Ein Ort namens Orth

AM WOCHENENDE MAL KURZ NACH FEHMARN UND ANDEREN ORTEN

Sommer, Sonne und Meer – was liegt an einem langen freien Wochenende mit Schönwettervorhersage näher als ein Ausflug an die Ostsee? Diesmal berichten wir von  unserer Tour Münsterland – Ahrensburg – Bad Oldesloe – Fehmarn und der Tatsache das Stellplätze recht unterschiedlich teuer sein können.

Punkt 19.12 Uhr starten wir am Donnerstag Richtung Norden. Die Autobahn scheint leergefegt und so rollen wir recht entspannt gen Norden.

Tecklenburger Land

 

Rechts und links der Fahrbahn sind die Mähdrescher bis zum Sonnenuntergang fleißig damit beschäftigt das Korn trocken in die Scheune zu bringen.

 

VOLLMOND

Der Mond scheint dermaßen hell dass sich uns die Frage stellt ob eine Sonnenblende automatisch zur Mondblende wird, wenn man sie des Nachts nach unten klappen muss.

 

AHRENSBURG – ZWISCHEN HAMBURG UND LÜBECK LOHNT EINEN BESUCH

 

Nach drei Stunden Fahrtzeit finden wir in Ahrensburg ein ruhiges Plätzchen für unser Rollhotel.

Die Stadt Ahrensburg ist eine von 12 Mitgliedsstädten in der Marketingkooperation Städte in Schleswig-Holstein e.V.    Auf dieser Seite KLICK HIER gibt es viel zu stöbern und entdecken – klickt euch durch eine Vielzahl verschiedener Sehenswürdigkeiten und Reiseziele.

Am Ahrensburger Schloss

 

Wir schauen uns am nächsten Morgen erst einmal das Ahrensburger Schloss an.

 

Das Ahrensburger Schloss: Museum und Wahrzeichen, Veranstaltungsort und Treffpunkt - ein Bindeglied zwischen gestern und heute.

 

„Du wirst doch bei 600 m Entfernung den Standort des Pössl nicht ins Navi eingeben wollen – oder?“

„Du kennst uns doch und außerdem mache ich das sowieso jedes Mal!“ lautet wie vermutet die Antwort der besseren Hälfte.

 

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Das Ahrensburger Schloss prägt seit über 400 Jahren das Bild der Stadt und verbindet als Ahrensburger Wahrzeichen Vergangenheit und Gegenwart.

Vor dem strahlendblauen Himmel macht es sich optisch besonders gut – oder?

Ahrensburg Schlosspark

 

Wir laufen einmal um das Schloss und durch den dazugehörigen Park und schauen hier und knipsen dort ein paar Bilder und, wen wundert es, bringt uns erst der Blick aufs Handy wieder auf Kurs.

 

Kurz vor 9 Uhr im Ahrensburger Schlosspark

 

Mein lieber Ehemann, grins du nur – das Blatt wird sich im Laufe der Tour noch wenden. Ich sag nur Ratzeburg…

Von Ahrensburg aus fahren wir über die B75 Richtung Lübeck oder Ostsee oder doch bis Fehmarn? Wir lassen uns ziellos treiben und warten einfach was passiert. Der Weg ist wie so oft das Ziel.

 

BAD OLDESLOE – EIN HÜBSCHER ORT ZWISCHEN ZWEI FLÜSSEN

 

Ich weiß gar nicht mehr warum uns eingefallen ist nach Bad Oldesloe zu fahren, die Idee war jedenfalls ausgesprochen gut.

 

Kurz vor 9 Uhr im Ahrensburger Schlosspark

 

Eingebettet von den beiden Flüssen „Beste” und „Trave” liegt Bad Oldesloe mitten im romantischen Hügelland Schleswig-Holsteins.

 

direkt am Fluss gelegen... sehr schön!

 

Kernstück ist neben der historischen Altstadt der Kurpark mit dem idyllischen Salzteich und seiner seltenen und artenreichen Tier- und Pflanzenwelt.

 

Hübsche Hingucker

 

Und tatsächlich entdecken wir mitten in der Stadt einen Fischreiher.

Einen Spaziergang durch die Gassen und über zahlreiche Brücken können bzw. möchten wir euch empfehlen.

 

Bad Oldesloe bietet neben einer gemütlichen Altstadt auch einen tollen Stellplatz – also ein weiterer Grund sich diesen Ort zu merken.

Der Stellplatz ist sowohl kostenlos als auch zentrumsnah – hier findet ihr weitere Info

Über die B75 fahren wir an Lübeck vorbei. Diese sehenswerte Hansestadt im hohen Norden haben wir bereits zweimal besucht – klickt euch gerne in unsere Urlaubserinnerungen. Wer Marzipan mag wird Lübeck lieben – oder so ähnlich.

 

Radtour von Lübeck nach Travemünde Hermannshöhe und Timmendorfer Strand

Das Holstentor (Bild v. Aug 2013) und die schöne Altstadt laden auf jeden Fall zu einem Besuch ein.

 

KARL`S ERLEBNISHOF STATT TIMMENDORFER STRAND

Mittags steht die Sonne hoch am Himmel es wird warm und wir sind mittlerweile fast an der Ostsee – also was liegt näher als sich Timmendorfer Strand aus der Nähe anzuschauen.

Viel zu voll - Ostseeküste bei schönem Wetter

Leichter gesagt als getan. Stoßstange an Stoßstange quälen sich die Fahrzeuge in Richtung Wasser. Nix für uns!

Auf dem Navi entdecke ich in der Nähe den Hemmelsdorfer See. Dort gibt es bestimmt Parkplätze: Ja, gibt es und zwar in Warnsdorf und ehe wir uns versehen sind wir schon mittendrin in Karls Erlebnisdorf.

Karls Erlebnishof

Nostalgie pur und zahlreiche liebevolle Details lohnen einen Besuch. Mir hat die alterntive Piepshow besonders gut gefallen, Stockbrotbacken für die Kleinen und nach Jahrzehnten einmal wieder eine Handvoll Murmeln fühlt sich auch nostalgisch an. Da werden Erinnerungen wach.

Schaut euch doch einmal die nachfolgenden Bilder an – wer möchte dort nicht ein wenig stöbern?

Nach einer ausgiebigen Erkundungstour durch den hübsch dekorierten Laden in dem es so viel Schönes zu entdecken gibt und einem Spaziergang durch das abwechslungsreiche Außengelände wandern wir direkt weiter zum See. Deswegen haben wir hier doch schließlich geparkt.

 

Der tiefste Punkt Deutschlands

Am See angekommen herrscht Ruhe. Nix aber auch rein gar nichts ist hier zu hören. Vogelgezwitscher und sonst einfach nur Landschaft und Natur.

Rein geografisch betrachtet ist der Hemmelsdorfer See der tiefste Punkt der gesamten Bundesrepublik und ein Hochgenuss für Naturliebhaber, Radler und Wanderer.

Am Nordrand des Sees steht übrigens der 20 Meter hohe Hermann-Löns-Aussichtsturm. Wie ich nach unserem Besuch beim Recherchieren lese… schade, knapp verpasst.

 

Natur pur

Auf dem Rückweg vom See kaufen wir noch schnell zwei große Stücke Rhabarberkuchen bei „Karl“, verwerfen den Plan den Fährhafen von Travemünde aus der Nähe anzuschauen.

Der Skandinavienkai in Lübeck-Travemünde gehört zu den Lübecker Häfen an der Untertrave und der größte deutsche Fährhafen an der Ostsee.

Stattdessen fahren wir auf der B 501 an der Küste entlang durch Scharbeutz, Neustadt und Grömitz bis Grube.

 

HÄSCHEN IN DER GRUBE?

NEIN, DER FLUGHAFEN IN GRUBE IST UNSER NÄCHSTES ZIEL

 

Grube? Ja, Grube! Und zwar bietet der Flughafen in Grube für Interessierte Schnupperflüge und Rundflüge zum Selbstkostenpreis an.

Aus der Vogelperspektive auf die Ostseeküste und die Seenlandschaft der holsteinischen Schweiz hinabblicken – das wäre doch ein unvergessliches Erlebnis. Dachten wir so.

Aber leider sind während unseres Besuches weder Flugbetrieb noch Ansprechpartner auszumachen und so fahren wir weiter. Beim nächsten Mal schauen wir wieder vorbei. Mit KLICK HIER gelangt ihr zu weiteren Informationen.

 

FEHMARN – NACH RÜGEN UND USEDOM DIE DRITTGRÖSSTE INSEL DEUTSCHLANDS

 

Fehmarnsche Weisheit: Dree Dinge kaamt nie trüüch: afschaaten Pfiel, spraaken woort, verflossne Doog!

Drei Dinge kommen nie zurück: abgeschossener Pfeil, gesprochene Worte, vergangene Tage!

Da ist was dran – oder?

 

Fehmarnsundbrücke

 

Und wenn man in Grube ist ja dann ist es bis Fehmarn auch nicht mehr weit. Und wenn schon nicht fliegen dann eben hoch auf den Leuchtturm.

Von der Besucherplattform des Leuchtturm Flügge kann man den gesamten Nehrungshaken Krummsteert überblicken.

 

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Als wir um 17:30 Uhr den Leuchtturm erreichen haben wir die Öffnungszeiten leider um 30 Minuten verpasst. Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben und so steht die Besteigung der 162 Stufen direkt für den kommenden Tag auf der TO GO LISTE.

 

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Für heute ist die Luft irgendwie raus und wir möchten jetzt einfach nur den Pössl in die Ecke stellen, duschen, essen und uns ein Feierabendbierchen gönnen. Leichter gesagt als getan.

 

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Wir fragen am erst besten Campingplatz in der Nähe des Flügger Leuchtturmes ob noch einen Wohnmobilstellplatz ohne Strom für eine Nacht verfügbar ist. Die Bedienstete zeigt direkt auf eine schmale Rasenfläche vor der Rezeption.

„Dort können sie stehen, aber bitte an der Seite falls noch jemand kommt!“

 

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„OK, was soll das kosten?“ lautet meine Frage. Ohne rot zu werden und ohne andere Gemütsbewegungen die an Peinlichkeit erinnern erhalte ich die knappe Antwort „26 Euro!“

 

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Ich bedanke mich zwar noch eher reflexartig hätte der Dame aber lieber doch einen Vogel gezeigt.

Als ich Frank den Preis und die „Konditionen“ nenne muss ich zusehen, dass ich mein Hinterteil noch rechtzeitig auf dem Beifahrersitz platziere.

 

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Nix wie weg sollte diese für Frank doch eher ungewöhnliche Geschwindigkeit mir sagen. Verstanden! Recht hast du!

Also ehrlich – wo liegen denn bei euch die max. Kosten pro Übernachtung? Gibt jemand mehr als 10 Euro oder gar 20 Euro?? für eine Nacht auf dem Stellplatz aus?

 

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Wir stehen sehr selten bis gar nicht auf Stellplätzen ausser es ist vorgeschrieben und in Schleswig-Holstein scheinen „Wohnmobil verboten“ und „PKW Parkplatz Schilder“ die Straßen zu pflastern.

Die Insel fängt an mir unsympatisch zu werden… Aber für heute drücken wir noch einmal ein Auge zu und entdecken bei Promobil den Stellplatz „Minicamping Kleingarn“.

Minicamping Kleingarn

Am Dorfteich 10
23769 Fehmarn

Koordinaten: 54°27’31’’N, 11°02’32’’O

weitere Info hier: www.bauernhof-kleingarn.de

In der Promobil App war dieser Platz mit 5 Euro pro Nacht und Mobil ausgewiesen – zahlen mussten wir schließlich 13 Euro durften dafür aber auch Dusche, WC und die anderen Einrichtungen des Campingplatzes nutzen. Wir hatten einfach keine Lust mehr weiter zu fahren. Punkt!

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Nach einem Abendessen in der Abendsonne laufen wir noch zum Ort Orth – die Segelboote in der untergehende Sonne erinnern uns an viele schöne Momente mit unseren Hagener Bootsfreunden. Liebe Grüße auf diesem Wege!!

 

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Morgen klettern wir 162 Stufen hoch zum Leuchtturm und zeigen euch die Aussicht vom Flügger Leuchtturm, fahren zum Fotoshooting unter die Fehmarnsundbrücke und schaffen es in Ratzeburg trotz Navi in die falsche Richtung zu laufen.

Durch die Lauenburger Seenplatte fahren wir spontan in die Lüneburger Heide. Erinnert ihr euch an Emma die Eselin? Der Schäfer hatte uns den Tipp „Pietzmoor bei Schneverdingen“ gegeben – das schauen wir uns aus der Nähe an. Und ich kann euch jetzt schon sagen – es hat sich gelohnt.

Die ganzen Bilder des Tages gibt es im Großformat hier KLICK HIER!

Schaut wieder vorbei. Denkt bis dahin wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

 

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit, ich freue mich über Mails und Kommentare. Das Formular findet ihr wie gewohnt am Ende der Seite.

5 Kommentare

  1. Hallo liebe Petra, wie immer ein erfrischender und informativer Bericht! Und Pietzmoor? Da hatten wir beide das gleiche Ziel. Herrlich dort oder? Bericht dazu im Blog! Schöne Sonnenwoche! Simone

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...