NIX GEHT IN LE TREPORT – ODER DOCH?

Als sich am Mittwochabend vor Himmelfahrt die Staunachrichten von 539 km in NRW auf nur noch 400 km reduziert haben starten wir in den wohlverdienten Sommerurlaub.

Barcelona ist das erklärte Ziel dieser Wohnmobiltour. Damit uns unterwegs nicht langweilig wird haben wir den „Umweg“ über die  Normandie und die Bretagne gewählt.

Grobe Streckenplanung mit Notizen zu Sehenswürdigkeiten, Stellplätzen und Campingplätzen

Wochenlang haben wir uns die Highlights entlang der Strecke ausgesucht und die Adressen in Google Maps gespeichert. Besten Dank an die Liebe Petra von www.nurmut.ch für etliche Insidertipps, aber darauf kommen wir im Laufe der Tour noch zu sprechen.

Los geht’s!  Es rollt gut am Mittwochabend und die erste Nacht verbringen wir nach 331 km auf einem Parkplatz hinter Antwerpen in St. Nikolaas. Kein einziger Stau am heutigen Tag – gut so.

Am nächsten Morgen zieht es es sich aber leider ziemlich zäh an Gent, Brugge und Oostende vorbei.

Diese wunderschönen und sehenswerten Orte haben wir bereits vor einigen Jahren besucht. Der Link zum Reisebericht folgt am Ende.

Und ehe ich es vergesse – zum Vergrößern Bilder einfach anklicken!

 

Hier ist gemütliches Dahinrollen einfach nur schön…

Und während wir an den oben genannten Orten vorbeirollen zieht die Landschaft gemächlich an uns vorüber.

Fast wie bei uns daheim im Münsterland…

Blühender Holunder säumt Kuhwiesen und Pferdekoppeln, dazwischen liegen Gräben und kleine Bäche. Die Landwirte mähen die Weiden um das liebe Vieh auch im Winter zu versorgen.

Die Landschaft ist ähnlich übersichtlich wie in Ostfriesland, Holland oder bei uns Zuhause im Münsterland.

Erste Rast des Tages in Bergues

Um 13 Uhr erreichen wir endlich Bergues. Und so wie wir 2013 unsere Frankreichrundfahrt in Bergues quasi beendet haben so ist sie heute unser „Einstieg“.

Kennt ihr den Film „Willkommen bei den Schti´s? Herrlich komsich – Info mit Klick auf´s Bild

Was isst man Mittags in Bergues? Na klar Frites in der „Friterie des Flandres“! Genau wie in unserem Lieblingsfilm „Willkommen bei den Schti’s“.

Die Portionen sind jedesmal viel zu groß…

Auf der weiteren Strecke wechselt ab Calais das Landschaftsbild. Es wird welliger, bleibt aber weiterhin sehr ländlich.

Ins Navi geben wir das Cap de Nez als Zwischenziel ein. Bei unserer Ankunft um kurz nach 15 Uhr finden wir nur knapp den letzten freien Parkplatz. Der Wohnmobilstellplatz ist völlig überfüllt, aber uns reicht ja der letzte freie Parkplatz.

Unweit dieser Stelle verläuft übrigens der Eurotunnel. Der 50 km lange Eisenbahntunnel verbindet in 40 bis 115 m unter dem Meeresboden Folkestone in Kent (Vereinigtes Königreich) und Coquelles nahe Calais (Frankreich).

Mit einem Streckenanteil von 37 km unter der Straße von Dover ist er der längste Unterwassertunnel der Erde.

Die Sichtachse vom Cap Gris-Nez zum Shakespeare Cliff bei Dover bildet die Stelle, an der sich die Britischen Inseln (England) und Kontinentaleuropa (Frankreich) mit nur 33 km Entfernung am nächsten sind.
Das Cap Gris-Nez ist eine Landspitze an Frankreichs Kanalküste.

Die Bezeichnung „grau“ entstand, weil der offenliegende Fels grau ist, im Gegensatz zu dem in Sichtweite nördlich liegenden Cap Blanc-Nez, bei dem leuchtend weißes Kreide-Gestein zu Tage tritt.

 

Der Leuchtturm auf dem 50 m hohen Gipfel des Cap Gris-Nez ist Teil der französischen Kanalüberwachung. Von hier aus wird der gesamte Schiffsverkehr auf dem Ärmelkanal von der französischen Seite aus überwacht.

Nach einem kurzen Spaziergang zur Steilküste und Blick auf die gegenüberliegende englische Küste fahren wir weiter bis Le Treport.

Während der Fahrt dröhnen „Franky goes to Hollywood“ (da werden Erinnerungen wach) und „Come as you are“ von Nirvana und wir haben Spaß.

 

Um 16.30 Uhr verkünden die Schilder am Straßenrand „willkommen in der Picardie“.

Für 12, 50 Euro Maut noch ein Stückchen auf der Autobahn A16 und A28 und weiter auf der D925 zack… landen wir im völlig überfüllten Le Treport.

Ach menno, hier geht ja gar nichts! Das schöne Wetter, die Nähe zum Meer und der Brückentag hab halb Europa in diesen schönen Ort gelockt.

Nach einer kleinen Odyssee durch die schmalen Gassen der Küstenstadt greift Plan B und der lautet „weiter“ und bloß weg hier!

Die Qual der Wahl…

Wir lassen uns ja viel gefallen und bleiben auch wenn es brenzelig wird ruhig (naja, Frank mehr als ich), aber wenn es überfüllt ist und von Touris nur so wimmelt kann keine Sehenswürdigkeit so schön sein dass wir uns dazugesellen.

Die Aussicht vom Schlafzimmerfenster könnte schlechter sein – oder?

Kurz vor 18 Uhr entdecken wir rein zufällig einen Parkplatz in Flosques und damit unserer Nachtquatier.

Nach 379 km hat der Chauffeur nebst Beifahrer (also ich) erst einmal ein Feierabendbier verdient.

So geht es natürlich auch…

Aber das Meer ist zum Greifen nah. Da geht doch noch was. Im wahrsten Sinne des Wortes. Erst einmal laufen wir schurstracks durch die Felder Richtung Meer.

Was ist das denn? Ein zum Wohnmobil umgebauter Lkw in Tarnfarbe hat sich mitten im Kornfeld seinen eigenen Wohnmobilstellplatz gebahnt.

Der Weg entlang der Steilküste ist uns über den Acker doch etwas zu mühsam, also zurück zur Straße.

Wir kommen überall hin – zur Not zu Fuß nach Le Treport!

Und wer hätte es gedacht erreichen wir nach 3,5 km Fußmarsch und zig Stufen abwärts den Hafen von Le Treport. Geht doch! Im Abendlicht präsentieren sich Strand, Hafen und Steilküste recht fotogen.

Ach ist das schön hier. Und wer will schon dicht an dicht auf dem Stellplatz stehen wenn er im Ort nebenan gratis, mit viel Platz rundherum, einem Teich mit quakenden Fröschen hinterm „Haus“und einem Picknitzplatz stehen kann?

Ok, der Weg zurück ist ein wenig steil bergauf liefert aber die nötige Bettschwere.

Was auf dem Hinweg noch beschwingt und flott bergab ging muss auf dem Rückweg natürlich wieder hoch geklettert werden…

 

Das komplette Bilderbuch zur Tour gibt es mit Klick hier

Weiterführende Links:

Sehr sehenswerte Städte entlang der Strecke: Gent, Brugge und Oostende – Reisebericht 2013

Weitere Info zur schönen Stadt Bergues gibt es mit KLICK hier

Informationen und Reisetipps zur Picardie gibt es mit Klick hier

Eine Reiseseite, die wirklich Lust auf diese Region macht findet ihr mit Klick hier

Die morgige Tour führt uns weiter an der Küste entlang nach Dieppe, Fecamp und Etretat ehe wir rein zufällig einen superschönen Stellplatz in St. Jouin Bruneval direkt am Strand entdecken.  Schaut also wieder vorbei und denkt wie immer daran:

 

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag.

Ihr habt Fragen oder Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, ich freue mich über eure Post:

 

5 Kommentare

    1. Besten Dank! Bei schönen Orten ist es mit den tollen Bildern nicht so schwer. Ich bin schon auf die nächsten Reisetagen gespannt Es ist zwar immer viel Arbeit allerdings verlängert sich dadurch auch die Reise irgendwie… Wenn auch nur im Kopf schönen Abend wünsche ich

  1. Echt tolle Beschreibungen und Bilder. Danke. Schreibst Du das alles unterwegs über WordPress? Find ich super. Möchte ich auch mal machen.

    1. Hallo Oliver,

      schön, dass dir der Bericht und die Bilder gefallen. Freut mich!
      Nein, ich mache unterwegs viele Notizen und beim anblick der Bilder versuche ich mich an möglichst viel zu erinnern.
      Es folgen noch weitere… Das war der 1. von 24

Besten Dank für deinen Kommentar