ITALIENRUNDREISE – EINMAL UM DEN STIEFEL HERUM ODER AB AUF DIE INSEL?

Einmal um den italienischen Stiefel herum oder doch lieber mit der Fähre von Genua über Korsika und weiter bis Sardinien? Welche Rolle spielt dabei ein Känguru? Welche Orts, Strände und Sehenswürdigkeiten haben uns begeistert? Wohin würden wir nicht noch einmal fahren? Welche Campingplätze haben uns gefallen und welche sollte man meiden? Das sind nur einige Fragen auf die es in den nächsten Berichten zahlreiche Antworten geben wird. Ihr könnt also gespannt sein… Bella Italia – here we are!

 

 

“Wohin fahren wir eigentlich?” frage ich Frank als wir uns Ende April auf den Weg in den Süden machen. Uns ist es recht egal wohin die Reise geht „Hauptsache unterwegs“.

 

 

 

Und so prüfe ich während der Fahrt Richtung Süden regelmäßig die Wetteraussichten für verschiedene Regionen um die weitere Reiseroute zu planen.

Mit leichtem Erstaunen lese ich immer wieder, dass es sowohl auf Korsika als auch auf Sardinien in den nächsten 14 Tagen kühl sein wird und, noch viel schlimmer, häufig regnen wird.

 

 

 

Das braucht kein Mensch! Jedenfalls nicht im Urlaub. Und so beschließen wir einmal um den italienischen Stiefel herum zu fahren. Ob uns die Umrundung komplett in vier Wochen gelingen wird? Schauen wir mal…

Wusstet ihr, dass die Küstenlänge von Italien 7600 km lang ist und dieses schöne Land im Süden damit auf Platz 16 der weltweit längsten Küsten steht?

Die Länge der zum Baden geeigneten Küsten Italiens liegt nach verschiedenen Angaben entweder bei 4042 oder bei 4969 Kilometern.

25.301 Pachtkonzessionen sind vergeben. Im vergangenen Jahr sollen sie an den Staat 97 Millionen Euro gezahlt haben. Nach Schätzungen nehmen die Strandbäder mindestens zwei Milliarden im Jahr ein, das zusätzlich schwarz kassierte Geld wird auf mehr als 300 Millionen taxiert. In Italiens Meeresetablissements arbeiten 500.000 Menschen. Doch dies nur so am Rande.

 

ROTTWEIL – SCHÖNE ALTSTADT UND TOLLER STELLPLATZ

 

Am Freitagvormittag, 27.04.2018 erreichen wir als erstes Reiseziel das schöne Rottweil bei strahlendem Sonnenschein. Gerne, allzu gerne hätten wir den „Thyssen Krupp Testturm Rottweil“ besucht. KOMMA  ABER!

 

 

 

Ehe wir überhaupt den Parkplatz erreichen drängeln sich Fahrzeuge Stoßstange an Stoßstange Richtung Parkplatz und aus zahlreichen Bussen strömen Menschenmassen in Richtung Eingang. Und das an einem Freitagvormittag! Was soll das?

Wir möchten uns gar nicht vorstellen was hier an einem Wochenende oder in der Ferienzeit los ist.

Den Pössl schnell gewendet und flott im großen Bogen auf den Stellplatz am Stadion halten wir an diesem Tag für die bessere Wahl.

Ihr könnt euch  gerne hier weitere Info zum Testturm durchlesen und uns von eurem Besuch die Bilder senden. Ich werde garantiert neidisch sein!

 

 

 

Den 5 Euro/Nacht teuren Stellplatz für 20 Wohnmobile findet ihr am Stadionparkplatz bei den Sportanlagen, in unmittelbarer Nähe zum großzügig angelegten Freibad, zum Sole- und Erlebnisbad “aquasol” und zum neu gebauten DAV-Kletterzentrum “K5“.  Mehr Informationen könnt ihr hier finden!

Nach einer gemütlichen Tasse Kaffee in der Sonne schauen wir uns in der Altstadt um da es beim unserem letzten Besuch leider geregnet hat.

Auf unserem Rundgang durch die historische Innenstadt bestaunen wir prächtige, erkergeschmückte Bürgerhäuser, stille verträumte Gässchen und eindrucksvolle Kirchen.

Rottweil, übrigens die älteste Stadt Baden-Württembergs, lohnt aus unserer Sicht auf jeden Fall einen Besuch. Sie ist unser Reisetipp Nr. 1 und das obwohl wir in der Altstadt lediglich zwei Rottweiler finden konnten.

Ich dachte es gäbe in der Altstadt viele verschiedene Rottweiler zu bestaunen – oder haben wir sie einfach nur übersehen??

 

 

 

 

OH DU SCHÖNE SCHWEIZ…

 

Samstag, 28.04.2018 Am nächsten Morgen starten wir Richtung Schweiz. Himmel die Berge – wie ist es hier doch immer wieder schön!

 

 

 

In der Nähe von Steinen legen wir eine Pause ein und können uns einfach nicht satt sehen. Sieht das nicht toll aus? Hohe Berge, tiefe Seen, sattgrüne Wiesen und ein paar niedliche Häuschen… Idylle pur!

 

 

 

 

FLÜELEN – DAS TOR ZUM KANTON URI

 

Als touristisches Eingangstor zum Kanton Uri liegt das Hafenstädtchen Flüelen am Südende des Vierwaldstättersees, eingebettet in die wildromantische Bergwelt rund um den Urnersee.

 

 

Damit der liebe Gatte ein Weilchen seine Augen pflegen kann legen wir in Flüelen eine Mittagspause ein. Ich laufe um und durch Flüelen während der Herr Gemahl ein Nickerchen macht.

 

 

 

Wenn ihr euch die Bilder anschaut versteht ihr wahrscheinlich warum wir in diesem hübschen Städtchen auf der Durchreise immer wieder gerne einen Stopp einlegen – oder? Mehr Info zu Flüelen, unserem Reisetipp Nr. 2, sind nur einen Klick entfernt.

Auf der Weiterfahrt erreichen wir am Nachmittag die Grenze zu Italien und nächtigen in der Nähe von Pavia.

 

GARDASEE – IMMER WIEDER GERNE!

 

Sonntag, 29.04.2018 Erst einmal zum Gardasee! An der Küste weiter südlich ist das Wetter immer noch so lala… und darauf haben wir keine Lust! Dafür verspricht der Gardasee schönes Wetter.

 

 

 

Der ACSI Campingplatz ist auf der Campingcard APP schnell gefunden und wir erreichen den ausgesuchten CP in Lazise (Verona) schon um halb zwei.

Camping Fossalta *** in Lazise, direkt am Gardasee

Auf der Karte zeigen

Die Pauschale kostet pro Camper incl. 2 Personen, Strom, Dusche V/E pauschal €17,- in den Zeiträumen: 23-03-2018 – 29-06-2018 und 25-08-2018 – 07-10-2018 pro Nacht.

Es handelt sich um einen ruhigen, gut gepflegten Campingplatz direkt am Gardasee. Weitere Info zum Platz findet ihr auf der Internetseite des Platzes.

 

 

 

Am späten Nachmittag laufen wir am Ufer des Gardasee entlang bis nach Lazise. Dieser lebendige Ort am südöstlichen Gardasee hat eine autofreie mittelalterliche Altstadt, die von einer gut erhaltenen, zinnen gekrönten Stadtmauer umsäumt ist.

Tief in die engen Gässchen und kleinen Plätze zieht sich das schmale Hafenbecken mit seiner belebten Uferpromenade hinein.

Hier reihen sich gemütliche Restaurants, Bars und Cafés aneinander. In den bunten Häuserzeilen des alten Ortskernes lässt es sich hervorragend bummeln und shoppen und auch abends ist in Lazise immer was los.

Außerhalb der Altstadt steht  in einem schönen Park eine mächtige sechstürmige Skalierburg und südlich des Ortes liegt ein langer – allerdings kostenpflichtiger – Strand.

Dort findet man auch eine Vielzahl gut ausgestatteter, kinderfreundlicher Campingplätze mit eigenen Bademöglichkeiten. Lazise ist unser Reisetipp Nr. 3.

Als wir loslaufen sieht der Himmel schon ein wenig besorgniserregend aus – das wird doch jetzt nicht gewittern?

Kaum in Lazise angekommen zieht sich der Himmel richtig zu um sich in einem kräftigen Regenschauer zu erleichtern.

 

 

 

Bei einem kühlen Bierchen lässt sich das unter einem großen Sonnenschirm bestens ertragen. Der dunkle Himmel und das fast bizarre Licht lässt uns auf dem Rückweg etliche Fotos einsammeln.

 

COLÀ – LEIDER VERPASST

 

Südlich von Lazise liegt wenige Minuten vom Gardasee entfernt das Örtchen Colà. Dort befindet sich inmitten eines wunderschönen Parks das Thermalbad „Parco Thermale del Garde“.

Der 5000 Quadratmeter große Thermalsee mit seinen Springbrunnen, kleinen Wasserfällen, Grotten und verschiedenen Unterwassermassagen lädt zu einem wohltuenden, entspannenden Bad ein.

Das hätte uns ganz bestimmt gut gefallen doch leider, leider lese ich davon erst nach der Reise. Es kann, da nicht selbst gesehen und getestet Schlussfolgernd kein vierter Tipp sein. Liest sich jedoch sehr verlockend – oder? Ihr kennt diesen Ort? Dann berichtet gerne von euren Eindrücken!

 

PESCHIERA DEL GARDA

Am nächsten Tag laufen wir am späten Vormittag vom Campingplatz aus nach Peschiera del Garda. Allein der Weg dorthin macht gute Laune. Das schöne Wetter natürlich auch.

 

 

Im Osten der sanften, nahezu völlig flachen Wiesenlandschaft des Südufers befindet sich das geschäftige Peschiera del Garda.

Seine Lage am Mincio – dem einzigen Abfluss des Gardasees – verlieh dem 9000 Einwohner-Städtchen schon früh besondere strategische Bedeutung.

 

 

Ehe wir uns das Städtchen anschauen sticht mir als erstes eine Reklametafel auf “Frikandel und Friet speciaal”. Das kann sich doch nur um eine niederländische Pommesbude handeln.

Und richtig vermutet. Direkt an der Kaimauer wird erst einmal “gefrühstückt”. Zum Wohle! Das Leben ist schön…

 

 

Peschieras völlig von Kanälen umflossene Altstadt liegt innerhalb einer mächtigen, schön bewachsenen Festung und die gilt es natürlich zu erkunden.

 

 

 

Peschiera del Garda, eine Stadt-Festung, ist ein architektonisches Juwel am südlichsten Abschnitt der “Riviera degli Ulivi”, der klassischen Bezeichnung des Ostufers des Gardasees.

 

 

 

Vormals Territorium der Langobarden, dann unter der Herrschaft der Scaliger und Visconti, nimmt Peschiera erst unter der Herrschaft Venedigs Stadtcharakter an.

 

 

 

In der zweiten Hälfte des 16. Jhdt. führen eine Reihe von Architekten, darunter Michele Sanmicheli, viele städtebauliche Maßnahmen wie den Bau der Festung und des mächtigen Mauerrings aus.

 

Die früheste Besiedlung Peschieras geht auf die Bronzezeit zurück. Aus dieser Zeit stammen zwei Pfahlbautensiedlungen am Lago di Frassino und am Ufer des Gardasees, die in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgegraben wurden.

Seit 2011 zählen die Pfahlbauten von Peschiera zum UNESCO-Weltkulturerbe.

 

 

 

Wir laufen einmal um die Festung herum und wann immer sich eine Gelegenheit bietet klettern wir natürlich auf die Festungsmauern um die herrliche Aussicht zu genießen.

Hier könnte man stundenlang schlendern oder einfach nur sitzen und schauen. Ein wunderschönes Städtchen das Lust auf einen zweiten Besuch macht.

 

 

 

Am flachen Ufer zwischen Peschiera und Sirmione gibt es übrigens gute Bademöglichkeiten und zahlreiche Campingplätze mit großen Wiesenflächen, die bis an den See reichen.

Nach einem weiteren Relax Tag auf dem Campingplatz in Lazise fahren wir am 2. Mai im “Autobahn meiden Modus” durch die Po Ebene gen Süden. “Wir haben ja noch sooo viel Zeit” fühlt sich verdammt gut an.

Wir fahren durch Getreidefelder und kleine Ortschaften und nähern uns ein Weilchen später den Bergen. Eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend!

In den oberen Höhenlagen ist es sogar noch etwas nebelig als uns eine Umleitung wegen einer Baustelle in die entgegensetzte Richtung unserer geplanten Route schickt.

Nach zwei Versuchen doch noch über irgendeine Alternativroute „über die Berge“ zu gelangen geben wir auf. Die Beschilderung ist entweder widersprüchlich oder die Straßen, ich sollte Sträßchen schreiben, enden in Sackgassen.

Nach einer abwechslungsreichen wie spannenden Fahrt erreichen wir Lucca am Abend und steuern direkt den zentral gelegenen Wohnmobilstellplatz “Parcheggio Camper Luporini” an.

Adresse: Via Gaetano Luporini IT 55100 Lucca (Toskana)

GPS 43°50’24”N, 10°29’18”O, Parking Autocaravan

Mehr Info gibt es hier: www.luccaturismo.it  

 

 

Trotz Nieselregen machen wir uns auf den Weg in die nahe liegende Altstadt. Wie die Bilder zeigen hat sich dieser Spaziergang doch voll gelohnt – oder?

 

 

Warum Lucca eine Reise wert ist, was wir dort am nächsten Tag erleben und wohin uns die weitere Italienrundreise führt erzählen wir euch in den folgenden Berichten. Dies war ja erst der Anfang!

Schaut also gerne wieder vorbei und denkt wie immer daran:

 

ES GIBT NICHTS GUTES
AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

 

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare! Das Formular findet ihr wie gewohnt am Seitenende!

Ihr möchtet auch von unseren nächsten Touren lesen? Welch Freude! Verfolgt uns gerne auf Facebook, GOOGLE+, Instagram, Twitter recht neu auf Pinterest oder auf der Straße!

 

7 Kommentare

  1. Hallo Petra,
    oh wie schön! Da seid ihr wieder mal in meinem Sehnsuchts- und Traumland Italien gewesen und vorher im schönen Rottweil? Den Thyssen Turm haben wir gestern mal links und mal rechts liegen lassen auf der Fahrt nach Schaffhausen, aber wir wollen unbedingt dort einmal hinaufrasen in so einem High Speed Aufzug. Tickets gibt’s ja online zu kaufen, aber wenn ich lese, was für Schlangen es da gibt? ….. Muss ich mir noch überlegen! Wusstest du, dass in Rottweil unglaublich viele Hexenprozesse stattfanden – um die 300 – und dafür berüchtigt war. Außerdem solltet ihr mal hin fahren, wenn dort der “Narrensprung” stattfindet. Ein Higlight und so ganz anders als der gewohnte “Carneval”.

    Lucca kenne ich auch gut. Neben Volterra einer der besonders hübschen Städtchen, aber was sage ich da, es gibt so viele wunderhübsche Städtchen. Man denke nur an die Dörfer “Cinque Terre” oder Portofino oder , oder, oder.

    Vielleicht sollten wir im September doch nicht nach Frankreich mit unserem geliehenen Wohnmobil, sondern doch lieber nach Italien? Ich bekomme Lust dazu. In drei Wochen kann man viel erleben! Liebe Grüße, Sigrid

    1. Hallo liebe Ingrid,
      Italien kann schon süchtig machen, da stimme ich dir voll und ganz zu. Wir waren im Herbst letzten Jahres gleich zweimal dort. Einmal an den oberitalienischen Seen entlang und danach haben wir uns die Cinque Terre angeschaut. Beide Regionen sind immer wieder eine Reise wert.
      Den Turm in Rottweil werden wir sicher auch einmal besuchen – steht und fällt mit dem Timing Und ganz gewiss mit einem Online Ticket im Gepäck! Das mit den Hexenprozessen ist mir neu… Danke für den Tipp mit dem „Narrensprung“ 
      Ob mir jetzt Frankreich (Bretagne!!) oder Italien besser gefällt kann ich nicht einmal sagen – wir haben bisher in beiden Ländern viele schöne Gegenden entdeckt. Ganz besonders schön in Italien ist auch Apulien und Kalabrien. In Apulien hat uns der „Sporn“ landschaftlich besonders gut gefallen – sicher auch ein zweites Mal eine Reise wert.
      Wir haben Ende September auch noch einmal zwei Wochen Urlaub – und je nach Wetterlage geht es dann vielleicht auch wieder nach Italien
      Liebe Grüße
      Petra

  2. Bei den Bildern aus Rottweil fällt mir spontan ein, dass dort in der Eisdiele noch mein schöner Regenschirm stehen muss. Den habe ich vor 20 Jahren vergessen. Vielleicht ein Grund noch einmal hin zu fahren ?
    Sehr beeindruckend und stimmungsvoll fand ich auch die Fotos von Lucca im Regen und am Abend. Mal etwas anders als im Sonnenschein. Herzliche Grüsse vom Schreibteufelblog.

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...

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