SÜDAFRIKA RUNDREISE – TAG 21 – PANORAMAROUTE

SIE SOLLTE AUF UNSERER SÜDAFRIKA RUNDREISE AUF KEINEN FALL FEHLEN – DIE PANORAMAROUTE: MAC MAC FALLS * GODS WINDOW * BERLIN FALLS * BOURKE´S LUCK POTHOLES * THRESS RONDAVELS * PILGRIMSREST – EIN TAGESAUSFLUG IN SAGENHAFTE LANDSCHAFTEN UND ZU TOLLEN WASSERFÄLLEN – LASST EUCH VON SÜDAFRIKA UND DER PANORAMAROUTE VERZAUBERN.

 

 

 UNSERE STRECKE FÜR DEN HEUTIGEN TAG: PANORAMAROUTE
UNSERE STRECKE FÜR DEN HEUTIGEN TAG: PANORAMAROUTE

 

Zeitig machen wir uns schon um 7 Uhr nach dem Frühstückskaffee (für mehr bin ich viel zu aufgeregt) auf den Weg. Heute steht die Panoramaroute auf dem Programm.

Unzählige Bilder und Berichte habe ich mir vor der Reise zu dieser grandiosen Landschaft angeschaut. Ob die Landschaft hält was die Bilder versprechen?

 

SABIE

 

Zunächst fahren wir in Richtung Sabie. Die Kleinstadt Sabie liegt auf über 1000 m Höhe und lebt in erster Linie von der Forstwirtschaft. Angebaut werden schnellwüchsige Bäume wie europäische Kiefern oder auch Eukalyptus.

 

 

 

 

Die heutige Forstwirtschaft hat ihre Ursache im Jahr 1871. Während einer Jagd traf eine verirrte Gewehrkugel einen Felsen und legte eine Goldader frei. Noch im gleichen Jahr wurde hier die erste Minengesellschaft gegründet, und der Goldrausch begann.

Große Flächen des einheimischen Waldes wurden gerodet, und 1876 wurde bereits mit der Aufforstung begonnen.

Wir fahren über weite Strecken durch Kieferschonungen die scheinbar bis zum Horizont reichen bis plötzlich dichter Nebel die Sicht verschleiert.

Die Strecke durch den Frühnebel ist fast unwirklich… und gleichzeitig faszinierend!

 

 

 

 

DIE STRASSE DER WASSERFÄLLE

 

Die Strasse der Wasserfälle ist etwa 100 Kilometer lang und führt entlang der großen Randstufe im Osttransvaal, immer entlang der R532.

Nirgendwo in Südafrika gibt es so viele kleine und auch riesige spektakuläre Wasserfälle wie hier. Die spektakulärsten Wasserfälle gibt es zwischen der Panorama Route, nördlich von Graskop, und bis südlich von Sabie.

Die meisten Wasserfälle sind gut ausgeschildert und ohne großen Fußweg von den Parkplätzen aus erreichbar. 

Trotz des Nebels erreichen wir schon um 8:30 Uhr das erste Highlight des Tages: Die MAC MAC Falls.

 

 

MAC MAC FALLS

 

Beim Mac Mac Fall stürzt der Mac Mac 65 m tief in den Mac Mac Pool, fliest weiter als Mac Mac und später in den Sabie.

Ursprünglich soll der Wasserfall in einem einzigen Fall herabgestürzt sein nachdem jedoch ein Goldgräber an dieser Stelle eine Sprengung vornahm entstand der zweigeteilte Wasserfall.

Unseren zweiten Kaffee des Tages trinken wir direkt am Mac Mac – die Aussicht könnte nicht besser sein. Frischer Kaffee und diese Aussicht – Mensch was willst du mehr?

 

 

 

Punkt 9:00 Uhr stehen wie am „Gottesfenster” und laufen zunächst vom Parkplatz entlang der farbenfrohen Verkaufsstände.

Vom Parkplatz aus führt ein gepflasterter Weg zum Aussichtspunkt. Erfreulicherweise ist noch nicht viel los und wir haben den Weg fast für uns alleine.

Von drei Aussichtsplattformen am Rand der dicht bewaldeten Hänge kann man ins Lowveld sehen das rund 700 m tiefer liegt. Ach wie herrlich ist das denn bitte? Ich weiß vor Aufregung gar nicht wohin ich zuerst flitzen soll…

Frank erinnert mich in regelmäßigen Abständen an die Tiefe und ermahnt mich wie man es mit einem kleinen Kind auch machen würde. “Pass auf” und “Vorsichtig!” wechseln sich quasi ab.

Hin und wieder vergesse ich tatsächlich wie tief und steil es direkt neben mir bergab geht. Die einen (Gruß an die liebe Anja) haben Höhenangst und die anderen – wie heißt das Gegenteil von Höhenangst? Höhenbegeisterung vielleicht? Naja, die habe ich definitiv und ist auch nicht heilbar! Gut so!! 

Nachfolgend unsere Eindrücke von diesem wunderschönen Flecken Erde in Bildform.

Da wir heute noch so einiges anschauen wollen reißen wir uns nach einem ausgiebigen Rundgang schweren Herzens vom Gods Window los und fahren weiter zu den Berlin Falls.

BERLIN FALLS

Der Name Berlin Falls kommt nicht von ungefähr: Deutsche Minenarbeiter, die während des Goldrausches anrückten, benannten zahlreiche Orte in der Umgebung nach deutschen Städten und VornameN und so auch diesen wunderschönen Wasserfall.

Die Berlin Falls in Südafrika faszinieren nicht nur durch ihre Länge, sondern mit einer außergewöhnlichen Form: Der dünne Strahl aus dem Sabine River breitet sich im freien Fall so weit aus, dass das Schauspiel aus der Ferne betrachtet wie das Flackern einer Kerze aussieht.

Das Farbspektrum der Berlin Falls ist außergewöhnlich – schäumend weißes Wasser zischt an rostroten Felsen über 80 Meter tief in einen türkisblauen Felsenpool. Ja, das macht es gewiss nur ausgerechnet nicht während unseres Besuches.

In der Trockenzeit von Mai bis August führt der Wasserfall nämlich nur wenig Wasser. Wer jedoch nach einem der wenigen starken Regenfälle vor Ort ist, den erwartet ein spektakulärer Anblick, sagt jedenfalls unser Reiseführer.

Weiter geht die Fahrt entlang der Panoramaroute. Auf dem Weg von den Berlin Falls bis zu den Potholes haben wir die ganze Strecke für uns alleine.

Es kommt uns weder jemand entgegen noch sehen wir irgendein Fahrzeug im Rückspiegel. Ein weiteres Hoch auf die Nachsaison!

 

 

DER TREUR FLUSS

 

Der Treur-Fluss (von Afrikaas: trauernder Fluss) ist ein kleiner Fluss in der Drakensberg Böschungsregion der östlichen Mpumalanga Provinz. 

Sein ursprünglicher Ursprung liegt im Blyde River Canyon Nature Reserve, obwohl der Großteil seines Kurses westlich von diesem Naturschutzgebiet liegt.

Es ist ein Nebenfluss des Blyde River und hat keine eigenen Nebenflüsse.

Auf der hügeligen Fahrt entlang der Treur entdecken wir ein Hinweisschild mit weißer Schrift auf braunem Grund. Da diese Wegweiser uns schon oft zu sehenswerten Orten geführt haben biegen wir spontan rechts ab.

Der Weg hinunter zur Brücke über die Treur ist sehr buckelig und endet leider genau wie auf dem unteren Bild in einer Sackgasse, Versuch macht “kluch”. Wir hätten schließlich auch etwas ganz besonders Schönes entdecken können – oder?

 

 

BOURKE´S LUCK POTHOLES ODER AUCH

BOURKES-GLÜCKS-STRUDELLÖCHER

 

Weiter geht’s zu den Potholes. Endlich!! Ich bin soooo gespannt!!! Ich stelle mittlerweile immer häufiger fest, dass mich die Landschaften in Südafrika (idealerweise in Kombination mit Wasser) fast mehr begeistern als die Tierwelt.

Zwischen ein paar erklärenden Worten füge ich nachfolgend schon einige Bilder dieses Naturspektakel ein.
Wem geht es ähnlich? Ach übrigens, am heutigen Tage scheint Frank Spaß daran zu haben mich bei meinen Albernheiten zu fotografieren.

Wundert euch also nicht, wenn das ein oder andere Bild auch einmal zeigt, dass ich in Südafrika gewesen bin!

 

 

Punkt halb elf erreichen wir „Bourke’s Luck Potholes“.  Haben wir bei den Stopps vorher lediglich 10 ZAR zahlen müssen kostet hier der Eintritt 30 ZAR / Erwachsene plus 20 ZAR / PKW (Stand Mai 2015).

Die markanten Potholes sind Auswaschungen im Dolomitgestein, die über Jahrmillionen durch Kieselsteine im Wasserstrudel aus dem Fels gefräst wurden.

 

 

Benannt wurde die Sehenswürdigkeit nach dem Goldsucher Tom Bourke, der an diesem Ort eine geringe Menge Gold fand.

Er behielt zwar Recht mit seiner Vermutung, dass es in der Umgebung Gold geben müsste, fand selber jedoch nur ein paar Krümel.

Dafür liegt heute ein Vermögen auf dem Grund der Potholes: Besucher haben auf der Suche nach Glück Tausende von Münzen hineingeworfen!

 

 

Der Weg zu den Potholes führt uns vom Parkplatz über hölzerne Wege und über Brücken, die den hier schmalen und tief eingeschnittenen Canyon überspannen.

Am Zusammenfluss des Treur River und des Blyde River geht es stellenweise 30 Meter in die Tiefe.

Wie beschreibt man solch grandiose Aussicht ohne sich in Wiederholung diverser Superlative zu verlieren? Schaut euch doch bitte die folgenden Bilder einmal in Ruhe an – ist das nicht unbeschreiblich schön?

 

 

Wir laufen über sämtliche Holzstege und Brücke und sind von diesem Naturschauspiel mehr als begeistert. Nur Fliegen ist schöner wäre z.B. eine treffende Beschreibung.

Ich mag mich überhaupt nicht von diesem schönen Fleckchen Erde entfernen und bin sichtlich gerührt.

TIPP: In der Nähe des Parkplatzes laden Picknick und Grillplätze zum Picknick ein! Grillgut haben wir leider keines dabei doch wir nehmen uns die Zeit für einen weiteren Kaffee.

Hatte ich bereits erwähnt, dass wir uns für diesen „Unterwegs Kaffee“ eine Thermoskanne besorgt haben? Allmorgentlich füllen wir kochendes Wasser hinein und im Null-komma-nix ist unterwegs an besonders schönen Orten ein Cappuccino gezaubert.

Ein „Danke schön“ an meinen lieben Ehemann der sich immer für diesen Job zuständig fühlt. Es ist schön, dass es dich gibt!!

 

BLYDE RIVER CANYON – THREE RONDAVELS

 

Als wir um 11:00 Uhr an den Potholes die Fahrt zu den Three Rondavels aufnehmen wollen müssen wir uns zunächst in Geduld üben.

 
Ein paar Kühe machen keine Anstalten die Straßenblockade aufzuheben. Nun denn, wir lachen mittlerweile über solche Vorkommnisse.

 

 

Der Blyde River Canyon ist 26 Kilometer lang und bis zu 800 Meter tief. Er besteht hauptsächlich aus rotem Sandstein und gilt als eines der großen Naturwunder Afrikas.

Ein von zahlreichen Touristen besuchter Punkt des Canyons sind die drei Rondavels, gewaltige, runde Felsen, die an die runden Hütten der Einheimischen erinnern.

 

 

Schon um 12:00 Uhr stehen wir am Lowveld  Viewpoint. Leider sind wir hier nicht die einzigen Besucher. Eine Busladung Engländer tummelt sich bereits halsbrecherisch auf den Felsvorsprüngen.

Achtet spaßeshalber bei der Aufnahme oben auf das Verbotsschild und findet den Fehler!

 

 

Das warten wir doch lieber erst einmal ab. Wir freuen uns in diesem Moment wirklich sehr nicht in einem Rundreisebus, sondern allein in unserem kleinen weißen Flitzer zu sitzen.

Die Tatsache, dass wir nicht auf die Uhr schauen müssen und nach unserem Tempo fahren erscheint uns auf einmal unbezahlbar.

Niemand ruft uns beim Aussteigen  „In 30 Minuten wieder am Bus“ hinterher. Sollten wir je wieder nach Südafrika fahren dann nur auf diese Art und Weise.

 

 

 

Vom Parkplatz führen mehrere Wege zu verschiedenen Aussichtspunkten. Der Blick auf die Three Rondavels, die wie traditionelle afrikanische Rundhütten (Rondavels) aussehen ist spektakulär.

Wir können uns kaum satt sehen und laufen mehrmals an der Felskante hin und her und fangen unsere Eindrücke in zahlreichen Aufnahmen.

 

 

 

 

Auf dem Rückweg zum Wagen kaufen wir an den Verkaufsständen für umgerechnet 10 Euro eine schöne, farbenfrohe Holzschüssel. Ein Souvenir, das nützlich ist und uns an diesen tollen Reisetag erinnert.

 

ROBBERS PASS UND PILGRIMS REST

 

Der Robbers`s Pass was übersetzt so viel wie Räuber Pass bedeutet,  hat seine Berühmtheit durch zwei Überfälle auf die Postkutschen im Jahr 1899 und 1912 erworben.

Im Jahr 1899 überfielen zwei maskierte und bewaffnete Räuber eine Postkutsche und erbeuteten 10.000 Gold £. Der zweite Raub erfolgte 13 Jahre später im Jahr 1912. Die Zahl 13 war wohl Pech für den Räuber Tommy Dennison. Bei dem Überfall wurde er anhand seines Pferdes erkannt und zusätzlich bezahlte er mit dem geraubten Gold seine Schulden in der Stadt.

Tommy wurde festgenommen und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Nachdem er seine Gefängnisstrafe verbüßt hatte kehrte er als lokale Berühmtheit nach Pilgrims Rest zurück.

Und genau dieses Pilgrims Rest ist unser nächstes Ziel. Von den Threee Rondavels aus fahren wir über die R533 / R 36 die kurvige Strecke durch eine grüne, hügelige Landschaft hinauf auf den 1778 m hohen Räuber Pass und erreichen Pilgrims Rest um kurz nach zwei Uhr am Nachmittag.

 

 

PILGRIM´S REST

 

In den 1880er Jahren waren die alluvialen Goldvorräte erschöpft, so dass ein Bergwerk errichtet wurde.

1873 wurde am Pilgrim’s Greek Gold gefunden. Es waren die ergiebigsten Goldvorkommen im Südlichen Afrika, die durch die Europäer bis zu dieser Zeit entdeckt wurden.

Schnell ging die Nachricht von den Funden um die Welt und die Digger kamen aus Australien, Nordamerika, Europa und Russland nach Pilgrim’s Rest.

 

 

Der kleine Ort wuchs explosionsartig und die Digger ließen sich auch entlang der Creeks nieder.

Zunächst gab es wie überall viele kleinere Claims, die aber nach und nach von Unternehmen aufgekauft wurden. 1895 wurde die Transvaal Gold Mining Estate Ltd. gegründet, die den ganzen Ort übernahm.

 

 

Die Gold-Vorkommen waren 1971 erschöpft, der Betrieb wurde eingestellt und der gesamte Ort wurde an die Regierung als Museumsdorf verkauft.

Der gesamte Ort wurde 1972 von der Regierung zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Die Gebäude im Ort sind heute liebevoll und behutsam renoviert, wobei das Ursprüngliche erhalten blieb.

 

 

Der Ort hat zweifelsohne seinen ureigenen Charme. Beim nächsten Südafrikabesuch werden wir ihm ein wenig mehr Zeit und Aufmerksamkeit widmen.

Den sehenswerten Friedhof haben wir leider nicht geschafft. Nach all den tollen Eindrücken sollte es final nicht ausgerechnet ein Friedhof sein.

 

 

Über die R532 und die R37 fahren wir nach einem phantastischen Ausflugstag wieder in südliche Richtung und erreichen unsere tolle Unterkunft in Nelspruit um etliche Hundert Bilder reicher.

 

 

Die R37 ist super ausgebaut und streckenweise mit wunderschönen afrikanischen Tulpenbäumen gesäumt.

Wir lassen diesen unvergesslich schönen Tag mit all seinen grandiosen Eindrücken ganz gemütlich bei Kerzenschein auf der Terrasse unseres Ferienhauses ausklingen und finden unser Leben schön!

 

Unterkunft für diesen Tag:
Anreise 20 Mai Mittwoch
Abreise 22 Mai Freitag

Birds Babble Self Catering Guesthouse

30 Andries Pretorius Street, 1200 Nelspruit, Südafrika

(Telefon: +27724549511) >>Unterkunft ansehen<<

€ 160 ZAR 2.100 für 2 Nächte!

Gefahrene km: 363

Sämtliche Bilder des Tages gibt es im Großformat mit Klick hier!

>>Klickt euch gerne direkt zur Fortsetzung oder schaut wieder vorbei und denkt bis dahin wie immer daran:

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