Sehr besuchenswert - Volubilis Nähe Meknes

RUNDREISE MAROKKO: VON MEKNES ÜBER VOLUBILIS BIS FES

An deinem Reisetag fahren wir durch wunderschöne Landschaft zur ehemaligen Römersiedlung Volubilis und besichtigen das Mausoleum Moulay Ismail in Meknes. In Fes spazieren wir durch die Altstadt und nehmen an einer Teezeremonie in einer typischen marokkanischen Familie teil. Ein abwechslungsreicher wie unvergesslicher Reisetag. Träumt euch mit uns nach Marokko!

 

Aussicht und Weitsicht über Meknes
Aussicht und Weitsicht über Meknes

Der frühe Vogel fängt den Wurm und da ich einfach nicht lange schlafen kann erkunde ich lieber die Gegend.

Die Dachterrasse des Hotels in Meknes hat es mir besonders angetan.

Ist die Aussicht nicht traumhaft? Lange kann ich diese Aussicht nicht genießen – das Frühstück ruft.

 

Auf dem Weg von Meknes nach Volubilis
Auf dem Weg von Meknes nach Volubilis

 

Nach einem guten Frühstück ändert Raschid den eigentlichen Tagesplan und wir fahren, ehe die große Hitze sich ausbreitet, nach Volubilis.

Die Sonne lacht vom Himmel und wir verlassen Meknes direkt nach Norden auf der Straße, die nach Tanger führt, und durchfahren eine leichtwellige Landschaft, die die große Bedeutung von Meknès als dem landwirtschaftlichen Zentrum des Landes deutlich macht.

Jetzt sind es gerade Zwiebeln, die auf großen Flächen geerntet werden. Hochbeladen kommen uns immer wieder LKWs entgegen, die die Zwiebeln zur Vermarktung nach Meknès transportieren.

Leider habe ich durch die tiefstehende Sonne durch die Scheibe kein „gescheites“ Bild dieser Ziebelbomber erhaschen können…

 

Ich wäre einen Großteil des Weges gerne zu Fuß gegangen...
Ich wäre einen Großteil des Weges gerne zu Fuß gegangen…

Wichtigstes Anbauprodukt ist aber der Wein. Bis an den Horizont reichen die Reihen der Rebstöcke. Ein ungewöhnlicher Anblick in einem islamischen Land. Man spürt, dass man die mediterranen, Europa zugewandten Regionen Marokkos erreicht hat.

Wie gefällt euch die Landschaft auf den nachfolgenden Bildern?

 

 

Zwar waren die Phönizier die ersten, die im Nordwesten Afrikas Wein anbauten, doch durch Einführung neuer Sorten durch die Römer erfuhr der Weinanbau einen großen Aufschwung.

Durch die frühe Islamisierung Marokkos und das damit verbundene Alkoholverbot geriet der Weinbau völlig in Vergessenheit, bis er mit der Besetzung des Landes durch die Franzosen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wiederbelebt wurde.

Weiterführende Info zum Weinanbau in Marokko und dessen Geschichte findet ihr HIER!

 

VOLUBILIS – BEDEUTENDSTE RÖMISCHE RUINENSTÄTTE MAROKKOS

 

Nach nur 30 km Fahrt erreichen wir bereits unser erstes Tagesziel, die Ruinenstätte von Volubilis. Wir sind sehr gespannt was uns in dieser landschaftlich sehr reizvollen wie verlassenen Gegend erwartet.

Laut Raschid besuchen wir die bedeutendste römische Ruinenstätte Marokkos die 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

 

Volubilis - wir kommen
Volubilis – wir kommen

 

Hinter dem Eingang zu diesem ca. 40 ha großen „antiken Freilichtmuseum“ laufen wir auf einem gewundenen Weg einen sanften Hang hinab.

Auf dessen Rückseite erkennen wir von Weitem schon Rundbögen und etliche Säulenreihen.

 

Volubilis - Landschaft und Geschichte
Volubilis – Landschaft und Geschichte

 

Wunderschön anzuschauen sind aber auch die vielen bunten Blumen und Kräuter, die rundherum leuchten und sich äußerst fotogen präsentieren. Es fällt mir sehr schwer nicht direkt loszulaufen…

 

 

Fachmännisch und mit Begeisterung erklärt uns der Reiseleiter jedes Detail dieses wunderschönen Freilichtmuseum
Fachmännisch und mit Begeisterung erklärt uns der Reiseleiter jedes Detail dieses wunderschönen Freilichtmuseum

 

Unser Reiseleiter erklärt und erzählt mit Hingabe über Entstehung und Geschichte von Volubis und wir laufen gemeinsam im Zickzackkurs durch dir ehemalige Stadt am westlichen Rand des römischen Herrschaftsbereiches.

Die Stadt wurde etwa im Jahre 40 n. Chr. erbaut, möglicherweise an der Stelle einer karthagischen Siedlung aus dem 3. Jahrhundert v. Chr..

 

20160524 MEKNES VOLUBILIS FES (22)

 

Erste Siedlungsspuren reichen bis ins Neolithikum zurück. Volubilis war das Verwaltungszentrum der Provinz Mauretania Tingitana.

Ihre Blütezeit erlebte die Stadt während der römischen Kaiserzeit.

 

20160524 MEKNES VOLUBILIS FES (37)

 

Das fruchtbare Land erzeugte Korn und Olivenöl, das der Provinz durch den Export nach Rom Reichtum und Wohlstand brachte.

Die Römer verloren Nordafrika im 5. Jahrhundert an die Vandalen, Volubilis wurde jedoch im Gegensatz zu vielen anderen Städten nicht aufgegeben. Dank der Byzantiner blieb Latein hier sogar bis zur arabischen Eroberung im 7. Jahrhundert in Gebrauch.

Die Stadt überlebte bis ins 18. Jahrhundert, wurde danach zerstört – teilweise durch ein Erdbeben im Jahre 1755 – und ein Teil des Marmors wurde für Bauwerke im nahen Meknes verwendet. 1915 – während der Kolonialzeit – begannen archäologische Ausgrabungen durch die Franzosen.

 

Volubilis hin oder her - Störche sind auch nicht unspannend

All das und noch viel mehr erfahren wir bei strahlendem Sonnenschein und ich lausche auch (zeitweise) sehr gespannt. Als ich das Storchennest entdecke muss ich mir das allerdings erst einmal aus der Nähe anschauen.

Jede(r) sollte auf Reisen das machen was Freude bereitet. Mich persönlich begeistern Blumen, Landschaft und Tiere um einiges mehr als Zahlen und Historie. Und deshalb jetzt erst einmal ein kleiner Schwenk zu den Störchen…

 

Fütterungszeit bei Familie Storch
Fütterungszeit bei Familie Storch

Folgende Sehenswürdigkeiten dieser römischen Ruinenstätte sind (neben den Störchen) wahrlich imposant:

 

Caracalla-Bogen
Der Caracalla-Bogen

 

Auf den nachfolgenden Bildern seht ihr die Überreste der Basilika – und die Störche…

 

 

Decumanus Maximus - Hauptstraße in Volubilis
Decumanus Maximus – Hauptstraße in Volubilis

 

Die Erklärungen zu den Mosaikfliesen und zur Therme habe ich leider verpasst – zu diesem Zeitpunkt waren mir die Störche wichtiger. Die nachfolgenden Bilder zeigen euch einige  eindrucksvolle Details.

 

 

„Morning Glory“ oder „Purpurwinde“ oder „Ipomée Volubilis“?

Ehe wir uns um halb eins wieder auf den Rückweg machen entdecke ich in der Nähe des Parkplatzes noch diese hübschen blauen Blümchen.

 

Die Engländer bezeichnen sie als „Morning Glory“, weil die einzelne Blüte sich nur eines sehr kurzen Lebens erfreuen kann.

Hierzulande nennt man sie nach Form und Farbe Trichter- oder Purpurwinde. Im Französischen wird sie hingegen „Ipomée Volubilis“ genannt.

Wie kommen die Botaniker und die Franzosen nur auf „Volubilis“, wo doch die Heimat dieser Schlingpflanze, die mehr als 1000 Varianten hervorbringt, Mittelamerika und Mexiko ist?

Sollten sie von dem Anblick dermaßen fasziniert gewesen sein, dass sie den Standort der Pflanze – wie es bei der Namensgebung in der Wissenschaft nicht unüblich ist – in ihre Bezeichnung haben einfließen lassen?

Ich werde mich beim Anblick dieser hübschen Blümchen auf jeden Fall stets an Volubilis erinnern.

 

MEKNES – KÖNIGSSTADT UND WELTKULTURERBE

 

 

Nach kurzer Fahrt erreichen wir abermals Meknes und halten am Stadttor Bab Mansour.

 

Die überaus repräsentative Bab Mansour oder Bab Mansour el Aleuj genannte Toranlage in der marokkanischen Stadt Meknès
Die überaus repräsentative Bab Mansour oder Bab Mansour el Aleuj genannte Toranlage in der marokkanischen Stadt Meknès

 

Bab-el-Mansour ist ein prunkvolles Stadttor in der marokkanischen Königsstadt Meknes, das im Jahr 1732 fertiggestellt wurde und zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört.

 

 

Prächtig - das Stadttor in Meknes
Sightseeingtour durch Meknes

 

Die Provinzhauptstadt Meknes mit rund 536.200 Einwohnern ist eine der vier Königsstädte und liegt auf einer fruchtbaren Hochebene am Ufer des Flusses Boufekrane, der die Stadt genau zwischen Alt- und Neustadt durchschneidet.

 

MEKNES - Königsstadt und Weltkulturerbe
MEKNES – Königsstadt und Weltkulturerbe

 

Die Zeit „zur freien Verfügung“ nutzen Frank und ich um auf einer naheliegenden Dachterrasse das Geschehen unter uns aus der Ferne bei einem Cappuccino zu beobachten.

 

 

20160524 MEKNES VOLUBILIS FES (159)
Das Geschehen lässt sich bei einem Cappuccino aus gewisser Entfernung von oben am besten beobachten…

 

Ab und zu braucht man auch einmal eine Auszeit von allen und allem. Frisch gestärkt schauen wir uns danach noch ein wenig in Meknes um ehe uns der Bus wieder „einsammelt“ und wir die riesigen Vorratsspeicher im Süden von Meknes bestaunen.

 

 Kornspeicher Heri es-Souani
Kornspeicher Heri es-Souani

Der als Heri es-Souani bezeichnete Gebäudekomplex ist ein riesiger Vorratsspeicher mit anschließenden Stallungen und einem großen Wasserbecken am Rand der von Sultan Moulay Ismail gegründeten Palaststadt.

Zusammen mit der gesamten Altstadt von Meknes gehört das Gebäude seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

 

Beeindruckend - Die Vorratsspeicher Heri es-Souani
Beeindruckend – Die Vorratsspeicher Heri es-Souani

 

Der eigentliche Getreide- und Vorratsspeicher befindet sich unmittelbar hinter dem Eingang.

Es handelt sich hauptsächlich um mehrere fensterlose, langgestreckte und tonnengewölbte Räume mit meterdicken Stampflehmmauern, die miteinander durch Ziegelsteinportale mit Hufeisenbögen verbunden sind und einen ersten Eindruck von den gewaltigen Dimensionen des Gebäudekomplexes vermitteln.

 

 

Als wir am Nachmittag in Fes unser Hotel erreichen sind wir sichtlich beeindruckt und ebenso erfreut.

Das Hotel verfügt über einen erfrischenden Pool auf den wir direkt von unserem Balkon schauen können.

 

Erfrischend - unser Hotel für die nächsten zwei Nächte
Erfrischend – unser Hotel für die nächsten zwei Nächte

 

Wie schön! Und das fast Allerbeste – hier bleiben wir zwei Tage! Der Tag war heiß und staubig – das lässt sich mit einem Sprung ins Wasser bestens „abspülen“.

Ja, selbstverständlich haben wir vorher geduscht! Was dachtet ihr denn?

 

Das Stadttor in Fes, Bab Bou Jeloud mit seinen Blauen Kacheln ist der Eingang zur Medina
Das Stadttor in Fes, Bab Bou Jeloud mit seinen Blauen Kacheln ist der Eingang zur Medina

Nach dem Abendessen fahren wir in die Altstadt von Fés.  Nur durch eines der historischen Tore in der Stadtmauer gelangt der Besucher in die Medina von Fès.

 

FES - ein herrlich, buntes Durcheinander
FES – ein herrlich, buntes Durcheinander

 

Im ersten Moment weiß man gar nicht wohin mit Augen, Nase und Ohren: Auf den Ständen links und rechts türmen sich Feigen und Datteln zu waghalsigen, farbenfrohen Pyramiden, eine Melange exotischer Gewürze, und die Luft vibriert von den aufgeregten Stimmen der Händler.

 

Farbenfrohe Echtlederschuhe
Farbenfrohe Echtlederschuhe

 

Links bunte Lederschuhe in allen erdenklichen Farben und einige Meter weiter auf der rechten Seite tummeln sich lebendige Hühner… ein herrliches Durcheinander und wir mittendrin!

 

 

Frischer geht´s nicht - Huhn frisch vom Markt
Frischer geht´s nicht – Huhn frisch vom Markt

 

Die Tala’A Kbira, die Hauptachse der Altstadt, der sogenannten Medina, füllt sich gegen Mittag mit Menschen. Das Viertel verwandelt sich in einen riesigen Marktplatz.

 

Gewürze, Nüsse und viele andere Leckereien verströmen entsprechende Düfte
Gewürze, Nüsse und viele andere Leckereien verströmen entsprechende Düfte

 

Die Medina von Fès gilt als die größte Nordafrikas. Ihre Gesamtfläche umfasst rund 2,8 Quadratkilometer (280 Hektar), was in etwa der Fläche von 400 Fußballfeldern entspricht. Seit 20 Jahren steht die Medina als Weltkulturerbe unter dem Schutz der Unesco .

Heute Abend schauen wir uns nur kurz um denn das eigentliche Ziel ist eine typische marokkanische Familie in der Altstadt. Hier wohnen wir einer Teezeromonie bei.

 

Immer wieder beeindruckend - die historischen Gebäude in Fes
Immer wieder beeindruckend – die historischen Gebäude in Fes

Auch in der arabischen Kultur spielt Tee sowohl als Getränk, als auch als Symbol der Gastfreundschaft eine zentrale Bedeutung.

Der Stellenwert ist dabei um ein Vielfaches größer, als in der westlichen Kultur da Tee häufig auch zu Anlässen ausgeschenkt wird, zu denen bei uns alkoholische Getränke serviert werden.

Alkohol ist in den arabischen Ländern aus religiösen Gründen in der Regel verboten und Tee bietet eine gute Alternative.

 

Teezeremonie in Marokko
Teezeremonie in Marokko

Unsere Gastgeber bieten nicht nur frisch aufgebrühten Pfefferminztee sondern reichen auch verschiedene Gebäcksorten.

Es ist immer wieder beeindruckend wie treffsicher der Tee aus mehr als 1 Meter Höhe im kleinen Teeglas landet.

 

Halli Hallo Frank - kannst ruhig sitzen bleiben - sooo spannend ist es hier oben auch wieder nicht
Halli Hallo Frank – kannst ruhig sitzen bleiben – sooo spannend ist es hier oben auch wieder nicht

Im Anschluss dürfen wir das ganze Haus unserer Gastgeber besichtigen. Vom oberen Schlafbereich kann man über die offene Gallerie in den unteren Wohnbereich schauen. Hallo Frank!

Und wieder geht ein abwechslungsreicher Tag zur Neige – schön war´s! Es gibt natürlich noch viel mehr Bilder dieses Reisetages – die findet ihr HIER!

Morgen schauen wir uns Fés aus der Nähe an und werden in den schmalen Gassen in das Mittelalter zurück versetzt. Wir bestaunen viele berühmte Gebäude, sind vom Handwerkerviertel begeistert und erfahren reichlich viel über die Gerberei. Naserümpfend und spannend gleichermaßen – und auf jeden Fall sehenswert!! Klickt euch direkt rüber oder

Schaut wieder vorbei und denkt wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare! Das Formular findet ihr wie immer am Seitenende!

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