Interesse könnt ihr euch mit Klick hier die Seite des Campingplatzes anschauen.

In den Text, der den Rest dieses Tages skizziert, füge ich noch ein paar Storforsen Bilder ein, ich kann mich da echt nicht satt sehen.

 

 

 

 

Und so sieht der Rest unseres Reisetages aus. Auf dem Rückweg wollen wir in Älvsbyn die im Prospekt offerierte regionale Küche genießen, doch leider lässt sich trotz Suche außer einer Pizzeria und einem Thai Wok keine Möglichkeit zum Essen gehen ausmachen, schade, sehr schade!

 

 

 

Und wieder passiert uns das, was uns seit Tagen abends regelmäßig passiert – bei der Suche nach einer schönen Schlafgelegenheit vergeht die Zeit wie im Fluge und der km Stand wandert stetig in Richtung der nächsten vollen hundert km – und zack schon wieder fast Mitternacht.

 

 

 

Der heutige Stellplatz ist nur eines: zweckmäßig! Wir haben Hunger, wollen also nur kurz etwas essen und danach schlafen. Morgen sehen wir weiter…

 

17. und 18. REISETAG – DURCH SCHWEDEN

5685 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

Laut Reiseführer soll es bei Sörfors ein großes Kraftwerk geben. Von außen soll es kaum erkennbar sein, da die Anlage an einem Berg liegt. Angeblich kann der Besucher die 24 m hohe Turbinenhalle bestaunen in der 700 cbm pro Sekunde durch jede Turbine fließen.

Frank möchte das sooo gerne sehen! Wir schleichen uns von allen Seiten an jedoch zeigt uns das Navi alle 20 Minuten einen anderen Weg… Grrr!

Dann finden wir endlich die Vattenfall Anlage, doch keinen Hinweis für Besucher nur ein Hinweisschild zeigt zum Eingang. Die dortige Klingel bleibt ungehört. Sehr seltsam!

2 Stunden Weg „für die Katz“ – ob ich will oder nicht bekomme ich üble Laune. Kurzfristig! Ich will wieder nach Norwegen! Im weiteren Verlauf fahren wir kurz durch Umeå und finden es hier recht hübsch.

 

UMEÅ – STADT DER BIRKEN

 

Umeå erstreckt sich etwa 70 Kilometer entlang der Küste des Bottnischen Meerbusens und bis zu 60 Kilometer in das Landesinnere. Der Küste vorgelagert sind die Schären der Inselgruppe Holmöarna.

1622 wurde die Stadt von Gustav II. Adolf gegründet. 1888 brannten große Teile der Stadt nieder.

 

 

 

Abgesehen von der Stadt Umeå sind noch Klabböle und Sörfors nordwestlich der Stadt zu erwähnen.

In Klabböle liegt das älteste Kraftwerk des Ume älv, das von 1899 bis 1956 in Betrieb war und heute Museum ist.

 

 

In Sörfors befindet sich Schwedens größtes Wasserkraftwerk Stornorrfors. Es kann im Sommer besichtigt werden. Ja nee is klar… Man muss es a) finden und b) es sollte geöffnet haben.

Und dann entdecken wir auf der Karte im Navi unter Favoriten das „Energiezentrum Umea“. Ob Fränki sich dort die Turbinen anschauen kann? Ich hoffe es sehr!

 

 

Wir können uns zwar keine Turbinen anschauen doch insgesamt ist es hier sehr schön.

Das erste Kraftwerk des Flusses Ume älv ist heute ein interessantes Energiemuseum. Hier wird gezeigt, wie Energie in verschiedenen Formen angewendet wird.

 

 

Das Kraftwerk bietet eine Energieausstellung, eine Gattersäge, eine Wassermühle und ein Café lädt zum Verweilen ein.

Energie hin oder her, das Gelände bietet auf jeden Fall Gelegenheit für einen schönen Spaziergang und ein beschilderter Wanderweg ist auch vorhanden.

Und während ich euch vom Rest des Tages berichte bastel ich noch einige Bilder unseres Spazierganges durch das Engerziezentrum dazwischen. Ich sag nur Birken, Birken und noch mehr Birken. Ich mag Birken!

 

 

 

Vom Engergiezentrum aus geht die Fahrt weiter: Richtung = Süden! Auf der Karte sah es so als würden wir immer in Küstennähe des Bottnischen Meerbusens fahren, quasi mit Blickkontakt zum Wasser.

Wenn schon kein Norwegen mehr dann doch wenigstens Wassernähe!

 

 

 

Doch „in echt“ sehen wir nur Straße vorn und hinten flankiert von Bäumen rechts und links der Straße. Mir ist langweilig und ich will wieder nach Norwegen. Finnland doof, Schweden auch.

Naja, ganz so schlimm ist es wohl nicht, doch es fühlt sich für eine Weile so an. Heute wollen wir einmal zeitig unser Nachtquartier aufsuchen – es soll auf die Halbinsel bei Nordingra gehen.

 

 

 

Ein nettes Ehepaar hatte uns am Vortag diesen Tipp gegeben. Binnen einer Stunde kommen wir dreimal an der gleichen Stelle vorbei, leider ergebnislos! Das ist wohl nicht unser Tag heute…

Frank hat seine Mühe mich aufzuheitern doch wie gewohnt gelingt es ihm. Gut, dass einer von uns Beiden immer für gute Laune sorgt!

 

 

 

Und jetzt haben wir auch beide genug von dieser Halbinsel und fahren wieder zurück auf die E4 und wollen beim nächst besten Hinweisschild „Campingplatz“ abfahren.

Genau das ist die richtige und beste Entscheidung. Wir landen auf „Snibbens Camping & Stugby“ in 87016 Ramvik.

ADRESSE:

Snibbens Camping, Stugby & Vandrarhem

SNIBBEN 109, 870 16 Ramvik

2km von der Högakustenbrücke auf dem Riksväg 90.

Der Stellplatz ist ca. 8 m vom See entfernt, Duschen sind im Preis von 16 Euro inklusive, toll! Und Wlan haben sie auch! Spontan entscheiden wir uns einen ganzen Tag zu bleiben.

 

 

 

Ein ganzer Tag ohne zu fahren und an der gleichen Stelle verweilend – das hatten wir in diesem Urlaub noch nicht!

Frank betreibt Fahrzeugpflege und ich versuche trotz langsamer Wlan Verbindung das Reisetagebuch zu aktualisieren, sortiere Fotos und stöbere im Reiseführer.

Und schwuppsdiwupps liegt der 18. Reisetag im Relaxmodus mitohne Aufnahmen hinter uns.

 

19. REISETAG – SCHWEDEN HÖRNÖSAND UND JÄVRÖ

5906 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

Unser aktuelles Reiseziel ist zurzeit Mora am Siljansee doch vorher fahren wir am 19. Jahrestag frisch fröhlich zum UNESCO Welterbe „Höga Kusten“, was so viel wie Hohe Küste bedeutet.

 

 

 

Nirgendwo sonst auf der Welt hat nach der letzten Eiszeit eine derart starke Landerhebung stattgefunden.

 

 

HÖGAKUSTENBRÜCKE

 

 

Den nächsten Stopp legen wir an der „Högakustenbron“ ein. Die Högakustenbrücke ist eine Hängebrücke über den Fluss Ångermanälven.

 

 

 

 

Die maximale Stützweite der Brücke beträgt 1.210 m, die lichte Höhe 40 m. Die Gesamthöhe der Brücke beläuft sich auf 186 m, ist 1.867 m lang und 17,8 m breit und sieht einfach toll aus.

 

 

 

Wir machen dort früh am Morgen eine kleine Wanderung und schauen uns die Brücke vom Berg aus an: Sieht sie nicht unglaublich schön aus?

 

 

 

Naja, jedenfalls wenn man eine gewisse Begeisterung für schöne Brücke und die dahintersteckende Technik mitbringt bestimmt.

 

HÄRNÖSAND

 

Um kurz nach halb zwölf erreichen wir Hörnosand. Die Hafenstadt liegt malerisch an der Mündung des Ängermanälven an beiden Ufern des Härnösunds auf der vorgelagerten Insel Hörnön.

 

 

 

Hier stehen das 1791 erbaute stattliche Rathaus und der 1846 geweihte Dom, der allerdings wegen Umbauarbeiten nicht zugänglich ist.

 

 

 

Dieses Städtchen gefällt uns beiden ausgesprochen gut. Wir schlendern bei “Schönwetter” durch die Einkaufsstraße und durch den Hafen ehe wir im ortsansässigen Lidl etliche Schwedische Kronen gegen Lebensmittel und Getränke tauschen.

 

 

 

In einem der lokalen Prospekte lesen wir von einem Motorenmuseum und entscheiden spontan uns das auch aus der Nähe anzuschauen.

Über Landstraßen finden wir nach einem Weilchen in einem 5 Häuser Dorf tatsächlich eine stillgelegte Tankstelle mit einer stattlichen Sammlung Traktoren, alten Baumaschinen und ähnlich alten Fahrzeugen. Leider sind mir Name und Anschrift entfallen, sorry.

 

 

 

Frank möchte den Pössl gerne wieder volltanken und hält ständig Ausschau nach einer Tankstelle mit einem akzeptablen Dieselpreis.

An der ersten „Tanke“ gibt’s wieder einmal nur eine begrenzte Menge von 400 SEK an der zweiten dann endlich nach fast einem Monat können wir volltanken (24,69 l für 340,72 SEK = 13,80 SEK/l)

Unterm Strich sind wir (also Frank) die 5900 km mit einem Schnitt von 8,4 l/100 km gefahren. Respekt Herr Brocks, sehr wirtschaftliche Fahrweise.

Wir fahren noch weiter bis nach Arvos. Die letzten 30 km sind eine Qual. Die Straße bekommt eine neue Teerdecke. Bis jetzt haben die Bauarbeiter nur den Arbeitsschritt „alten Belag entfernen“ geschafft, den Rest kann man sich denken… Es muss schlimmer werden ehe es besser wird bewahrheitet sich hier in Vollendung.

 

 

 

Egal, am späten Nachmittag steht unser Pössl mutterseelenallein auf dem riesigen Parkplatz des Järvzoo.

Rundherum blühen die Lupinen in verschiedenen Farben in kräftigen und hübschblassen Farben. Welches Lupinenbild gefällt euch am besten?

Nach einem Spaziergang ins Dorf verleben wir eine lange und ruhige Nacht.

 

 

 

 

 

20. REISETAG – SCHWEDEN JÄVRÖ BIS MORA/SILJANSEE

6125 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

 

JÄRVZOO IN JÄRVSÖ

 

Pünktlich um 10 Uhr stehen wir am Eingang vom „Järvzoo“ in Järvsö. Der Zoo liegt an der Südseite des Öjeberget im schönen Hälsingland.

 

 

 

 

Im Järvzoo trifft der Besucher heimische Tiere des Nordens in ihrer gewohnten Umgebung.

Der Weg durch den Zoo verläuft auf einem von Bäumen gesäumten Gehweg und an besonders schönen Stellen gibt es Sitzgelegenheiten die zu Picknick und Verweilen ein.

 

 

 

Hier lassen sich die Tiere des Nordens aus der Nähe betrachten: Luchse, Rentiere und Elche. Auch Braunbären und Moschusochsen etliche Eulenarten und ein paar Greifvögel sind zu sehen.

 

 

 

Am besten gefällt uns die Art der Anlage. Komplett in die Landschaft, nein in den bestehenden Wald integriert verläuft der geschwungene Holzweg.

Um den bestehenden Baumbestand zu schonen wurden Löcher in den Boden und auch in das Gelände gesägt und auch für ein paar große Findlinge wurde der Holzsteg passend verlegt.

Da wir uns flott von „der Masse“ (laute Touris) abgesetzt haben können wir die herrliche Ruhe und auch die Tiere allein genießen.

 

 

 

Besonders viel Glück haben wir bei den Polarfüchsen. Wir sind mucks Mäuschen still und sehen die Mutter mit ihren ganz jungen Babys spielen.

Die Kleinen sind noch dunkelbraun und haben ein ganz flauschiges Fell. Die Eltern haben ein weißes Fell mit schwarzen Streifen und sie verhalten sich ganz natürlich und beachten uns nicht. Sehr ergreifend!

 

 

 

Noch ergreifender sind für mich die Moschusochsen. Darauf habe ich mich echt gefreut und wie sie so dort liegen habe ich echt ´nen Kloß im Hals, unerklärlich, sentimental und wunderschön!

Mit der nötigen Ruhe entdecken wir früher oder später in jedem Gehege die Tiere, was allerdings gar nicht so leicht ist, da die Gehege sehr groß sind.

 

 

 

Nur die Elche die verstecken sich so gut oder so weit hinten, dass wir irgendwann aufgeben, schade! Hat nicht sollen sein.

Nach dem Zoobesuch fahren wir noch weiter bis Mora – direkt auf den Campingplatz und diesmal bauen wir sogar das Vorzelt auf und sagen direkt gute Nacht.

Nachfolgend stellen wir euch unsere “Haustiere” vor – auf dieser Tour nimmt die Anzahl der Elche drastisch zu.

 

 

 

 

21. REISETAG – SCHWEDEN MORA

6359 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

MORA AM SILJANSEE

 

Mora liegt an der Nordspitze des Siljansee. Hier lebte einst der Maler Anders Zorn (1860-1920).

Er gilt als der Erneuerer der Druckgrafik und wurde mit seinen Werken schon zu Lebzeiten weltberühmt und wohlhabend.

 

 

 

In seiner Heimatstadt, in die er nach langen Auslandsaufenthalten immer wieder zurückkehrte, erinnern an ihn das Zorn-Museum mit vielen seiner Gemälden, sein Wohnhaus Zorngarden mit Originalausstattung und dem Geburtshaus „Zorns Gammelgard“, es ist Teil des gleichnamigen Freilichtmuseums mit über 40 von Zorn zusammen getragenen Häusern aus dem 16.-19. Jahrhundert.

 

 

 

Der Campingplatz in Mora liegt direkt am Fluss und über eine Brücke gelangt man nach 500 m ins Zentrum. Wir schlendern diesen Weg insgesamt drei Mal an diesem Tag.

 

 

 

Vorbei an der schönen Kirche, durch die hübsche Fußgängerzone und hinunter bis an den Siljansee. Wir gehen noch ein Eis essen und sitzen fein in der Sonne.

 

 

 

Viel mehr passiert an diesem Tag nicht. Abends hören wir Musik, laut und weit entfernt. „Das hört sich an wie Livemusik – oder?“ „Wenn wir nachsehen werden wir es herausfinden“ machen wir uns auf den Weg und folgen der Musik.

Nach einer Viertelstunde stehen wir im Fußballstadion, doch statt Livemusik gibt es nur Musik aus der Konserve. Dafür allerdings schön laut!

Es handelt sich um eine Veranstaltung des örtlichen Sportvereins. Eher nicht so unser Ding. Schade eigentlich, es wäre ja auch zu schön, nahezu perfekt, gewesen. Wir lieben Livemusik in (fast) jeder Art und Weise.

 

 

 

 

22. REISETAG – SCHWEDEN NUSNÄS UND RÄTTVIK

6359 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

 

Zunächst fahren wir von Mora aus direkt nach Nusnäs. Hier werden die berühmten Dalapferde hergestellt.

Bei dem Dalapferd handelt es sich um eine aus Holz gefertigte Figur in Pferdeform, die in der schwedischen Landschaft Dalarna gefertigt wird. Sie gelten im Ausland als typisches Symbol für ganz Schweden.

 

 

 

Nachdem wir ein Weilchen bei der Herstellung zugeschaut haben kaufen wir ein kleines Exemplar für unsere Magnetwand daheim.

 

 

RÄTTVIK AM SILJANSEE

 

 

Rättvik gilt als Geburtsstätte des schwedischen Tourismus denn kaum ein Ort in Ort in Schweden hat eine so lange Geschichte als Urlaubsort vorzuweisen wie Rättvik.

Die meisten Schweden Urlauber bringen Rättvik direkt mit der Seebrücke in Verbindung. Rättvik liegt am Ende einer Bucht, die sehr flach ist und größere Schiffe können hier nicht ans Ufer fahren.

 

 

 

Deshalb baute man schon 1895 eine lange Brücke in den Siljansee hinein. Die „Långbrygga“ (lange Brücke) ist 628 m lang und an ihrem Ende gibt es einen kleinen künstlich angelegten Hafen, in dem Schiffe anlegen können.

Seit 1895 an machte hier fast sechzig Jahre lang der Dampfer S/S Rättvik fest.

 

 

 

Am 6. Juni 1992, am schwedischen Nationalfeiertag, wurde die Brücke nach einer Totalrenovierung wieder eingeweiht. 2.938 Planken waren von Privatpersonen und Unternehmen gesponsert worden – ihre Namen findet man auf den Planken eingraviert.

 

 

 

So steht es im Reiseführer und während eines gemütlichen Spazierganges schauen wir uns den Steg, den kleinen Hafen und die vielen, mit Namen verzierten Planken aus der Nähe an.

 

 

Bei Aussichtstürmen können wir nicht und ich überhaupt nicht wiederstehen. Vom Aussichtsturm „Vitblick“ kann man auf jeden Fall „vit blicken“.

 

 

 

Nach etlichen Aufnahmen und dem Kauf des vierten Stofftierelches fahren wir noch weiter bis zum Vätternsee. An einer Brücke schlagen wir unser Nachtlager auf und genießen die weite Sicht und einen tollen Sonnenuntergang.

 

 

23. REISETAG – LUND/SCHWEDEN BIS MALMÖ/DÄNEMARK

6679 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

 

In häufigem Sichtkontakt zum Vätternsee, der zweitgrößte See Schwedens, fahren wir weiter bis Lund.

 

 

LUND – UNBEDINGT SEHENSWERT

 

Lund ist eine Stadt in der südschwedischen Provinz Skåne. In der Altstadt mit Kopfsteinpflasterstraßen liegt der jahrhundertealte, romanische Dom zu Lund.

 

 

 

Lund ist eine Studentenstadt und das kulturelle Zentrum Südschwedens mit einer bedeutenden Geschichte.

Lund hat etwa 76.000 Einwohner (2006), davon sind etwa 40.000 Studenten. So ist die Stadt sehr geprägt von der Universität, die die größte und zweitälteste des ganzen Landes ist (1666).

 

 

 

Auch ihre über 1.000-jährige Geschichte hat in der Stadt zahlreiche sehenswerte Spuren hinterlassen.

Bei strahlendem Sonnenschein sitzen viele Gäste vor den Lokalen und genießen das schöne Wetter beim Essen oder bei einer Tasse Kaffee.

 

 

 

Ein wenig schwermütig setzen wir unsere Fahrt fort. Da nutzt kein Jammern – irgendwann geht auch der allerschönste Urlaub zu Ende.

Uns bleibt ja noch Malmö und noch sind wir ja auch nicht zuhause. Ihr kennt das Gefühl, wenn man so rein gar nicht an das Ende der Reise denken mag – oder?

Auch Malmö entpuppt sich als reizvolle Stadt, die durchaus als Städtereisetipp bezeichnet werden kann.

 

 

 

Wir schauen uns das Rathaus und die uralte Apotheke an, essen in der Sonne einen Chickenburger mit Pommes und Cola (heute im Angebot und eher nicht unsere Essgewohnheit). „Können wir uns noch den „Turning Torso“ anschauen?“ Na klar können wir!

Mit einer Höhe von 190 Metern und 54 Etagen ist das Gebäude der höchste Wolkenkratzer Skandinaviens (Stand 2011).

 

 

 

Wenn man davor steht bekommt man a) Nackenstarre und b) stellt sich die Frage wie dieses wunderschöne Gebäude auf ein Bild passen soll.

Über die nicht minder schöne Öresundbrücke erreichen wir später am Tag Dänemark. Während der Fahrt lese ich im Reiseführer von „Stevens Klippen“.

Liest sich gut ist gleichbedeutend mit „fahren wir hin und schauen wir uns an“. Während der Suche nach diesen Klippen ist der Himmel super „dekoriert“ mit Regenbogen, dunklen Wolken und grellem Sonnenschein. Ein wunderschöner Film!

 

 

 

Unsere Suche nach diesen Klippen gestaltet sich etwas langwierig und unterwegs beobachten wir Einheimische die auf zahlreichen mehr oder weniger großen „Osterfeuern“ Stoffpuppen verbrennen. Was hat das zu bedeuten?

Nach einer Rundreise durch die gottverlassene Gegend finden wir endlich „Steven´s Klippen“ und das heutige ruhige Nachtquartier.

 

24. REISETAG – „STEVS KLINT“ BIS GREVEN = ZUHAUSE

7453 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

Nach dem ersten Kaffee schauen wir uns die Klippen und die kleine Kirche die direkt an der Klippenkante steht an.

Die Kreidefelsen an „Stevns Klint“, an der Ostküste Seelands gelegen sind genauso alt wie die Kreidefelsen auf Rügen. Das Kliff ist 15 Km lang und bis zu 41 Meter hoch.

 

 

 

Direkt am Parkplatz an der Højerup Kirche beginnt die Parkanlage “Mindelunden”, übersetzt so viel wie Gedenkwäldchen, die an viele Persönlichkeiten der dänischen Geschichte und lokale Ereignisse erinnert.

Der Besucher erfährt außerdem, dass die Kreide an der Küste bis ins 19. Jahrhundert hinein abgebaut wurde und viele Gebäude bis in die Hauptstadt Kopenhagen aus den Steinen erbaut wurden.

 

 

 

 

Und dann, plötzlich und unerwartet, wollen wir beide „endlich mal nach Hause“.

Nach 7597 gefahrenen km erreichen wir am Nachmittag die deutsche Grenze und freuen uns über den guten NDR2 Empfang.

Die Verkehrsnachrichten berichten von km langen Staus vor dem Elbtunnel. Nicht mit uns! Wir fahren einfach über Lauenburg und sind nach 8114 gefahrenen km und 24 Tagen wieder daheim.

Norwegen ist und bleibt für uns ein Land, in das wir uns Hals über Kopf verliebt haben und an das wir uns ein Leben lang gerne erinnern werden.

 

 

 

Warum seid ihr denn seit 2011 nie wieder dort gewesen höre ich den ein oder anderen Leser fragen. Die Antwort ist ganz einfach! Wir hatten unverschämt viel Glück mit dem Wetter und haben die ganze Tour in vollen Zügen genossen. 8114 km ohne Panne bei schönem Wetter sind nicht selbstverständlich!

Seit Jahren steht diese Tour, wenn man so will, auf einem Sockel und ist und bleibt unsere schönste Tour ever.

Die Sorge, eine weitere Reise in den Norden könnte weniger schön und phantastisch sein lässt uns ständig andere (Wohnmobil) Reiseziele finden.

Eines Tages werden wir sicher „schwach“ werden und wieder nach Norwegen reisen – vielleicht nicht ganz so weit wie auf dieser Tour.

Was würden wir beim nächsten Mal anders machen und welche Tipps möchten wir euch mit auf den Weg geben?

Beim nächsten Mal würden wir gewiss „schnurstracks“ und im Schweinsgalopp zu den Lofoten fahren und von dort in aller Gemütlichkeit an der Küste entlang wieder zurückfahren.

Mensch was brauchst du mehr? Meer!

Da wir erst vor ein paar Jahren das Wandern für uns entdeckt haben würden wir ganz sicher täglich ein paar Stunden für Wanderungen einplanen und Städte eher weniger besuchen.

Und auf den Preikestolen möchte ich auf jeden Fall noch klettern und auf den Kjerag natürlich auch. Egal wie lange es dauert! Und wir werden berichten…

Ehe ich das Kapitel “Wohnmobiltour zum Nordkap” schließe möchte ich mich bei meinem lieben Ehemann für seine Geduld und seine Dienste als Chauffeur danken, du bist der Allerbeste!!

Ein herzliches Dankeschön sende ich an die fleissigen Leser die bis zu dieser Stelle durchgehalten haben und danke speziell den nachfolgenden “Verfolgern” für ihre motivierenden und anerkennenden Kommentare:

Kai vom VVV on Tour Blog

Petra Venners vom Schreibteufelblog 

Andrea vom Reiseblog Awapi

Werner “Vogelknipser”

Sigrid vom Aktiv 60 plus Blog

Jürgen vom Linsenfutter

Schaut gerne wieder vorbei und denkt wie immer daran:

 

ES GIBT NICHTS GUTES
AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

 

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare! Das Formular findet ihr wie gewohnt am Seitenende!

Ihr möchtet auch von unseren nächsten Touren lesen? Welch Freude! Verfolgt uns gerne auf Facebook, GOOGLE+, Instagram, Twitter recht neu auf Pinterest oder auf der Straße!

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10 Kommentare

  1. Hallo Petra, ich verfolge deinen Blog auch und staune immer wieder über deinen Schwung und Fleiß, den du darauf verwendest. Danke für die tollen Berichte! Wir hatten Norwegen auch schon auf dem Plan in meinem Sabbatjahr (2015/16), haben es aber dann doch gelassen, um erst mal die anderen Reisen gebührend zu verarbeiten… Da ich nur noch 16 Monate arbeiten muss 🙂 , wird die Reise so lange noch verschoben, denn wir lieben ‘Slow Travel’. Und dann lese ich mir deinen 5-teiligen Bericht noch mal ganz genau durch!! Was meinst, das sind doch super Aussichten?! Liebe Grüße, Uschi = donnamattea.com

    1. Hallo Uschi, oh wie schön für dich – nur noch 16 Monate arbeiten liest sich sehr schön! Welch Aussicht! Auf diese Lebensphase freuen wir uns auch sehr✔ Und dann fahren wir auch ganz sicher ganz entschleunigt durch Europa – bis zum Nordkap und gemütlich an der Küste um Europa herum Es wäre mir eine Freude wenn dir unsere Tour ein wenig Anregung liefert Viele liebe Grüße sendet dir die Petra

  2. Hallo Petra,
    eine tolle reise mit einem schönen Reisebericht, bin schon ganz neidisch 🙂
    Habe es immerhin bis Skagen an die Nord-Ostseespitze geschafft…jetzt lese ich bei dir wie es weitergeht….Toll !
    Komme übrigens ursprünglich aus der grösseren Nachbarstadt, Rheine….
    LG Jürgen

  3. Wir sind vor ein paar fast die gleiche Route gefahren(8500km),kannEuch nur bestätigen mit
    den Erlenissen z.B. Rv 17 . Danke für die Erinnerungen an unsere tolle Reise.
    Grüße Hubert

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...