SÜDAFRIKA RUNDREISE – TAG 16 * GOLDEN GATE HIGHLANDS NP

DER AUSFLUG ZUM GOLDEN GATE HIGHLANDS NP IST DER HAUPTGRUND FÜR UNSERE ÜBERNACHTUNG IN PHUTADITJHABA. EHE WIR UNS DIE TRAUMHAFTE LANDSCHAFT BESTAUNEN BESUCHEN WIR DAS BASOTHO CULTURAL VILLAGE UND ANSCHLIESSEND NOCH DAS JUWEL DES FREE STATE: CLARENS EIN SUPERSCHÖNER REISETAG IN DER NATUR UND INMITTEN GRANDIOSER LANDSCHAFT UND VIELEN FREILAUFENDEN WILDTIEREN!
 
 
Für diejenigen, die uns seit Tagen virtuell auf unserer Südafrika Rundreise begleiten: “Ja, wir haben sehr gut geschlafen! Danke der Nachfrage!”(Hinter den Bergen bei den Zwergen….)

Für die Quereinsteiger haben wir hier den Link zum gestrigen Tag und damit zur etwas schwierigen und zeitweise aussichtslosen Anfahrt. Doch das ist Schnee von gestern oder wie der Engländer es nennt “Water under the Bridge”. Das erste Highlight des Tages ist dieser phantastische Sonnenaufgang.

 

 

Wenn man noch im Bett liegend, den ersten Kaffee trinkend, ein solches Panorama sieht kann man doch nur gut gelaunt in den Tag starten – oder?

Gleich noch ein Bild extra von diesem kitschigen Sonnenaufgang? Jawohl! Da fällt mir gerade ein – unverzichtbar ist auf dieser und anderen Rundreisen unser kleiner Wasserkocher und die Thermoskanne.

Es geht nichts, wirklich gar nichts, über die erste Tasse Kaffee am Tag im Bett. Auf der kompletten Rundreise ist es uns zur trauten Gewohnheit geworden. Und ehe wir morgens die Unterkunft verlassen wird die Thermoskanne mit kochend heißem Wasser gefüllt – für den kleinen Kaffee zwischendurch.

 

 

Ehe wir uns auf den Weg ins Golden Gate Highland N.P. machen zeigen wir euch kurz einige Bilder unserer Unterkunft Lefika Lodge in Phuthaditjhaba. Direkt hinter dem Garten mit Sitzecke und Grill geht es in die Berge.

 

 

 

 

BASOTHO CULTURAL VILLAGE

 

Um mehr über die Lebensweise der Basotho zu lernen, empfiehlt sich ein Besuch des Basotho Cultural Village an der R712 inmitten des QwaQwa National Park, etwa 20 km östlich des Golden Gate National Park an der Grenze zu Lesotho.

 

 

 

Das Dorf demonstriert anschaulich die Geschichte, Kultur und den Lebensstil des aus Lesotho stammenden Bergvolkes.

Die Basotho sind ein Mischvolk, das im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand. In den unruhigen Zeiten zwischen 1836 und 1848 schaffte es König Moshoeshoe I. versprengte Stämme in seine Nation zu integrieren und diese so von 25.000 auf 80.000 anwachsen zu lassen.

 

 

 

„Vor Rundhütten aus Stroh empfangen uns Frauen in traditionellen Kleidern“. So steht es jedenfalls im Reiseführer, doch leider wirkt das Dorf eher verlassen als wir am frühen Morgen dort ankommen.

Wir werden nicht “feierlich” begrüßt und schauen uns das Dorf auf eigene Faust an.

 

 

 

Im Basotho Cultural Village erfahren wir einiges über Sitten und Gebräuche, Kochen, Wohnen und Schlafen der Bewohner.

Anhand der unterschiedlich alten Hütten ist erkennbar wie sich der Baustil und die Inneneinrichtung im Laufe der Zeit verfeinert hat.

Eine Hütte aus dem 18. Jahrhundert verfügt bereits über Fenster aus Tierhäuten und es gibt richtige Haustüren, die nachts mit Scharnieren aus Leder geschlossen werden.

Nachfolgend noch einige Bilder unseres Besuches im Freilichtmuseum.

 

 

 

Andere Gäste scheinen sich zum Picknick verabredet zu haben. Laut „schnatternde“ und zeitweise fröhlich singende Frauen und ihre spielenden Kinder ergeben ein herrlich buntes Durcheinander.

Ich fotografiere ungern Menschen, doch diese zwei lächeln so herrlich in die Kamera, da mache ich gerne eine Ausnahme.

 

 

Wir trinken noch einen Kaffee im Restaurant des Museums und machen uns dann auf die weitere Fahrt Richtung Golden Gate Highland N.P.

 

 

 

An den Berghängen und in den Schluchten grasen Gnus, Elandantilopen, Spring- und Blessböcke, Warzenschweine, Zebras und noch andere Tierarten.

Kurz nachdem wir das Basotho Cultural Village verlassen sichten wir eine Zebraherde. Ach wie schön! Wir sind immer wieder aufs Neue begeistert diese Tiere in freier Wildbahn zu erleben.

Doch doch Christian, Tiere beobachten macht Spaß auch wenn du anderer Meinung bist. Auf dem Weg zum Eingang des National Parks entdecken wir entlang der Fahrbahn schon die ersten freilaufenden Tiere.

Die Zebras finde ich besonders hübsch. Nachfolgen einige Bilder von der Strecke ehe wir den Golden Gate Highlands N.P. überhaupt erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der 1963 gegründete Nationalpark wurde Jahr für Jahr erweitert, hat heute eine Größe von fast 12.000 Hektar und wächst seit 2004 mit dem benachbarten 22.000 Hektar großen Qwa-Qwa Nationalpark zusammen.

Wir fahren eher ziellos kreuz und quer durch den Park und genießen das “nicht auf die Uhr sehen müssen” und die Aussicht.

 

 

 

 

Rechts und links der Durchfahrtsstraße führen mal mehr mal weniger steile Straßen/Pisten auf die Berge.

Wir lassen uns treiben und fahren auf verschiedene Berge und genießen oben angekommen die weite Sicht. Schon am frühen Nachmittag möchten wir einen Besuch dieses National Parks gerne weiter empfehlen.

Nach zwei Stunden fahren, staunen und fotografieren steuern wir quasi das andere Ende des Parks an – wir besuchen die Kleinstadt Clarens.

 

 

 

CLARENS – DAS JUWEL IM NORDÖSTLICHEN FREE STATE

 

 

Die Stadt Clarens wurde 1912 gegründet nach dem gleichnamigen schweizerischen Ort benannt, wo der ehemalige südafrikanische Präsident Paul Kruger seine letzten Tage im Exil verbracht hatte.

Fährt man auf der R712 durch den Golden Gate Highland NP Richtung Westen landet man automatisch in Clarens. In diesem kleinen, idyllisch gelegenen Ort leben kaum mehr als 200 Einwohner, dennoch kommen mittlerweile täglich hunderte Besucher in dieses Dorf.

Noch vor etwa 30 Jahren war Clarens nur ein kleines, abgelegenes Bergbauerndorf und dann kamen die Künstler!

 

 

 

Um 1990 arbeiteten in Clarens die meisten Einwohner in der Landwirtschaft, in den Mienen am Witwatersrand sowie in den Häfen von Durban, East London und Port Elizabeth. Die meisten weißen Familien lebten von Ihrer Farm oder einem Geschäft im Ort.

Kunsthandwerk hat in dieser Gegend eine lange Tradition und das Töpferhandwerk, die Stoffe sowie die Perlenarbeiten aus dem nördlichen Free State sind schon seit langem landesweit für ihre Qualität bekannt. Vor allem die daheim geblieben Frauen stellten dies Kunsthandwerk her und verkauften dies anschließend auf den Märkten in den Großstädten Südafrikas.

Vor etwa 15 Jahren kamen nach Clarens die ersten Künstler und diese wollten hier zunächst vorrangig die einheimische Kunst studieren. Viele kamen aus den Großstädten Südafrikas und konnten sich trotz der traumhaften Landschaft nicht mit der ländlichen Einsamkeit anfreunden.

 

 

 

Bald gründeten die zugezogenen Bildhauer, Fotographen, Maler, Musiker, Schauspieler etc. im milden Klima des Binnenhochlandes Südafrikas eine kleine Kommune. Sie sorgten durch selbst organisierte Theaterstücke, Ausstellungen sowie Kunstmärkte für eine großstädtische Unterhaltung.

Heute gibt es in diesem an sich beschaulichen und dennoch zentral gelegenen Dorf im Nordosten des Free State wenigstens 12 Galerien, 2 größere Theater, unzählige Geschäfte für Kunstgewerbe und einem täglichen Kunsthandwerksmarkt.

Da uns Landschaft noch mehr als hübsche Städte begeistert fahren wir nach einem Weilchen wieder zurück in die Berge. “Wollen wir uns einen Kaffee kochen? Dort drüben ist ein Rastplatz.” Gesagt getan sitzen wir ein Weilchen später in der Sonne und… “mich laust der Affee!”

Am anderen Ende des Rastplatzes sitzen zwei Familien und grillen. Ein gefundenes Fressen für die Affen. Dreist, dreister am dreistesten könnte man sagen. Frech und geschickt versuchen sie etwas von den Leckereien zu erhaschen.

 

 

 

 

Wir beobachten die Szenerie mit Begeisterung als zwei Mädchen der Familien auf uns zukommen.

Die zwei Mädchen sprechen uns zunächst schüchtern dann ganz offen an und möchten wissen woher wir kommen. Sie selbst kommen aus Lesotho und machen mit ihren Eltern einen Wochenendausflug. Stimmt, wir haben heute Samstag. Auf Wochentage achten wir zur Zeit nicht so sehr.

Nachdem wir ihnen erzählt haben, dass wir aus Deutschland kommen und seit zwei Wochen in Südafrika (sind das schon zwei Wochen???) umher reisen möchten sie gerne Fotos von und mit uns machen. Na klar, das machen wir doch gerne, Völkerverständigung im fernen Afrika.

Warum allerdings Frank die Mülltüte zur Dekarion ins Bild hält ist und bleibt ein Rätsel.

 

 

 

 

Nach den Aufnahmen laufen sie fröhlich zurück zu ihren Familien und helfen die wilden Affen vom Essen fern zu halten. Wir erkunden nach dem Kaffee noch ein wenig  die Gegend und entdecken unter anderem ein sich küssendes Paar im vom Blitz getroffenen Baumstumpf, krass! Jetzt sagt nicht ihr könnt es nicht erkennen?? #iseefaceseverawhere!

 

 

 

 

GOLDEN GATE HIGHLANDS NATIONAL PARK

 

 

Der 1963 gegründete Nationalpark wurde Jahr für Jahr erweitert und verfügt mittlerweile über eine Größe von fast 12.000 Hektar. Seinen Namen hat der Nationalpark von zwei riesigen, etwa 80 Meter hohen pilzförmigen, Felsen, die in der abendlichen Sonne (an über 300 Tagen im Jahr) gelblich-rötlich schimmern.

Je intensiver der Sonnen, um so imposanter und dramatischer scheint der Park “zu brennen”. Allein schon dieses wunderbare allabendliche Naturschauspiel ist die Anreise wert.

 

 

 

So steht es im Reiseführer doch bis zur Abendsonne dauert es noch ein Weilchen und wir fahren abermals nach Clarens um eine Kleinigkeit zu essen.

 

 

 

 

Ein Blick auf die Uhr sagt uns schließlich, dass es Zeit wird uns wieder auf den Weg zu machen. Wir wollen doch mit eigenen Augen sehen warum dem Nationalpark das “Golden” im Namen gegeben wurde – oder?

Und tatsächlich, die massiven, farbenprächtigen Sandstein Formationen und Felsskulpturen leuchten je später es wird im Abendlicht goldgelb. Schaut euch das doch einmal an! Wir sind total begeistert und können uns nicht satt sehen.

 

 

 

 

Wir fahren auf der Durchfahrtsstraße fast bis zum Ausgang und, weil es so schön ist, noch einmal wieder zurück.

Mein “Fahr doch bitte noch einmal auf den Berg dort!” wird in die Tat umgesetzt und eröffnet noch wieder spannende Aussicht auf das Zusammenspiel von Abendsonne und Sandsteinfelsen. Durch die rötliche Abendsonne wirken die Felsenformationen noch geheimnisvoller.

 

 

 

 

Doch da der Chauffeur nicht im Dunkeln an “unserer” Lodge ankommen möchte, die letzten 500 m sind tagsüber schon eine Qual für Fahrer und Fahrzeug, verabschieden wir uns mit allerletzten Bildern und bedanken uns für euer Interesse.

Wie, ihr möchtet noch mehr Bilder und am liebsten im Großformat? Einverstanden, klickt euch gerne zum Bilderbuch dieses Reisetages.

 

 

 

Konnten wir euer Interesse für Südafrika und den Golden Highlands NP im Speziellen wecken? Ihr seid selber dort gewesen und träumt wie wir in Erinnerungen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Unterkunft für zwei Tage:

Anreise 15 Mai Freitag

Abreise 17 Mai Sonntag

Lefika Lodge

Eerste Zending, Lefika, 9890 Phuthaditjhaba, Südafrika

(Telefon: +27842658591) Unterkunft ansehen

€ 42 ZAR 540 pro Tag!

Standortrundfahrt: 205 km

Morgen fahren wir über Harrismith und New Castle zeitweise entlang der Battlefield Route bis Ermelo und erleben einen unvergesslichen Abend im “44 on Ennis”.

Klickt euch gerne zur Fortsetzung oder schaut wieder vorbei oder und denkt wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare! Das Formular findet ihr wie gewohnt am Seitenende!

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