JETZT FAHREN WIR ÜBERN SEE – ÜBERN KÖNIGSSEE

Wer kennt es nicht das Kinderlied „Jetzt fahren wir übern See übern See…“? Von unserer (Nicht)Wanderung und einer unvergesslichen Bootsfahrt über den Königssee und der Fortsetzung unserer Wohnmobiltour durch die bayerische Seenlandschaft berichten wir euch in diesem Reisebericht. Viel Spaß beim Mitreisen…

Der Bootsanleger in Schönau am Königssee
Der Bootsanleger in Schönau am Königssee

DER KÖNIGSSEE

Der Himmel hätte nicht blauer und das Wetter nicht besser sein können als wir uns am Montagmorgen 6. Juni 2016 (oh ist das schon wieder lange her….) um kurz vor 9 Uhr auf den Weg zum Bootsanleger machen.

Es wird sicher nicht so viel los sein… dachten wir! Aber weit gefehlt!

Eine Seefahrt die ist lustig
Eine Seefahrt die ist lustig

Auf die tolle Idee gleich morgens das erste Boot zu nehmen sind außer uns auch andere Urlauber gekommen und so ist das Elektroboot bei pünktlicher Abfahrt um 9 Uhr bis auf den letzten Platz besetzt.

Frühmorgens ist es immer noch am schönsten...
Frühmorgens ist es immer noch am schönsten…

Der Königssee erinnert uns an Norwegen – verteilen sich seine 5,22 km² auf fjordähnliche 7,2 km Länge und 1,2 km Breite und die Spiegelungen sind einfach unbeschreiblich fotogen.

Ach ist das schööön hier!

Königsee

St. Bartholomä

Um kurz nach halb zehn erreichen wir die erste Haltestelle – die Halbinsel mit Jagdschloss „St. Bartholomä“.

St. Bartholomä im Königssee
St. Bartholomä im Königssee

Also mal ehrlich – das ist doch kitschig schön oder schön kitschig!

Auf jeden Fall ist sie, die Halbinsel mit Kapelle, das perfekte Motiv für ein 5000 Teile Puzzle und unglaublich fotogen.

St. Bartholomä im Königssee
St. Bartholomä im Königssee

St. Bartholomä ist eine Wallfahrtskapelle und liegt am Westufer des Königssees auf der Halbinsel Hirschau. Die Halbinsel ist entweder per Schiff zu erreichen oder zu Fuß über lange, teils hochalpine Wege.

Die Kapelle stammt in einigen Teilen noch aus dem 12. Jahrhundert.

5000 Teile Puzzle St. Bartholomä

Wir steigen nicht aus denn wir wollen ja noch wandern und der ausgesuchte Wanderweg startet am anderen Ende des Königssees.

Königsee

Wir passieren die Echowand, die siebenfach dem Trompetenklang antwortet, und auch „Trinkgeld-Serenade“ genannt wird.

Das Trinkgeld geben wir doch gerne. Gute Leistung wird entlohnt, grundsätzlich!

Königsee

Und schon können wir um kurz vor 10 Uhr den Bootsanleger entdecken. Still ruht der See…

Bootsanleger

„Berge, wir kommen…!“ Schon schreiten wir direkt los und freuen uns auf unsere Tageswanderung.

Alle meine Entchen

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Aber trödel hier und fotografier dort hätten wir uns (vielleicht) verkneifen und ab und zu auf die Uhr schauen sollen denn am vermeintlichen Start unserer geplanten Wandertour, deren Ziel die Anlegestelle in St. Batholomä gewesen wäre, liegt zwar nur 15 km entfernt aber auf den Schildern steht nicht die Entfernung, sondern die geschätzte Dauer der Strecke. Hhhmmmm….

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Blick zur Uhr und der vorsichtige, Stress meidende Ehegatte ist der Meinung das ein wenig mehr Vorbereitung (z.B. vorher kräftig frühstücken und direkt losmarschieren) die bessere Wahl gewesen wäre.

Warum ist er nur immer so vernünftig?

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Die angegebene Wanderzeit bis zum Bootsanleger hätte uns mit ziemlicher Sicherheit die letzte Abfahrt der Fähre verpassen lassen und wir hätten die Nacht im Freien verbringen müssen.

Sicher ein unvergessliches Erlebnis aber nicht so „Franks Ding“.

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Es ist sein Job auf mich und meine Unbekümmertheit aufzupassen.

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Wir laufen noch bis hinter die Alm und als uns dort eine Wandersfrau fragt wohin wir denn wollen und uns mit den Worten „So wollen sie dort hoch?“ irgendwie skeptisch von oben bis unten mustert verwerfen wir unseren (tollkühnen) Plan und geben wir das „Projekt“ auf.

Na dann eben nicht! Menno…

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15 km im Münsterland sind vielleicht doch nicht vergleichbar mit 15 km in den Bergen. Unsere Berge heißen schließlich „Autobahnbrücken“.

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Der Obersee und die Fischunkelalm

Aber nichts desto trotz wird jetzt gelaufen und zwar zum Obersee und zur Fischunkelalm.

 

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 Der Weg von der Saletalm zur Fischunkelalm führt am Ufer des Obersees entlang und ist stellenweise schmal und steil.

An der Felswand und am Ufer des Obersees ist der Wanderweg stellenweise durch ein Geländer gesichert.

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Info: Der Obersee ist vom Königssee durch einen Moränenwall seit einem Bergsturz im Jahre 1172 getrennt.

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Wir unterbrechen unseren Weg entlang des Ufers etliche Male einfach nur um zu staunen und um diese Eindrücke in zahllosen Fotos festzuhalten.

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„Hast du auch Hunger?“ fragt der angetraute Wandergesell und mein „Ja, es wird Zeit endlich zu frühstücken!“ führt uns um kurz vor Tagesmitte in die Fischunkelalm. Guten Appetit!

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An der frischen Luft schmeckt einfach alles besser – das „stinknormale“ Butterbrot und ja, das frische, gekühlte Bierchen auch. Prost!

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Nach dieser Kombi aus Frühstück und Mittagessen geht es noch ein bisschen weiter zum Röthbachfall, dem höchsten Wasserfall Deutschlands.

 

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Wasser fasziniert und Wasserfälle im Besonderen und mich (Petra schreibt) sowieso.

Und je näher dran desto besser. Frank muss den Wasserfall nicht unbedingt sehen, sagt er, ihm reicht der Blick aus der Ferne.

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Und so wird der Herr Gemahl geparkt und ich klettere alleine gen Wasserfall.

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Aber je näher ich komme desto weniger kann ich vom Fall als solchen erkennen und so alleine an diesem ach so herrlichen Tag, ach weißte, das muss nicht sein.

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Und so wende ich auf ¾ der Strecke und eile wieder talwärts. Mich entzücken auf dem Weg die Bächlein auf den das Wasser über blank geputzte Felsen plätschert schon ausreichend.

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Wieder am „Männerparkplatz“ angekommen laufen wir gemeinsam gemütlich durch die Kuhwiese und erreichen den Bootsanleger pünktlich zur nächsten Abfahrt.

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Noch ein letzter Blick auf St. Bartholomä und kurze Zeit später haben wir um 15 Uhr wieder festen Boden unter den Füßen.

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Bow, war das schöööön! Wenn Königssee dann doch bitte mit Bootsfahrt und Obersee – kein „MUST DO!“ aber doch eine Empfehlung, denn müssen muss man gar nichts und im Urlaub erst recht nicht.

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Ein hübsches Gebäude mitten in Schönau – der Bahnhof mit Biergarten

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So fühlen wir uns am wohlsten: unterwegs!

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Zurück am Pössl und einen Cappuccino in der Sonne später ist der Schliersee als Ziel im Navi eingetragen und wir machen uns wieder auf den Weg.

„Wir müssten auch einmal einkaufen, viel haben wir nicht mehr!“ so der Chauffeur während der Fahrt zum Schliersee.

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„Ooohh nööö…!“ wie immer mein unpassender Kommentar. Hatte ich erwähnt, dass mir solche und ähnliche Feststellungen nicht bis gar nicht gefallen? Ich „hasse“ einkaufen, shoppen und alles rund um dieses lästige Thema. Naja, ausser ich komme von der Arbeit heim und ein Amazon (kein Zalando) Karton steht vor der Tür – das ist ok. Bin ich doch jedes Mal gespannt was „er“ wieder einmal für unwiderstehlich kaufenswert gehalten hat.

Uppps – zurück zu den bayrischen Seen und unsere Womotour.

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Weil eben besagte (Kühl)Schränke leer sind und der Hunger größer wird machen wir einen Zwischenstopp in Reit im Winkl. Hübsches Städtchen aber nicht unser Etappenziel.

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Noch kurz das letzte Wasser aufgefüllt und schon erreichen wir nach einer traumhaften Tour „über Land“ um 20:30 Uhr pünktlich zum kitschigen Sonnenuntergang den Schliersee.

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Einfach herrlich – hinter uns die Berge und vor uns der Schliersee

Mit ein paar stimmungsvollen Bildern vom „Sundown“ verabschieden wir uns für heute aber nicht ohne euch daran zu erinnern das Worte Schall und Rauch sind wenn keine Taten folgen:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

 

An der Kasse von ALDI, LIDL & CO einfach mal jemanden mit 1,2 oder 3 Teilen vordrängeln lassen. Kostet nichts aber mit ein wenig Glück gibt es ein freundliches Lächeln.

Upppsss – ganz vergessen die Sonnenuntergangsbilder einzufügen – jetzt aber…

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Ihr möchtet wissen ob und wie es weitergeht?

Morgen wandern wir komplett um den Schliersee und fahren danach zum Tegernsee.

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Einmal um den Schliersee herum… sehr schön!!
Und zum Sonnenuntergang an den Tegernsee
Und zum Sonnenuntergang an den Tegernsee

Noch mehr Bilder des Tages gibt es im Großformat hier: KLICK HIER!

Wow, wieder zwei Highlights mehr in unserer Sammlung sehenswerter Orte.

Die Fortsetzung dieser bayrischen Seentour ist tatsächlich schon fertig – KLICK HIER!

Auf der Seite „Campingplätze Alpenregion Schliersee – Tegernsee“ ist  für die Camper unter unseren Lesern eine schöne Auswahl Übernachtungsmöglichkeiten aufgelistet – KLICKT HIER!

Und auf der Seite der „Deutschen Alpenstraße“ könnt ihr euch sämtliche Campingplatz und Wohnmobilstellplätze der Region downloaden.

Und nu isse wech… Schönes Wochenende euch allen!! Bis bald

10 Kommentare

  1. Hallo Petra,
    wahnsinns schöne Fotos und ein toller Reisebericht. Wir waren auch am Königssee und ich habe Fotos – hinten vom Obersee, fast identisch mit den deinen. Wir sind damals vom Chiemsee aus hingefahren, wir lieben den Chiemgau, vor allem weil dort auch Rad fahren ganz viel Spaß macht und die Berge so nah sind, dass Wanderungen ebenfalls auf dem Programm stehen. Außerdem gibt’s dort die Märchenschlösser vom Ludwig zu bestaunen, aber auch die Inseln im Chiemsee, wobei uns die Fraueninsel so gut gefallen hat, dass wir noch mal Urlaub machen wollen – irgendwo am Chiemsee. Aber überhaupt ist Oberbayern mit den vielen Seen für mich sehr reizvoll. So eine tolle Landschaft findet man nicht überall.
    Liebe Sonntagsgrüße von Sigrid
    P.S. Gestern haben wir uns mal informiert über den Pössl 499. Sehr interessant das Hubbett auf so kompaktem Raum.

    1. Hallo Sigrid,
      ja auf jeden Fall hat die bayrische Berg- und Seenlandschaft viele Reize und wir werden sicher noch öfter das Womo in diese Region lenken.
      Es freut mich sehr wenn dir Bericht und Bilder gefallen
      Pössl? Aus unserer Sicht nach 6.5 Jahren immer noch unsere beste Investition 140.000 km ohne eine Reparatur oder Fehlermeldung… Ich hoffe das bleibt auch so Schönen Sonntag weiterhin…

  2. St. Bartholomäa sieht wirklich sehr idyllisch aus. Leider kenne ich sie bisher nur von Kalendern oder Bildern anderer, selber war ich noch nicht da. Was ich aber wirklich mal nachholen muss. :o)
    Reit im Winkl usw. kenne ich noch von Urlauben in den Sommerferien als Kind/Jugendliche. Leider ist davon nicht mehr viel präsent …
    Liebe Grüße und weiterhin viele tolle (Wochenend-)Reisen! :o)

    1. Hey Karin,
      dann wird es einmal wieder Zeit diese Gegend ist wirklich eine Reise wert. Uns hat es jedenfalls nachhaltig gut gefallen. Eine Wiederholung wird es sicher geben… vorher stehen allerdings noch andere Ziele auf der Liste.
      Liebe Grüße
      Petra

  3. Weißt du das in St. Bartholomä sich die höchste Felswand der Ostalpen sich befindet mit rund 1800 m ? Die berüchtigte Watzmann – Ostwand ! Für Bergsteiger eine echte ernstzunehmende Tour !

  4. Hallo Petra,
    diese Reise mit Dir war wieder wunderbar! Die herrlichen Bilder sind Balsam für meine Seele, und ich kann nur hoffen, dass ihr noch viele Reisen machen werdet!
    Macht bitte so weiter…..

Ich bin gespannt auf euren Kommentar...