So könnte unser Wohnmobil auch heissen: SHIP OF FOOLS

STIPPVISITE AMSTERDAM ODER AUCH APRIL APRIL

Von einer Stippvisite in Amsterdam, der Empfehlung in Amsterdam auch einmal den Norden und die NDSM Werft im Besonderen zu besuchen.  Wir laufen zum Freilichtmuseum “Zaanse Schans” um festzustellen, dass der April tatsächlich macht was er will…

 

Auf dem Weg von Lisse nach Amsterdam
Auf dem Weg von Lisse nach Amsterdam

 

„Ach Menno“!! Bei Ankunft in Amsterdam sagt uns der Parkautomat des CITY CAMP doch glatt, dass der Stellplatz voll ist. Was soll das denn?

Aber ehe wir diese Information richtig verarbeitet haben kommt zufällig und glücklicherweise der nette Platzwart vorbei.

 

5,99 m "kurz" und seit 6 Jahren ein treuer Weggefährte - hinten in der Mitte
5,99 m “kurz” und seit 6 Jahren ein treuer Weggefährte – hinten in der Mitte

“Wir brauchen nur ein kleines Plätzchen für eine Nacht” dazu ein freundliches Lächeln und ein bettelnder Blick und 5 Minuten später steht der Pössl am Ende des Platzes und das verdiente Feierabend Bierchen auf dem Tisch. Glück gehabt! Kaffee macht um diese Uhrzeit keinen Sinn mehr…

Binnen der nächsten 45 Minuten versuchen zahlreiche Wohnmobilfahrer ebenfalls im CITY CAMP ein Nachtquartier zu buchen. Leider erfolglos.

 

Stellplatz mit Terrasse - erst einmal ordentlich fegen
Stellplatz mit Terrasse – erst einmal ordentlich fegen Stellplatz mit Terrasse – erst einmal ordentlich fegen

 

Tipp 1: Auf die innere Stimme hören! In unserem Fall war es der Kaffee den wir am Keukenhof nicht mehr getrunken haben.

Und TIPP 2 direkt hinterher: Zum City Camp (recht)zeitig anreisen – besonders am Wochenende!

 

Cafe Noordlicht - irgendwie anders und sehr besuchenswert
Cafe Noordlicht – irgendwie anders und sehr besuchenswert

Ein Abendessen und zwei Regenschauer später machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Vom City Camp aus ist die Grachtenstadt mit der kostenlosen Fähre gut und schnell erreichbar.

Der Fähranleger liegt am Rande des NDSM-Werft Geländes ca. 600 m vom City Camp entfernt.

 

Wasser - in und um Amsterdam gibt es davon reichlich
Wasser – in und um Amsterdam gibt es davon reichlich

 

Die „NDSM-Werf“ ist ein stillgelegtes Werft Gelände im Norden Amsterdams welches sich mehr und mehr zum trendigen Kunstzentrum entwickelt.

Die Verbindung von altem Industriegelände und jungem Kreativzentrum macht das Gelände zu einem interessanten Ort.

 

Von weitem gut erkannbar - das Faralda Hotel
Beste Sicht über das NDSM Gelände und auf das Hotel mit KLICK auf das Bild – aber festhalten – es wird windig!!

Das Faralda NDSM Crane Hotel ist von weitem gut zu erkennen und ziert viele unser Amsterdam Fotos.

Wer ungewöhnliche Hotels bevorzugt wird hier fündig. Die Aussicht ist grandios aber der Preis pro Nacht ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack.

Dafür könnten euch die nachfolgenden Bilder und das CAFE NOORDERLICHT zusagen – wir sind dort gerne und genießen die ungezwungene Atmosphähre.

 

 

Dieses Café ist in einem Gewächshaus untergebracht und liegt wunderschön und ruhig im hippen Street Art Viertel.

 

Ist es hier nicht herrlich? Hier könnte ich stundenlang sitzen
Ist es hier nicht herrlich? Hier könnte ich stundenlang sitzen

 

Auf der nach Südwesten ausgerichteten Terrasse des Cafe Noorderlicht kann man bei Kaffee und/oder Bierchen die vielen Schiffe und den Fährbetrieb auf der Ijssel beobachten.

 

SAIL 2015 AMSTERDAM - Blick auf das NDSM Gelände
SAIL 2015 AMSTERDAM – Blick auf das NDSM Gelände (mit KLICK aufs Bild zum Bericht)

Im letzten Sommer habe ich übrigens die Gunst der Stunde genutzt und mir das Gelände aus 50 m Höhe vom Kettenkarussell aus angeschaut – oben in der Mitte des Bildes seht ihr den Wohnmobilstellplatz, ganz links das Café Noorderlicht im Gewächshaus und unter/hinter der Gondel des Karussells der Turm des Faralda Hotel.

Übrigens ist die SAIL alle 5 Jahre – 2020 ist es wieder so weit, ich freue mich!!

 

Wer sagt denn das Überseecontainer immer langweilig aussehen müssen?
Wer sagt denn das Überseecontainer immer langweilig aussehen müssen?

Am Ufer entlang laufen wir unter oder sagt man im Falle eines Krans durch das Faralda Hotel. Es ist uns alles sehr vertraut hier.

Ausrangierte Straßenbahnwagen, gestapelte und bunt verzierte Übersee Container und allerlei anderer Augenschmaus laden ein zur Erkundung des Geländes. Ich liebe diesen morbiden Charme… es gibt so viel zu entdecken!

 

PLLEK - hier ist immer viel los - heute ist allerdings kein Strandwetter
PLLEK – hier ist immer viel los – heute ist allerdings kein Strandwetter

Das Pllek lockt wie auch das Noordlicht mit Strand Feeling. Dieses trendige, coole Lokal ist in unzähligen gestapelten Containern untergebracht.

 

Ein gestrandetes Piratenschiff?
Ein Narrenschiff – gestrandet in Amsterdam?

 

Aber bei ca. 6 Grad Außentemperatur, starkem Wind und nasse Dusche versprechenden Wolken brechen wir unsere Tour hier ab.

Wir laufen noch einmal kurz durch die ehemaligen Werfthalen und bestauen das ein oder andere künstlerische Objekt und dann geht es flott zum Pössl zurück.

Gerade rechtzeitig ehe der Himmel wieder intensiv den Boden wässert. Heute werden wir nicht naß, heute nicht!

 

Egal wann und wohin - immer neugierig bleiben!
Egal wann und wohin – immer neugierig bleiben!

 

Die 25 km Wanderung zwischen den Tulpen am Vormittag lassen auch ein wenig Müdigkeit aufkommen.

Take me home… bedeutet in diesem Fall wir machen es uns in unserem Rollhotel gemütlich. I LOVE IT!

 

Abendstimmung im City Camp - sieht das nicht toll aus?
Abendstimmung im City Camp – sieht das nicht toll aus?

 

Nach einer ruhigen Nacht bin ich Sonntagmorgen schon um kurz nach sieben munter und halte unsere Reiseerlebnisse in Wort und Bild fest während die bessere Hälfte noch Augenpflege betreibt. Er leidet hin und wieder an einem Gähndefekt.

Nachdem auch Frank ausgeschlafen und Kaffee gekocht hat warten wir noch zwei Regenschauer ab und folgen danach den Anweisungen des Navis mit dem Ziel “Zaanse Schans”. Kennt das jemand von euch?

In der WUNDERSCHÖN Mediathek “Folge Amsterdam” (sehr sehenswert!) wird darüber berichetet – und da es nichts Gutes gibt… ach ihr wisst schon! Also fahren wir 20 km gen Norden und schauen uns das heute einmal aus der Nähe an.

 

Kurz nach 12 Uhr auf dem Weg zur Zaanse Schans...
Kurz nach 12 Uhr auf dem Weg zur Zaanse Schans…

 

Die Zaanse Schans ist ein Museumsdorf in der Zaanstreek. Das teilweise ganz normal bewohnte Dorf liegt nordwestlich von Amsterdam in Noord-Holland.

Kurze Zeit später wollen wir auf den dortigen Parkplatz fahren aber das “Wohnmobile müssen draußen bleiben Schild” zwingt uns zu Plan B und erklärt warum auf dem letzten km rechts und links der Strecke etliche Wohnmobile standen.

Also wenden wir das Womo, fahren 3,5 km zurück, parken unser Womo und gehen zu Fuß zum Freilichtmuseum. Alles halb so schlimm. Wir laufen gerne!

 

Grachten, Wiesen, Schafe und ein paar Büsche - Natur pur
Grachten, Wiesen, Schafe und ein paar Büsche – Natur pur

 

Aber es sieht doch ein wenig sehr dunkel aus – dort hinten am Horizont. Oh oh wenn das man gut geht…

 

Landliche Idylle wenn es nicht so bedrohlich dunkel...
Landliche Idylle wenn es nicht so bedrohlich dunkel wäre…

 

April, April... macht was er will
April, April… macht was er will

 

Und plötzlich prasselt aus dem gerade noch blauen Himmel Hagel. Erst nur ein paar kleine Körner aber dann zieht dort oben jemand an der Leine und schüttet aus Eimern HAGEL!!

Das Freilichtmuseum ist ca. 800 m entfernt und der Pössl fast 3 km. In dem Moment als auf der Weide die Schafe wild durcheinander laufen und Zuflucht im Stall suchen machen wir auf dem Absatz kehrt.

Ach ist das übel  a) das Wetter als solches (Was soll das??) und b) ich hatte mich sooo sehr auf  Zaanse Schans gefreut!! und c) ok Frank, das Freilichtmuseum läuft uns nicht weg… aber! Ach egal!

Im Museum bis zum Ende des Schauers in nassen Klamotten warten? Ach nö – dann lieber Hakengas und zurück zum Pössl und einen Haken an den heutigen Besuch. April, April macht was er will – das wäre ja heute einmal direkt bewiesen.

 

So hatte ich mir das vorgestellt - aber hat nicht sollen sein. Aber beim nächsten Mal!
So hatte ich mir das vorgestellt – aber hat nicht sollen sein. Dann eben beim nächsten Mal!

 

Das Bild ist eine große Ausnahme, aber da es uns nicht vergönnt war diese schönen Häuser selbst zu fotografieren musste ich das Bild aus dem Internet “fischen”. Sieht das nicht herrlich kitschig (schön) aus?

Bei nächster Gelegenheit werden wir die Zaanse Schanz aber gewiss besuchen und euch davon berichten.

Schaut wieder vorbei. Denkt bis dahin wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

 

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare, das Formular findet ihr wie immer am Ende der Seite.

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...