NORWEGEN TEIL 4 – VON DEN LOFOTEN BIS ZUM NORDKAP

Im vierten Teil unserer Wohnmobiltour zum Nordkap fahren wir von Å i Lofoten über Sorvagen, Reine, Hamnoy bis zum Haukland Strand und sind von den Lofoten begeistert. An der Vagan Kirche und Solvaer vorbei fahren wir bis zu den Vesteralen, campieren auf den Vesteralen in Nordmela und gehen in Andenes auf Walsafari – traumhaft und unvergesslich! 

Nach 3070 km ab Heimat haben wir gestern Abend mit der Fähre von Bodo aus die Lofoten erreicht. Auch um Mitternacht ist es noch taghell. Und hier gleich der erste Tipp: Wenn ihr eine Reise nach Norwegen plant dann wählt den Juni als Reisezeit!

 

 

Wie auch in den Teilen 1 bis 3 haben wir zu dieser Strecke die besuchten Orte, Campingplätze und die Strecke als solche eingetragen. Mit einem Klick hier gelangt ihr zur detaillierten Karte.

 

11. REISETAG – LOTOTEN

3070 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

LOFOTEN

 

Wie fasste Lonely Planet einst treffend zusammen:  „Die Schönheit dieses Orts ist schlicht und ergreifend atemberaubend“.

Mit den scharfkantigen Gipfeln, weißen Sandstränden und dem türkisblauen Wasser sind die Lofoten tatsächlich so, wie man sie aus den Prospekten der Reisebüros kennt.

Schwarze Felswände mitten ins Meer gestellt. Der Golfstrom ist gnädig und hält die Küste eisfrei. Die Lofoten-Inseln sind bekannt für hervorragende Angelmöglichkeiten, unberührte Natur und entlegene Fischerdörfchen.

Sie liegen verstreut auf den turbulenten Gewässern des Europäischen Nordmeers und bestehen aus etwa 80 Inseln, haben zirka 24.000 Einwohner, eine Fläche von 1227 km² und sind seit circa 6000 Jahren bevölkert.

In der Schriftsprache und grammatikalisch korrekt formuliert wird Lofoten allerdings als Region behandelt.

Lofoten liegt etwa 100 bis 300 km nördlich des Polarkreises im Atlantik und ist durch den Vestfjord vom Festland getrennt.

Ursprünglich lebte man dort vom Fischfang und von der Jagd. Während der Wikingerzeit bildeten sich mehrere Siedlungen mit Häuptlingshöfen.

Ab dem 14. Jahrhundert beherrschten Kaufleute aus Bergen den Fischhandel. Lofoten gehört steuerlich zu Bergen und je nach der Größe des Fischfangs ging es den Einwohnern Lofotens gut oder schlecht.

Mitte des 19. Jahrhunderts gab es große Heringsvorkommen und mit ihren vielen kleinen Fischerdörfchen ist die Fischerei bis heute ein Grund, warum Menschen sich hier ansiedeln.

Dank des warmen Golfstroms ist das Klima auf den Lofoten viel milder als in anderen Teilen der Welt am selben Breitengrad.

Zwischen Mai und Mitte Juli spendet die Mitternachtssonne ihr wärmendes Licht. Von September bis Mitte April kann man sich in dieser Region vom Nordlicht bezaubern lassen.

Das möchte ich wirklich gerne einmal erleben – gerne auf einer Kreuzfahrt auf der Hurtig Route. Wenn es in der Winterzeit nur nicht so lange dunkel wäre.

Lasst euch gerne auf der offiziellen Internetseite der Lofoten inspirieren.

Soweit das Wichtigste zur Inselgruppe der Lofoten. Im Laufe des Berichtes folgen die dazugehörigen Bilder.

 

 

Zurück nach Å und auf die Lofoten. Auf dem Bolzplatz spielen trotz später Stunde noch die Kinder und wir machen einen Spaziergang zum und am Meer. Ach wie schön es hier doch ist!

Doch es nutzt alles nichts, trotz aller Euphorie müssen wir erst einmal eine Runde schlafen. Der Wecker sagt uns um ein Uhr nachts, dass wir dringend ins Bett müssen.

Schon um kurz nach vier Uhr bin ich jedoch schon wieder putzmunter und mache mich auf um die Gegend zu erkunden. Kommt ihr mit auf einen kleinen Erkundungsgang?

 

 

 

Å ist das Ende. Es ist das südlichste Fischerdorf auf Moskenes, eine der größten Inseln der Lofoten, der schroffen Inselkette Norwegens, die sich wie ein knöcherner Finger fast 200 Kilometer weit ins Nordmeer streckt.

 

 

Å ist vorwiegend ein Fischerdorfmuseum und besteht aus 23 Gebäuden, die 150 Jahre alt sind und sich noch an ihrem alten Platz befinden. Dazu gehören einige Rorbuer, Bootshäuser, eine Schmiede und eine Bäckerei sowie eine Trankocherei.

Nur wenige Menschen leben hier, es gibt Fischfabriken und Stockfischgalgen. Å ist ein einfacher Ort mit einem einfachen Namen, der klingt wie ein Seufzer: Aaaa – und bedeutet nicht mehr oder weniger als Bach.

 

 

 

Å i Lofoten oder kurz Å hat rund einhundert Einwohner und ist über das Meer mit einer Fähre von Bodø nach Moskenes und über den Landweg über den im Jahre 1992 eröffneten Kong Olafvs veg über Sørvågen zu erreichen.

Der größte Teil des Ortes und auch der Süßwassersee gehört der Familie Johan B. Larsen und deren Nachkommen.

Die Stadt lebt heute hauptsächlich vom Tourismus in den Sommermonaten.

 

 

 

In Å befindet sich heute das Norwegische Fischereimuseum und das Stockfisch-Museum, in dem die tausendjährige Geschichte der Handelsware Stockfisch erläutert wird.

Nicht nur die richtige Trocknung des Stockfisches wird erklärt, auch die 18 Güteklassen und die Qualitätsansprüche an den Fisch werden erläutert.

 

 

 

 

Auch heute noch sind im Sommer im Ort die Trocknungsgestelle für den Stockfisch – die Tørrfiskgestelle – zu finden, dessen Hauptabnehmer die B. Larsen A/S aus Sørvågen ist.

Es ist noch völlig ruhig im Ort namens Å , alles schläft, kein Wunder um kurz vor fünf in der Frühe. Als ich nach der ersten kleinen „Fotosafari durch Å “ zurück komme habe ich einen weiteren Grund zur Freude: Frank sitzt bereits vor dem Wohnmobil und wartet mit dem Frühstück auf mich.

Bereits um 7 Uhr in der Früh machen wir uns wieder auf den Weg. Vorbei an Sorvagen legen wir in Reine einen Stopp ein.

 

REINE

 

Das Örtchen Reine verteilt sich über mehrere Inseln und gilt als eines der schönsten Orte auf den Lofoten. Mit rund 300 Einwohnern ist der Ort zugleich auch administratives Zentrum der Gemeinde Moskenes.

 

 

 

Heute lebt der Ort vorrangig vom Tourismus. Tausende Besucher kommen jedes Jahr nach Reine, viele genießen einen ersten wunderbaren Ausblick von der Brücke, die nach Reine führt.

 

 

 

 

Zwischen Hamnoy und Nußfjord entdecken wir zwei wirkliche Traumstände!!! Oft wird der Strand in Mandal als Norwegens schönster Strand bezeichnet – naja, nachdem wir diese wirklichen Traumstrände gesehen haben kommen uns berechtigte Zweifel an der „Mandal Strand Bezeichnung“.

 

 

 

Ich kann mich an den Motiven, die super für ein 5000 Teile Puzzle geeignet wären, nicht satt sehen. Und noch weniger kann ich diese kitschig schönen Landschaften nicht fotografieren.

Wir halten oft an und können uns einfach nicht satt sehen. Ganz gespannt warten wir auf das, was uns hinter der nächsten Kurve oder dem nächsten Hügel erwarten wird.

Auf der Leinwand vor uns läuft ein spannender Film wir sind mitten im Geschehen.

 

 

 

 

„Sag mal wie war´s denn so in Norwegen?“ werden wir nach der Reise zuhause vielleicht gefragt. Wir werden nur antworten können: „Das kann man nicht beschreiben! Das muss man einfach selbst erlebt und gesehen haben!

 

 

 

Dieses Land ist voller Superlative und das Wetter ist wieder einmal auf unserer Seite. Wir sind herrlich zufrieden und freuen uns auf alles was wir in den nächsten Tagen noch erleben werden.
Kennt jemand von Euch den Gronemeyer Titel „Mehr geht leider nicht“? Unterwegs hören wir unter anderem auch unsere Grönemeyer Lieblingstitel und sind beide so hin und weg von der Musik, dem Text und den ganzen Bildern, die sich vor unseren Augen zeigen, dass wir anhalten müssen.

Wir sind echt gerührt. Wenn Gefühle überlaufen…

 

 

 

Eine Rast incl. Frühstück legen wir am traumhaften Haukland Strand ein. Rund zehn Kilometer nördlich der norwegischen Stadt Leknes erstreckt sich einer der schönsten Strände der Lofoten: Haukland Beach.

Im Sonnenlicht der Sommermonate blitzt das türkisschimmernde Wasser auf, leuchtet das Weiß des Strandes grell und die markanten Klippen, die ihn umgeben, wirken fast seicht und lieblich.

In den Wintermonaten hingegen tanzen Nordlichter über der schneebedeckten Landschaft, die Klippen und umliegenden Berge wirken etwas bedrohlicher und kaum eine Menschenseele ist anzutreffen.

 

 

 

 

 

Der Haukland Beach wechselt seine Erscheinung mit den Jahreszeiten. Berühmt gemacht haben die Bucht allerdings die Bilder aus dem Sommer.

Schön wie ein Strand in der Karibik sollte man nicht vermuten, dass dieser Strand in Norwegen liegt, geschweige denn in Nähe des Polarkreises.

Die Bucht liegt zwischen Juni und August nicht mehr so einsam dar, wie einst, denn immer mehr Besucher wollen die traumhafte Bucht erkunden.

Um 10 Uhr entdecken wir nur wenige andere Besucher und haben diesen Traumstrand und die Sitzgelegenheiten fast für uns alleine und die Schafe suchen sich bereits ein schattiges Plätzchen, schwarze wie helle gleichermaßen.   

 

 

 

Um 11 Uhr kommen einige einheimische Besucher und wir machen Platz. So viele Menschen um uns herum sind wir zurzeit gar nicht mehr gewohnt.

Einen weiteren kurzen Stopp legen wir zum Fotografieren an der schönen Holzkirche in Kabelvag ein.

 

 

 

Die Vågan kirke (deutsch: Vågan-Kirche) ist ein Sakralbau und wurde 1898 im neugotischen Stil anstelle eines Vorgängerbaus aus dem Jahr 1798 errichtet.

Aufgrund ihrer Größe mit Platz für 1200 Gottesdienstteilnehmer wird sie auch Lofotkatedralen genannt. Sie ist die größte Holzkirche nördlich von Trondheim.

Anschließend schauen wir uns noch in Solvaer um doch es ist uns in der Innenstadt einfach zu heiß. Auf einem Thermometer lesen wir 26 Grad! In Nordnorwegen….. unglaublich!

 

Und überall diese Trolle! Klar, dass die kauzigen Wesen gern als Namenspaten verwendet werden. Eine ansehnliche Gebirgsregion in Mittelnorwegen heißt Trollheimen, eine Serpentinenstraße bei Andalsnes im Süden des Landes Trollstigen (Troll-Treppe), und ein Ölfeld in der Nordsee trägt ebenfalls den Namen Troll.

Die Frage ist allerdings – steht der Troll auf der rechten oder auf der linken Seite des Bildes? Was meint ihr? Mehr zur Mythologie der nordischen Trolle findet ihr bei Wikipedia.

 

 

Die Frage „wollen wir noch bis Andenes fahren?“ wird mit einem „Klar, können wir gerne machen“ beantwortet und schon sind wir wieder unterwegs.

Im Nachhinein hätten wir uns sicherlich noch einiges mehr auf den Lofoten anschauen können oder müssen. Nun denn…

Wir tanken den Pössl noch kurz voll (wer weiß wie weit wir morgen oder übermorgen noch fahren) und machen unterwegs an einem tollen Parkplatz mit Wanderweg noch eine kleine Rast. Sieht das nicht toll aus?

 

 

Um ca. 19 Uhr entdecken wir einen superschönen Stellplatz direkt am Meer für die kommende Nacht.

Kurz hinter Ness (von Süden aus kommend) stehen wir direkt an der Straße nach Andenes, nur durch eine Leitplanke vom Meer entfernt.

 

 

 

Hier bleiben wir stehen und können später vom Bett aus das Meer rauschen hören und schauen der Sonne um Mitternacht dabei zu wie sie fast ins Meer fällt ehe sie doch direkt wieder aufsteigt. Faszinierend!

Welch ein Wetter! Den lieben langen Tag Sonnenschein und zur Belohnung auch in der Nacht.

Das ist schon ziemlich „schräg“ und macht uns unglaublich zufrieden. Glücklich! Euphorisch! Diese Gegend ist unglaublich.

 

12. REISETAG – VESTERALEN

3476 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

Wir fahren direkt nach dem Wachwerden und der ersten Tasse Kaffee zu den Whalewatching Veranstaltern.

Leider kann man uns erst um 17 Uhr sagen ob trotz des Sturmes die Walsafari stattfinden wird. Sicherheit geh vor allem! Und das ist gut so.

Wir fahren wieder zurück zum Campingplatz nach Stave. Hier gibt es Wlan und nach 11 Tagen wird es dringend Zeit Kontakt mit der Heimat aufzunehmen.

 

 

 

 

Leider muss ich nach einer Weile feststellen dass die Verbindung sehr, also mega, langsam ist und es fast meine ganzen Nerven kostet den Laptop nicht aus dem Fenster zu schmeißen… Naja, Geduld ist nicht so meine Stärke.

Die Walsafari wird um 16.30 Uhr endgültig auf den nächsten Tag verschoben und so steht uns ein Faulenztag ins Haus, auch mal schön!

 

 

 

 

Wir machen noch einen Spaziergang ans Meer. Ich muss mich dringend vom Laptop losreißen sonst raubt mir die schlechte Verbindung noch den allerletzten Nerv!

Und wieder ist es halb eins nachts ehe wir auf die Idee kommen ins Bett zu gehen. Die Sonne steht noch hoch am Himmel!

 

 

 

Wir ziehen wieder alle Rollos herunter und dunkeln das Womo komplett ab sonst finden wir überhaupt keinen Schlaf.

Wir werden gar nicht mehr so richtig müde und finden das alles sehr ungewöhnlich. Und schön!

 

13. REISETAG – WHALEWATCHING UND WEITER ZUM NORDKAP

3542 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

Ich bin schon wieder um halb sechs munter und nutze die verbleibende Wlan Zeit auf dem Campingplatz.

Für die Lieben daheim ist eine Mail verfasst und das Reisetagebuch auf der Homepage fast auf dem Laufenden.

Aber so richtig zufrieden bin ich damit noch nicht. Es fehlt die nötige Ruhe und unter Zeitdruck und der elenden Warterei bei der megalangsamen Verbindung, Spaß macht das nicht wirklich.

Um halb sieben klingelt der Wecker und um sieben krabbelt auch Frank aus seiner Höhle und kocht uns Kaffee.

Um 7.50 Uhr machen wir uns erneut auf den Weg nach Andenes. Gut das wir gestern schon unsere Walsafari reserviert haben denn die Warteliste ist schon 13 Teilnehmer lang.

Noch steht nicht fest ob das Boot zu den Walen hinaus fährt. Doch eine halbe Stunde später gibt es endlich grünes Licht.

 

 

 

 

Nach einer Führung durch das Museum und erklärenden Worten rund um das Thema Wale und deren Erforschung stechen wir um 11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein in See.

Nachdem wir im „Wale Gebiet“ angekommen sind dauert es nicht lange ehe die ersten Wale gesichtet werden.

 

 

 

Es ist uns vergönnt, dass sich zwei Prachtexemplare von ihrer besten Seite zeigen, der Zweite bleibt sogar fast fünf Minuten ganz nah am Boot und scheint sich überhaupt nicht von uns stören zu lassen.

Er bereitet sich durch regelmäßiges Blasen auf seinen nächsten Tauchgang vor und kurz nachdem jemand von der Mannschaft „he´s diving now!“ ruft steht der Wal fast senkrecht im Meer und zeigt uns, wie zum Abschied, seine Schwanzflosse. Sehr ergreifend!!!

 

 

 

Die Rückfahrt zum Hafen ist sehr wellig und einigen Passagieren bekommt die Schaukelei nicht ganz so gut.

Irgendwie sieht Fränki auch nicht so sehr glücklich aus. Laut Veranstalter war diese Tour die sehenswerteste der bisherigen Saison und das Wetter für die Jahreszeit ungewöhnlich warm.

Uns hat dieser Ausflug sehr gut gefallen und wir werden diese Eindrücke gewiss nicht vergessen.

 

 

 

Bis zur Fähre Andenes – Senja haben wir noch fast 2 Stunden Zeit und kochen uns erst einmal Kaffee.

Smalltalk mit Franzosen, die auch einen Pössl fahren und einem Schweizer Rentnerpaar verkürzen uns die Wartezeit auf nette Art und Weise.

Und auch das Womo aus Coesfeld, das uns schon seit fast einer Woche „folgt“ trudelt ein.

 

 

 

Die Überfahrt ist sehr ruhig und die Kulisse bühnenreif – wir sitzen in der Sonne auf Deck und dusseln sogar beide etwas ein.

 

 

 

Um 18:40 Uhr legt die Fähre pünktlich auf Senja an und wir fahren weiter in Richtung Nordkap. Es sind ja nicht einmal mehr 700 km, ein Klacks sozusagen.

Direkt an der E 86 fällt mir der Ort Hamn auf. Hier sieht es hübsch aus und der Ort lädt zum Verweilen/Übernachten ein.

 

 

 

Um 22:30 Uhr sind es nicht einmal mehr 450 km bis zum Nordkap und wir fahren „links (r)an den See“.

Morgen fahren wir bis zum Nordkap und sehen unterwegs nicht nur eine wunderschöne Landschaft sondern auch reichlich viele Rentiere.

 

14. REISETAG –WEITER ZUM NORDKAP

3992 KM GEFAHRENE KM AB MÜNSTERLAND

 

Nach dem ersten Kaffee machen wir uns am nächsten Morgen auf den Weg zum Nordkap. Am Stoerfjorden, einem Nebenarm des Kjalfjorden machen wir um viertel nach elf eine kurze Pause. Ach ist das schön hier!

 

 

 

Besonders hübsch ist es auch bei Nettevoll und Sontstraumen – direkt an der E6. Apropos E6, wir haben oft gehört, dass die Strecke zum Nordkap auf der E6 total öde, langweilig und wenig hübsch sein soll.

Diese Aussage hat uns auch ein wenig an der Idee ganz bis zum Nordkap hoch zu fahren zweifeln lassen. Hier bewahrheitet sich die These „besser selbst gesehen als selbst gehört!“

Uns hat die gesamte Strecke von den Vesteralen bis ans Nordkap von der Strecke her gut gefallen und der Weg war wieder einmal schon das Ziel.

Heute haben wir reichlich Ren(n)tiere gesehen, oft genug waren ganze Herden auf der Straße unterwegs.

 

 

 

Um 16:52 Uhr fahren wir durch den Nordkapptunnel und eine halbe Stunde stellen wir fest, dass es hier oben kalt ist.

Es weht ein kalter fast eisiger Wind und ohne dicke Jacke geht man hier nicht freiwillig aus dem Wohnmobil.

 

NORDKAP

 

Das Nordkap (norwegisch Nordkap) ragt an der Nordseite der norwegischen Insel Magerøya ins Nordpolarmeer hinein.

Das Kap liegt 514 Kilometer nördlich des Polarkreises und rund 2100 Kilometer südlich des Nordpols.

Das Nordkap ist nicht der nördlichste Punkt Europas, es ist jedoch mit seinem Wahrzeichen, dem Globus, ein bedeutendes touristisches Reiseziel.

 

 

 

Im Sommer gibt es für etwa zweieinhalb Monate die Mitternachtssonne, im Winter dagegen gelangt die Sonne etwa zweieinhalb Monate lang auch tagsüber nicht über den Horizont.

Wir haben wieder Glück mit dem Wetter. Strahlend blauer Himmel und Sonne pur, keine einzige Wolke am Himmel. Gegen die Kälte können wir uns etwas anziehen.

 

 

 

Auf geht es zum Fotoshooting und Souvenirkauf. Wir kaufen erst einmal ein Dutzend Ansichtskarten mit den dazugehörigen „Nordkap Briefmarken“

Natürlich liegt das Handy mit den Adressen der Lieben daheim im Wohnmobil und wir raten uns die Angaben zusammen. Widdewiddewitt – ich mach mir die Adressen wie sie mir gefallen…

Es ist schon sehr erstaunlich denn normalerweise wimmelt es hier oben von Touristen.

Wir haben die berühmte Weltkugel dreimal im Abstand von je einer halben Stunde für uns ganz alleine und müssen sogar warten bis jemand vorbeikommt um uns beide gleichzeitig auf ein Bild zu bannen.

 

 

 

Nachdem wir so richtig durchgefroren, alle Fotos „im Kasten sind“, die Souvenirs gekauft und die beschriebenen Karten auf dem Postweg sind machen wir es uns bei traumhafter Aussicht in unserem rollenden Hotel gemütlich.

 

 

 

Ich (Petra) muss beim Geschirr spülen sogar die Sonnenbrille aufsetzen weil mir wegen der tief stehenden Sonne ständig die Augen tränen.

Ab ca. 21 Uhr rollen zahlreiche Busse auf den Parkplatz und Hunderte Touristen tummeln sich jetzt an diesem nördlichen Flecken Norwegens.

Wir sind froh, dass wir nicht noch einmal aussteigen müssen und gehen wieder einmal viel zu spät ins Bett.

Das Nordkap ist wie und warum auch immer ein beeindruckender Ort und wir sind beide froh uns für die Tour zum Nordkap entschieden zu haben.

Und leider geht auch die schönste Reise irgendwann zu Ende. Im fünften und letzten Kapitel unserer Wohnmobiltour fahren wir vom Nordkap durch Finnland und besuchen in Schweden das Freilichtmuseum Gammelstadt und entdecken noch so manch tollen Ort. Klickt euch gerne zur Fortsetzung oder schaut wieder vorbei und denkt wie immer daran:

 

ES GIBT NICHTS GUTES
AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie sie/er mag

 

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8 Kommentare

  1. Wie immer ein toller Reisebericht von einem Land, dass wir auch schon oft besucht haben und schätzen. Ein kleiner Tipp: Wenn Ihr die Hurtigrouten ins Visier nimmt. Ein schöne und deutlich ruhigere Alternative sind die neuen AIDA-Selection-Touren ” Winter im hohen Norden”. Es war unsere schönste Kreuzfahrt im tiefen Winter, bei schon schönem Licht fast bis ans Nordkap zu kommen. Sehr empfehlenswert.

    1. Hallo Andrea, du kannst dir sicher vorstellen es mir ergeht… Im Geiste kurve ich seit Tagen durch den hohen Norden und wünschte ich wäre wieder dort weiter geht es mit Schweden… dauert allerdings noch ein Weilchen

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...