2. REISETAG: LAS VEGAS - DEATH VALLEY – BAKERSFIELD

USA RUNDREISE – 2. LAS VEGAS – DEATH VALLEY – BAKERSFIELD

Nach dem Frühstück durchqueren wir auf dem Weg nach Pahrump die Nevada-Wüste und erreichen Death Valley, das ca. 85,5 m unter dem Meeresspiegel liegt. Wir besichtigen Furnace Creek, die Stovepipe Sanddünen sowie das Borax Minen Museum und übernachten in Bakersfield.

 

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Nach einem “easy going Flug” steht uns am restlichen Anreisetag “Las Vegas” zur freien Verfügung.

 

LAS VEGAS – EINE STADT DER SUPERLATIVE

 

Las Vegas liegt am südlichsten Zipfel des Staates Nevada nahe einer reichen Versorgung von Wasser und Strom durch die Boulder Talsperre und dem Mead See.

Es begann als eine winzige Wüstenkreuzung, die legales Spielen und Unterhaltung für Besucher aus umliegenden Staaten anbot.

 

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In den folgenden Jahren wuchs es zu dem größten Spiel- und Unterhaltungskomplex in der Welt.

Heute hat Las Vegas mehr als 100.000 Hotelzimmer, Tausende von Restaurants, Hunderte von Unterhaltungshallen, und Dutzende von gigantischen Kasinokomplexen.

 

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Es ist das populärste Touristenreiseziel und die am schnellsten wachsende Stadt in den USA.

 

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Zufällig habe ich eine Seite mit 50 Fakten über Las Vegas entdeckt. Wer von euch hätte z.B. folgendes gewusst?

20.000 Kilometer Neon-Röhren durchziehen den Strip und Downtown

Der Las Vegas Strip ist der hellste Ort auf der Erde, wenn man ihn aus dem Weltall betrachtet

Der Bronze-Löwe vor dem MGM wiegt 50 Tonnen und ist damit die größte Bronze Statue der USA.

Der Stratosphere Tower ist der höchste freistehende Aussichtsturm der USA aber dazu folgt ein separater Bericht am Ende der Tour.

Weitere interessante und lustige Fakten zu Las Vegas gibt es KLICKT HIER!

 

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Wir laufen ja echt gerne und viel durch die Gegend, aber bei diesen Temperaturen ist das nicht wirklich unser Ding.  Jedenfalls nicht an der “frischen Luft”. Apropos frische Luft…

Am Anreisetag zeigt das Thermometer in der Spitze 36 Grad – also kurze Hose und T-Shirt Wetter.

Das Casino und die Hotelzimmern kühlt der Amerikaner gerne unter 20 Grad und so ist es mit “Sommerkleidchen” draußen passend und kaum in der Rezeption oder im unvermeidlichen Weg durch das Casino “gggrrrrr kalt!”

An den Temperaturunterschied von bis zu 20 Grad müssen wir uns noch gewöhnen.

 

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Ob uns das in den nächsten zwei Wochen gelingt? Unsere Reiseleiterin Nana (nicht Nany!) steht jedenfalls eines guten Morgens mit “Russenmütze incl. Ohrenschützern” im Bus. Aber dazu später mehr.

Dieses „Runterkühlen“ erfüllt das erste Klischee “Die spinnen, die Amis!” Ich habe eine echt lesenswerte Seite entdeckt in der etliche Thesen zu dieser Aussage aufgelistet sind. KLICKT MAL RÜBER!

Ach ihr lieben Mitreisenden dieser Tour. Ihr wisst mit welchen Eindrücken und Erfahrungen wir das Land der unbegrenzten Möglichkeiten am Anreisetag betreten und nach 14 Tagen wieder verlassen haben. Ich glaube wir haben nicht nur viel gesehen und erlebt, sondern auch sehr viel dazu gelernt.

Unsere Reiseberichte schreibe ich grundsätzlich chronologisch und die Quintessenz folgt ja erst am Ende… Schön war´s!!! Aber alles der Reihe nach!

 

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Pünktlich um 9 Uhr starten wir am 2. Reisetag unsere Bustour und werden kurz nach Fahrtantritt mit dem Countrysong “On the Road again” im blitzblanken und fast neuen Reisebus begrüßt.

Ach menno – diese Melodie wird mich/uns ever an diese ultimativ schöne Tour erinnern. (Anm. der Redaktion – das hat sich auch ein Jahr später noch nicht geändert! Greven, 31.08.2017)

Der Bus erhält samt souveränen Fahrer “Ed, the best!” den ersten “Daumen hoch”.

 

Über die Frühlingsberge hinweg durchfahren wir kurze Zeit später Pahrump.

PAHRUMP UND SEINE BORDELLE

 

Die ersten Siedler dieser Gegend waren die Shoshonen. Der Name der Stadt leitet sich wahrscheinlich vom Namen Pah-Rimpi-Rimpi ab, dass so viel wie „Wasserfelsen“ bedeutet.

Im 19. Jahrhundert kamen die ersten Siedler hierher allerdings hatte die Stadt bis in die 60er Jahre keinen Telefonanschluss und die einzige Zufahrt zur Stadt war eine Kiesstraße.

Pahrump ist gegenwärtig vor allem wegen seiner (legalen) Bordelle bekannt die z. B. In Las Vegas verboten sind.

 

DEATH VALLEY UND WIE ES ZU SEINEM NAMEN KAM

 

Das Tal erhielt seinen Namen, nachdem 1849 zwei Gruppen von Reisenden mit insgesamt etwa 100 Wagen eine Abkürzung des Old Spanish Trail suchten und dabei in das Tal gerieten.

Nachdem sie wochenlang keinen Ausweg aus dem Tal gefunden hatten und bereits gezwungen waren, mehrere ihrer Ochsen zu verspeisen (wobei sie das Holz ihrer Wagen als Brennholz verwendeten), ließen sie ihre restlichen Wagen zurück und verließen das Tal über den Wingate Pass.

Dabei drehte sich eine der Frauen aus der Gruppe um und rief dem Tal ein „Goodbye Death Valley“ hinterher.

Trotz einer weitverbreiteten Legende soll niemand aus der Gruppe bei der Taldurchquerung umgekommen sein, bis auf einen Greis namens Culverwell, der schon beim Betreten des Tales sterbensmatt gewesen war.

 

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Der Death-Valley-Nationalpark liegt in der Mojave-Wüste. Er ist der trockenste Nationalpark in den USA und liegt südöstlich der Sierra Nevada, zum größten Teil auf dem Gebiet Kaliforniens und zu einem kleineren Teil in Nevada.

Der tiefste Punkt des Tales liegt 85,95 Meter unter dem Meeresspiegel.

 

An unserem ersten Stopp des Tages genießen wir die grandiose Aussicht und sind wahrlich beeindruckt.

 

FURNACE CREEK RESORT UND BORAX MUSEUM

 

Während der Mittagspause am Furnace Creek Resort schauen wir uns die ausgestellten Museumstücke am Borax Museum an.

Wenn man sich vorstellt wie sich die Arbeiter mit diesen Maschinen vor ca. 100 Jahren in der Hitze gequält haben beeindrucken die Gegenstände noch mehr.

Wir suchen uns jedenfalls ein schattiges Plätzchen und laufen nur für einen kurzen Moment durch die Ausstellung – ü40 Grad ist nur in der Sauna unsere Wohlfühltemperatur.

An der Sanddüne gibt es am Nachmittag einen weiteren Fotostopp – die umherliegenden Bäume gefallen mir besonders gut.

 

Es sollte erwähnt werden, dass es bei den diversen Stopps keinerlei Probleme gibt 50 Reisende wieder pünktlich in den Bus zurück zu ordern.

 

Der Bus hält, 50 Leute steigen aus und zur vorgegebenen Uhrzeit sitzen alle Gäste wieder brav und artig auf ihrem Platz. Ob es in den nächsten 14 Tagen immer so funktioniert? Warten wir es ab.

 

FATHER CROWLEY POINT – TOP GUN UND TOM CRUISE

 

Um 16 Uhr erklärt uns Nana am Aussichtspunkt Father Crowley Point, dass sie bei vorherigen Besuchen rein zufällig Zeuge spektakulärer Flugübungen geworden ist.

 

Wir stehen an der vorderen Spitze eines Felsplateaus, das spitz in ein Seitental hineinragt, aber leider möchte uns heute kein Top (Gun) Pilot von seinen Fähigkeiten überzeugen. Schade!

 

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Zum Trost zeigt uns Nana anschließend im Bus ein paar Szenen aus dem Film TOP GUN, die hier im Death Valley gedreht wurde.

Und während ich hier den Text schreibe läuft im Fernseher dieser Film – und ich erinnere mich zu gerne an unsere Fahrt durch das „Tal des Todes“. Wenn ich Tom Cruise sehe fällt mir direkt der Flug über den Bryce Canyon ein. Dazu in einer Woche mehr! Völlige Reizüberflutung…

Nach einem langen, heißen und sehr abwechslungsreichen Tag kommen wir abends in Bakersfield an und fallen mehr oder weniger platt ins Bett.

Wer Ruhe und Erholung sucht ist auf dieser Tour falsch. Wer allerdings viel Neues kennenlernen und möglichst viel erleben will und dafür frühes Aufstehen und viele Stunden im Bus in Kauf nimmt, der sollte diese Tour  buchen! Ob wir am Ende der Reise noch der gleichen Meinung sind? Wartet einfach die nächsten Berichte ab…

Ganz liebe Grüße an unsere Reiseleitung Nana und unseren Busfahrer Ed, an Corinna und Bernd und alle anderen Mitreisenden – und an alle anderen Leser natürlich auch – weitere Bilder dieses Tages findet ihr durch KLICK HIER! blättern.

Schaut gerne wieder vorbei, denkt bis dahin wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

 

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare. Das Formular findet ihr wie immer am Ende der Seite.

 

13 Kommentare

  1. Hallo Petra und Frank,

    Als Teilnehmer der Reise sagen wir ein herzliches “Dankeschön” für die tollen Ausführungen und Fotos. Da bleibt die Erinnerung frisch!
    Selbst für Leser, welche nicht an dieser super Reise teilgenommen haben, ergibt sich mit eureren Berichten das Gefühl, als wären sie live dabei gewesen.
    (Originalton Schwiegermutter)
    Gespannt verfolgen wir dir Fortsetzungen.
    Liebe Grüße
    Claudia und Kajo

    1. Hallo ihr Lieben,
      wie schön euch zu lesen.
      Wenn irgend etwas die Arbeit lohnt dann sind es anerkennende Worte wie eure.
      Herzlichen Dank dafür und liebe Grüße von uns Beiden auch an die mitlesende Schwiegermutter
      Teil 5 geht heute Abend online

      die Petra

  2. Hi Petra und Frank,

    herzlichen Dank für die jetzt schon klasse Beschreibung unserer gemeinsamen, erlebnisreichen Reise.
    Freue mich auf deine Fortsetzung der Reisetage.
    Ach ja, wie Roland beschreibt: Jetlag. Morgens um sieben gehe ich ins Bett,
    stehe gegen 14 h auf und bin anschl. unheimlich müde; und wer macht mir den
    von Laub und Unkraut übersäten Garten?
    Petra, für die aufwendige Aufarbeitung der Reise, die du uns allen zur Verfügung stellst, nochmals meinen lieben Dank.
    Grüß`dich und Frank
    Anneli

    1. Hey Anneli,

      schön dich zu lesen. Besten dank für deine netten Worte! Es freut mich sehr wenn jemand Spaß daran findet in unseren Reiseerlebnissen zu stöbern. Aber bei dieser Reise war es, wie ich finde, schon sehr speziell.

      Das aus so viele Menschen unterschiedlichen Alters, Herkunft, Kondition usw. am Ende einer erlebnisreichen und traumhaften Reise eine so tolle “Großfamilie” wird ist schon etwas Besonderes.

      Ich kann es ehrlich kaum abwarten die ganzen Berichte fertig zu stellen. Noch nin ich in Gedanken “drüben” und es schreibt sich mit der nötigen Begeisterung am Erlebten:-)

      Wenn du morgens um 7 Uhr ins Bett gehst habe ich übrigens schon 1 Stunde Arbeit hinter mir 🙂

      Die Grüße an Frank werde ich gerne ausrichten, Dank im Voraus

      Die Petra… muß jetzt ins Bett, der Wecker klingelt um 4:45 Uhr

  3. Hallo Petra,
    die ersten Tage hast du super beschrieben. Bin gespannt wie es weitergeht. Leide am ersten Arbeitstag noch an der Zeitumstellung.
    Liebe Grüße
    Gloria und Roland

    1. Hallo Gloria und Hallo Roland,

      es freut mich sehr dass ihr den Weg auf unsere Reiseseite gefunden habt. Herzlichen Dank für die anerkennenden Worte.
      Die Zeitumstellung haben wir einigermaßen “weggesteckt” – mir persönlich macht das Fernweh und das “Ich will wieder dorthin zurück” viel mehr zu schaffen.
      Auch 1001 Bilder und viele Worte werden den Daheimgebliebenen unsere Erlebnisse nicht komplett vermitteln können…

      Und so ich freie Zeit finde arbeite ich an der Fortsetzung – es folgen ja noch soooo viele Highlights 🙂 Aber das wisst ihr ja!

      Liebe Grüße aus dem Münsterland senden
      Petra & Frank

  4. Ein toller Bericht mit Fotos!
    Die Bäume gefallen mir besonders gut! 😀

    Obwohl ich deinen Blog abonniert habe, bekomme ich keine Nachricht über einen neuen Beitrag. Ich muss also immer in Abständen bei meinen Blog-Freunden nachschauen, ob es etwas Neues zu lesen gibt. Bei Blog.de klappe dies besser.
    Wie geht es euch mit der Information?

    1. Hallo Ingrid,

      das ist ja echt schade. Hast du das Abo über WordPress oder per Mail aktiviert? Da muss ich den Fehler aber dringend finden… Mich wundert überhaupt dass es in letzter Zeit kaum Besucher gibt – das war früher anders. Sehr seltsam. Es wäre toll wenn du mir sagst ob es a) früher funktioniert hat und b) über WP oder Mail.
      Lieben Dank dass du dennoch den Weg immer wieder hierher findest – der aktuelle Bericht ist soeben online…
      Liebe Grüße
      Petra

  5. Liebe USA Reisende, welcome back! Interessanter Bericht und tolle Fotos…aber ich wär nicht ich , wenn ich trotz Eurer Begeisterung, die mich natürlich sehr freut, mir nicht den einen oder anderen Gedanken machen würde…ist es nicht eigentlich ein bisschen “tragisch”, dass im ehemaligen Shoshonen Gebiet heute “legale Bordelle” der Weissen (wie ich vermute) zu finden sind..?

    1. Hallo Petra,
      mich berührt dann noch mehr die Geschichte der Indianer als solche analog zur Geschichte der Dunkelhäutigen in Afrika oder Aborigines in Australien. Überall auf der Welt hat “der Weiße” die Eingeborenen vertrieben. Tragisch aber lange vor unserer Zeit geschehen.
      Prostitution gibt es schon seit vielen Hundert Jahren, ganz gleich, ob die Ausübung dieses Berufs in einer bestimmten Epoche verboten war oder nicht. Es ist daher auch unvorstellbar, dass die Prostitution einmal von der Bildfläche verschwinden wird. Seinen Anfang nahm der Handel mit der körperlichen Lust vermutlich in der Antike. Das wird unser (Nicht) Besuch gewiss nicht ändern.
      Wir haben auf dieser Reise viel gelernt und einiges zur “Völkerverständigung” beigetragen – das ist uns wichtig. Das Rad der zeit drehen wir auch nicht zurück.

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...