SÜDAFRIKA RUNDREISE * TAG 15 DRAKENSBERGE BIS PHUTHADITJHABA

VON UNDERBERG ZU DEN HOWICK FALLS UND ÜBER ESTCOURT UND OLIVERSHOEK BIS PHUTHADITJHABA IM BOGEN UM DIE DRAKENSBERGE – EINE TRAUMHAFTT SCHÖNE ROUTE.

 

 

 

An diesem Reisetag müssen wieder gut 400 km geschafft werden und wir verabschieden uns nach einer sehr ruhigen Nach von Unterberg. Unsere Fahrt führt zunächst östlich und danach geht es in Richtung nördliche Drakensberge.

Bis zu den Drakensbergen wird es noch eine ganze Weile dauern doch morgens um 8:36 Uhr wissen wir das noch nicht.

 

 

 

Durch dichten Nebel  fahren wir durch Underberg und weiter auf der R617 bis Holwick der Sonne entgegen.

 

 

SEHR LÄNDLICH: IMPENDLE

 

 

Nach einer Weile durchfahren wir die 949 km² große Gemeinde Impedle am Fuß der Drakensberge. Der Name der Gemeinde kommt von einer kriegerischen Auseinandersetzung der Griqua mit den Farmern im 18. Jahrhundert.

Den Griqua wurde Viehdiebstahl vorgeworfen und die Farmer griffen sie an, um ihr Eigentum zu beschützen. Der Konflikt wurde impi-endle genannt, der isiZulu-Begriff für ‚Krieg in der Wildnis.  

 

 

 

Die Topografie ist sehr unterschiedlich. Die Landschaft im östlichen Teil der Gemeinde ist hügelig und wird für die Landwirtschaft benutzt. Das zentrale Gebiet liegt in höheren Bergen, was dazu führt, dass es nur noch Siedlungen entlang von Straßen und Flüssen gibt.

Die wirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb der Gemeinde beschränken sich neben dem Tourismus auf Land- und Forstwirtschaft. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird Viehzucht zur Milchproduktion betrieben. Außerdem werden Mais und anderes Getreide sowie Gemüse angebaut.

 

 

 

Die Lage am Fuß der Drakensberge mit der hügeligen Landschaft und den Naturschutzgebieten bieten der Gemeinde ein hohes Potenzial in der Tourismusbranche.

Das Impendle Nature Reserve ist ein Naturschutzgebiet, das seltene und vom Aussterben bedrohte Arten beherbergt. Deshalb ist der Park nur mit spezieller Genehmigung zugänglich.

 

 

Die Bilder versuchen euch ein wenig von dem faszinierenden Frühnebel zu zeigen. Wie so oft ist es “in echt” natürlich noch viel schöner.  Ich hätte noch stundenlang so weiter fahren können…

 

 

 

Nördlich der Provinzhauptstadt Pietermaritzburg beginnt das fruchtbare Vorland der Drakensberge, das als die “Natal Midlands” bezeichnet wird.

Bei Höhenlagen um die 1000 Meter ist das Klima hier ganzjährig gut erträglich. Im Sommer ist allerdings mit häufigen Gewittergüssen zu rechnen.

Die Winter sind trocken. Tagsüber ist es angenehm warm, nachts können die Temperaturen unter Null sinken.

Die Menschen in den Midlands sind stolz auf ihre – meist – britisch geprägte Herkunft. Man lebt auch hier vorwiegend von Milch- und Forstwirtschaft, Pferdezucht sowie neuerdings vom Tourismus.

Größter Ort und Versorgungszentrum der Midlands ist das kleine Landstädtchen Howick. Nachdem wir unsere kleinen weißen Flitzer mit der täglichen Benzinration betankt haben besuchen wir die Howick Falls.

 

 

HOWICK FALLS

 

 

Die 119 m hohen Howick Falls entspringen dem Mngeni River in der Nähe des Namens gebenden Orts Howick in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal. Die Stadt wurde nach dem Kolonialminister in London, Earl Grey, benannt, der damals kurz zuvor den Titel Lord Howick erlangte.

Der Howick Falls gehört zu den wichtigsten Touristenattraktionen der Midlands. Der Zugang zum Wasserfall ist einfach und es gibt einen Aussichtspunkt mit einem Rastplatz und die “fliegenden Händler” dürfen natürlich auch nicht fehlen.

 

 

 

 

In der Umgebung gibt es einige Wanderwege, die um das Becken des Wasserfalls und entlang des Mngeni verlaufen.Der Mngeni fließt nach dem Wasserfall durch ein Tal, in dem das Umgeni Valley Nature Reserve liegt.

 

 

 

 

 

Die Zulu nannten den Wasserfall kwaNogqaza, was übersetzt „Ort des Grossen“ bedeutet. Für viele Zulu ist der Howick Fall ein gefährlicher und magischer Ort. Im Becken sollen böse Geister wohnen und ein Inkanyamba, eine riesige schlangenähnliche Kreatur.

 

 

 

Leider fehlt die Zeit wenigstens einen der Wanderwege zu „testen“ denn leider trennen uns noch 300 km vom heutigen Tagesziel – irgendwo hinter den Drakensbergen… Ob wir diese Unterkunft wieder auf Anhieb finden werden? Man darf gespannt sein…

 

 

 

Ab Estcourt endet unsere Wegstrecke allerdings in einer unbefestigten Piste und wir lenken unseren weißen Hüpfer wieder kurzfristig zurück auf die N3 um zwanzig km weiter wieder auf die Nebenstrecke zu wechseln.

 

Unser kleiner “Hüpfer” hat Idealmaße. Der große Koffer passt nur senkrecht in den Kofferraum und bietet somit einen praktischen Picknicktisch. Camper sind und bleiben halt einfallsreich und sind auch mit einfachen “Tischen” zufrieden.

Nach unserer kleinen Kaffeepause in Winterton fahren wir auf der R74 an den Drakensbergen entlang in Richtung Nordwest. Die Aussicht ist traumhaft schön und wir genießen jeden km der Strecke.Die nachfolgenden Bilder können wieder einmal nur versuchen euch die Eindrücke die wir sehr genossen haben zu vermitteln.

Über lange Strecken begegnen wir keiner Menschenseele, keinem Fahrzeug. Nichts und niemanden! Dazu diese Aussicht, es ist einfach traumhaft schön hier.

 

 

 

 

STERKFONTEIN DAM NATURE RESERVE

 

 

Auf unserer weiteren Fahrt passieren wir das Sterkfontein Dam Nature Reserve, 23 Kilometer südlich von Harrismith gelegen. Grund genug, hier eine kleine Pause einzulegen.

Das ausgedehnte Naturschutzgebiet, um einen Staudamm herum angelegt, bietet von allem etwas: zerklüftete Berge, endlose Weiten und viel Wasser. Neben ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen begeistern vor allem die Wassersport- und Angelmöglichkeiten, die durch den großen Stausee gegeben sind.

 

 

 

Final biegen wir letztendlich von der R 712 auf die R57 und passieren die Ortseinfahrt von Phuthaditjhaba. Und damit beginnt eine kleine, zunächst scheinbar nicht endendwollende, Irrfahrt durch den nicht gerade kleinen Ort.

 

 

 

 

Das Navi scheint den kürzesten Weg wählen zu wollen und fährt uns voll durch eine „nicht so dolle“ Gegend. Laut Navi sind wir nur 500 m vom Ziel entfernt. Na prima! Doch es gibt weder Straßenschilder noch andere Hinweise. Ergebnislos fahren wir suchend mehrmals im Kreis.

Das Navi behauptet wir seien am Ziel und ich hoffe, dass es lügt. Es ist und bleibt eine „Ich will hier weg Gegend!“

Zurück auf Start fahren wir noch einmal zurück zur Hauptstraße und starten die Anfahrt erneut. Egal wie lange das hier heute dauert, wir finden die „LEFIKA LODGE“, früher oder später!

Diesmal fahren wir nicht durch die Favelas der Stadt sondern durch ein recht schönes Wohngebiet in dem zwei Damen mitten auf der Straße plaudern. Sie lachen herzlich und erzählen uns etwas auf afrikaans als wir sie nach dem Weg fragen.

Leider verstehen wir kein Wort. Wir bedanken uns artig durch ein international gültiges Lächeln. Eine Kinderschar von fast 10 Kids im Grundschulalter kommt angerannt und will wissen was hier los ist.

Hey, die älteren haben in der Schule im Fach „Englisch“ gut aufgepasst und verstehen sofort unser Problem.

In feinstem Schulenglisch erklärt der Größte in der Runde uns mit einfachen Worten den Weg. „Straight ahead at the big trees to the left“ Wild mit den Armen winkend zeigt er ganz aufgeregt in die Richtung und wiederholt 3-5 Mal mit leuchtenden Augen „straight ahaed than left“.

 

 

Er ist so stolz uns helfen zu können, dass ich jetzt beim Schreiben noch wieder ganz gerührt bin.

Wir fahren also an der Kreuzung nur über die Straße ins „Nichts“.  Kein Schild, kein Hinweis sondern lediglich eine undefinierbare Fläche an deren Ende wir tatsächlich über eine „Schlaglochanschlaglochhoppelpiste” und durch die Bäume zur Unterkunft gelangen.

End of the Road bei den hohen Bäumen noch kurz nach links und tatsächlich finden wir hier die LEFIKA LODGE. Gut das Frank so ehrgeizig war und immer die Ruhe bewahrt.

 

Der Weg hat sich so sehr gelohnt. Die Herberge ist allein schon wegen der traumhaften Lage ein Gedicht!!! Hier bleiben wir zwei Tage da der Golden Gate Highland National Park nicht weit entfernt ist.

Morgen fahren wir in ein Freilichtmuseum, in den Golden-Gate-Highlands-Nationalpark und nach Clarens – schaut also wieder vorbei.

Unterkunft für diesen Tag:

Anreise 15 Mai Freitag

Abreise 16 Mai Samstag

Lefika Lodge

Eerste Zending, Lefika, 9890 Phuthaditjhaba, Südafrika (Telefon: +27842658591) Unterkunft ansehen

€ 42 ZAR 540

 

Mit Klick hier zum nächsten Reisetag oder ihr schaut wieder vorbei und denkt wie immer daran:

 

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

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