Syvensteinspeicher

WOMOTOUR: TEGERNSEE, KOCHEL UND BAD TÖLZ

Heute fahren wir vom Tegernsee zur  Kreuther Klamm, bestaunen den Sylvensteinspeicher und die Wasserfärbung der Isar, investieren in eine grandiose Mautstrecke und landen final auf einem empfehlenswerten Wohnmobilstellplatz in Bad Tölz direkt an der Isar. Atemberaubende Landschaften lassen uns reichlich viele Erinnerungsbilder einfangen.

 

WILDBAD KREUTH – UND SEINE WANDERWEGE

Wildbad Kreuth, ein ehemaliges Kurbad, ist ein Ortsteil der Gemeinde Kreuth, gelegen nahe dem Tegernsee in Südbayern.

1490 wurde das Bad zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1511 wurde das alte Badehaus unter Abt Heinrich V. von Tegernsee erbaut. 1818 erwarb Maximilian I. Joseph, König von Bayern, zusammen mit dem säkularisierten Kloster Tegernsee auch das Wildbad Kreuth.

Nach unserem Wandermarathon um den Schliersee und am Tegernsee vom Vortag war uns ein „etwas länger schlafen“ sicher vergönnt.

Das Wetter ist so „la la…“ als wir nach 12 km auf der B307 (Die B 307 bildet einen Teil der Deutschen Alpenstraße) das Hinweisschild „Wanderparkplatz“ am Straßenrand entdecken. Oh ja, wandern! Das könnte ich mir als Beruf vorstellen…

 

Natürlich hätte man direkt nach Bad Tölz fahren können - aber wer will das schon?

 

Natürlich hätte man direkt nach Bad Tölz fahren können – aber wer will das schon?Während ich schon die Wanderkarten und die Gegend erkunde und der liebe Ehegatte unsere Position im Navi speichert sieht es über uns so rein gar nicht gut aus.

Schönwetter geht anders!

 

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Man könnte auch sagen das Wetter wäre geeigneter um länger zu schlafen oder gemütlich im Warmen hocken.

Die Wanderung können wir zunächst vergessen. Im Regen macht es (uns) einfach keinen Spaß. Warten wir diesen Schauer einfach noch ab… Für diejenigen von euch, die gerne wandern habe ich einige schöne Wanderstrecken entdeckt – klickt euch gerne zur Übersicht „WANDERN IN KREUTH“.

Nach dem Regenschauer kommt Frank auf die „tolle“ Idee den Wasserkanister im rauschenden Bache aufzufüllen.

 

Frisches sauberes Waser gibt es hier reichlich

 

 

Frisches sauberes Waser gibt es hier reichlich…Die glitschigen Steine und ein (un)geschickter Schritt sorgen bei Frank allerdings für nasse Schuhe/Socken/Füße. Ich find´s lustig, er eher weniger.

Aber wir lachen beide darüber und fahren nach ein paar Erinnerungsbildern weiter.

 

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Wo im Winter die Schlitten entlang der Weltmeisterschafts-Naturrodelbahn aus dem Jahre 1984 nur so hinab brettern, führt im Sommer eine gut befahrbare Forststraße von Kreuth Klamm hinauf zur beliebten Königsalm (1115m).

 

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Es ist ja noch früh am Tag. Diese schöne Stelle haben wir aber vorsichtshalber für den nächsten Besuch als Favorit im Navi gespeichert.

 

Das Rauschen des Baches... Musik in meinen Ohren

 

Das Rauschen des Baches… Musik in meinen Ohren(Be)rauschende Eindrücke gibt es hier: Königsalm Wanderung bei Wildbad Kreuth (Video nicht von uns).

Unser Weg führt uns weiter von Wildbad Kreuth in Richtung Sylvensteinspeicher. In dieser Gegend kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Ich könnte stundenlang einfach nur durch die Landschaft fahren… hier ist der Weg noch mehr das Ziel.

 

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SYLVENSTEINSPEICHER

Der Sylvensteinspeicher, auch schlicht Sylvensteinsee genannt, ist ein Stausee an der Straße von Bad Tölz zum Achensee (Bundesstraße 307), etwa 12 km südlich des Ortszentrums von Lenggries.

 

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Er wurde in den Jahren 1954 bis 1959 zum Hochwasserschutz im Isartal gebaut. In Trockenzeiten ist seit 1990 eine ausreichende Wasserführung der Isar gesichert.

 

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Das maximale Stauvolumen beträgt 124,3 Mio. m³ Wasser. Zwei Wasserkraftwerke am Damm dienen der Stromerzeugung. 1994 bis 2001 wurde der Damm um 3 m erhöht, um den Hochwasserschutz zu verbessern.

 

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Der Stausee wurde nach dem Sylvenstein, einer natürlichen Engstelle im oberen Isartal benannt und ist mit seiner imposanten Brücke ein häufig abgebildetes Motiv vor der Kulisse des Karwendelgebirges.

 

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Du kannst hinkommen wo du willst – Schmierfinken waren oft schon vorher da. Es fällt mir jedesmal schwer mich darüber nicht aufzuregen.

Schmierfink ist ein umgangssprachlich verwendetes Schimpfwort, das sich sicher ab dem 19. Jahrhundert nachweisen lässt. Weitere recht interessante Info zu dieser „üblen Vogelsorte“ könnt ihr gerne bei Wiki nachlesen.

 

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Auch nach über sieben Jahren immer noch unser ganzer Stolz und die beste Investition ever: unser Pössl 2 Win – zuverlässig und bisher ohne auch nur eine Reklamtion fährt er uns ohne Murren durch die Lande.

 

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Im See versunken liegt das ehemalige Dorf Fall, welches vor der Flutung abgerissen und einige Dutzend Meter höher an der Straße nach Vorderriß neu erbaut wurde.

 

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Und siehe da – hier gibt es tatsächlich frisches Wasser. Prima! Da wird doch der Wassertank erst einmal wieder aufgefüllt.

 

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Der gespenstische Nebel, die Berge im Hintergrund und das Grün des Wassers machen die Aussicht von der 1957 erbauten Faller-Klamm-Brücke zu einem wahrlichen Vergnügen.

Ich hätte hier noch Stunden sitzen, stehen oder laufen können. Aber der Tag ist jung und wir wollen weiter…

 

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Noch ein Weilchen fahren wir am Stausee entlang und halten direkt kurze Zeit später oberhalb der Isar.

 

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Dieses kitschig hellgrüne, fast unwirklich wirkende Wasser möchte ich gerne aus der Nähe sehen.

Nach einigen Versuchen nahe ans Ufer zu gelangen geben wir den Plan etwas enttäuscht wieder auf. Naja, es sieht ja auch aus der Ferne schon überwältigend aus – oder?

 

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MAUTSTRECKE AB WALLGAU INS KARWENDEL

Die Alternative zur Mautstrecke führt großräumig um diese Landschaft herum. Rund 13 Kilometer lang ist die Mautstrecke vom bayerischen Isartal rund um Mittenwald, Krün und Wallgau nach Vorderriss.

Die kostenpflichtige Straße verbindet das Wettersteingebirge und das Karwendel. Sie beginnt in Wallgau. Man kommt aus dem Bereich Walchensee oder Mittenwald über die B 11 nach Wallgau. Hier auf die Risser Straße abbiegen, die weiter zur Mautstraße nach Vorderriss führt.

 

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Für unseren Pössl zahlen wir 7,00 Euro und wir sind nach dieser Strecke beide der Meinung, dass sich dieser Betrag voll gelohnt hat.

Für einen Folgebesuch planen wir ganz gewiss eine Wanderung durch diese wunderschöne Landschaft ein.

Schaut euch das doch einmal an – ist das nicht unglaublich schön?

 

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Ach ja, die Brücke mit Dach ist mir auch besonders aufgefallen – erinnert sie doch ein wenig an den Film „Brücken am Fluss“.

Ja, ich weiß für Männer ist es der langweiligste aller (von und mit) Clint Eastwood Filme (mit Meryl Streep), Frauen mögen ihn dafür umso mehr. Sorry, das musste raus! Weiter durch Bayern…

Am Ende der Mautstrecke führt uns der weitere Weg auf der B 11 in nördliche Richtung am Westufer des Walchensees vorbei.

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Um 15 Uhr erreichen wir Kochel am gleichnamigen See und nach etlichen Erinnerungsbildern fahren wir über die B11 und B 472 kurvig und hügelig bis Bad Tölz.

 

KOCHEL UND DER KOCHELSEE

 

Der Kochelsee liegt 70 km südlich von München am Rand der Bayerischen Alpen. Er gehört zu den Gemeinden Schlehdorf (rund 30 Prozent) im Westen und Kochel am See im Osten.

Der See ist Eigentum des Freistaates Bayern und wird von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen verwaltet.

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Während der südliche Bereich des Sees noch von Bergen umgeben ist, liegt der nördliche Teil schon im flachen Voralpenland und wird von den Loisach-Kochelsee-Mooren begrenzt.

 

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BAD TÖLZ UND (S)EIN EMPFEHLENSWERTER WOHNMOBILSTELLPLATZ

 

Der ganzjährig geöffneter Wohnmobilhafen liegt inmitten der Stadt, direkt an der Isarpromenade.

Er ist der ideale Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Sport- und Freizeitaktivitäten sowie für einen Einkaufsbummel durch die Altstadt von Tölz.

Besser und treffender als auf der Internetpräsenz der Stadt Tölz kann man diesen Stellplatz nicht beschreiben.

 

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Vom Bett aus können wir die Isar in 5 m Entfernung sehen und nachts rauschen hören.

Aber vor dem nächtlichen Rauschen ist jetzt endlich Bewegung angesagt – Bad Tölz wir kommen.

 

BAD TÖLZ – WIESEN, WÄLDER, BILDERBUCHHÄUSER UND VIEL NATUR

 

Bad Tölz bietet das Beste aus zwei Welten: viel städtisches Flair, die Nähe zur Metropole München – und doch liegt der Ort mitten in der Natur. Wiesen, Wälder und Seen, die rauschende Isar und versteckte Bachläufe, Voralpengipfel und grüne Täler: Eine Umgebung wie aus dem Bilderbuch! 

»Freude am Leben, Lust auf Natur«, lautet das Motto von Bad Tölz. Da sind wir zwei doch hier genau richtig!

 

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Wir laufen an der Isar entlang und landen ohne Ortskenntnisse automatisch direkt auf der „Prachtmeile“ der Marktstraße.

 

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Der „schönste Festsaal des Oberlandes“ wie die Marktstraße von Kennern gerühmt wird, verdankt seine heutige Erscheinung vor allem dem Münchner Architekten und Heimatpfleger Gabriel von Seidl.

Zwischen 1900 und 1910 wurde die Marktstraße von z. T. neugotischen Einflüssen befreit und dem alpenländischen Stil mit neuen Giebelfronten angepasst.

 

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Die Fassaden der großen Giebelhäuser aus dem 18. Jahrhundert, die den oberbayerischen Bauernhäusern nachempfunden sind, wurden vielfach mit Lüftlmalerei versehen.

 

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„Aber jetzt erst mal auf´n Berg!“ und damit ist der Kalvarienberg gemeint.

 

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Ein Aufstieg zum Kalvarienberg wird nicht nur durch den weiten Blick ins Isartal und über die Stadt belohnt, sondern auch durch die einmalige barocke Doppelkirche mit den beiden schlanken Türmen („Krone von Tölz“).

Leider schaffen wir es nicht diese wirklich schöne Doppelkirche zu fotografieren.

Erst steht die Sonne falsch und dann kommt uns der Regen ins „Gehege“! Schade, dann eben beim nächsten Mal – KLICK HIER – Bilder gibt es von ihr reichlich im WWW!

 

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Kaum haben wir die Aussicht so richtig genossen und ein paar Bilder im „Kasten“ wird es bedrohlich dunkel.

„Das wird doch jetzt nicht etwa regnen?“ Doch es will und so müssen Kamera und Handy schnell verstaut werden und wir laufen ganz flott wieder Richtung Wohnmobil.

Die kompletten Bilder des Tages gibt es im Großformat hier: KLICK HIER!

Ob sich das Wetter bis morgen wieder ändert oder wir wieder zig km durch die bayrischen Berge wandern? Lasst euch überraschen und schaut wieder vorbei! Denkt aber wie immer daran:

 

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

 

In alten Fotos kramen und raten wann und wo das ein oder andere aufgenommen wurde. Manchmal macht es auch Spaß Bilder zur Erinnerung an gemeinsam verlebte Stunden Jaaahre später an Freunde zu senden – verbunden mit der Frage „Weißte noch?“

 

vor acht Jahren...

 

An die Geschichte zu diesem Bild erinnere ich mich jedenfalls genau. Herbert Grönemeyer Konzert in Oschersleben.

Wir hatten unseren Campingtisch an die Nachbarn verliehen, weil sie ihren eigenen vergessen hatten. Frank hat für uns kurzerhand den Womotisch demontiert und nach draußen gestellt. So einfach geht das!

An das HERBERT Konzert in Oschersleben erinnere ich mich ebenso gut!! Und an den „alten Bomber“ mit der Palme na klar auch. Ach ist das lange her… Schluss für heute, Klappe zu Affe tot!

Schaut also wieder vorbei und denkt bis dahin wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

 

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare – Formular am Seitenende!

 

4 Kommentare

  1. Hallo Petra, super wie schön du das hier machst. Was es für tolle Stellen in Deutschland gibt. Ein klasse Ratgeber für Ausflüge. Richtig professionell.
    Zum nachreisen !!!!
    Lieben Gruss
    Marco

    1. Hey Marco,

      na das ist ja mal eine tolle Überraschung! Herzlichen Dank für deinen netten Worte, freut mich sehr. Professionell ist es sicherlich nicht aber es macht mir wirklich viel Spaß den Lesern von unseren Touren zu berichten.
      Deutschland ist schön und viele Reiseziele liegen oft direkt vor der Haustür – man muss nur die Augen offen halten.

      Und da ihr ja neuerdings auch mit dem Womo unterwegs seid könnt ihr hier sicher das ein oder andere entdecken. Ausserdem steht ja immer noch „gemeinsam nach Amsterdam“ auf dem Plan!! .-)
      Ganz liebe Grüße
      Petra und sicher auch von Frank und an Dunja

    1. Hallo Silke,

      herzlichen dank für deinen lieben Kommentar. Leider habe ich trotz zahlreicher Versuche bisher nur die „Teilen“ Button basteln können, leider.
      Ich freue mich jedesmal wenn du mir durch ein paar nette Worte zeigst dass sich meine „Arbeit“ wieder einmal gelohnt hat.
      Das ist wertvoller als jedes gewöhnliche „Like“.

      Sollten die „Like“ Button aber eines Tages wieder unter den Beiträgen erscheinen ist dein Klick aber gewiss meine Freude!

      Einen guten Start in die neue Woche wünscht dir

      die Petra

      PS Der nächste Beitrag ist wieder in Arbeit!

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...