SÜDAFRIKA RUNDREISE – TAG 22-23: DULLSTROOM UND NDEBELE

ZU BESUCH BEI DEN NDEBELE
ZU BESUCH BEI DEN NDEBELE

Von einem Besuch im Ndebele Museumsdorf in Botshabelo, Fremdschämen und unseren Erkenntnissen diese Rundreise betreffend. Langsam aber sicher geht diese wundervolle und unvergessliche Reise zu Ende…

 

Heute fahren wir noch weiter bis Middelburg um dort eine weitere Nacht zu verbringen ehe wir am Wochenende leider (leider!) den Rückflug ab Johannesburg antreten müssen.

 

Die Strecke ist eher eintönig aber das mag vielleicht an all den wunderschönen Eindrücken liegen die wir in den vergangenen drei Wochen gesammelt haben.

Wir folgen dem Tipp von Rene und machen unterwegs noch einen kleinen Abstecher in den kleinen Ort DULLSTROOM.

 

An der Ortsdurchfahrt von DULLSTROOM. reihen sich hübsche Cafés, Hotels und kleine Geschäfte. Hübsch und ein wenig wie Puppenstube…

 

Ich kenne diesen neidischen Blick, aber nein, wir wollen kein Motorrad…

 

Scheinbar sind wir an diesem Tag und zu dieser Tageszeit die einzigen Besucher hier.

 

Nach einem mit Liebe zubereitetem Cappuccino in der Sonne machen wir uns auf den Weg nach Middelburg.

 

Unser Quartier „TOWN AND COUNTRY“ für die Nacht ist schnell gefunden. Die Betreiberin macht sich ernsthafte Sorgen weil die Zimmer keine Heizung haben.

Schließlich ist Winter und bei ca. 15 Grad kann man sicherlich schnell mal erfrieren. LACH!!

Vorsichtshalber stellt bzw. legt sie uns Wärmflaschen zur Verfügung. Wie niedlich!

 

Spontan entscheiden wir uns noch zu einem kleinen Ausflug zum „MIDDELBURGDAM“ aber der Weg dorthin ist arg staubig und lohnt im Nachhinein nicht wirklich.

Nach einer ruhigen Nacht machen wir uns am 23. Reisetag auf zum „Ndebele Museumsdorf in Botshabelo“.

Weit müssen wir dafür nicht fahren. Das Museumsdorf liegt nur einige Kilometer nördlich von Middelburg.

 

Die Ndebele gehören zur großen Gruppe der Nguni Völker.

Man vermutet, dass sie zwischen dem 15. und dem 16. Jahrhundert aus der Natal-Region kamen und hier in teils friedlicher, teils konfliktreicher Koexistenz mit anderen Nguni Gruppen lebten.

 

Nachdem sich im 18. Jahrhundert die Buren nördlich des Vaal-Flusses niedergelassen hatten, wurden viele Ndebele als Farmarbeiter verpflichtet.

 

Ihr kulturelles Erbe geriet immer mehr in Vergessenheit. Nur die Gruppen im Süden bewahrten ihre traditionellen Zeremonien und gaben ihrer Identität durch eine besonders farbenprächtige Gestaltung ihrer Häuser Ausdruck.

 

Das Museumsdorf wirkt verwaist und fast schon gespenstisch.

Man mag sich ein wenig in die alten Zeiten zurück versetzt fühlen aber irgendwie wirkt alles doch recht trostlos und auch eher verwahrlost als ansprechend.

 

Die alten landwirtschaftliche Geräte würden bei uns im Museum stehen.

 

Die Häuser zerfallen zusehends aber mit ein wenig Vorstellungskraft kann man sich vorstellen wie die Menschen hier vor über 100 Jahren gelebt haben.

 

Einen Grund Landschaftsbilder zu favorisieren liefert diese Fotografentruppe.

Fremdschämenderweise haben wir aus der Ferne lediglich diese eine Aufnahme eingefangen.

Die Ndebele Jungen wurden aufgefordert sich komplett zum „Affen zu machen“.

„Und jetzt kämpft mal gegeneinander“ „setzt und stellt euch hin“ „macht dies oder jenes“ – völlig hemmungslos wurden die Kids herum kommandiert fein auf der Suche nach dem „Bild des Tages“.

Die Fotografen schienen völlig vergessen zu haben dass es sich um menschliche Wesen handelt.

Jetzt beim Schreiben packt mich ob dieser unverschämten Behandlung die Wut!!!

Was denkt man sich bloß dabei??

 

Mit diesem unwirklichen Landschaftsbild möchten wir unsere traumhafte Rundreise durch Südafrika beenden und abschließen.

Mit dem heutigen Wissen das es a) in Middelburg nicht arg viel zu sehen und zu erleben gibt und b) das BIRDS BUBBLE eine wundervolle Unterkunft ist um die nahe und auch weiter entfernte Umgebung zu erkunden wären wir in Nelspruit besser 4-6 Tage geblieben.

Von hier aus kann man sowohl die Panoramaroute gut erreichen und der Kruger Park ist auch bequem erreichbar.

Na dann eben beim nächsten Mal! Es wäre schön wenn unsere Erfahrung dem aufmerksamen Leser bei der Routenplanung behilflich ist.

Falls jemand wissen möchte was uns diese dreiwöchige Tour von Kapstadt bis Johannesburg gekostet hat – fragt gerne.

Wir haben alle Kosten in einer Excel Tabelle festgehalten. Es war auf jeden Fall um ein Vielfaches günstiger als eine Pauschalreise!!

Die Freiheit die Zeit und die Etappen frei einzuteilen sind sowieso unbezahlbar!

Und da nach der Reise immer vor der Reise ist lauten aktuell die nächsten Projekte:

SEP 2015 – zwei Wochen mit dem Wohnmobil nach Kroatien

FEB 2015 – 1 Woche mit der „MEIN SCHIFF 4“ einmal wieder zu den Kanaren

DEZ 2016/JAN 2017  – NEUSEELAND

Für alle drei Reisen bedanken wir uns für Insidertipps bereits im Voraus!!

Macht‘s gut Ihr Lieben – schön dass ihr uns virtuell sogar bis Südafrika verfolgt habt.

 

Es gibt nichts Gutes

ausser man tut es!!

Nach Südafrika reisen zum Beispiel!!

 

Unterkunft für diesen Tag:
Anreise 22 Mai Freitag
Abreise 23 Mai Samstag
Town and Country
38 A Kogel Street, 1050 Middelburg, Südafrika (Telefon: +27132820990) Hotel ansehen
€ 38 ZAR 500

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...