OSTERN IN LEIPZIG

Zu sechst nach Leipzig der Sonne entgegen oder von Schmierfinken, Lerchen und der Farblehre in der Praxis

60 % der Teilnehmer haben das Tagesziel bis zum Mittag erreicht – wann mögen die anderen kommen?

Quasi bis zur letzten Minute haben wir zu sechst überlegt wo wir unsere Wohnmobile über Ostern parken sollen.

Leipzig war, wenn man den Wettervorhersagen glauben sollte, nicht die schlechteste Idee. Also werden Amsterdam und Hamburg zeitlich in den Sommer geschoben (Anja denk an die freien Termine!) und drei Stellplätze im Reisemobilhafen Leipzig über Ostern reserviert.

Am Karfreitag trifft der Pössl um 11:17 Uhr in Leipzig ein und noch vor 12 Uhr stehen die Iserlohner schon dicht daneben. Und wo bleiben die Hagener? Die Zwei wollen noch kurz bei Freunden in Kassel vorbei und kommen (etwas) später.

 

Die Parkgaststätte im Leipziger AGRA PARK – im Sommer ist hier sicher mehr los…

Also machen wir uns zu viert auf den Weg nach Markkleeberg. Wir wollen ja schließlich wissen wo wir uns befinden und was es hier so zu entdecken gibt.

Noch lässt das Wetter zu wünschen übrig aber das wird schon noch.

 

Gut beschriftet – die Rad und Wanderwege im Raum Leipzig

Goggelt man MARKKLEEBERG so steht der KANUPARK an Position drei. Diese sehenswerte Wildwasserlandschaft stellen wir euch wir euch später noch näher vor.

Die WANDER UND RADWEGE sind sehr gut beschriftet und so laufen wir an der Parkgaststätte vorbei und durch den ARGA PARK  bei semioptimalem Wetter ins Zentrum von Markkleeberg.

 

Ein so harmonisches Zusammenwirken von Veranstaltungsräumen, Gastronomie und Verwaltung im Rathaus Markkleeberg

Ob es am Wetter oder am Karfreitag liegen mag? Die Stadt wirkt menschenleer und ein Zentrum können wir nicht wirklich entdecken.

 

Das TORHAUS in Markkleeberg

Sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg kommen wir am TORHAUS MARKKLEEBERG vorbei.

Das Torhaus gehört zum Ensemble des ehemaligen Rittergutes Markkleeberg.

Während der VÖLKERSCHLACHT BEI LEIPZIG 1813 lag das damalige Schloss Markkleeberg im Zentrum der erbitterten Kämpfe um den, nur wenige Meter entfernten, Pleiße Übergang.

 

GOSE BIER – das Original seit 1824

Und da unsere Suche nach einem geöffneten Café in Markkleeberg nicht von Erfolg gekrönt war wird Plan B in die Tat umgesetzt.

Wir testen in der MÖNCHEREI die lokale Spezialität „GOSE BIER“.

 

Farblehre in der Praxis: Gelb plus Blau ergibt…. klick aufs Bild und schau selber

Der Name leitet sich vermutlich von dem kleinen Harzflüsschen Gose ab, aus dem die Braumeister bereits im Mittelalter das Wasser zur Herstellung des Bieres bezogen.

Im Mittelalter fand die Gose vom Harz aus Verbreitung und etablierte sich vor allem in der Gegend um Dessau, Halle und Leipzig.

Gose Bier wurde unter die „100 besten Biere der Welt“ gewählt und gibt dem 60 km langen  „GOSE WANDERWEG“ den erfrischenden Namen.

 

Statt euch die Ergebnisse der Schmierfinken zu zeigen wählen ich lieber diese hübsche Blüte

Unter der Reklametafel für die Möncherei fallen mit die unschönen „Wandmalereien“ auf und stelle fest, dass es Schmierfinken überall gibt.

Anette ist ziemlich erstaunt „Davon steht in den Reiseführern überhaupt nichts! Ist das eine regionale Spezialität?“

Eine der Spezialitäten in der Leipziger Region sind nicht (Schmier) Finken, sondern die „LEIPZIGER LERCHEN“ (Rezept mit Klick!).

 

Naturverbunden in Perfektion – gesichtet auf dem Rückweg

Historie dieser Spezialität: Wie der Name befürchten lässt, wanderten ursprünglich Singvögel in die Pfanne und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren die mit Kräutern und Eiern gebackenen Lerchen eine beliebte Leipziger Spezialität.

Nach zahlreichen Bürgerprotesten wurde die Lerchenjagd dann 1876 vom sächsischen König verboten. Findige Bäckermeister fanden sogleich einen Ersatz, indem sie einen Leckerbissen aus ofenfrischem Mürbeteig, Mandeln, Nüssen und Erdbeerkonfitüre bzw. Marzipan kreierten, der die Form der Singvögel nachahmte.

In der Möncherei stehen aber keine Lerchen auf der Speisekarte stattdessen aber das GOSE BIER und der LEIPZIGER ALLASCH. Begeistert erklärt uns der Betreiber wie das Bier zu trinken ist und schwärmt uns vom Leipziger Allasch vor. Na denn – trinken wir halt zu Studienzwecken und zur Abwechslung ein Gose Bier. Frank und Detlef wählen die empfohlene „Männervariante“ und ich teste die blaue bzw. grüne Variante – KLICK zum Minivideo

 „Auf das Wohl von Anja und Christian“ – die stehen leider bei Kassel in der Vollsperrung – so ein Ärger aber auch!

 

Das Frühjahr naht – ob das Wetter morgen wirklich gut wird?

Entlang der Pleiße machen wir uns auf den Rückweg. Abends trudeln dann auch schließlich die Nachzügler ein und so steht einem gemütlichen Abend zu sechst nichts mehr im Wege.

 

 

Und was schauen wir uns morgen an? Schaut wieder vorbei… Fortsetzung folgt

Der Wetterbericht verspricht für den kommenden Tag deutliche Besserung, fein! Morgen zeige wir euch den Markkleeberger See, nehmen euch mit auf eine Kanutour und genießen „Beachfeeling“ in Leipzig.

Schaut also wieder vorbei und denkt daran:

 

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES!

 

Gose Bier testen, Freunde treffen oder nach Leipzig fahren um nur einige Beispiele zu nennen…

5 Kommentare

  1. Hallo, meine Liebe, na das sieht ja „giftig“ aus das grüne Gose Bier. Bin jedenfalls beruhigt, dass auch andere Regionen Ihre Bier-Eigenheiten pflegen ;-). Lg aus dem Land des Schnuggebock Biers…

    1. Ja da hast du völlig Recht Namensvetterin Lecker schaut es nicht aus eher wie das Gebräu aus der Hexenküche. Geschmacklich kam es auch bei Weitem nicht an das von mir bevorzugte „Alt“ heran
      Beste Grüße aus dem Münsterland retour

Besten Dank für deinen Kommentar