Yosemite NP

USA RUNDREISE – 3. BAKERSFIELD – YOSEMITE – MODESTO

Am Morgen fahren wir zum Yosemite National Park, einem der schönsten Parks in Kalifornien. Im Jahr 1984 wurde der Park zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Bei der Durchfahrt sehen wir den Half Dome, Yosemite Valley und wandern zwischen gigantischen Baumriesen umher. Übernachtung im Raum Modesto.

Nach einer ruhigen Nacht lassen wir Las Vegas und das Tal des Todes hinter uns und freuen uns auf einen der schönsten Nationalparks in Kalifornien. Was uns dieser Reisetag bescheren wird? Wird sind wieder echt gespannt – lasst euch ebenfalls überraschen!

 

IN DEN USA WIRD UMWELTSCHUTZ EHER klein GESCHRIEBEN

 

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Das Frühstück in Bakersfield ist naja sagen wir übersichtlich. Und da nicht alles perfekt sein kann erfüllt das „Geschirr“ an diesem Sonntagmorgen leider doch ein USA Klischee und wird es in den nächsten Tagen auch noch öfter bestätigen.

Den Kaffee trinken wir aus Styroporbechern, Rührei, Speck und Muffin liegen auf Papptellern und das Ganze wird mit Plastikbesteck gehandelt. Guten Appetit.

Nachdem 50 Reisende ihr Frühstück verzehrt haben ist die Mülltonne voll. Schön findet der Müll sortierende und umweltbewusste Deutsche das eher nicht.

 

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Unsere Fahrstrecke am 3. Reisetag

Tipp: Bei Reisen in die USA Besteck und Plastikgeschirr mitnehmen und wenn es noch etwas Platz im Koffer sein sollte packt die Lieblingstasse auch dazu – daraus schmeckt der Kaffee sicher besser als aus Plastik- oder gar Styroporbechern.

 

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Aber den Sonntag lassen wir uns dadurch gewiss nicht verderben – steht doch heute der Yosemite Nationalpark auf unserer Liste.

 

KALIFORNIEN – DER FRUCHTGARTEN AMERIKAS

 

Um sieben Uhr verlassen wir Bakersfield und fahren durch riesige Obstplantagen Richtung Norden.

 

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Die Westküste der USA ist eine sehr wichtige Anbauregion für Obst und Gemüse. Die US-Bundesstaaten Washington, Oregon und Kalifornien sind bekannt für ihren Anteil an der Apfelproduktion. Insbesondere Kalifornien gilt als Hauptanbaugebiet für einen Großteil der Obst- und Gemüseerzeugung.

Mehr als die Hälfte des frischen und verarbeiteten Obstes der gesamten US-amerikanischen Produktion wird in Kalifornien angebaut. Tomaten, Erdbeeren, Rosinen, Baumwolle, Avocado und Oliven um nur einige Sorten zu nennen.

Was wäre Weihnachten ohne kalifornische Walnüsse? Und wer kennt nicht den Wein aus Kalifornien?

Obwohl das kalifornische Klima generell sehr gut für den Anbau vieler Obst- und Gemüsesorten geeignet ist, weist die Region seit Ende 2011 zunehmend Probleme mit der Wasserversorgung auf.

 

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Über den HW 41 und im Anschluss über den HW 49 fahren wir durch eine wunderschöne hügelige Landschaft und nähern uns zur Mittagszeit dem Yosemite Nationalpark.

Aber leider sind wir nicht die einzigen Besucher an diesem ach so schönen Septembersonntag.

 

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Ein Steinrutsch sorgt dafür, dass unser Reisebus auf der anderen Flussseite weiter fahren muss, aber auch dieses Verkehrsproblem ist schnell gelöst.

 

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Am 5. September feiern die Amerikaner den Labor Day und nutzen diesen freien Tag für ein verlängertes Wochenende im Grünen.

Durch die Nähe zu Los Angeles und San Francisco ist der Yosemite NP auch bei den Amerikanern ein beliebtes Reiseziel.

 

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Wissenswert: In den Vereinigten Staaten gibt es weder einen tariflich vereinbarten noch einen gesetzlich garantierten Mindesturlaub.

40 % der Arbeitnehmer haben weniger als 11 Urlaubstage. Daher werden häufig nur verlängerte Wochenende für Ausflüge mit der Familie genutzt.

 

Mit erträglichen 30 Minuten Verspätung erreichen wir den Parkplatz und können endlich alleine durch die Gegend wandern.

Herrlich!! Bei der grandiosen Aussicht wäre ich am liebsten schon auf halben Wege aus dem Bus gesprungen…

 

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Aber ehe wir in die Natur eilen und die traumhafte Landschaft bestaunen möchte ich euch ganz kurz den Vater der Nationalparks vorstellen.

 

JOHN MUIR – VATER DER NATIONALPARKS

 

*1838 – 1914  Mit der Veröffentlichung des Buches „Unsere Nationalparks“ (1901) wurde der derzeitige amerikanische Präsident Teddy Roosevelt auf John Muir aufmerksam.

Durch Roosevelts Hilfe gelang es Muir die Grundsteine für die Nationalparks Yosemite, Sequoia, Grand Canyon und auch Mount Rainier zu legen und damit die ersten wichtigen Entwicklungen in Richtung Naturschutzgebiet in die Wege zu bringen. Weitere Info findet ihr mit KLICK in diesem lesenswerten Artikel.

 

YOSEMITE NATIONAL PARK – GIGANTISCHE GIPFEL

 

Kurz nachdem Frank und ich vom Parkplatz aus in Richtung Fluss laufen entdecken wir ein Eichhörnchen, dass sich durch uns überhaupt nicht stören lässt und ein Reh mit Kitz im Unterholz.

Die zwei bleiben auch einfach stehen und grasen gemütlich weiter.

 

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Dieses alpine Tal des Yosemite, das durch Gletscher erodiert wurde, ist nur 13 km lang und weniger als 1.600 Meter breit.

 

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An der Nordseite des Yosemitetales liegt der „El Capitan“, ein markanter Felsvorsprung dessen teilweise senkrecht abfallenden Flanken sich bis zu 1.000 Meter über dem Yosemite-Tal erheben.

 

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Der El Capitan ist ein Anziehungspunkt für Freikletterer und gilt als eines der Wahrzeichen des Nationalparks.

 

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Das meist fotografierte Motiv im Nationalpark ist allerdings der „Half Dome“, ein 2693 m hoher Berg am östlichen Ende des Tales.

 

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Seitdem der Fotograf Ansel Adams 1927 den Berg mit seiner charakteristischen Halbkugelform einem breiten Publikum bekannt gemacht hatte, ist er das Wahrzeichen des Nationalparks.

 

Uns haben neben den beeindruckenden Bergen die vielen wunderschönen, alten und riesigen Bäume imponiert.

Die gemütlichen, überdimensionalen Schwimmreifen im Fluss hätten wir auch gerne ausprobiert – viel entspannter kann man sich die Gegend kaum anschauen – oder?

 

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Aber mit Blick auf die Uhr heißt es „ab in Richtung Bus“ und Frank und ich träumen uns wieder einmal in Richtung Rente und wir stellen uns vor wie wunderschön es wäre jetzt ohne Uhr und Kalender mit dem Wohnmobil diese Gegend zu erkunden…

Naja, man wird ja noch träumen dürfen! Sooo lange dauert es bis dahin ja auch hoffentlich nicht mehr.

 

TUOLUMNE GROVE – GIGANTEN DES WALDES

 

Nach kurzer Busfahrt erreichen wir die gigantischen Sequoias im Tuolumne Grove.

 

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Wir haben die Wahl zwischen zwei Stunden gemütlich in der Sonne sitzen oder 1,2 km über einen breiten geteerten Weg durch den Wald zu den Giganten des Waldes laufen.

 

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Welch Frage! So schnell kann man gar nicht schauen wir Frank und ich „ab um die Ecke“ in den Wald laufen.

Uns fehlt unsere tägliche Bewegung ein wenig und so nutzen wir jede Möglichkeit die sich für eine (kleine) Wanderung bietet.

 

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Trotz menschlicher Einflüsse haben diese Baumriesen, deren Größe in der Tier- und Pflanzenwelt unerreicht ist, ihren Platz über Jahrtausende behauptet.

 

Mariposa Grove gilt der etwa 2.700 Jahre alte „Grizzly Giant.“

 

Sequoias existierten bereits zu Beginn der Geschichte der westlichen Welt. Als ältester noch lebender Baum im Mariposa Grove gilt der etwa 2.700 Jahre alte „Grizzly Giant.“

Die Ökologie der Mammutbäume ist komplex und erst in den vergangenen Jahrzehnten von Wissenschaftlern hinreichend erforscht worden.

 

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Sequoias sind nicht nur hervorragend an die immer wieder auftretenden Waldbrände angepasst, sondern für ihre Vermehrung sogar auf Feuer angewiesen.

 

Passend zu den Giganten gibt es auch riesige Zapfen
Passend zu den Giganten gibt es auch riesige Zapfen

Holz und Rinde dieser Bäume sind feuerbeständig. Brandspuren an den Stämmen großer, gesunder Bäume sind Zeugen dafür, dass sie zahlreiche Brände überlebt haben.

Die winzigen Samen brauchen zur Keimung entblößten, mineralhaltigen Boden und die Sprösslinge Sonnenlicht.

 

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Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus. Besonders der bereits verstorbene Baumstumpf durch dessen Mitte bequem ein Auto fahren könnte ist ein echtes Naturwunder und ein Hingucker allemal.

 

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Und wieder keimt der Wunsch einfach hierbleiben zu können. Das Schöne und Praktische an einer Rundreise ist zweifelsohne in kurzer Zeit sehr viele Reiseziele zu besuchen.

 

Wer allerdings wie wir 4500 km in 12 Tagen zurück legt sitzt erstens einige Stunden pro Tag im Bus und muss zweitens nicht selten früh aufstehen.

Aber sind diese Aufnahmen nicht jede Mühe wert? Wir sind der Meinung: JA!! Auf jeden Fall!

 

Als wir abends das Hotel in Modesto erreichen sitzen wir noch gemütlich ein paar Stunden zu viert am Pool – zwischendurch machen Corinna und ich uns auf die Suche nach einem Reisenden der auf dem Rückweg vom Restaurant ein wenig die Orientierung verloren hat.

Lost in Modesto mit Happy End – Gute Nacht!

 

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Morgen erreichen wir San Francisco, laufen über die Golden Gate Bridge, beobachten die lustigen Seelöwen am Pier 39 und besuchen Chinatown und die Fishermans Warf.

Schaut also wieder vorbei, denkt bis dahin wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

 

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare. Das Formular findet ihr wie immer am Ende der Seite.

 

8 Kommentare

  1. Es ist so schön, in Bild und Text diese wunderbare Reise nachvollziehen zu können! Diese traumhafte Natur! Mammut-Bäume bestaunt man voller Bewunderung.

    Liebe Grüsse
    Ingrid

    1. Hallo liebe Ingrid,
      ich weiß nicht worüber ich mich mehr freue – über deine netten Worte oder darüber dass die Kommentare ehe endlich wieder funktionieren
      Lieben Dank für beides!!
      Ich habe keine Ahnung warum es nicht und jetzt endlich wieder funktioniert…
      Einen schönen Tag wünsche ich dir

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...