BRYCE CANYON

USA RUNDREISE: 10. TAG LAKE POWELL, ANTELOPE U. BRYCE CANYON

Nachdem wir euch in Wort und Bild vom Grand Canyon berichtet haben stehen heute gleich drei (Hammer!!) Highlights im „Terminkalender“. Wir starten am frühen Morgen mit einem Flug über den Lake Powell, klettern in die Tiefen des Antelope Canyon und wandern am Nachmittag entlang des Bryce Canyon. Ich kann euch sagen – wir kommen aus dem Staunen nicht heraus und lassen euch gerne teilhaben.

 

LAKE POWELL VON OBEN – ODER TOM CRUISE FÜR ANFÄNGER

 

Vor Reiseantritt war eeeeiiiigentlich (welch faszinierendes Wort) nur der Flug über den Grand Canyon als Highlight geplant. Die liebe Nana hat uns aber derartig vom Lake Powell und dem Antelope Canyon vorgeschwärmt, dass für uns eine „Nichtteilnahme“ nach kurzem Blickwechsel als unmöglich verworfen wurde.

 

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Entsprechend sind an diesem frühen Morgen die Erwartungen sehr hoch gesteckt. Ob sie erfüllt werden oder wir die fälligen Beträge besser in etwas “Vernünftiges” (definiere vernünftig!) hätten investieren sollen? Am Ende des Tages werden wir es wissen.

 

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Um 6:00 Uhr begrüßt uns der heutige Reisetag mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Ob dies ein gutes Omen ist?

Reichlich gespannt und recht aufgeregt machen wir uns zeitig auf den Weg und erreichen schon um kurz nach sieben Uhr den kleinen Flughafen nahe Page.

 

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Der Himmel ist etwas bedeckt aber Nana gibt uns mit auf den Weg, dass der bedeckte Himmel ideal sei um schöne Bilder einzufangen. Hoffentlich hat sie sich da nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt…

 

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Während Nana sich am Flughafen um unsere Tickets kümmert schauen wir uns die sehr verzweigte Fjordlandschaft des Lake Powell auf der Landkarte an.

 

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Solche Wunderwerke bringt nur die Natur zustande… Lake Powell wir kommen, gleich!

Die Existenz des Lake Powell ist dem Glen Canyon Dam zu verdanken, der in den 60er Jahren zur Stromgewinnung mitten in den Colorado River gebaut wurde.

Hinweis: Mit Klick auf die Bilder öffnen sich die großen Originalaufnahmen! Oder ihr klickt euch HIER zum dazugehörigen Album.

 

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Der See reicht vom südlichen Ende bei Page bis weit nach Utah hinein und einzigartige Gesteinsformen bilden das 3150 km lange Ufer. Erinnert ein wenig an die zerklüftete Fjordküste Norwegens…

 

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An dieser Stelle könnte eine Schätzfrage stehen und ich denke die meisten Antworten wären von der korrekten Antwort weit entfernt.

Hätte jemand von euch bei der Frage wie lange es gedauert hat bis der Stausee vollständig gefüllt war auf 17 Jahre getippt?

Na klar, Christian hätte es natürlich gewusst! Das hätten wir uns ja denken können. Liebe Grüße ins Sauerland!

 

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Im Jahre 1956 wurde mit dem Bau des Glen Canyon Dam begonnen. Im Jahre 1963 wurde der Lake Powell mit 33,3 Mrd. m³ Wasser der zweitgrößte Stausee der USA und am 22. September 1966 wurde er durch Ladybird Johnson eröffnet.

 

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Hier könnte ihr Boot liegen, Herr Christian B. aus H. im S.

Soviel zu Fakten und Zahlen – mich bzw. uns begeistern aber weit mehr Natur und Landschaft und „ich will“ jetzt in die Luft. Oooohhh menno, wie fasst man diese Spannung in Worte? Denkt euch etwas aus und kommt einfach mit…

 

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Hat uns gestern noch ein, na nennen wir ihn einstweilig „komischer Typ“ (nicht im Sinne von lustig) über den Grand Canyon geflogen, begrüßt uns heute gut gelaunt und „very smart“ Tom Cruise himself. Naja, nicht ganz der echte aber doch eine gute Kopie.

 

Gruß an alle Mitreisenden - die Emsländer im Besonderen :-)
Gruß an alle Mitreisenden – die Emsländer im Besonderen 🙂

Kurz angeschnallt und die Kopfhörer aufgesetzt und schon schauen wir uns kurze Zeit später erst einmal Page von oben an. Wir entdecken die Staudammmauer und, welch Freude, kann ich auch noch weitere Bilder von der wunderschönen Brücke einfangen.

 

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Ok Nana, der erste Punkt geht an dich. Die Bilder werden trotz, oder wegen, des bedeckten Himmels super – keine blendende, grelle Sonne ist von Vorteil! Und die Schatten der Wolken sehen auf den großen weiten Flächen spannend aus.

 

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Während der dreiviertel Stunde über dem Lake Powell kommen wir aus dem Staunen nicht heraus. Welch grandiose Landschaft!

Die verschiedenen Rot, Braun und Beigetöne, grüne Farbtupfer und dazwischen das blau-türkis-grüne Wasser.

Welch Freude und welch Ehrfurcht. Man möchte den Moment einfrieren und diese Eindrücke konservieren.

Ich lasse einfach die Bilder sprechen, sonst quatsche ich mich um Kopf und Kragen…

Plötzlich und wie aus heiterem Himmel (hahaha, welch passend Wortspiel) kippt die Maschine im fast 180 Grad Winkel zur Seite und fliegt entlang der Felswände weiter. Heia Safari, das war ja ein toller Gag.

 

Geiersturzflug... welch ein Spaß!
Geiersturzflug… welch ein Spaß!

Juuuuhuuuu mehr und nochmal!!! Das ist so mein Gedanke, andere Reiseteilnehmer sind spontan ganz anderer Meinung und schauen eher verzagt aus der Wäsche.

 

Könnt ihr die Boote am Ufer erkennen?
Könnt ihr die Boote unten links im Bild am Ufer erkennen?

Genauso plötzlich, wie sie „gekippt“ ist, liegt die Maschine (leider) blitzschnell wieder brav und artig in der Waagerechten und gleitet sanft über die grandiose Landschaft.

 

Könnt ihr rechts im Canyon den klitzekleinen Flieger erkennen?
Könnt ihr rechts im Canyon den klitzekleinen Flieger erkennen?

Und zack, noch einmal das gleiche Manöver, ja unser Tom Cruise ist zu Scherzen aufgelegt und auf dem besten Wege ein feines Trinkgeld zu „erarbeiten“.

Ich glaube allerdings, er selbst hat mindestens den gleichen Spaß an diesen kleinen Überraschungen.

Top Gun für Anfänger… Schön war´s!!!

 

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Welch ein Glück, dass Frank und ich leicht begeisterungsfähig sind und auf den Rat der Reiseleiterin gehört haben. Auch Punkt zwei geht in Gänze an die liebe Nana.

Ein Flug über den Lake Powell ist gigantisch und eine lohnenswerte Investition. Es war ein schöner Flug sagen die einen und ich sag das war “einfach nur geil!”

Frank versteht mich… Anja auch, ok und C. aus H. im S. und ein paar andere auch. Sie seien hiermit gegrüßt:-)

 

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Wie sollte man diese Aussicht jemals vergessen??

Kostet dieser Flug auch pro Person analog zum Flug über den Grand Canyon 185,00 Euro ist er uns doch jeden Cent wert gewesen.

Ich habe Kollegen die schleppen größere Beträge all monatlich zum Brötchenwagen oder verrauchen sogar noch mehr als diesen Betrag (jammern aber gleichzeitig noch über chronischen Geldmangel) Tja, jede(r) wie er/sie mag – oder?

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Ich könnte diesen Flug noch durch weiteren Text und Hunderte von Bildern fortsetzen aber es stehen an diesem Tage noch zwei weitere Highlights auf der TO DO Liste.

 

ANTILOPE / ANTELOPE CANYON – BIZARRES FARBSPIEL UNTER DER ERDOBERFLÄCHE

 

Um halb neun haben wir wieder festen Boden unter den Füßen und erreichen schon um 9:00 Uhr Highlight Nr. 2, den meistbesuchten Slot Canyon im Südwesten der Vereinigten Staaten.

 

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Es ist nicht nur warm es ist heiß an diesem Tag und selbst zu dieser frühen Stunde suchen wir bereits freiwillig ein Plätzchen im Schatten.

 

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Der Antelope Canyon verdankt seinen Namen den Gabelantilopen, die früher in diesem Gebiet lebten.

 

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Was mag es sein? Für mich ist es eine der besten Aufnahmen im Antilope Canyon… Ok, B. aus O. du bist anderer Meinung auch das ist ok!

Es gibt zwei verschiedene Antelope Canyons. Zum einen den Upper Antelope Canyon, auf Navajo Tsé bighánílíní (etwa: der Platz, an dem das Wasser durch die Felsen strömt) und den Lower Antelope Canyon, den die Navajos Hazdistazí (etwa: gewundene Felsbögen) nennen.

 

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Die Canyons liegen in der Navajo-Nation-Reservation und sind nur mit geführten kostenpflichtigen Touren begehbar.

Nana kümmert sich um unsere Eintrittskarten und kommt nach einer Weile mit drei Scouts zu uns zurück. Es werden ruckzuck drei Gruppen mit ca. 10 Mitreisenden gebildet und aufgeregt und sehr gespannt geht es am Lower Canyon über metallene Stiegen in den Abgrund.

 

Links unser Scout - rechts, ach ihr wisst schon :-) Die beste Ehehälfte überhaupt trägt die Last aber stets ohne Hast!
Links unser Scout – rechts, ach ihr wisst schon 🙂 Die beste Ehehälfte überhaupt trägt die Last (aber stets ohne Hast!)

Wie ich jetzt bei der Recherche lese haben wir für unsere Tour um „halb zehn in USA“ die perfekte Tageszeit erwischt. Ach ist das alles aufregend…

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Aber nicht nur aufregend, sondern auch eng, sogar ziemlich eng, und Reisende mit Platzangst sollten sich einen Besuch vorher gut überlegen.

Wir zwängen uns durch die Felsspalten und werden durch unseren Scout langsam von einer „Höhlenkammer“ zur nächsten geleitet.

An einigen Stellen können wir kaum das Tageslicht erkennen und es wird zunehmend stickiger.

Recht originelle Leiter...
Recht originelle Leiter…

Als wir eine Weile ziemlich dicht zusammen gepfercht stehen bleiben um den Gegenverkehr passieren zu lassen hat Frank schon direkt „keinen Bock“ mehr und will zum Eingang zurück.

Zum Glück ist das aber nicht möglich und der Tross setzt die Wanderung entlang der spektakulären Felswände fort.

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Wasser und Wind haben den Canyon über Jahrtausende modelliert und dabei tiefe Einschnitte im Gestein hinterlassen.

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An einigen Stellen schickt die Sonne ihr Licht über schmale Öffnungen von oben hinein und der rotbraune Sandstein leuchtet in den herrlichsten Pastelltönen.

Wir staunen und fotografieren und sind einfach nur sprachlos. Und ja, ihr dürft diesen Bericht liken, auswendig lernen und weiterleiten!

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Gut das Nana uns vor dieser Tour gesagt hat dass wir keine Sorge um unsere Kamera haben sollen. „Wenn der Scout nach eurer Kamera fragt gebt sie einfach ab. Ihr werdet schon sehen wozu das gut ist.

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Und tatsächlich! Die Kleine (so nennen Frank und ich dieses Schulkind mit Zahnspange) nimmt sich unsere Kamera und zack klick hier und klick dort hat sie binnen Bruchteilen von Sekunden was auch immer ver- bzw. eingestellt – macht zwei Aufnahmen und gibt uns die Kamera (die in unserem Fall „nur“ ein Handy ist) zurück und das Ergebnis haut uns fast um!

Nach Sichtung des Ergebnisses weichen wir keinen Meter mehr von ihrer Seite und löschen anschließend im Bus erst einmal unsere ersten Aufnahmen.

 

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Immer wieder legen wir Fotostopps ein. Ohne viele Worte nimmt sich „die Kleine“ unsere Kameras, stellt uns hier und dort hin und freut sich, wenn wir ihre Arbeit loben. Und ja, sie macht einen tollen Job.

Und ehe vergesse es zu erwähnen – auch Frank ist sehr froh dass ihm der Rückweg zu Beginn der Tour versperrt wurde.

Wieselflink hüpft sie hin und her, achtet darauf, dass niemand die Gruppe verlässt während sie all die anderen Mitreisenden ebenfalls mit tollen Aufnahmen versorgt.

Aufgrund ständig wechselnder Lichtverhältnisse entstehen immer wieder neue Motive. Bereiche die noch kurz vorher im Schatten lagen, werden plötzlich angestrahlt und die gegenüberliegende Felswand “erglüht” im indirekten Licht.

 

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Während unserer Wanderung erleben wir ein Feuerwerk der Farben, dass wir sicher nicht wieder vergessen und unzählige Bilder werden zusätzlich für lebhafte Erinnerungen sorgen.

Kurz vor dem Ausgang wirft “die Kleine” noch eine Handvoll staubigfeinen Sand in die Luft aber nicht ohne uns vorher darauf hinzuweisen. Eine einfache wie wirkungsvolle Art und Weise Licht sichtbar zu machen… mir gefällt diese Aufnahme besonders gut.

 

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Aber es nutzt alles nix denn nach 1,5 Stunden ist unsere Wanderung durch den 800 Meter langen Canyon leider vorüber und wir klettern über eine steile Leiter wieder in die Freiheit.

 

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Welche Aufnahmen haben euch bisher am meisten begeistert? Seid ihr lieber eine Weile mit uns über den Lake Powell geflogen oder konnten eher die pastellfarbenen Felswände euer Interesse wecken?

Ihr könnt euch nicht entscheiden, weil beides unglaublich schön aussieht?

Ja, dieser Meinung sind wir auch! Aber aller guten Dinge sind bekanntlich drei und so folgt final noch der Besuch des Bryce Canyon.

 

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Nach der üblichen Mittagspause fahren wir noch ein Weilchen durch Arizona ehe wir den Bundesstaat Utah erreichen.

 

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Denken wir daheim an Utah fällt uns vielleicht als erstes Salt Lake City und die Olympischen Winterspiele 2002 ein.

Das extreme Steppenklima sorgt in diesem Bundesstaat tatsächlich für schneereiche Winter mit bis zu -6 Grad und heiße Juli und Augustwochen mit bis zu 34 Grad.

 

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Die Geschichte von Utah ist lesenswert, zogen doch 1856 die sogenannten Handkarren Pioniere von Iowa City zu Fuß mit 50 kg Gepäck bis Salt Lake City. Mehr dazu mit KLICK hier.

 

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Am 11. September 2016 könnte das Wetter nicht besser sein – strahlend blauer Himmel und die Sonne lacht vom Himmel. Die ca. 160 Meilen durch Utah zum Bryce Canyon vergehen wir im Fluge.

Wie gerne hätte ich unterwegs einen Stopp eingelegt, aber so ist es eben bei einer Rundfahrt – sie vermittelt Eindrücke und weckt den Wunsch das Land oder die Gegend noch einmal in Ruhe auf eigene Faust zu erkunden.

Der Plan steht, die USA und auch Utah im Speziellen mit dem Wohnmobil bereisen. Ohne Kalender und nur mit leichtem Gepäck!

 

Eines Tages fällt dir auf,
dass du 99% nicht brauchst.
Du nimmst all den Ballast
und schmeißt ihn weg,
Denn es reist sich besser,
mit leichtem Gepäck.

 

Aber noch ist es nicht soweit und der Bryce Canyon will erobert werden.

 

BRYCE CANYON – EIN HIGHLIGHT KOMMT SELTEN ALLEIN

 

Die im Nationalpark lebenden Paiute nennen den Canyon, frei übersetzt, „Rote Felsen, die wie Männer in einen schlüsselförmigen Canyon stehen“. Es klingt etwas holperig beschreibt die einzigartigen Felsformationen dieses großartigen Nationalparks aber sehr treffend.

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Im Gegensatz zum Antelope Canyon ist der Bryce Canyon im eigentlichen Sinne kein Canyon, da er durch Frost-Tau-Zyklen und nicht durch einen Fluss geformt wurde.

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Punkt 15:09 Uhr stehen wir am Sunrise Point und Nana erklärt uns den Verlauf des restlichen Tages. Wir können dies und jenes (blablabla… ich höre gar nicht mehr richtig zu) ab dem Moment in dem sie uns von der „Königsroute“ berichtet kann ich den „Startschuss“ gar nicht abwarten und möchte am liebsten direkt loslaufen.

 

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Frank möchte sich zusammen mit unseren Freunden aus dem Emsland lieber erholen und so laufe ich alleine los.

 

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Ok, nicht ehe ich mich mit drei Flaschen Mineralwasser versorge – der liebe Gatte ist ja so fürsorglich und ich oft unvernünftig. Ein tolles Team!

 

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Wie die einzelnen Erhebungen, Türmchen, Felsvorsprünge heißen, wie alt sie sind und wie sie wann entstanden sind, ist mir völlig egal.

 

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Ich laufe, bleibe stehen, staune und bin einfach nur hin und weg. Heulen darf erlaubt sein und das mache ich. Nicht laut aber irgendwann stehe ich so da und merke wie mir Tränen einfach so aus den Augen laufen…

 

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Während ich schreibe läuft im Hintergrund „Return to Innocence v. Enigma“ – könnte ein Text besser passen?

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Ein Weilchen habe ich die Strecke für mich ganz alleine und ich erinnere mich an meinen morgendlichen Ausflug am Plitvicer See drei Stunden bin ich dort ganz alleine um die ganze Seenplatte gelaufen. Glück auf Erden!

 

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Aber zurück nach Utah und in den Bryce Canyon. Ich kann überhaupt nicht genug von dieser irren Aussicht bekommen und bin völlig aufgedreht und gespannt welche Aussicht sich hinter der nächsten Kurve offenbart.

 

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Weiter und immer weiter eile ich bergab. Ja, eile ist die passende Beschreibung denn ich bin vieles aber gewiss nicht geduldig.

 

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Durch tiefe Schluchten und Mauern mit Türmchen, die an Ruinen einer alten Stadt erinnern führt der Weg weiter steil bergab.

 

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Und dann plötzlich „aus der Traum“- die Wirklichkeit hat mich wieder. Eine asiatische Reisegruppe macht schon von weitem auf sich aufmerksam und ich muss mir die herrliche Ruhe inmitten der einsamen Natur und großartigen Felsformationen mit mindestens zwanzig Chinesen teilen.

 

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Der steile Aufstieg über den Navajo Loop Trail bietet abschließend noch etliche beeindruckende Fotomotive aber die Stimmung will nicht mehr so recht aufkommen.

 

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Um 16:09 Uhr stehe ich schon wieder am Sunrise Point. Ach, viel zu früh! Ich hätte mir noch viel mehr Zeit lassen können und sollen.

 

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TIPP – Besuch auf die frühen Morgenstunden legen und gaaanz viel Zeit einplanen. Der Bryce Canyon ist spektakulär und zu tiefst beeindruckend. Wir kommen wieder!

 

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Den heutigen Tag mit all seinen Eindrücken kann man kaum in Worte fassen und so hoffe ich, dass die Bilder euch ein wenig von dem vermitteln könnenen was wir ganz tief in unserer Erinnerungsschublade verstaut haben.

 

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Der nächste Reisetag wird voller Kontraste sein. Vom Bryce Canyon aus fahren wir zum bzw. durch den Zion Nationalpark.

Diese einzigartige, vom Wind und der Kraft des Virgin Rivers geschaffene Landschaft ist mehr als erstaunlich. Das krasse Gegenteil von Natur und Landschaft steht abends auf dem Programm – eine nächtliche Stadttour durch Las Vegas.

Und dank Novemberunschönwetter ist auch die Fortsetzung bereits fertig – Klickt euch also gerne zur Fortsetzung.

Denkt bis dahin immer daran:

 

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare. Das Formular findet ihr wie immer am Ende der Seite.

 

 

18 Kommentare

  1. In etwa die gleiche herrliche Tour machten wir vor mittlerweile 8 Jahren, als wir noch zu zweit waren… – mit einigen Abstechern allerdings, so entschlossen wir uns auch noch kurzfristig von San Francisco aus nach Portland, Oregon zu fliegen, um ein Dylan-Konzert zu besuchen 😉 Aber wir hatten auch 4 Wochen zur Verfügung. Dieser Antelope Canyon ist eines der schönsten Naturwunder, das ich bisher sah. Wir entschieden uns seinerzeit für den “Upper Canyon”. Aber das muß man vor Ort entscheiden, je nach zur Verfügung stehender Zeit und momentanen Lichtverhältnissen. Und an dieser “Horseshoe Bend”, dieser Flußschleife, die ihr überflogen habt, saßen wir oben an der Kante zum Sonnenuntergang…. Schöne, aber auch wehmütige Erinnerungen.. Jedenfalls standen am Ende 6.432 Kilometer mehr auf dem Tacho und jeder davon war es wert. Inzwischen habe ich die Staaten noch zweimal bereist – die Ostküste mit 3.396 km und den Süden mit 4.585 km – und schöne Plätze gab es überall, aber diese erste US-Südwest-Rundreise war einfach nur genial! Wie bei Euch!

    1. Danke für den ausführlichen Kommentar wir waren vor dieser Rundreise eher USA kritisch können aber aufgrund der grandiosen Nationalparks unseren Rentenantritt kaum erwarten um mit unserem Wohnmobil all diese traumhaften Landschaften in Ruhe zu bereisen. Deine Beschreibung bestärkt uns abermals uns auf dieses “Projekt” sehr zu freuen. Ohne Uhr und Kalender im eigenen Rollhotel ist einfach die schönste Art zu reisen Jedenfalls für uns… Liebe Grüße

    1. Eigentlich recht easy – mit einer simplen Funktion in der Fotogalerie… Einfach eine Handvoll Bilder aussuchen und auf “Collage erstellen” klicken. Oft gefällt der erste Entwurf sonst einfach einen 2. Versuch starten… Ich suche nicht einmal die Position der einzelnen Bilder aus das schafft jeder und das Programm war schon auf dem Laptop

  2. Liebe Petra, da hast Du Dich in Deiner Vorankündigung nicht zu sehr aus dem Fenster gelegt! H A M M E R! Und es bestärkt mich fulminant, bald die Nationalparke in den USA zu bereisen. Ein ganz toller Bericht! 🙂 LG Simone

    1. Hallo und guten Morgen Simone,

      herzlichen Dank für die netten und anerkennenden Worte, freut mich total! Wenn dich die Bilder oder der Bericht anregen dieses Reiseziel selbst zu erkunden ist das Motivation und Ansporn auch den nächsten Bericht fertig zu schreiben.

      Ich sitze gerade gemütlich bei einer Tasse Kaffee und sortiere fernwehgeplagt die Bilder die der liebe Ehegatte eingefangen hat.

      In Gedanken und meinen Tagträumen bin ich direkt wieder in den Nationalparks der USA unterwegs…

      Einen schönen Freitag und ein tolles Wochenende wünscht dir

      Petra

  3. Also mir fehlen die Worte ! Ich weiß gar nicht wie ich diesen Beitrag kommentieren soll ! Habe viele Bilder ( vor allem aus dem Flugzeug) angeklickt und die in “groß” angesehen. Ich kann sie nicht beschreiben ! Es muss ein Traum sein sowas “live” zu sehen und diese Reise kann man niemals im Leben vergessen. Die Fotos sind sowas von gut , da gibt es bei mir keine Steigerung. Hat natürlich alles gepasst und bei dem Wetter muss einfach alles gelingen. Ich kann mich von meiner Seite aus nur bedanken über diesen tollen Beitrag ! Mir fällt einfach nichts mehr ein ! Danke Traumhaft ! Manni

    1. Lieber Manni,

      Ich bin gleichermaßen erfreut wie begeistert ob deiner so netten und begeisterten Worte und ein bisschen verlegen…
      Ganz lieben Dank für deinen Kommentar!
      Es war mir eine Freude dich mitzunehmen und ich werde es immer wieder gerne machen
      Einen schönen Abend wünsche ich dir

      1. verlegen ? Nein das brauchst du nicht sein. Ich finde es ist einer der schönsten Berichte die ich hier in WordPress gelesen habe und von den Fotos reden wir nicht mehr. Du hast dir so unglaublich viel Mühe gegeben und dies muss belohnt werden und sei es nur durch ein paar nette Worte ! Du hast sie dir verdient keine Frage !!!!

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...