Grand Canyon

USA RUNDREISE: 9. TAG VON FLAGSTAFF ÜBER DEN GRAND CANYON BIS PAGE

Heute fliegen wir über den Grand Canyon und bestaunen diese traumhafte Landschaft aus luftiger Höhe. Und sei dieser Flug nicht schon unvergesslich schön spazieren wir danach entlang des Südrandes und bestaunen die grenzenlose Weite dieses atemberaubenden Landstriches. Am Abend treffen wir in Page am Lake Powell ein und besichtigen den Glen Canyon Dam, der den Colorado zum Lake Powell aufstaut. Lasst euch ein wenig nach Arizona und an einen grandiosen Naturschauplatz entführen…

 

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Der Grand Canyon zählt wohl nicht umsonst zu den schönsten und meistbesuchten Plätzen auf der Welt.

Der größte Teil des 450 km langen Grand Canyon liegt im Grand-Canyon-Nationalpark im Norden des Bundesstaates Arizona.

 

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In Jahrmillionen hat sich der Colorado River ins Gestein des Colorado-Plateaus gegraben und eine faszinierende Landschaft modelliert.

Der Canyon zählt zu den großen Naturwundern auf der Erde und wird jedes Jahr von rund fünf Millionen Menschen besucht.

 

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Als wir diese LIDL USA Rundreise vor einigen Monaten im Prospekt entdeckt und im Handumdrehen gebucht haben bestand Frank direkt und unwiderruflich auf einen Helikopterflug über den Grand Canyon.

 

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Normalerweise bin ich bei uns der „Eventmanager“ aber in diesem Fall war es seine Idee ehe ich auch nur den Vorschlag machen konnte. Danke mein Lieber für diese phantastische Idee!

 

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Wenn man sich so wie wir monatelang auf die nächste Reise freut fiebert man dem Highlight (es gab sooo viele davon) sehnsüchtig entgegen.

 

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Und heute steht endlich der Grand Canyon auf unserer To-Go-Liste und somit auch der Rundflug über diese phänomenale Landschaft.

Auf dem Weg von Flagstaff zum Flughafen sind wir gespannt wie die Flitzebogen und entsprechend aufgeregt.

 

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Allerdings hören wir auf Nanas Rat und buchen statt eines 30-minütigen Helikopterfluges den 40 Minuten dauernden Flug im 10 Sitzer Kleinflugzeug.

Ausschlaggebend ist nicht die längere Flugdauer, sondern die Fensterplatzgarantie! Möchtet ihr bei solch einem Event in einer Vierersitzreihe mittig hocken und über die Schultern und Köpfe der anderen einen Blick auf den Canyon erhaschen? Wir gewiss nicht!

 

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Vom Hotel in Flagstaff aus fahren wir ein Stündchen mit dem Bus und erreichen den Grand Canyon Main Terminal pünktlich um 9 Uhr.

Nana kümmert sich bei den Veranstaltern um alles Nötige und kurze Zeit später werden unsere Namen aufgerufen und um 9:43 Uhr sind der Pilot, sechs andere Reisekameraden und wir zwei „Ready for take-off“ und auf dem Luftweg zum Grand Canyon.

 

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Wir fliegen einige Minuten lang über riesige Waldflächen Richtung Norden. Und dann passierte es – ein riesiges Loch im Boden tut sich auf.

Egal, wie viele Filme, Fotos und Videos wir bereits im Vorfeld gesehen hatten – nichts ist mit diesem Moment vergleichbar.

 

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Ein gewaltiger Canyon erscheint und leuchtet in der Morgensonne spektakulär. Uns bleibt der Mund vor lauter Staunen offen und zeitweise vergisst man doch tatsächlich den Auslöser der Kamera zu drücken.

 

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Das “Hier und jetzt” ist plötzlich das einzig Wichtige – Fotos können das ohnehin nicht wiedergeben. Mit einem Wort „Gänsehautfeeling pur!

 

Im Verlauf des Rundfluges wechseln die Farben und die Schluchten werden noch tiefer und die Farben intensiver.

Der Colorado River führt wegen fehlender Niederschläge nur sehr wenig Wasser und wirkt inmitten der Gebirgsformationen fast wie ein Rinnsal.

 

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„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“ kommt mir in den Sinn und genauso fühlt es sich an… man möchte diesen Moment, diese Eindrücke festhalten und für immer konservieren.

Wie oft habe ich mir diese Bilder seitdem schon angeschaut und mich hierhin zurück geträumt. Ach, Erinnerungen sind etwas Feines!

 

Leider vergeht die Zeit oben in der Luft viel zu schnell und wir landen 40 Minuten später mehr als zufrieden wieder sicher auf dem Erdboden.

 

Absolut begeistert oder sagen wir treffender beflügelt machen wir uns danach entspannt auf den Weg zum nahe gelegenen Südportal des Grand Canyon Nationalparks.
Der Grand Canyon ist übrigens zwischen 6 und 30 km breit und bis zu 1800m tief und über den eigentlichen Grand Canyon gibt es keine Brücken.

 

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Der Parkplatz ist erfreulich leer als wir um 11 Uhr am Nationalpark ankommen.

Die spanische Expedition auf der Suche nach den Goldenen Städten von Cíbola war 1552 komplett gescheitert – und der Grand Canyon entdeckt. Konquistador García López de Cárdenas erblickte ihn als erster Weißer: „Plötzlich hörte die Erde unter meinen Füßen auf. Ich blickte hinab und sah einen Abgrund, so tief und gewaltig, dass mir die Worte fehlen“.

Und genau das passiert auch uns als wir zum ersten Mal an diesem Abgrund stehen. Wir sind sprachlos und einfach nur „hin und weg“!

 

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Der Grand Canyon übertrifft bei weitem all unsere Vorstellungen. Diese Landschaft aus der Vogelperspektive zu bestaunen ist das eine, aber direkt am Canyon Rand ist es ein unglaublicher, fast surrealer Anblick, der sich nur schwer in Bildern festhalten lässt. Man wird ganz klein, bescheiden und still.

 

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Hallo ihr lieben Mitreisenden – könnt ihr euch noch an diesen Reisetag erinnern?

Helfen euch die Bilder ein wenig um euch bei Langeweile oder schlechtem Wetter daheim für eine Weile wieder an diesen unbeschreiblich schönen Ort zurück zu träumen?

 

Leider reicht unsere Zeit nicht um die einzelnen Vorsprünge zu erklimmen und der Wunsch diese grandiose Landschaft in Ruhe zu durchwandern wächst.

 

 

 

 

An dieses Gefühl möchte ich mich ewig erinnern...

 

Ach wie schön sind die USA und ihre wundervollen Nationalparks. Eine Wohnmobilreise ohne Blick auf die Uhr und den Kalender wird langsam aber ganz sicher zu einer Herzensangelegenheit.

Man sagt nicht “ich will” und man stampft auch nicht mit den Füßen um einer Aussage den nötigen Nachdruck zu verpassen, ABER!! Ich möchte nicht mit dem Womo durch die USA, sondern ich will!!

 

Ehe wir uns um halb drei verabschieden kreuzen einige Maultierhirsche unseren Weg und da sie kaum scheu sind laufen sie zum Greifen nahe an uns vorbei.

 

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Nach kurzer Fahrt erreichen wir um 15:15 Uhr den östlichsten Aussichtspunkt des Grand Canyon. Am South Rim befindet sich der Desert View Point.

 

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Der Desert View Watchtower liegt im östlichen Teil des Grand Canyon Nationalparks. Der Wachturm wurde von Fred Harvey und der Santa Fe Railroad errichtet. Baubeginn war 1904, die Fertigstellung erfolgte im Jahr 1932.

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Der kleine und wie ich finde recht hübsche Turm lockt zwar ungemein, aber zunächst laufen wir daran vorbei und bestaunen die Aussichtsplattformen und die Aussicht als solche.

 

Vom Desert View Point hat man einen ausgezeichneten Ausblick. Im Osten erblickt man Painted Desert, die “angemalten Wüste”, eine ebene Region genannt Marble Plattform.

Auf der anschließenden Weiterfahrt nach Page fangen wir noch einige herrliche Aussichten auf die spektakuläre Landschaft ein.

 

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Kurz vor dem Dunkelwerden schließt die Besichtigung des Glen Canyon Dam diesen unvergesslichen Tag ab. Wir legen am Visitor Center einen kurzen Stop ein.

Die Glen-Canyon-Staumauer staut den Colorado River. Den dadurch entstandenen Stausee Lake Powell werden wir uns morgen aus der Luft anschauen, aber das ist eine andere Geschichte.

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Heute passt kaum noch etwas in unseren Kopf hinein. Zuviele Bilder und Eindrücke lassen kaum noch Platz für weiteren “Input”.

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Mit Bau des Staudammes wurde auch die Glen-Canyon-Brücke errichtet. Sie ist die zweithöchste Stahlbogen-Brücke der USA und überquert in 213 m Höhe Colorado River.

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Die Spannweite des Brückenbogens beträgt 313,3 m bei einer Bogenhöhe von 50,3 m. Die Brücke fasziniert mich eigentlich noch mehr als der Staudamm…

 

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Vor zwei Tagen haben uns die Reisebekanntschaften aus dem Emsland von ihrer bereits gebuchten Karibik Kreuzfahrt erzählt und ich musste mit Schrecken feststellen, dass zuhause nach der Reise keine bereits gebuchte Reise in der Schublade auf uns wartet. Ebenso ungewohnt wie unschön!

 

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Karibik… Kreuzfahrt… welch verlockende Vorstellung! Da wir in den letzten Tagen viel gemeinsame Zeit mit den zwei Nordlichtern verbracht haben gefällt uns die Idee „Karibikkreuzfahrt zu viert stündlich besser und so buchen wir bei einer Flasche Rotwein an diesem Abend exakt die gleiche Reise frei nach dem Motto „nach der Reise ist vor der Reise“. Gruß nach Oldenburg!!

 

“Es gibt nichts Gutes ausser man tut es”

 

…ist freilich auch ein gutes Argument! Im nächsten Reisebericht erzählen wir euch von unserem zweiten Rundflug dieser Reise.

Von Page aus fahren wir zum Bryce Canyon Nationalpark, einer der faszinierendsten Parks in Utah. Der Park besticht durch seine bizarren Felsformationen und seine vielen schimmernden Farben.

Sämtliche Bilder dieses Tages gibt es HIER!!

Und ein kleines Video HIER!!

Schaut gerne wieder vorbei und denkt bis dahin wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

 

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare. Das Formular findet ihr wie immer am Ende der Seite.

21 Kommentare

  1. Diese Reise haben mein Mann und ich vor 25 Jahren einmal mit Reiseleitung und einmal mit Auto und mehr Zeit gemacht ! Noch heute zehren wir von diesen Erinnerungen! Wir hatten die gleichen Empfindungen und Bewunderungen wie Du ! Danke für den super Bericht!

    1. Seitdem wir die Rundreise durch die USA gemacht haben träumen wir davon die Strecke mit unserem Wohnmobil ohne zeitliche Grenzen abzufahren… ein Traum der hoffentlich in naher Zukunft in die Tat umgesetzt wird.
      Bilder und Berichte können diese Eindrücke nur vermitteln – nicht ersetzen:-)
      Ich denke du weißt was ich meine…

    1. Hallo Julia, lieben Dank für deine netten Worte. Ja, der Grand Canyon ist wahrlich fotogen und ein unvergessliches Erlebnis. Wir sind leider schon wieder daheim und werden nach und nach auch von weiteren Highlights dieser Rundreise berichten. Die USA als Reiseziel konnte uns nachhaltig überzeugen. Wir träumen seit dieser Tour davon sobald wie möglich eine längere Wohnmobiltour zu möglichst vielen Nationalparks.
      Liebe Grüße Petra

  2. Also ich bin von den Bildern einfach nur sprachlos !!! Grandios was du hier alles für Eindrücke eingefangen hast. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass man sowas im Leben nicht vergessen wird . Super beschrieben und einfach herrliche Aufnahmen. Danke für das zeigen und Amerika war bei mir immer ein Ziel in weiter Entfernung !!! Manni

    1. Hallo Manni,

      es freut mich wirklich dass die Bilder dich ein wenig nach Amerika entführen konnten. Die Reiseziele, die wir noch nicht oder nie erreichen können erleben wir auch gerne indem wir uns Blder oder Videos anschauen:-)
      Besten Dank für die netten Worte – sond sie doch Motivation die Berichte fortzusetzen…
      Liebe Grüße sendet dir
      Petra

  3. Hallo Petra, dass der Canyon eines Eurer Höhepunkte war, kann ich mir sehr gut vorstellen. Auf den Bildern allein kann man das schon gut sehen. Die Realität v.a. auch aus der Luft muss unglaublich sein! Echt super! Und das mit dem WoMo wird sicherlich klappen!! LG Simone

    PS: Kleine Anmerkung: Der Artikel ist auf den 29.08 datiert. Kannst Du vor Veröffentlichung auf das aktuelle Datum updaten? Wer sich nicht per E-Mail über neue Nachrichten benachrichtigen lässt, nutzt den WordPress Reader und der sortiert nach Datum. Ein Artikel, der auf die Vergangenheit datiert ist, geht dann folglich unter. Wäre wirklich schade! 🙂

    1. Hallo Simone,

      das Faszinierende an den USA und an dieser Tour ist im Nachhinein der krasse Unterschied zwischen gigantisch großen Naturwundern auf der einen und Glitzerstädten auf der anderen Seite. Als “Naturbursche” haben mich die Naturwundern mehr als begeistert
      Im nächsten Bericht wird es fast noch unwirklicher – so viel sei verraten.
      Liebe Grüße

  4. Liebe Petra,
    ich bin hin und weg von deinen Fotos rund um den Grand Canyon und ich kann sehr gut verstehen, warum du mit dem Wohnmobil unbedingt noch einmal hin MUSST. :o)
    Liebe Grüße, Karina

  5. Man, da werden Erinnerungen wach!!! Ich habe bei meinem ersten besuch am Grand Canyon den Mund nicht mehr zubekommen! Die Schönheit kann man nicht auf Fotos bannen, das muss man selber mal gesehen haben! Traumhaft! Genau wie eure Reiseberichte jedesmal 😉

    1. Allerbesten Dank Tom für deinen Kommentar. Schön dass deine Erinnerungen geweckt wurden… So soll es sein und du hast voll kommen Recht – diese Bilder können nur eine Ahnung der überwältigenden Eindrücke vermitteln…
      Beste Grüße

    1. Danke liebe Ingrid, schön dich zu lesen Tja, die einen haben Höhenangst die anderen klettern mit Begeisterung auf alles was höher als die Trittstufe in der Küche hoch ist einen schönen Tag für dich…

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...