COCHEM AN DER MOSEL – IM HERBST BESONDERS SCHÖN!

In Cochem fahren wir mit der Sesselbahn hoch auf den schönsten Aussichtspunkt der Stadt und laufen durch die wunderschöne Altstadt hoch zur Reichsburg mit ihrer tausendjährigen Geschichte.  Wir genießen den goldenen Oktober in einer der zauberhaftesten Städte an der Mosel. Kommt mit, wir zeigen euch was uns besonders gut gefallen hat.

 

 

Sesselbahn zum Pinnerkreuz
Sesselbahn zum Pinnerkreuz

 

 

 

COCHEM AN DER MOSEL

 

Cochem ist ein wirklich malerisches Städtchen und nicht ohne Grund das wichtigste Ferienzentrum an der Untermosel.

Zauberhafte Gassen führen durch die von Fachwerkhäusern geprägte Altstadt zum mittelalterlichen Marktplatz.

Über der Stadt thront auf dem Burgberg die Reichsburg. Cochem liegt etwa 30 Kilometer moselabwärts von Zell. Schon alleine der Weg dorthin ist jedes Mal ein Highlight, führt doch die Bundesstraße direkt entlang des Flusses durch die Moseltäler.

Cochem ist ausserdem Kreisstadt und der größte Ort des rheinland-pfälzischen Landkreises Cochem-Zell.

Doch Cochem ist bzw. hat noch viel mehr zu bieten! Einiges davon zeigen wir euch jetzt. Los geht´s!

 

 

Sesselbahn zum Pinnerkreuz

 

 

Schade schade, dieses Haus hat sicher schon glanzvollere Zeiten erlebt.

Es steht in der Nähe der Sesselbahn und ist käuflich. Falls ihr also Interesse habt…

 

Cochem an der Mosel

 

 

Wir müssen unseren Wohnmobil Stellplatz um 10 Uhr räumen und haben bereits unsere Heimatadresse im Münsterland eingegeben. Doch weit kommen wir nicht.

Ortsauswärts entdecken wir die Sesselbahn und eben diese verspricht doch am frühen Morgen gleich das erste Highlight des Tages zu werden. Gesagt getan! Das Womo ist schnell geparkt und schwupps sind wir auf dem Weg hoch auf den Berg.

Der nette Herr am Schalter schaut, warum auch immer, etwas erstaunt als wir nur die einfache Fahrt hinauf bestellen, sei´s drum.

Fahrt ihr mit uns hinauf zu einem der schönsten Aussichtspunkte über Cochem, dem Pinner-Kreuz? Fein!

 

Cochem an der Mosel

 

SESSELBAHN ZUM PINNERKREUZ

 

Neben offenen Doppelsesseln stehen auch Kabinen zur Verfügung, die je nach Witterung geschlossen werden können. Mit 0,8 m pro Sekunde erreichen wir nach 360 m die Bergstation, die sich auf einer Höhe von 255 m über dem Meeresspiegel befindet.

Der Name “Pinnerkreuz” geht auf einen Schafhirten zurück, der eines seiner verirrten Tiere, vor dem Absturz bewahren wollte und dabei selbst ums Leben kam. Ihm zu Gedenken wurde das Kreuz errichtet.

Für diejenigen von euch, die lieber hinauf wandern möchten führt hinter dem Bahnhofsgebäude ein Wanderweg durch die Weinberge hinauf zum Aussichtspunkt. 

 

 

 

Insgesamt werden 155 Höhenmeter bewältigt und die Fahrt ist viel zu schnell vorbei.

Glücklicherweise sind noch nicht viele Besucher unterwegs und wir können den Weg zum Pinner Kreuz (im Hintergrund) und die Aussicht dort in Ruhe genießen.

 

Cochem an der Mosel

 

Geprägt wird Cochem durch Handel und Touristik. Die einmalige Kombination aus Reichsburg, historischer Altstadt und Landschaft ist Jahr für Jahr Magnet für viele Besucher aus aller Welt und macht Cochem zu einem der wichtigsten Tourismusziele an der Mosel.
Während wir die Aussicht genießen hoffen wir natürlich, dass sich der Nebel im Laufe des Vormittags noch verziehen wird. Man darf gespannt sein.
Cochem an der Mosel

 

Jetzt schaut euch doch einmal diese Bilder an – ist das nicht traumhaft schön??

Könnt ihr rechts mittig im Bild den Tunneleingang sehen? Der Kaiser-Wilhelm-Tunnel (auch Cochemer Tunnel genannt) ist ein Eisenbahntunnel auf der Moselstrecke zwischen Ediger-Eller und Cochem.

Die westliche Röhre ist 4205 Meter lang und war bis 1988 Deutschlands längster Eisenbahntunnel durch ein natürliches Hindernis.

Cochem ist für viele Kreuzfahrtschiffe ein wichtiges Etappenziel. Wir treffen im Laufe des Tages viele verschiedene Nationalitäten an den Sehenswürdigkeiten.

 

Cochem an der Mosel

Der Weg vom Gipfelkreuz wieder zurück in die Stadt ist sehr gut beschildert und verläuft zum Teil über den sehr bekannten Moselsteig.

Der Qualitäts-Wanderweg „Moselsteig“ ist mit einer Länge von 365 Kilometern sehr beeindruckend.

Er zählt zu den längsten Fernwanderwegen in Deutschland. Seine 24 Etappen sind ganz unterschiedlich geprägt: mal leicht, mal anspruchsvoll zu gehen.

Sie führen durch Wald, durch Weinberge, entlang des Moselufers genauso wie entlang aussichtsreicher Hangkanten.

 

 

So am Rande – wir waren am Ayers Rock, auf der chinesischen Mauer, in Machu Picchu und auf dem Zuckerhut in Rio – ganz ehrlich, ich kann die Chinesen, Amerikaner und all die Ferngereisten verstehen die unser Heimatland besuchen:– Deutschland ist schön!!

Wie denkt ihr darüber? Muss es wirklich immer „höher, schneller und weiter sein?

Wir möchten auch noch so einiges sehen von der Welt, keine Frage, doch an diesem Wochenende war es an der Mosel sprich „daheim“ auch extrem schön! So, das wollte gesagt werden. Weiter im Text!

 

Sesselbahn zum Pinnerkreuz

Ist es nicht herrlich wenn wildfremde Menschen zu winken und einen schönen Tag wünschen – in diesem Fall “aus dem Himmel”!

Vor gut einer Stunde sind wir mit dieser Sesselbahn noch zum Gipfel gefahren.

 

 

 

 

 

Auf dieser Strecke läuft es sich wie auf einem Teppich… und das bei gratis Aussicht und mittlerweile strahlendem Sonnenschein!

 

In weiter Ferne entdecken wir die Reichsburg. Herrlich, wie der Nebel langsam aber sicher der Sonne weicht.

 

 

 

“Sollen wir uns die Burg noch aus der Nähe anschauen?”  frage ich als wir in der Ebene ankommen und erhalte ein “Ja, aber erst frühstücken!” zur Antwort.

Wie laufen kurz zum Wohnmobil, frühstücken und machen uns wieder auf den Weg. Das geht ratz fatz – Frühstück ist nicht unsere “Prio Mahlzeit”

 

Keine Stunde später laufen wir vorbei am Hotel “Alte Thorschänke” und…

 

 

… vorbei am Friedhof und den vielen gut erhaltenen Resten der historischen Stadtmauer mit ihren alten Befestigungswerken u.a. dem Wehrturm mit dem Balduinstor an der Kirchhofsmauer in der Obergasse.

Links die nötigen Informationen und…

 

 

… und rechts das Balduintor als solches.

Sehr ihr oben im Tor auch menschliche Züge – der Turm hat doch ein Gesicht – oder sehe das nur ich???

 

 

 

 

Jetzt müssen wir nur noch der Schloßstraße bergauf folgen und schon ist unser Ziel, die Reichsburg Cochem, erreicht.

 

Zur Burg

 

REICHSBURG COCHEM

 

Die Reichsburg Cochem ist mehr als eine Burg. Sie ist die größte Höhenburg an der Mosel und als Wahrzeichen steht sie auf einem weithin sichtbaren Bergkegel oberhalb von Cochem.

Die Reichsburg ist eine der höchstgelegenen Höhenburgen an der Mosel. Besonders jetzt im Herbst inmitten des goldenen Laubes bietet die Burg mit ihren Erkern und Zinnen einen unvergesslichen Anblick.

Die mittelalterliche Burg wurde während des pfälzischen Erbfolgekrieges beschädigt und im Zuge der Burgenromantik im 19. Jahrhundert durch den Berliner Kommerzienrat Louis Ravené liebevoll restauriert und im neugotischen Stil wieder aufgebaut.

TIPP: Neben mehrsprachigen Burgführungen bietet die Reichsburg zu Cochem freitags und samstags rustikale Rittermahle an, die sogenannte „Gasterey nach Art der alten Rittersleut“. Mehr dazu erfahrt ihr mit Klick hier auf der Homepage des Betreibers.

 

 

 

 

Gut das wir uns kurzentschlossen zu einem Besuch entschieden haben!! So viele Chinesen, Franzosen und Holländer können nicht irren.

Diese spontane Idee entpuppt sich, je näher wir dem Ziel kommen, als zweites Highlight des Tages.

Witziger Weise wussten wir davon heute früh ja noch gar nichts. Unverhofft kommt oft oder wie sagt man?

Und Netti würde sagen „warte es mal ab das wird noch viel highlighter!“ Oh, ich muss jedes Mal, auch Jahre später, noch über diesen Versprecher lachen…

 

 

Weinpaten? Was es nicht alles so gibt…

 

 

 

Von April bis Oktober findet übrigens jeden Sonntag um 11 Uhr eine 2-Stündige Weinerlebnistour in Cochem statt.

Wer längere Wanderungen bevorzugt, trifft im Ferienland Cochem auf ein breites Angebot von Weinerlebnistouren.

 

 

 

 

Postkartenmotive wohin man schaut – Cochem ist sehr fotogen an diesem schönen Herbsttag.

 

 

Mein Lieblingsritter! (Links!!)

 

 

Ist das der Zaunkönig?    Spaß beiseite – kann mir jemand sagen wer oder was das in der Mitte des Bildes ist?

 

 

Ist das jetzt zauberhaft?

Oder märchenhaft?

Oder sagenhaft?

Wie auch immer – fotogen ist es allemal!

 

 

 

Dieser Anblick erinnert ein ganz klein wenig an das Münsterland “von oben”.

Hier ist auch alles so schön gerade und ordentlich. Nur Weinberge, die haben wir natürlich nicht und unsere Berge heißen Autobahnbrücken!

 

 

 

Mittlerweile hat die Besucherdichte auf der Burg einen Level erreicht der nicht unserem Geschmack entspricht und eine Besichtigung wird daher vertagt. Wir kommen gewiss noch einmal hierher und dann schauen wir uns die Burg an.

Bei einem Eis in der Sonne schauen auf der einen Seite ins Tal hinab auf der anderen Seite zur Burg hinauf. Gut geht´s uns, sehr gut sogar!

 

 

Goldener Oktober in Perfektion… An dieser Stelle knöcheltief im goldenen Laub stehend ist bei der grandiosen Aussicht gewiss ein weiteres Highlight.

Aus Oktoberlied von Theodor Storm

 

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
vergolden, ja vergolden!

 

Wo ginge das besser als an der Mosel?

 

 

 

Als wir von der Burg aus durch die Altstadt von Cochem schlendern entdecken wir auf dem Marktplatz einen blitzblank geputzten Mercedes Oldtimer.

Auf dem schwarzen, hochglanzpolierten Lack spiegeln sich die alten, mit Moselschiefer gedeckten, Fachwerk-Giebelhäuser ganz vortrefflich und ich fange begeistert ein paar Bilder ein.


20151023 COCHEM (108)

 

20151023 COCHEM (105)

 

20151023 COCHEM (104)

 

20151023 COCHEM (103)

 

20151023 COCHEM (102)

 

20151023 COCHEM (97)

 

20151023 COCHEM (95)

 


Ein Blickfang ist auch das 1739 im Barockstil erbaute Rathaus am gemütlichen Marktplatz, der “guten Stube” mit dem Martinsbrunnen. Die Hochzeitsgesellschaft lässt mir leider kaum Platz um das schöne Rathaus in seiner ganzen Größe abzulichten.

Vom Marktplatz aus führen alte, winkelige Steintreppen hinauf zum Klosterberg. Das auf einem Bergvorsprung liegende, um 1630 erbaute Kapuzinerkloster war bis 1802 Kloster und ist jetzt das Kulturzentrum der Stadt.

Wir sind froh über unsere morgentliche Planänderung und darüber uns Cochem aus der Nähe angeschaut zu haben!

Am Wohnmobil angekommen fahren wir von Cochem aus erfolglos zur Burg Elz, sind vom Wanderweg zur Burg Pyrmont begeistert und landen abends in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Doch davon mehr im nächsten Bericht.

Das großformatige Bilderbuch dieses Wohnmobil Wochenendes ist nur einen Klick entfernt.

Schaut gerne wieder vorbei und denkt wie immer daran:

 

 

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare! Das Formular findet ihr wie gewohnt am Seitenende!

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7 Kommentare

  1. Pingback: Schloss Nordkirchen
  2. Pingback: Auf Traumpfaden zur Burg Pyrmont

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