WOHNMOBILTOUR IN DIE SCHWEIZ – KONSTANZ AM BODENSEE

Kennt ihr www.nurmut.ch? Was dieses (lesenswerte!) Onlinemagazin mit unserer Wohnmobiltour nach Konstanz und in die Schweiz zu tun hat und wie aus einer Mailbekanntschaft der Beginn einer Freundschaft wurde erzählen wir euch im folgenden Bericht.

 

Den ersten Schnee entdecken wir bei Engen - 40 km vor Konstanz
Den ersten Schnee entdecken wir bei Engen – 40 km vor Konstanz

Man trifft einen Menschen und nach kurzer Zeit glaubt man sich schon ewig zu kennen? Wer kennt dieses Gefühl?

So ähnlich erging es Petra und mir Ende letzten Jahres. Wer im großen WWW über wessen Beiträge zuerst gestolpert ist lässt sich nicht mehr feststellen und ist auch völlig egal. Wichtig ist aber, dass wir gestolpert sind und wir nach kurzer Zeit in unseren „Emils“ immer öfter von einem realen Treffen geschrieben haben.

Und Mitte März ist es dann endlich soweit – Schweiz bzw. Petra, Robert, Vierbeiner und reichlich Stofftiere – wir kommen.  Ja, stimmt etwas am Thema Konstanz vorbei aber mir war es wichtig es genauso zu schreiben.

 

KONSTANZ SIGHTSEEING IN UFERNÄHE
KONSTANZ SIGHTSEEING IN UFERNÄHE

Am Mittwochabend machen wir uns vom Münsterland aus auf den Weg und nach einer Übernachtung bei Darmstadt sichten wir am nächsten Vormittag bei Engen den ersten Schnee. Zuhause ist er mir ja morgens um halb sechs auf dem Weg zur Arbeit eher lästig aber auf Reisen rechts und links der Fahrbahn ist er doch schön anzuschauen. In Gais soll es noch komplett weiß sein. Die Spannung steigt!

Zu jedem der folgenden Bilder habe ich euch einen weiterführenden Link gespeichert. Es gibt unzählig viele Informationen die Lust auf einen Besuch des Bodensee und Konstanz im Speziellen machen.

 

TYPISCH-BODENSEE-FANGFRISCHER-FISCH
TYPISCH BODENSEE – FANGFRISCHER FISCH

Um kurz vor 13 Uhr verlassen wir (endlich) die Autobahn und parken das Wohnmobil zentral auf dem Wohnmobilstellplatz „DÖBELE“.

 

KONSTANZ SIGHTSEEING AN DER SEEPROMENADE
KONSTANZ SIGHTSEEING AN DER SEEPROMENADE

Konstanz ist mit gut 80.000 Einwohnern die größte Stadt am Bodensee. Da sie im Krieg so gut wie nicht beschädigt wurde stammen viele der Häuser aus dem 13. bis 15. Jahrhundert.

Die Altstadt ist geprägt von wunderschönen alten Häusern, alle liebevoll restauriert. Wir genießen die Mischung aus mittelalterlichem Flair und der direkten Lage am See. Da wir Glück mit dem Wetter haben möchten wir natürlich möglichst viel Sonnenschein „erhaschen“.

Konstanz – Kunststadt am Bodensee

 

Geschichte ist ein Stichwort, das in Konstanz großgeschrieben wird. Dies ist nicht nur dem Umstand zu verdanken, dass die Stadt in den Kriegen dieses Jahrhunderts und auch in früheren Zeiten von Zerstörungen weitgehend verschont geblieben ist.

Sehr beachtlich ist auch die vielfältige Museumslandschaft in Konstanz. So gibt es das Rosgartenmuseum in der Innenstadt, das Hus-Museum und das Archäologische Landesmuseum stellt auf rund 3000 Quadratmetern die Ergebnisse archäologischer Forschung im Lande vom Jahr 8000 v. Chr. bis ins 17. Jahrhundert aus.

Um eine große Attraktion reicher ist Konstanz seit Mai 1999. Im Sea-Life Konstanz taucht der Besucher in die Unterwasserwelt der Alpbäche, der Flüsse und Meere ein und sieht sich Aug‘ in Aug‘ mit Petersfischen, Katzenhaien und Stechrochen. Im gleichen Gebäude, direkt am See, hat auch das Bodensee-Naturmuseum eine neue Heimat gefunden.

Das alles und noch viel mehr hätten wir uns ansehen können aber als Natur und Landschaftsbegeisterte gibt es für uns bei schönem Wetter nur eine „Marschrichtung“: RAUS!

Der Bodensee bietet übrigens reichlich Outdooraktivitäten!!

 

AM BODENSEE NICHT WEGZUDENKEN - DIE SKULPTUREN VON PETER LENK
AM BODENSEE NICHT WEGZUDENKEN – DIE SKULPTUREN VON PETER LENK

Fast hätte ich die Skulpturen von Peter Lenk vergessen.

Peter Lenk (* 6. Juni 1947 in Nürnberg) ist ein deutscher Bildhauer aus Bodman-Ludwigshafen am Bodensee. Er stellt auf satirische Art direkt heraus von ihm empfundene gesellschaftliche Missstände dar.

 

Zwischen den Häusern in der Altstadt ist es eher ungünstig die Sonne zu genießen dafür aber am Ufer des Bodensee traumhaft schön. Und so machen wir uns direkt auf den Weg zur Seepromenade.

 

Die Promenade beginnt auf der Petershauser Seite der Alten Rheinbrücke. Wir laufen eine Weile direkt am Ufer entlang und freuen uns einfach nur über das schöne Wetter. Das Leben ist schön!

 

„Jetzt fahren wir übern See übern See!“

 

Und dann haben wir (um ehrlich zu sein nicht wir, sondern ich) die glorreiche Idee mit der Fähre auf die andere Seite des Bodensee zu fahren um das Pfahlbauten Freilichtmuseum in Unteruhldingen anzuschauen. Ist ja nicht sooo weit. Gesagt getan!

 

BLAU, BLAUER - BODENSEE
BLAU, BLAUER – BODENSEE

Kurze Zeit später sitzen wir auf der Fähre und fahren in Richtung Meersburg. Von hier aus sind es noch 4,4 km bis zum Pfahlbaumuseum und da der Weg direkt am Ufer entlang verläuft geht es einfach nur geradeaus. Schaffen wir!

 

PÄUSCHEN AUF HALBER STRECKE - IS NOCH WEIT?
PÄUSCHEN AUF HALBER STRECKE – IS NOCH WEIT?

Auf halber Strecke möchte Frank dann doch gerne wissen wiieee weit wir noch laufen müssen. Meinem obligatorischen „Nicht mehr weit!“ scheint er heute irgendwie zu misstrauen. Verstehe ich gar nicht! (Scherz)

Fragt man meine Schwester so ist ein Supermarathon anstrengend aber schaffbar. Die Antwort von Christian auf die gleiche Frage möchte hier niemand lesen… Frank und ich bilden bei dieser Diskussion das Mittelfeld. Tendenz km steigend!

 

BLICK NACH RECHTS - NICHTS UND NIEMAND
BLICK NACH RECHTS – NICHTS UND NIEMAND

 

BLICK NACH LINKS - AUCH NICHTS UND NIEMAND
BLICK NACH LINKS – AUCH NICHTS UND NIEMAND (unbezahlbar!)

Unteruhlingen wirkt wie im Dornröschenschlaf. Man möchte sich gar nicht vorstellen wie es hier in der Hochsaison aussieht. Das Pfahlbaumuseum hat leider geschlossen was wir aber nicht so schlimm finden. Der Weg ist das Ziel und nach einem Tag „auf der Autobahn“ ist Laufen geradezu eine Wohltat.

 

AM PFAHLBAUMUSEUM
AM PFAHLBAUMUSEUM

Das archäologisches Freilichtmuseum liegt direkt am Bodensee und präsentiert archäologische Funde und Nachbauten von Pfahldörfern aus der Stein- und Bronzezeit. Mit jährlich bis zu 300.000 Besuchern, darunter mehr als 100.000 Schülern zählt es zu den größten und bestbesuchten Freilichtmuseen Europas. Seit Juni 2011 stehen die Überreste zahlreicher historischer Pfahlbausiedlungen auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Wir schauen uns noch ein wenig am Pfahlbaumuseum um und machen uns dann wieder auf den Rückweg. Es wäre wenig erheiternd die letzte Fähre nicht zu erwischen. Was soll der Pössl ohne uns auf der anderen Seite des Bodensee?

 

JETZT ABER MAL FLOTT - DIE FÄHRE WARTET NICHT

JETZT ABER MAL FLOTT – DIE FÄHRE WARTET NICHT

Diese Vorstellung motiviert uns auf dem Rückweg und zeitgleich mit dem Sonnenuntergang erreichen wir die Fähre die uns unserem Rollhotel wieder näherbringt.

 

Viel wandern macht bewandert.
Peter Sirius (1858 – 1913)

 

 

An Konstanz und unsere Wanderung zu den Pfahlbauten werden wir uns gern erinnern. Eine Reise an dieses Fleckchen Erde möchten wir euch gerne weiter empfehlen!

Morgen frühstücken wir in der Schweiz. Ach bin ich aufgeregt! Frank hat sich durch meine Vorfreude längst anstecken lassen und ist auch gespannt auf den Grund für diese Wohnmobiltour. Nur noch einmal schlafen… Gais wir kommen und dann gibt es Petra & Petra im Doppelpack!

 

BAY BYE BODENSEE - SCHÖN WAR´S
BAY BYE BODENSEE – SCHÖN WAR´SKONSTANZ SIGHTSEEING

Möchtet ihr wissen, ob und wie uns das Appenzeller Land gefallen hat? Dann schaut wieder vorbei und denkt daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

 

6 Kommentare

  1. Ohhh…so schöne Fotos…und was man da alles machen kann…ich glaub, ich muss mal runter vom Berg an den See, an den See..mit Herrn Monet, Monet….so ein schöner Bericht!! Und wieso bin ich nur so gespannt auf die Fortsetzung??? (Lieben Dank für die rührende Einleitung…und die dezente „Schleichwerbung“…Du hast einen Wunsch frei….lg Petra

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...