WOHNMOBILTOUR NACH GAIS IN DER SCHWEIZ

GAIS IM APPENZELLER LAND
GAIS IM APPENZELLER LAND

Mit dem Gedanken „nur noch einmal schlafen“ sind wir gestern in Konstanz zu Bett gegangen um nach einer ruhigen Nacht voller Vorfreude die letzten 56 km über die Grenze bis nach Gais in die Schweiz auch noch hinter uns zu bringen. Ob sich unsere weite Wohnmobiltour gelohnt hat und ob das erste reale Treffen die Erwartungen erfüllt? Nach ein paar Bildern wisst ihr mehr…

 

BYE BYE KONSTANZ - HELLO GAIS
BYE BYE KONSTANZ – HELLO GAIS

Unser Eintreffen ist mit „nicht vor zehn und nicht nach elf Uhr“ schriftlich fixiert und die allgemeine Spannung steigt. Wie wird es sein sich nach vier Monaten reichlich Mails und Kurznachrichten persönlich gegenüber zu stehen? Und die Männer? Die kennen sich überhaupt noch nicht!

Mir fällt hin und wieder die Geschichte ein die Frank und ich vor 12 Jahren in ähnlicher Situation erlebt haben. Und damals ging der Schuss zunächst komplett „nach hinten los“. Betonung liegt hierbei auf dem Wort zunächst und das ist gut so, sehr gut sogar! Diese Geschichte sollte man auch einmal zu Papier bringen – Rubrik: Pleiten, Pech und Pannen oder einige Geschichten finden doch ihr glückliches Ende.

„Aber hier liegt ja gar kein Schnee!“ In Konstanz entdecken wir keinen Schnee und in St. Gallen auch nicht wirklich. Hatte Petra nicht geschrieben es sei alles weiß in Gais?

Und kaum fahren wir auf den Berg Richtung Gais sind plötzlich kurz vor Gais die Felder und Wiesen rechts und links der Straße schneebedeckt und alles glitzert winterlich weiß. Zauberhaft!

 

Gais-unser-Wintermärchen
Gais-unser-Wintermärchen

Zurück zur Schweiz und unserem Besuch bei bisher persönlich unbekannten Menschen.

Passend zum Mitbringsel „Reiseführer Niederlande“ wollen wir unterwegs noch Tulpen aus Amsterdam kaufen. Leichter gesagt als getan. Stehen bei uns daheim diese hübschen Frühlingsblüher vor jedem Supermarkt muss man in der Schweiz schon etwas länger suchen. Hat man sie, die Tulpen, endlich gefunden glaubt man bei der Preisangabe automatisch an einen Hörfehler. Das wird im Laufe der nächsten Tage nicht nur bei den Tulpen der Fall sein.

 

Idyllisches Gais
Idyllisches Gais – mit Klick auf´s Bild geht es zu einem kleinen Video „Appenzeller Land im Winter“

10:15 Uhr „Wir rollen gerade hinter St. Gallen auf Gais zu und haben eine Geköpfte an Bord. Bis gleich. Irgendwie glaube ich im Moment grad nicht euch gleich „in echt“ zu treffen…“

 

Ruhe und Erholung
Ruhe und Erholung

Die Adresse ist leicht gefunden und das Begrüßungskomitee fällt uns eine gute Viertelstunde später in die Arme. Oder wir ihm? Egal! Lautstarke Begrüßung auf der Straße vermengt sich mit der Zuversicht, dass dies ein tolles Wochenende werden wird.

 

Geköpfte Tulpe
Geköpfte Tulpe

Die Geköpfte (Tulpe), die ich in der Aufregung von Stiel und Blatt getrennt habe, wird versorgt und wir frühstücken zu viert bis auch wirklich kein Krümel und auch keine weitere Tasse Kaffee mehr Platz findet.

 

Brunnen am Wegesrand
Brunnen am Wegesrand

„Habt ihr Lust zu laufen? Herr Monet muss mal seine Runde drehen.“ Was für eine Frage? Na klar und sogar sehr gerne begleiten wir die beiden durch die winterlichen Gassen und Felder. Schaut euch doch einmal die Bilder an – macht das nicht ungemein Lust auf Berge & mehr?

Gais im Appenzeller Land ist vielleicht nicht der Winter-Reise-Ort aber wer Ruhe und Erholung sucht wird hier sicherlich fündig. Klickt euch gerne über die Bilder zu weiterführende Informationen.

 

Wintermärchen Gais
Wintermärchen Gais

Die Sonne versucht es zwar aber leider ohne wirklichen Erfolg
Die Sonne versucht es zwar aber leider ohne wirklichen Erfolg

Und hier läuft die liebe Petra ein bis zweimal am Tag mit Herrn Monet spazieren. Das kannte ich bisher nur von ihren Beschreibungen und seit heute habe ich zu all den Geschichten auch Bilder im Kopf. Das allein war die weite Reise doch wert!

Es gibt in Gais übrigens einen schönen drei stündigen Winterwanderweg – KLICK!

 

Hallo Herr Monet!
Hallo Herr Monet!

Die Frage nach Kaffee und Kuchen beantworten wir nach zwei Stunden Wanderung mit einem klaren „JA, tolle Idee!“ und so laufen wir wieder zurück und wärmen uns erst einmal wieder auf.

Eigentlich, ja eigentlich wollen wir danach noch einen weiteren Spaziergang machen aber plötzlich ist es dunkel… Haben wir etwa den Rest des Tages völlig verquatscht?

 

Lokale Biersorten - das zischt!
Lokale Biersorten – das zischt!

„Bierchen?“ Auf diese Frage antworten wir am Wochenende grundsätzlich mit einem „Ja, gerne!“ und so kosten wir zu frisch gegrillter Bratwurst die lokalen Biersorten. Prost!

Ob sich der weite Weg gelohnt hat? Na sagen wir mal so – unsere Gastgeber gehen sonst eher zeitig ins Bett.

Und spät am Abend also eher mitten in der Nacht erlösen wir dann unsere Gastgeber und verschwinden in unserem Wohnmobil. Es ist quasi Ehrensache das Angebot des Gästezimmers auszuschlagen. Unsere Schweizer Freunde verstehen das. Schlafen sie doch selbst zu gerne in ihrem Expeditionsmobil.

Es war ein kurzweiliger, lustiger und und auch interessanter Abend in netter Gesellschaft. Und das Gefühl sich doch schon recht lange zu kennen wächst. Sollte der Text die Frage ob sich die Anreise gelohnt hat nicht beantworten haben so sei sie hier mit einem deutlichen „Ja, auf jeden Fall!!“ bereits am ersten Abend beantwortet.

Gute Nacht – morgen geht es nach Appenzell und zwar zu Fuß. Kommt ihr mit?

 

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