WOHNMOBILTOUR ZUM NORDKAP – TEIL 1 VOM MÜNSTERLAND BIS MANDAL

Mit dem Wohnmobil (Pössl 2Win Kastenwagen) fahren wir vom Münsterland durch Dänemark und an der Westküste Norwegens entlang, oft auf Nebenstrecken, hoch bis zum Nordkap. Durch Finnland, Schweden und Dänemark fahren wir wieder Richtung Heimat zurück. Die gefahrene 8114 km in 3,5 Wochen bleiben auch nach Jahren für uns die schönsten und Tour als solche sowieso unvergesslich!

Lang, lang ist´s her bzw. ist sie her, die definitiv längste und schönste Wohnmobiltour von allen. Im Jahre 2011 haben wir uns im Münsterland auf den Weg zum Nordkap gemacht und waren nach 3 Wochen und über 8000 km mehr auf dem Tacho wieder daheim. Folge 1/5: Vom Münsterland bis Mandal – 908 km

 

 

Pünktlich um 12 Uhr mittags starten wir unsere große Tour in Greven, nahe Münster, im schönen Münsterland.

Im Radio verkünden die Verkehrsnachrichten bereits nach einer Stunde auf der Dauerbaustelle A1 nichts Gutes und wir wechseln nach kurzer Beratschlagung in den „Autobahn meiden Modus“ und fahren weiter „über die Dörfer“.

 

 

 

Da wir nicht die einzigen sind, die sich auf diesem Wege Richtung Hamburg schleichen, wird auch diese Variante zur Geduldsprobe. Also doch wieder Autobahn! Alles richtiggemacht! Ab dieser Stelle läuft alles gut und um 18 Uhr stehen wir pünktlich vor der Arena.

Um 20.15 Uhr beginnt das Konzert und dauert incl. zahlreicher Zugaben mehr als drei Stunden. Es ist eines der besten “Herbert” Konzerte ever.

Herbert ist in Topform und die Show und die Bühne sind einfach genial. Nur das mit dem Steiger Lied müssen die im Norden noch etwas üben.

 

 

 

Nach dem Konzert brühen wir uns erst einmal leckeren, frischen Kaffee auf und schauen den Hektikern beim Verlassen des Parkplatzes zu.

Exakt um Mitternacht geht es dann auch für uns weiter in Richtung Norden. Gut 500 km sagt uns das Navi…. Nun denn, wir legen eine Herbert CD ein und auf geht´s.

Mein (Petra schreibt) Job ist es Frank wach zu halten und ihn zu unterhalten. Das gelingt mir jedoch aufgrund zahlreicher Sekundenschläfe und Mini Nickerchen mehr schlecht als recht, also gar nicht. Oh Mann!

Ich schlafe mittlerweile tief und fest während ER es trotzdem noch schafft uns lang durch Dänemark zu fahren. Kurz vor dem Fähranleger in Hirtshals wird der Pössl noch einmal mit dänischem Diesel („nur“ 1,41 Euro/l) betankt und um 6 Uhr stehen wir am Donnerstag früh nach 773 km an der Fähre Richtung Kristiansand/Norwegen.

792 gefahrene km

 

KVON HIRTSHALS BIS KRISTIANSAND

 

 

Noch ist reichlich Zeit und wir legen uns erst einmal „auf´s Ohr. Zunächst stellen wir den Wecker auf 9.00 Uhr da die Fährterminal pünktlich um 9.15 Uhr öffnen.

 

 

 

Da wir die Fährfahrt schon vor Monaten gebucht und bezahlt haben können wir flott passieren und uns wieder bis halb zwölf hinlegen. Und dann läuft sie ein, die Fähre.

Riesig groß und mit reichlich LKW, Wohnmobilen, PKW und Motorrädern beladen. Es kommt uns der Verdacht, dass die Fahrzeuge vorne heraus und hinten direkt wieder hineinfahren, so viele sind es.

 

 

 

Irgendwann sind alle Fahrzeuge von Bord und die Befrachtung startet. Huch ist das spannend! Wir stehen in erster Reihe.

Wie praktisch, so können wir nach dem Anlegen in Norwegen direkt als erstes Fahrzeug wieder von Bord fahren! Noch sind wir der Meinung das sei richtig toll!

Pünktlich um 12:15 Uhr legt die Fähre ab. Haben wir uns heute früh noch über die Pole Position gefreut, wissen wir nach der Überfahrt was wir nie wieder machen werden. Nämlich genau das!

 

 

Das Wohnmobil steht während der Fährfahrt komplett in der Gischt und fährt nach drei Stunden mehr weiß als stahlgrau und völlig salzverkrustet in Kristiansand von Bord.

Wenn uns der Pössl nicht so leidtun würde könnten wir herzhaft darüber lachen. Machen wir nach einem Weilchen auch! Es ist wie es ist und es kommt wie es kommt!  

Endlich in Norwegen!! Weit wollen wir an diesem Tag nicht mehr fahren und entscheiden wir uns für den Campingplatz in Mandal, ca. 40 km von Kristiansand entfernt.

 

SANDNES CAMPING, MANDAL

Adresse:

Anne Sofie og Kristian Sandnes

Holumsveien 133

NOR 4516 Mandal

Telefon: (+47) 988 87 366 E-Mail: sandnescamping@online.no

 

 

MANDAL – AM STRAND UND AUF DEM BERG

 

 

Mandal liegt ca. 45 Autominuten von Kristiansand entfernt und ist die südlichste Stadt von Norwegen.

Der Hafen von Mandal und die umliegenden alten Häuser wurden sehr von den Holländern geprägt. Die Holländer waren um 1500 die führende Seefahrernation. Vor 200 Jahren dominierten die Holländer den Holzhandel.

 

 

Auch holländischen Flößer und Heringsfänger siedelten sich an der gesamten Küste von Sørland an. Sie kamen auch nach Mandal und kauften dort Lachs und Hummer im Austausch mit anderen Waren.

 

 

Durch diesen Handel mit den Holländern heuerten viele Norweger zu diesem Zeitpunkt auf den großen holländischen Handelsschiffen an. Man zählte zu der Zeit rund 7.000 Seeleute aus Norwegen auf holländischen Schiffen.

Viele dieser Seeleute kamen aus dem Mandalbezirk. Es sind auch sehr viele von hier nach Holland ausgewandert. Hierbei waren auch viele Frauen, die in Holland als Haushälterinnen und Gouvernanten gearbeitet haben.

In Mandal wurden durch die Holländer Rundhölzer für die Masten der Segelschiffe hergestellt. Ebenso blühte der Schiffsbau in Mandal auf.

 

 

 

Mandal liegt an der Mündung des Flusses Mandalselva. Die Stadt hat ca. 13.500 Einwohner. Das Stadtzentrum ist geprägt von einer geschützten Holzhausbebauung mit engen Gassen.

Im Zentrum findet man mehr als 650 denkmalgeschützte Holzhäuser. Man sollte sich einen Spaziergang durch das alte Stadtviertel nicht entgehen lassen.

Mandal ist für die Norweger und auch für alle anderen Touristen ein sehr beliebter Ferienort.

 

 

 

Wir erklettern zur Feier des Tages noch den Hausberg „Uranienborg“ und genießen in der Abendsonne die herrliche Aussicht auf Stadt, Wald und Küstenbereich. Traumhaft schön!

 

 

 

Auf dem Rückweg lassen wir gute Vorsätze das sein, was sie sind und gönnen uns (ohne vorher nach dem Preis zu fragen) zwei Bierchen in der Sonne.

Umgerechnet 8,25 Euro für ein 0,4 l Pils ist nicht wirklich ein Schnäppchen, uns jedoch für diesen Moment so etwas von egal.

 

 

 

Der Campingplatz liegt direkt am Sjosanden (toller Strand) und ist mit 32,00 Euro für eine Nacht auch kein Schnäppchen (Duschen kostet extra!).

Kostenlos lullert uns der Gesang und die selbstgemachte Musik der norwegischen Nachbarn in den Schlaf und wir schlafen beide tief und fest und ohne Wecker fast bis 10 Uhr am Folgetag.

 

 

 

Der Campingplatz bietet die Möglichkeit den Pössl zu waschen, gut so! Frank nutzt die Chance und wäscht erst einmal das Wohnmobil und entfernt die Salzkruste. Danach glänzt er wieder. Der Pössl! Frank natürlich auch!

 

GREVEN – MANDAL: 908 gefahrene km

 

Und falls ihr an dieser Stelle gespannt auf Norwegen und den weiteren Verlauf der Tour seid gibt es hier direkt die ausführliche Fortsetzung – Teil 2: Von Mandal bis zu den Trollstigen.

Das war bis hier nur ein leichtes “Vorgeplänkel” – ab der nächsten Folge geht es in die Berge und an die Fjorde und liefert so manchen Augenschmaus!

Schaut gerne wieder vorbei und denkt wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare! Das Formular findet ihr wie gewohnt am Seitenende!

Ihr möchtet auch von unseren nächsten Touren lesen? Welch Freude! Verfolgt uns gerne auf Facebook, GOOGLE+, Instagram, Twitter recht neu auf Pinterest oder auf der Straße!

 

 

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14 Kommentare

  1. Hallo, ich klemme mich dran. Sehr schöner Reisebericht, es kam mir vieles sehr bekannt vor. Und es tut gut, zu sehen, dass wir nicht die einzigen sind, die das Nordkap auch mal in wenigen Wochen bereisen. Waren im letzten Jahr spontan zum zweiten Mal dort. Übrigens auch mit einem Pössl.
    Viele Grüße von den Betreibern des Stellplatzes in Nordkirchen (wo wir auch noch beim Thema Münsterland wären 😉 )
    Michael

    1. Hey Michael, schön zu lesen Wir haben auch für den Mai mit einer Tour nach Norwegen geliebäugelt doch nur wenn die Wettervorhersage Sonne verspricht
      In Nordkirchen sind wir auch öfter mal ich mag das Schloß so gerne ist dein Stellplatz dort in der Nähe?
      Beste Grüße
      Petra

      1. Hi Petra,

        ja, wir haben 2016 eröffnet. Rund 600 m vom Schloss entfernt, 23 Plätze. Kannst dir ja mal beim nächsten Schlossbesuch anschauen (oder vorher auf meiner Seite). Wir haben auch viele Gäste aus ST und Umgebung, die einfach nur mal fürs Wochenende andere Nachbarn sehen wollen.
        Viele Grüße, bin schon auf die nächsten Berichte gespannt. Habe ja gerade schon einige Follows und Likes hinterlassen.
        Michael

        1. Hallo Michael,

          wow, was für eine tolle Seite! Respekt und Anerkennung! Ich bin sehr beeindruckt und werde gerne auf deiner Seite stöbern.
          Und ganz sicher werden wir bei nächster Gelegenheit in Nordkirchen vorbei schauen – bin sehr gespannt!

          Viele liebe Grüße aus Greven
          Petra

  2. Ich freue mich sehr auf die Berichte rund um Skandinavien, da ich schon sehr lange mit einem Urlaub dort liebäugele. So ganz ohne Wohnmobil wird das aber keine billige Angelegenheit werden, fürchte ich … Naja. Vielleicht tut sich ja noch einmal etwas auf. Bis dahin lese ich deine Berichte und träume mich dorthin. :o)
    Liebe Grüße, Karina

  3. Sehr schön geschrieben, ich warte auf deinen nächsten Eintrag, auf den ich mich schon freue. 😀
    2x besuchte ich das Nordkap, allerdings mit dem Bus. Für mich waren es auch wunderschöne Reisen.

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...

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