SÜDAFRIKA RUNDREISE TAG 17 * DRAKENSBERGE BIS 44 ON ENNIS ERMELO

…oder von einem unvergesslichen Abend mit neuen Freunden im 44 on Enni in Ermelo!

Wenn ich mich auch nicht an jedes Detail dieses Tages erinnern kann aber an den total tollen Abend bei „44 on Ennis“ ganz gewiss!

An diesen lustigen und sehr feucht fröhlichen Tagesabschluss werden wir uns auch noch in Jahren erinnern. Ganz liebe Grüße an Peter und Niki an dieser Stelle.

Aber beginnen wir von vorne!  Noch ein letzter Blick zurück und danach machen wir uns auf den Weg von PHUTHADITJHABA aus nach Ermelo.


 

HUMOR IST DAS NETZ,

DURCH DAS

DIE ALLTAGSSORGEN SCHLÜPFEN,

WÄHREND DIE KLEINEN FREUDEN

DARIN HÄNGEN BLEIBEN.

Irmgard Erath

Nach drei Tagen östlich und nördlich der Drakensberge machen wir uns am Sonntagmorgen um 9 Uhr auf den Weg Richtung Norden. Wir fahren zunächst auf der R 57 / R 71 Richtung Harrysmith.

Der kleine Ort ist am Fuße des Platberg gelegen, wurde 1849 am Ufer des Wilge River gegründet und ist damit eines der ältesten Orte im nördlichen Freestate. Seinen Namen erhielt er nach Sir Harry Smith, den damaliger Gouverneur der Kap Kolonie.

Wir durchfahren den östlichen Bereich der Provinz Freistaat. Freistaat liegt im zentralen Flachland Südafrikas und ist von Agrarwirtschaft geprägt. Über 30.000 Farmen erzeugen mehr als 70 % der südafrikanischen Landwirtschaftsprodukte. Rechts und links unserer Strecke sehen wir Weiden und Rinderherden soweit das Auge reicht. Der Straßenbelag ist fast neu und wir rollen gemütlich dahin.

 

Ab Harrismith wechseln wir auf die N5. Hier gibt es leider auch wieder reichlich viele Baustellen und es wechseln sich 1 km Kraterlandschaft mit 4 km Schotterpiste und 30 km halbwegs erträglicher Asphalt ab.

Um Viertel vor eins wechseln wir nach einem stärkenden Cappuccino endlich auf die ganz neu geteerte R34 in Richtung Newcastle.

Es ist schon lustig unterwegs die vertrauten Ortsnamen auf den Verkehrsschildern zu studieren. Es gibt in Südafrika Hanover, Frankfort, Newcastle, Amersfort und auch Ermelo – unser erklärtes Ziel für heute Abend.

Im Laufe des Nachmittags fahren wir auch eine ganze Weile auf der „BATTLEFIELD ROUTE“.

Die Battlefield Route – Straße der Schlachtfelder – erinnert an die vielen, langen und blutigen Auseinandersetzungen zwischen Zulus, Briten und Buren in Südafrika. Das Areal umfasst mehr als 50 historisch bedeutsame Orte mit den Städten Estcourt im Süden, Dundee im Westen, Ulundu im Osten und Volksrust im Norden.

Alle Schlachtfelder liegen im Umkreis von 50km um die Stadt Dundee in einer malerischen, harmonischen Bergregion. Obwohl alles recht nah beieinander liegt, sollte man genug Zeit einplanen, da das Gelände bergig ist und die Straßen nur geschottert.

Da wir uns nicht ja so rein gar nicht für die Historie von Schlachten und blutigem Gemetzel interessieren reicht uns an dieser Stelle nur euch darüber zu informieren. Weitere Info erhaltet ihr auf den folgenden Seiten:

http://www.suedafrika-guide.de/provinz1/kwazulunatal/battlefield-route.html

http://www.afrika-reisefuehrer.de/suedafrika/html/battlefields.html

http://www.suedafrika-reise.net/kwazulu/attraktionen/battlefields.htm

Die Geschichte der Schlacht am „BLOOD RIVER“ ist zum Heulen traurig – mehr Info dazu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_am_Blood_River

Die Landschaft auf den letzten 100 km bis Ermelo ist sehr übersichtlich. Hinweisschilder „AMSTERDAM“, „AMERSFORT“ und „UTRECHT“ lassen fast von Holland träumen.

 

Aber hier im Südafrikanischen Winter ist das Gras braun und verdorrt und wir befinden uns auf 1600 m über Meeresspiegel. Holland liegt ja zu großen Teilen sogar unter dem Meeresspiegel.

Nach 344 km haben wir Ermelo und das schöne „44 on Ennis Guest Lodge and Restaurant in Ermelo“ eine deutsche Version gibt es bei Booking.com (hier haben wir übrigens alle Unterkünfte gebucht.

Apropos Booking.com – auch ohne dass diese Reiseseite oder der BLOG finanzielle Interessen verfolgt möchten wir euch die Plattform „BOOKING.COM“ gerne empfehlen.

Wir haben die ersten Buchungsversuche im letzten Jahr bei diversen Kurzurlauben getestet und waren so zufrieden dass wir den kompletten Südafrika Trip dort abgewickelt haben.

Mit der App auf dem Handy können alle Daten offline eingesehen werden, die Termine können automatisch in den Kalender übertragen und die Wegstrecke kann auf das Navi übertragen werden. Dies mal so am Rande…

Zurück zur heutigen Unterkunft. Die sehr herzliche Begrüßung ist verbunden mit der Frage ob wir im „44 on Ennis“ zu Abend essen möchten. Ja, das möchten wir sehr gerne.

Die Zimmer sind gemütlich, die Betten riesig groß und bequem. In allen Ecken steckt Liebe zum Detail. Die kreative Energie von Niki ist überall spürbar. Sehr schöne Bilder zieren die Wände.

Nach einem Spaziergang und einer erfrischenden Dusche melden wir uns pünktlich zu halb sieben auf der Terrasse des Restaurants.

Wir sollen doch hier am flackernden Feuer am Gartenkamin warten… Hübsch und gemütlich!

Kurze Zeit später bringt uns der Chef des Hauses die Speisekarte. Aber wir haben keine Lust darin zu blättern und sagen ihm er solle einfach irgendetwas Leckeres kochen.

Oh, er freut sich und hat auch gleich das Passende parat. Für sich und seine Familie hat er bereits seit 6 Stunden Lamm mariniert.

Ob wir das denn auch essen möchten? Auf die „JA!“ Antwort muss er nicht lange warten.

Zwischendurch kommt er mit dem fast fertigen Lamm und legt es für eine kurze aber sehr heiße Minute oder zwei auf das Grillrost des Kamines. Welch köstlicher Duft!!

Jetzt bekommen wir aber richtig Appetit oder sogar schon Hunger… Unser Tisch im Restaurant ist fein eingedeckt und wir genießen unseren Festschmaus… traditionell mit den Fingern.

Zu solch einem feinen Essen passt kein Bier sondern ein feiner Rotwein. Und dann noch ein Gläschen… Nach dem Essen fragt die Bedienung ob wir Lust haben uns nach draußen an den Kamin zu setzen. Die Inhaber und deren Tochter und auch die Bedienung mit Freund sitzen am Feuer und unterhalten sich angeregt. Noch eine Flasche von dem leckeren Rotwein. Es wird laut gelacht und wahrscheinlich auch viel dummes Zeug geredet. Ich habe noch ständig dieses Wort „TALIBAN“ im Ohr. Um Mitternacht sprechen wir perfekt afrikaans und lassen uns (wie konnte das geschehen???) zu einem (oder zwei) Jägermeister überreden.

Grauenhaftes Erwachen am nächsten Morgen ist die Folge. Mir geht es gar nicht gut. Frank sagt mir anschließend ich hätte das beste Frühstück des ganzen Urlaubes verpasst. Oh wie schade!!!

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei „44 on Ennis“ bedanken. Sobald ich die Visitenkarte vom „Taliban“ gefunden habe schreibe ich! Solltet ihr je in die Nähe von Ermelo fahren – ich sag mal selbst 100 km Umweg ist diese tolle Herberge incl. Restaurant durchaus wert!

Lasst euch das famose Essen nicht entgehen. Für „nach dem Essen“ solltet ihr trinkfest sein… Ich war es leider nicht!

 

Herzliche Grüße an Peter und Niki – wir haben uns sehr gut unterhalten und werden euch und den schönen Abend nicht vergessen!!

Unterkunft für diesen Tag:

Anreise 17 Mai Sonntag

Abreise 18 Mai Montag

44 on Ennis Guest Lodge and Restaurant

44 Ennis Street , 2350 Ermelo, Südafrika (Telefon: +27817646970) Hotel ansehen

€ 64 ZAR 845

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