WOHNMOBILTOUR ZUM NORDKAP – TEIL 2 VON MANDAL BIS ZU DEN TROLLSTIGEN

Willkommen in Norwegen. Im zweiten Teil fahren wir von Mandal, im Süden von Norwegen, zweihundert km an der Westküste entlang gen Norden. Am Flekkefjord vorbei erreichen wir den Preikestolen und stellen fest, dass wir hätten eher starten sollen. In Bergen schauen wir uns im Hanseviertel Bryggen um und fahren mit der Floibahn auf den Berg. Ehe wir den Geirangerfjord erreichen geht es über die Schneegrenze und danach weiter zum Trollstigen. Eine landschaftlich unglaublich schöne Strecke!


 

 

Auf der Karte haben wir die besuchten Orte eingetragen und bis auf den Abstecher zum Skigebiet und die Fahrt über den Gamle Strynfjellvegen (google konnte keine Route finden) ist die Strecke eingetragen und mit Klick hier gelangt ihr zu weiteren Details.

Am nächsten Morgen wachen wir erst um 10 Uhr auf. Waren die vergangenen zwei Tage vielleicht doch ein wenig anstrengend?

Nach zwei Tassen Kaffee in der Sonne und nachdem der liebe Frank den Pössl gewaschen und vom Salz befreit hat machen wir uns auf den Weg.

 

 

 

Unser erstes Ziel ist nach dem Campingplatz in Mandal der Preikestolen doch ehe wir euch Norwegen zeigen kurz etwas Grundsätzliches.

 

NORWEGEN

 

Norwegen befindet sich auf einer riesigen Halbinsel, die es sich im Osten mit Schweden und im Norden mit Finnland und Russland teilt. 

Norwegen besteht aus 19 sogenannten Fylken, die wiederum in unterschiedliche Kommunen unterteilt sind.

AkershusAust-AgderBuskerudFinnmark (norwegischer Teil von Lappland) – HedmarkHordalandMøre og RomsdalNord-TrøndelagNordlandOpplandOsloRogalandSogn og FjordaneSør-TrøndelagTelemarkTromsVest-AgderVestfoldØstfold

 

 

Norwegen ist besonders für seine erstaunliche und abwechslungsreiche Natur bekannt. Die vielen Fjorde an der Küste im Westen reichen weit in das Land hinein und werden von hohen Bergen begrenzt. Das Land war einst ein Wikingerreich. Wirtschaftlich ist es vor allem wegen seiner Öl- und Fischexporte bekannt.
Norwegen ist räumlich sehr ausgedehnt. Die Luftlinie von der Südspitze bei Kap Lindesnes in der Nähe von Mandal bis zum Nordkapp beträgt gut 1700 km, 2518 Straßenkilometer. An der schmalsten Stelle, südlich von Narvik, beträgt die Breite nur 6 km.

In diesem Land, flächenmäßig vergleichbar mit Deutschland leben nur 4,5 Millionen Menschen, davon etwa 1 Million alleine im Großraum um die Hauptstadt Oalo.

Aufgrund der Topologie des Landes sind nur ca. 3% der Fläche landwirtschaftlich nutzbar. 44,4% der Fläche bestehen aus Gebirgsland und Hochebenen, 38,2% sind Wald, 13% Binnengewässer und Sümpfe.

In zahlreichen dieser unbesiedelten Gebiete wurden Nationalparks mit umfassenden Naturschutzbestimmungen eingerichtet.

Norwegens Landschaft präsentiert sich mit der schier endlosen Weite der Tundra, gewaltigen Gletschermassen, tief abfallenden Fjorden, sattgrünen Wäldern, scheuen Rentieren sowie taghellen Nächten im Sommer.

Das Land zieht jedes Jahr viele Naturfreunde und Wandertouristen an, die sich in den mehr als 20 sehenswerten Nationalparks tummeln.

Begleitet uns auf unserer Tour durch eine traumhafte Landschaft im hohen Norden Europas entlang der Fjorde und durch sonnige Nächte bis hoch zum Nordkap.

 

 

FLEKKEFJORD

 

 

Los geht´s! Ab Mandal erreichen wir nach knapp 70 km auf der E39 Flekkefjord und löschen bei strahlendem Sonnenschein und herrlicher Aussicht unseren Kaffeedurst. Eher wegen der phantastischen Aussicht als wegen des Kaffeedurstes.

 

 

 

Flekkefjord ist die westlichste Kommune an der Südwestküste Norwegens. Die ersten Siedler dürften bereits zur Wikingerzeit hier gelebt haben.

Zu einer geschlossenen Bebauung kam es erst mit dem Holzhandelprivileg von 1660. Die guten Verbindungen zu Holland führten auch zu größeren Auswanderungsbewegungen nach Holland.

 

 

 

Die große Blüte kam erst mit den reichen Heringsvorkommen zwischen 1826 und 1838.

Manche der Auswanderer kehrten zurück und brachten holländische Lebensart, Namen und Möbel mit, die heute noch im Südwesten weit verbreitet sind.

 

 

 

 

Die Mädchen, die in holländischen Diensten gestanden hatten, brachten die holländischen Vorstellungen von Hygiene und Reinlichkeit mit, die zu der Zeit in der Heimat noch lange nicht üblich waren.

Weitere Informationen zu diesem idyllischen Landstrich gibt es mit Klick hier.

 

 

 

 

 

PREIKESTOLEN

 

 

Der Preikestolen oder Prekestolen (norw. für Kanzel oder wörtlich Predigtstuhl) ist eine natürliche Felsplattform in Ryfylke in der norwegischen Provinz Rogaland und ein Tourismusziel mit weitem Blick über den Lysefjord und angrenzende Berge.

Die Größe des Felsplateaus beträgt zirka 25 mal 25 Meter. Die Felskante fällt 604 Meter senkrecht in den fast 40 Kilometer langen Fjord ab. Die Kanzel wird jährlich von etwa 200.000 Menschen erwandert.Wie bei vielen Norwegenfans steht der Preikestolen auch bei uns auf der „will ich unbedingt sehen“ Liste.

Bis wir dieses Naturwunder erreichen ist weiterhin der Weg das Ziel. Nach der Kaffeepause fahren wir weiter auf der E39 gen Norden.

Während der ganzen Strecke sind wir ständig gespannt welch grandioses Panorama sich hinter der nächsten Kurve oder dem nächsten Berg zeigen wird.

 

 

 

 

Nach gut 160 km wechseln wir auf die Fv45 und später auf die Fv508 und sind von den Seen rechts und links der Fahrbahn nahezu entzückt. Und ehe wir uns versehen stehen wir am Lysefjord.

 

 

LYSEFJORD

 

 

Seinen Namen, „heller Fjord“, verdankt er den blankgescheuerten felsigen Wänden. Der Fjord ist etwa 40 Kilometer lang und an der tiefsten Stelle bis zu 500 Meter tief und sehr teil.

Mit der Fähre fahren wir über den Fjord und entlang der RV 13 erreichen wir kurze Zeit später den Preikestolen.

 

 

 

 

Wir haben gleich am zweiten Tag in Norwegen kein Gefühl für Uhr- und Tageszeit. Jedenfalls scheint mir das eine Erklärung dafür zu sein, dass wir unsere Wanderung auf den Preikestolen erst um 17:45 Uhr starten.

Der Preikestolen ist die bekannteste Touristenattraktion in Ryfylkeund und eine der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten in Rogaland.

 

 

 

Die 604 Meter hohe „Felskanzel“ wurde von CNN Go und Lonely Planet als einer der beeindruckendsten Aussichtspunkte der Welt eingestuft und ist zweifelsohne eines der spektakulärsten Fotomotive des Landes.

Als Ausflugsziel wurde der Preikestolen erst um 1900 bekannt, als der erste Tourist zum Felsplateau wanderte.

Vielleicht, ganz vielleicht hätte ich mir nicht nur die beeindruckenden Aufnahmen ansehen, sondern auch das Kleingedruckte lesen sollen.

Die Wanderung hoch zum Plateau ist hin und zurück insgesamt 6 km lang und dauert durchschnittlich 4 Stunden.

 

 

 

Ausgangspunkt ist der Parkplatz (mit Parkautomat) am Berggasthof Preikestolen Fjellstue. Hier gibt es auch Toiletten und einen Kiosk mit Tourist-Information.

Die Tour führt durch ein leicht hügeliges Gelände mit einem Höhenunterschied von 350 m daher ist gute Kondition sehr ratsam.

Feste Schuhe, vorzugsweise Bergschuhe, warme Kleidung, etwas zu essen und zu trinken sowie eventuell Wanderstöcke sind zu empfehlen.

 

 

 

Unbedarft und unbekümmert stiefeln wir um kurz nach halb sechs los und wundern uns, dass uns ausschließlich Wandersleut entgegenkommen. In unserer Richtung läuft, außer uns beiden, niemand.

Solange wir auf Wegen und Lichtungen laufen ist es hell genug doch uns kommen schließlich Zweifel ob wir es bis oben und im Hellen wieder bis zum Wohnmobil zurück schaffen.

„Das wird nicht nur knapp, sondern das ist jetzt schon ganz klar nicht zu schaffen!“ stellt Frank nach gut der Hälfte des Hinweges sachlich fest.

 

 

 

Wir wären erst um 20 Uhr oben gewesen um danach weitere zwei Stunden bergab „über Stock und noch mehr Steine!!“ zu laufen. Wir einigen uns darauf das „Projekt“ am nächsten Morgen erneut in Angriff zu nehmen.

Ihr möchtet die Kanzel vom Fjord aus erleben? Das geht entweder mit dem Ausflugsschiff oder mit der Autofähre ab Lauvvik, Forsand, Stavanger oder von mehreren Anlegestellen am Lysefjord. Info gibt es mit Klick hier!

Zurück am Wohnmobil überlegen wir zunächst noch zum Kjerag zu fahren verwerfen den Plan jedoch wieder und suchen alternativ ein Quartier für die Nacht.

Wir fahren wieder einmal nach Gefühl und einfach drauflos und stehen, eher plötzlich und unerwartet mitten im Hafen von Jørpeland.

 

 

 

 

Parkverbote und Campingverbote sehen wir trotz Suche keine und somit spricht nichts gegen eine Übernachtung in Wassernähe.  … Toll! Hier bleiben wir – und morgen sehen wir weiter. Preikestolen und Kjerag werden wir uns morgen anschauen.

Nach einer wirklich ruhigen Nacht fahren wir am nächsten Morgen im Frühnebel wieder zurück zum Parkplatz des Preikestolen.

 

 

 

 

Während wir auf dem Parkplatz darauf warten, dass sich der Nebel lichtet kochen wir einen weiteren Kaffee. Doch leider meint es das Wetter heute nicht gut mit uns. Der Nebel wird immer dichter und wir können kaum 10 m weit sehen. Das wird hier und heute nichts mehr.

Was tun sprach Zeus? Abwarten? Oder damit zufrieden geben das wir gestern ja schon fast oben waren? Wir entscheiden uns für die zweite Variante und fahren weiter gen Norden in der Hoffnung in Bergen wieder schönes Wetter vorzufinden.

 

 

BERGEN

 

 

Die Stadt ist geprägt durch die am Naturhafen Vågen verlaufende Bryggen, wobei es sich um alte Handelseinrichtungen der Hanse handelt. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen die Marienkirche und weitere Bauten.

 

 

Nach mehreren verheerenden Stadtbränden (1702, 1855, 1916), die durch die typisch norwegische Holzbauweise begünstigt wurden, erließ die Stadt Verordnungen, die den Bau von Holzhäusern auf dem Stadtgebiet nicht mehr gestattete.

 

 

 

Das Hafenviertel Bryggen, das bei den Stadtbränden mehrmals nicht verschont blieb, wurde nach jeder Zerstörung nach originalen Plänen wieder aufgebaut.

Das Profil ist daher heute noch dasselbe wie im 12. Jahrhundert. Aus diesem Grund wurde Bryggen als Beispiel hanseatischer Baukunst in Norwegen durch die UNESCO 1979 zum Weltkulturerbe ernannt.

Kurz am Rande – sämtliche Bilder könnt ihr euch durch Anklicken vergrößern und falls ihr lieber nur Bilder schaut und auf den Text verzichtet möchtet bietet sich mit Klick hier (jetzt oder später) die Möglichkeit sämtliche Bilder im Großformat anzuschauen.

Wie erhofft hat sich der Nebel bei unserer Ankunft in Bergen total verzogen und wir genießen die Stadt bei kaltem Wind und strahlendem Sonnenschein.

 

 

FLOIBAHN IN BERGEN

 

 

Mit der Fløibahn dauert es nur 6 Minuten, um ganz Bergen sehen zu können. Die Fløibahn ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Norwegens und da können wir natürlich nicht widerstehen!

Die Fahrt beginnt mitten im Zentrum, nur 150 Meter vom Fischmarkt und Bryggen entfernt. Die atemberaubende Bergfahrt ist schon an sich ein Erlebnis.

 

 

 

Vom 320 m ü.d.M. liegenden Fløyen könnt ihr nach der Fahrt eine groβartige Aussicht und den Blick auf die Hafeneinfahrt, die Fjorde und die umliegenden Berge genieβen.

Die Fahrt mit der Floibahn möchten wir an dieser Stelle dringend empfehlen!

Im Bereich des Gipfels liegt ein wunderschönes Gebiet mit hübscher Natur und zahlreichen Wandermöglichkeiten. Uns fehlt jedoch die Muße und wir ziehen einen Kaffee in der Sonne vor.

Die Fløibahn fährt übrigens das ganze Jahr über von frühmorgens bis 23 Uhr – mehr Info dazu gibt es mit Klick hier.

 

 

 

Da wir noch weiter fahren wollen verabschieden wir uns nach einigen Stunden und fahren weiter in nördliche Richtung nach Geiranger und übernachten irgendwo am Straßenrand.

In Norwegen darf man das und uns gefällt diese unkomplizierte Stellplatzsuche auf jeden Fall.

Doch ehe wir unser Wohnmobil parken schaut sich Frank sehr ausgiebig um und prüft ob es Verbotsschilder oder andere Gründe gegen eine Übernachtung an der gewählten Stelle gibt.

 

 

JEDERMANNSRECHT – DÜRFEN WOHNMOBILE ÜBERALL STEHEN?

 

 

Das vielgerühmte Jedermannsrecht in Finnland, Norwegen und Schweden gewährt Wanderern mit Zelt besondere Rechte doch darf es keinesfalls als Freibrief für ausgiebige Campingaktivitäten in freier Natur gedeutet werden.

Egal wo, bleibt Rücksichtnahme das oberste Gebot. Ansonsten fördern Wohnmobilfahrer Verbotsschilder statt erlaubter Übernachtungsmöglichkeiten.

 

 

EINE FÄHRFAHRT DIE IST LUSTIG…

 

 

Obwohl einige Fähren bereits durch Brücken oder Tunnels ersetzt wurden und immer neue hinzukommen, sind viele Fähren auf den ca. 100 Fährstrecken in Norwegen in Betrieb.

Vor allem im Westen und Norden des Landes werden Verbindungen über die Fjorde und zu vorgelagerten Inseln bedient und verbinden diese Regionen.

 

 

 

Neben der Einsparung von vielen Straßenkilometern bieten die innernorwegischen Fähren auch abwechslungsreiche Schiffsfahrten auf Ihrer Tour.

Einige der Überfahrten sind recht kurz und dauern meist weniger als 30 Minuten, bei einigen Fähren dauert die Fahrtzeit auch bis zu 4 Stunden und bietet Gelegenheit die beeindruckenden Fjordlandschaften vom Schiff aus zu genießen.

Bei den längeren Strecken und in abgelegenen Regionen wie z.B. der Finnmark gibt es in der Regel weniger Abfahrten pro Tag (manchmal nur 1 bis 3 Mal!), hier lohnt sich eine sorgfältige Vorausplanung.

 

 

 

Viele Fährverbindungen haben, besonders in der Hochsaison, häufig 15, 30 oder sogar mehr Abfahrten pro Tag und Warteschlangen kommen nur selten vor.

Die Anzahl der Abfahrten an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist in der Regel geringfügig reduziert.

 

WICHTIG!! Bei beliebten Fährverbindungen solltet ihr euch allerdings rechtzeitig einfinden und anstellen, diese sind z.B. Geiranger – Hellesylt, Gudvangen – Kaupanger und Lauvvik – Lysebotn.

Mit Klick hier gibt es eine detaillierte Übersicht der wichtigsten innernorwegischen Fähren inkl. Preisen.

 

Weiter über Stryn fahren wir in Richtung Geiranger bergauf und bergab und durch zahlreiche und teilweise sehr lange Tunnel.

Für die liebe Anette ist diese schöne Strecke aus diesem Grunde leider eine unmögliche Strecke. Ganz liebe Grüße dennoch ins Sauerland!

Gut 100 km sind wir ab Bergen auf der E39 gefahren ehe uns die Fähre heute früh bei Oppedal-Lavik über den Sognefjord befördert.

 

 

SOGNEFJORD

 

 

Wissen am Rande: Der Sognefjord ist mit 204 km der längste und gleichzeitig mit beeindruckenden 1308 m der tiefste Fjord Europas. Der längste und tiefste Fjord der Welt ist der Scoresbysund in Grönland mit 340–350 km Länge und 1450 Metern Tiefe.

Gemütlich tuckern wir bis Byrkjelo weitere 122 km auf der E39 und wechseln dort auf die Fv60 und Rv15 bis Stryn um dort den Hinweisschildern „Gamle Strynefjellsvegen“ zu folgen.

 

 

 

Hatte ich erwähnt, dass wir bergige und kurvenreiche Strecken lieben und Frank solche Strecken als sportliche Herausforderung ansieht?

 

 

GAMLE STRYNEFJELLSVEGEN

 

 

Im vorigen Jahrhundert war der Gamle Strynefjellsvegen die einzige Verbindung zwischen Skjåk und Stryn.

Die Straße erstreckt sich über 27 km und ist Teil des norwegischen Kulturerbes. Alte, von Hand errichtete Steinmauern und lange Reihen aus Prellsteinen kennzeichnen die über 100 Jahre alte Straße über das Gebirge.

 

 

 

Manchmal ist der Weg das Ziel. So ist es auch mit dem Gamle Strynefjellsvegen. Die Landschaftsroute von West- nach Ostnorwegen ist nicht nur überwältigend schön, sondern steht auch unter Denkmalschutz.

 

 

 

Alleine die Straße ist eine Sehenswürdigkeit für sich und gleichzeitig ein Zeugnis eines Meisterstücks der Ingenieurkunst aus längst vergangenen Zeiten.

Alte Steinmauern und lange Reihen aus Prellsteinen vermitteln ein Gefühl, als wäre man in die Vergangenheit zurückversetzt.

 

 

Einen kleinen Abstecher machen wir noch zum Aussichtspunkt am Videfossen. Hier spürt man aus nächster Nähe die blaugrünen Wassermassen, die den Berg hinabstürzen.

 

 

 

„Wollen wir noch zum Skigebiet hochfahren?“ fällt es mir plötzlich ein und erhalte ein „Warum denn nicht?“ zur Antwort.

Das Skigebiet Stryn in Norwegen öffnet zumeist Ende Mai und bietet perfekte Sommerski-Bedingungen für die Wintersportler. Das Resort verfügt über einen Snowpark, Freeride-Möglichkeiten und natürlich einige alpine Pisten.

 

 

 

Mit einer Seehöhe zwischen 325 m und 1.000 m gehört das Skigebiet zu den 5 höchstgelegenen in Westnorwegen. Der Höhenunterschied zwischen Tal- und Bergstation beträgt 675 m.

Doch weit kommen wir nicht da der Parkplatz sehr voll ist und wir keine Lust auf solch einen Trubel haben. Über den meterhohen Schnee, den zugefrorenen Seen und über das kitschig grüne Gletscherwasser freuen wir uns allerdings übermäßig.

 

 

 

Die Sonne meint es mittlerweile gut mit uns und scheint von früh morgens bis Mitternacht – T-Shirt und kurze Hose Wetter!!

Kehrt marsch fahren wir wieder bis zur Rv15 zurück und dort mit Kurs auf Geiranger in nördliche Richtung.

Nach wie vor genießen wir die Fahrt und sind einfach nur froh und glücklich uns für diese Tour in den hohen Norden entschieden zu haben. Langweilig wird es uns überhaupt nicht.

 

 

 

Unterwegs entdeckt Frank sein neues Hobby: Zapfstellen! Bewaffnet mit 10l Wasserkanister läuft er zur Quelle und füllt unseren Wassertank mit frischem Quellwasser. Toll!!!

Ich habe nichts Besseres zu tun als diese Aktion, Frank holt sich pitschnasse Füße, zu fotografieren. Doch der Einsatz lohnt sich: der Wassertank ist wieder voll!

 

 

 

Plötzlich und eher unerwartet entdecken wir den Geirangerfjord unten im Tal und nach zahlreichen Haarnadelkurven sind auch wir dort angekommen.

Doch da solche Touristenhochburgen nicht unser Ding sind fahren wir so schnell wie wir gekommen sind auch direkt wieder den Berg hinauf.

 

 

 

 

 

GEIRANGER UND GEIRANGERFJORD

 

 

Der Ort Geiranger und der Geirangerfjord, der seit Juli 2005 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht, zählen zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Norwegen und das merkt man auch.

Viele Kreuzfahrtschiffe fahren hier täglich ein und liegen in Geiranger vor Anker, zahlreiche Busse und Wohnmobile quetschen sich neben den Autos in den Adlerkurven hinauf und herunter.

 

 

 

Und auch der kleine Ort Geiranger ist im Sommer bei gutem Wetter ziemlich überlaufen. Der Ort selbst hat eigentlich nur 300 Einwohner, in den Sommermonaten sind es auch bis zu 2.000. Nix wie weg hier!

 

 

 

Wieder oben angekommen legen wir noch einen Fotostopp am Aussichtspunkt “Ørnesvingen” ein, fahren noch knapp 40 km auf der Fv63 und mit der Fähre über den Storfjorden bis Linge.

Um Mitternacht finden wir unser Gute Nacht Plätzchen irgendwo zwischen zwei Tunneln an der E39. Leider sucht sich später auch der Fahrer eines ein KÜHL-LKW diesen Parkplatz zum Übernachten aus.

Das Aggregat springt alle 3-4 Stunden an was mich nicht stört da ich nachts schlafe doch den armen Frank kostet es die verdiente Nachtruhe.

Laut Tacho sind wir mittlerweile 1786 km seit Abfahrt daheim gefahren! Mit einer kleinen Bilderauswahl von “irgendwo unterwegs zwischen Bergen und Geiranger” verabschieden wir uns und hoffen euch ein wenig für Norwegen begeistert zu haben.

 

 

 

Im dritten Teil geht es auf den Trollstigen und weiter zur Atlantikstraße und auf die Lofoten. Traumhaft schön und unvergesslich!

 

MANDAL – TROLLSTIGEN : 1700 gefahrene km

 

Euch hat gefallen was ihr gelesen habt und ihr möchtet direkt     >> zur Fortsetzung << ? Das freut mich sehr! 

Im dritten Teil fahren wir den Trollstigen hoch und wieder runter, über die spektakuläre Atlantikstraße nach Trondheim, besuchen den Torghatten, den , bestaunen die Strudel unter der Saltstraumbrua und erreichen mit der Fähre von Bodo aus den Ort A auf den Lofoten. Auf dieser Strecke ist ganz gewiss der Weg das Ziel.

 

Oder ihr schaut wieder vorbei und denkt wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare! Das Formular findet ihr wie gewohnt am Seitenende!

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3 Kommentare

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