VOM MITTELALTERLICHEN LAGRASSE ZURÜCK ANS MEER

Dieser Reisetag zeigt euch den mittelalterlichen Ort Lagrasse. Nach einem früh morgentlichen Spaziergang durch den Ort fahren wir über Landstraßen ans Mittelmeer, genauer gesagt nach Port Leucate. Sowohl Start als auch Ziel dieses Tages sind aus unserer Sicht einen Besuch wert. Schaut doch mal:

 

Im Herzen des Corbières-Massivs an den Ufern eines friedlich plätschernden Flusses liegt der malerische Ort Lagrasse, der zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehört.

 

 

Nach einer echt ruhigen und erholsamen Nacht in Lagrasse (Info hier mit Klick) schleiche ich mich morgens um sieben Uhr aus den Federn. Ach ist das friedlich hier. Darf ich zum xten Male wiederholen, dass ich diese frühen Morgenstunden liebe?

 

Während sich die beste Ehehälfte noch ein wenig von der gestrigen Fahrstrecke erholt mache ich mich auf um den mittelalterlichen Ort zu erkunden und bin direkt reizüberflutet.

 

 

Zuerst an den Fluß und die Bogenbrücken bestaunen oder doch lieber auf den Turm und auf die Stadt hinabschauen?

 

Außer mir scheint noch keine Menschenseele unterwegs zu sein und der Ort wirkt mit seinen vielen altertümlichen Details wie ein offenes Freilichtmuseum.

 

 

Ich entscheide mich schließlich die steinerne Bogenbrücke über den Fluss Orbieu vom Flußbett aus zu sichten.

 

 

Es gibt jedoch noch viel mehr zu entdecken in Lagrasse. Die mittelalterlichen Häuser, die Überreste einer ehemaligen Stadtmauer und die Abtei, die von einem imposanten Glockenturm überragt wird.

 

Auf dem Weg zur die Abtei Sainte-Marie d’Orbieu drehe ich mich noch kurz um und denke so bei mir “wahrlich Mittelalter”. Die Vögel zwitschern und sonst höre ich nichts. Kein Laut stört diesen wunderschönen Moment.

Fehlen nur ein Bauer mit Eselfuhrwerk oder eine Vierspänner Postkutsche die über das Kopfsteinpflaster der Bogenbrücke rollen und die kitschige Mittelalter Postkarten Idylle wäre perfekt. Ich habe genügend Phantasie mir das vorzustellen – es ist perfekt!

 

Die Abtei wurde das erste religiöse Zentrum im Languedoc. Deshalb stand sie unter dem besonderen Schutz des Kaisers. Die durch Schenkungen erworbenen Besitzungen der Abtei reichten von Albi im Norden bis Saragossa im Süden.

 

Während der Französischen Revolution, wurde 1792 trotz Widerstandes der Bevölkerung das Kloster geschlossen, die Mönche vertrieben und die Gebäude geplündert und verkauft.

Erst 1894 ließ sich wieder eine kleine Gemeinschaft von Ordensschwestern nieder und bis zum heutigen Tag gibt es religiöses Leben im Kloster.

 

 

Am Fluß entlang laufe ich zurück um mich im mittelalterlichen Ortskern noch ein wenig umzuschauen.

 

 

Vorbei an der alten Markthalle aus dem 14. Jahrhundert mit Steinpfeilern schlendere ich durch schmale und gaaanz enge Gassen.

 

 

Ich muss nicht einmal warten bis ich die Gassen verlassen ablichten kann. Hier stören weder Einheimische noch Touristen den morgentlichen Frieden. Einfach nur schön! Hier ist tatsächlich die Zeit stehen geblieben.

 

Die Kirche ist als historisches Monument denkmalgeschützt ist und es lohnt auch ein Blick ins Innere.

 

Um neun Uhr ist es Zeit für eine Tasse Kaffee und nach der Stärkung machen wir uns gemeinsam noch einmal kurz auf den Weg bis an den Fluss.

Ein letzter Blick auf das sonnenbeschienene Flußbett und den Turm im Hintergrund machen wir uns anschließend auf den Weg ans Meer.

 

Über die D3 fahren wir durch wunderschöne Alleen, kleine Dörfer und eine recht ländliche Gegend. Es ist einfach eine “gute Laune und Spaß am Leben Strecke”

Naja, jedenfalls aus unserer Sicht. Entschleunigt, tiefenentspannt und im Wohlfühlmodus – so soll´s doch im Urlaub sein – oder?

 

Über die D 611 geht es durch die Weinberge weiter gen Süden Richtung Perpignan und ans Meer. Den Campingplatz in Barcelona haben wir erst ab Samstag reserviert.

Da bleiben noch zwei Nächte zu überbrücken und wir entscheiden uns spontan für einen Campingplatz in Port Leucate. Eine gute Wahl, wie sich noch herausstellen wird.

 

 

Kurz vor Mittag erreichen wir Port Leucate und überbrücken die Mittagspause der Campingplatzrezeption mit einem “Lidl Überfall”, kochen uns Kaffee (schließlich ist man autark) und trinken ihn in der Sonne am Strand. Endlich wieder am Meeeeeeer!!

 

 

Leucate liegt zwischen Narbonne und Perpignan direkt am Mittelmeer und gehört zum Département Aude.

Port Leucate sowie die Port Leucate zugehörigen FKK Siedlungen liegen auf einer künstlich angelegten Landzunge.

 

 

 

Auch hier leistet uns die neue ACSI CARD gute Dienste. Für nur €13,- pro Nacht übernachten wir 2 Tage auf Camping Rives des Corbières in der Vorsaison.

Zwischem dem Meer und dem Étang de Salses gelegen, bietet dieser große Familiencamping viele Wassersportmöglichkeiten. Er hat ein schönes Schwimmbad, saubere Sanitärgebäuse und liegt im Gehbereich zum Strand und Hafen von Leucate.

Info zum ACSI Campingplatz: Camping Rives des Corbieres 3 stars – mit Klick hier mehr!

Punkt 14 Uhr ist die Anmeldung schnell erledigt und dank Vorsaison haben wir die freie Platzwahl. Der Pössl findet flott ein schattiges Plätzchen und wir gönnen uns ein Mittagspäuschen.

Aber wer rastet der rostet und so machen wir uns am Abend durch oleandergesäumte Wege auf Erkundungsgang zum Hafen.

 

 

 

Im Hafen liegen unzählige Segelboote dicht an dicht und liefern reichlich Bildmaterial.

 

Und als sei dieser Tag nicht schon kitschigschön genug gewesen gibt es zur Krönung noch einen bezaubernden Sonnenuntergang. Willkommen in Port Leucate!

 

Und am Ende dieses Tages hat der Pössl sage und schreibe 69 km mehr auf dem Tacho und der Schrittzähler verzeichnet fast 17 km.

Mit ein wenig mehr Ehrgeiz hätte man die Strecke auch durchaus laufen können. Meine “kleine” Schwester schafft solche Strecken tatsächlich. Respekt und Anerkennung und herzliche Grüße in die “alte Heimat”!

Uns verbleiben noch vier Tage bis der Flieger zur Not auch ohne Frank nach Mallorca fliegt, aber die 202 km bis Barcelona werden wir bis dahin schon noch schaffen. Sonst gibt es Mecker “von die Kumpels”, und das Risiko ist uns viel zu groß.

 

Hier könnt ihr noch ein wenig durch das großformatige Bilderbuch des Tages blättern…

Und morgen könnt ihr ruhig etwas länger liegen bleiben denn ich gehe für euch wieder zeitig auf Entdeckungstour. Später am Tag wandern wir zu zweit durch die Häfen und schauen uns die angrenzende Gegend ausführlicher an. Danach erklären wir euch warum Port Leucate einen Besuch oder Abstecher wert ist. Schaut also wieder vorbei und denkt wie immer daran:

 

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich, und jede(r), wie er/sie mag

 

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare! Das Formular findet ihr wie immer am Seitenende!

 


Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...