SÜDAFRIKA RUNDREISE * TAG 13 VON KENTON BIS PORT ST. JOHNS

AN DIESEM REISETAG FAHREN WIR VON DER GRÖSSTEN UNTERKUNFT IN DIE KLEINSTE, DIE ZU ALLEM ÜBERFLUSS AUCH NOCH SCHLECHT ZU FINDEN IST. DAZWISCHEN LIEGEN 500 KM DIE EBENFALLS ZUR GEDULDSPROBE WERDEN. AUCH SOLCHE TAGE GEHÖREN ZU EINER RUNDREISE UND ERFORDERN EIN WENIG GEDULD UND ZUVERSICHT. 

VOM KARIEGA GAME RESERVE BIS PORT ST. JOHNS
VOM KARIEGA GAME RESERVE BIS PORT ST. JOHNS

Für diesen Vormittag stehen uns zwei Varianten zur Wahl: Entweder stellen wir den Wecker auf fünf Uhr und erleben eine weitere Frühsafari oder wir lassen den Wecker um humane 7 Uhr rappeln und machen uns gemütlich nach dem Frühstück auf den weiten Weg.

Die Safari findet ohne uns statt und wir finden das ist eine eine vernünftige Entscheidung.

Nach zwei wundervollen Tagen im “KARIEGA GAME RESERVE“, an die wir uns gewiss noch lange erinnern werden, machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Port St. Johns.

 

 

Noch ein letzter wehmütiger Blick aufs Meer und wir fahren auf der R 72 über Port Alfred, Seafield bis East London und wechseln dort auf die N2.

Das morgendliche Tanken incl. Scheibenreinigung ist mittlerweile eine traute Gewohnheit geworden.

Die Angestellten der Tankstelle überbieten sich regelmäßig in Eifer und putzen die Scheiben oft besser als hier zu Lande die Fensterputzer.

 


Die Strecke ist kurvenreich und führt uns bergauf und bergab stetig weiter gen Osten. Die Gegend ist teilweise sehr ländlich und hin und wieder gibt es hübsche bunte Häuser zu sehen.

Mein Job ist “weit sehen” denn auch auf dieser Strecke wechseln sich, wie wir es mittlerweile schon gewohnt sind, Warnungen wie “Achtung Schafe links”, “Pass auf Radfahrer” und “Kühe rechts” mit Hinweisen auf andere Unwegsamkeiten ab.

Mit Ziegen, Schafen oder gar Kühen möchten wir auf dieser Reise fern der Heimat auf keinen Fall zusammen stoßen. Also ist Vorsicht geboten.

 

 

Bedenkt man, dass ich die ersten Schafherden und Kühe noch euphorisch mit dem Kommentar “das glaubt uns zuhause kein Mensch!” fotografiert habe, so bleibt die Kamera in der zweiten Woche bei solchen Überraschungen liegen. Man gewöhnt sich an vieles.

 

 

Als allerdings mitten in einer unübersichtlichen Baustelle ein wild gewordenes Schwein zwischen den Fahrzeugen hin und her flitzt fragen wir uns ob es dadurch automatisch ein Wildschwein ist??

Irgendwann erinnert mich die Tatsache, dass sich auch hier die eine Baustelle durch die direkt anschließende ablöst an die Zeit, in der die Fahrt nach Hamburg auf der A1 aus gleichen Gründen eine reine Geduldsprobe war.

So ist es auch jetzt hier im Nirgendwo am späteren Nachmittag in Sonstwo.

Alles ist eng und staubig, die eine Fahrbahn komplett abgetragen, Wegführung kurz vorher noch kaum erkennbar und dann dieses völlig überforderte und scheinbar wild gewordene Schwein mittendrin. Bizarr!! Die Laune geht langsam abwärts…

 

Als wir den Ortseingang von Port St. Johns erreichen hat sich  das Tageslicht mittlerweile verabschiedet. Mit zwei Navi machen wir uns auf die finale Unterkunftssuche.

Doch das ist leichter gesagt als getan. Die Angaben sind widersprüchlich und Schilder mit Straßennamen Fehlanzeige. Doch die grobe Richtung sagt: Immer weiter am Wasser entlang.

Hatte mich die tolle Aussicht auf die Lagune und das Meer bei der Wahl der Lodge zu schnell auf „buchen“ klicken lassen?

Weit hinter dem Ort in einer  „hier kommt doch nichts mehr – oder?“ Gegend lotst uns das Navi immer noch geradeaus… uns ist das Ganze nicht wirklich geheuer.

Was solls, fahren wir halt noch ein Stückchen weiter. Die Straße ist mittlerweile sehr schmal und eine Beleuchtung gibt es auch nicht. Toll ist es hier nicht, eher unheimlich. Und was ist das??

 

Mitten auf der Strasse stehen plötzlich zwei Esel und zerfleddern den Müll.”Wo sind wir hier denn gelandet?” fragt Frank und mir fällt keine gescheite Antwort ein. “Die Bilder der Unterkunft sahen echt toll aus” kommt eher kläglich als überzeugend rüber. 

Die sechs Kühe, die uns kurze Zeit später am Straßenrand brav hintereinander marschierend entgegen kommen, habe ich vor Schreck schon nicht mehr fotografiert.

ICH WILL JETZT INS BETT!!

J E T Z T!!

Final fahren wir noch kurz über eine Brücke und nach einer weiteren mehr als scharfen Linkskurve stehen wir nach einer 500 m langen Schlaglochschotterrüttelpiste vor einem mit einer dicken Kette gesicherten Tor. SACKGASSE! Ein Schild neben dem hohen, verschlossenen Tor sagt jedoch, dass wir am Ziel sind! GGGRRRR

Und ehe wir hupen oder einen Plan B (anderes Hotel und von mir aus auch ohne tolle Aussicht) zu Ende denken, öffnet sich das Tor und man freut sich über unsere Ankunft.

Das einzig schöne an dieser Unterkunft ist die Aussicht, die wir in der Dunkelheit natürlich nicht erkennen. Ich hoffe ganz stark, dass die Bilder kein Fake sind.

Der Unterschied zwischen unserer (riesigen) Kariega Lodge gestern und der heutigen Unterkunft ist  erschütternd. “Apfel und Birnen vergleichen” wäre geschmeichelt. Das Bett passt gerade so eben ins Zimmer und das Bad ist … ach, lassen wir das. Wir duschen abends jedenfalls nicht mehr. Schade, dass wir euch diesmal keine tollen Highlights präsentieren können doch auch solche Tage kommen halt hin und wieder vor.

Morgen gibt es ganz früh eine Überraschung am Strand und wir fahren weiter bis Underberg. Die Strecke ist schön und die nächste Unterkunft erfreulicherweise auch.

Unterkunft für diesen Tag:

Anreise 13 Mai Mittwoch

Abreise 14 Mai Donnerstag

The Lodge on the Beach

Off Second Beach Road, 5120 Port Saint Johnʼs, Südafrika (Telefon: +27833749669) Hotel ansehen (aber nicht buchen, lohnt sich aus unserer Sicht nicht!)

€ 49 ZAR 650

Gefahrene km: 497

Klickt euch gerne zur Fortsetzung oder schaut wieder vorbei oder und denkt wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

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