MIT MEIN SCHIFF 4 AUF DIE KANAREN: GRAN CANARIA UND ZU FUSS AUF DEN MONTE IN FUNCHAL AUF MADEIRA

NACH ZWEIMAL MIT AIDA SIND WIR DIESMAL MIT MEIN SCHIFF 4 AUF DEN KANAREN. Hauptsächlich weil das Reiseziel Agadir und die Möglichkeit Marokko kennen zu lernen im Programm enthalten ist. Darauf freuen wir uns besonders. Wenn dieses Highlight und noch weitere ausfallen hebt es nicht unbedingt die Stimmung. Lasst euch von unseren Erlebnissen und auch Enttäuschungen berichten.

Fröhlich und tiefenentspannt starten wir am Samstag unsere diesjährige Kreuzfahrt mit der Fahrt nach Düsseldorf.

Nach einer ruhigen Nacht im Holiday Inn Düsseldorf Airport-Ratingen bringt uns der Shuttle am frühen Sonntagmorgen zum Düsseldorfer Flughafen.

Im Landeanflug auf Las Palmas, Gran Canaria
Im Landeanflug auf Las Palmas Gran Canaria

Das gebuchte Servicepaket über die Plattform PARKEN UND FLIEGEN besteht aus Übernachtung, Shuttle und Parkplatz für eine Woche und ist für uns genau der richtige Start in einen stressfreien Urlaub.

Im Reisepreis unserer Kreuzfahrt „KANAREN MIT MAROKKO“ ist zwar „Zug zum Flug“ inclusive dazu müssten wir uns allerdings auf die Deutsche Bahn und ihre Pünktlichkeit verlassen. Mit Grauen erinnern wir uns an die Odyssee zu Beginn unserer Australienreise. Never again!

Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön...
Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön…

 

LANDUNG AUF GRAN CANARIA UND SPAZIERGANG AM STRAND

 

Nun denn… Flug und Transfer verlaufen reibungslos und so sitzen wir zum Mittagessen bei knapp 20 Grad an Deck der „MEIN SCHIFF 4“  und schauen auf den Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria.

Wir freuen uns auf eine Woche Kanaren und ganz besonders auf Marokko als Highlight. 

Es soll leider anders kommen… Dazu später mehr!

 

Strandleben auf Gran Canaria
Strandleben auf Gran Canaria

Um 15 Uhr können wir unsere Kabinen beziehen und nachdem wir flott die Koffer ausgeräumt haben machen wir uns auf den Weg ins Zentrum von Las Palmas bzw. an den Strand.

Las Palmas de Gran Canaria, die Hauptstadt der Insel, liegt im nordöstlichen Teil der Insel in einer umwerfenden Kulisse, die aus zwei Buchten und ihren wunderschönen Stränden besteht, dem Playa de las Canteras und dem Playa de las Alcaravaneras.

 

Fischerboote gibt es reichlich am Strand
Fischerboote gibt es reichlich am Strand

Es ist zwar warm jedoch ziemlich bedeckt und diesig.  Schade, nicht das beste Fotografierwetter. 

Nur ein paar Straßen vom Anleger der Kreuzfahrtschiffe entfernt breitet sich ein ausgedehnter, mehrere Kilometer langer Sandstrand aus, der sich über die ganze Bucht erstreckt.

Ein Ort mit einem besonderen Zauber. Ein Ort in der Stadt, an den man sich zurückziehen kann.

Das diesige Wetter scheint die anderen Besucher genauso wenig zu stören wie uns. Und so laufen wir entlang der Promenade. Frische Luft und endlich wieder ein paar km Laufen ist genau das Richtige nach der stundenlangen Sitzerei im Flieger.

 

Stürmisches Treiben am Vulkanriff
Stürmisches Treiben am Vulkanriff

Las Canteras hat eine Besonderheit. Die „Barra”, eine lang gezogene Felsformation im Meer befindet sich nicht weit vom Strand entfernt. Dieses Vulkanriff beschützt einen großen Teil des Strandes vor dem offenen Meer.

Ach ist es herrlich dem Treiben der Wellen zuzuschauen. Ich liebe das Meer und je rauer desto besser!

Bei strahlend blauem Himmel wahrscheinlich noch schöner - Jogging am Strand

Wetter Rückblick AGADIR 14.02.2016 - 21.02.2016

 

MADEIRA STATT MAROKKO

 

Zurück an Bord erfahren wir über Lautsprecherdurchsagen nicht nur von der bevorstehenden „rauen See“, die ich persönlich faszinierend finde.

Nein, überflüssiger und ärgerlicherweise wird wegen dieses „Unwetters“ ein sicheres Einlaufen des Kreuzfahrtschiffes in den Hafen von Agadir unmöglich und wird gestrichen.

Unser Hauptgrund die Kreuzfahrt zu den Kanaren auch ein drittes Mal zu buchen war der geplante Ausflug von Agadir nach Marokko. Und wie hatte ich mich darauf gefreut!!

Ach menno… Vorfreude ist die schönste Freude sagt man. Dieser Moment war der lebende Beweis für diese These. Geplatzt wie eine Seifenblase – nix Marokko!!

Alternativ fahren wir nach Funchal auf Madeira. Na prima! Dort waren wir mit der AIDA 2011 und auch 2013. Aller guten Dinge sind drei? Naja, sagt man jedenfalls! Ändern lässt es sich ja jetzt eh nicht mehr.

Glücklich ist

wer vergisst

was nicht mehr

zu ändern ist!

So hatte ich den Text tagesaktuell verfasst. Im Nachhinein haben wir und etliche andere Mitreisenden den Verdacht, dass das Unwetter nur ein vorgeschobener Grund war.

Der Wetterbericht für den besagten Zeitraum dokumentiert maximal 25 km/h Windgeschwindigkeit was einer Windstärke 4 und einer mäßigen Brise entspricht.

Blick vom Monte in Funchal auf Madeira - aber dazu später mehr
Blick vom Monte in Funchal auf Madeira – aber dazu später mehr
Zurück an Bord schauen wir uns erst einmal ein bisschen um. Das Schiff ist schön, keine Frage aber irgendwie vermissen wie „unser“ BELLA DONNA und später am Abend die ANYTIME BAR – einmal AIDA immer AIDA? Wie seht ihr das?
Für den Montag steht „SEETAG“ im Kalender (Grrrrr!!) aus unserer und meiner Sicht im Speziellen ein leidiges Übel. Die Sinnfrage „was machen wir eigentlich hier?“ findet nur bedingt eine Antwort.Wir waren mit der AIDA zwei Mal auf den Kanaren, haben die AIDA Orienttour 2012 mehr als genossen und mit der ADRIA Reise 2014 verbinden wir viele schöne Erinnerungen. Nach jeder Kreuzfahrt stand für uns fest – oh ja immer wieder gerne. 

MADEIRA – DIE SCHÖNE BLUMENINSEL

Nachdem wir an Marokko wohl oder übel „‘nen Haken gemacht haben“ bzw. doch eher machen mussten verabschieden wir uns am Sonntagabend von Las Palmas und Gran Canaria und nehmen Kurs auf Madeira, die wunderschöne portugiesische Blumeninsel.

 

Außenalter? Sind wir denn in Hamburg? Außenalter? Sind wir denn in Hamburg?

Es liegen am Sonntagabend noch 7 Tage und Nächte an Bord von MEIN SCHIFF 4 vor uns und wir sind echt gespannt auf alles was noch so passieren soll.

Was nicht passieren wird wissen wir ja schon, wenn auch zu diesem Zeitpunkt erst zu 50%.

Manchmal muss man einfach durch die rose Brille schauen Manchmal muss man einfach durch die rose Brille schauen

 

„Mit der MEIN SCHIFF 4 wird die Wohlfühlflotte ab Juni 2015 nicht nur größer: Auf dem neuen Schiff genießen Sie buchstäblich auch ungeahnte Freiheiten, die Ihren Gaumen umschmeicheln werden.“ So lautet der Slogan oder das Versprechen von TUI CRUISES.

Wir machen uns auf Erkundungstour und stellen nach einem ausgiebigen Rundgang am Sonntagabend und zahlreichen Spaziergängen am Montag fest, dass wir uns so recht immer (noch) nicht wohlfühlen.

Frank ist talentierter in den Entspannungsmodus zu finden. Für mich ist die Zeit an Bord eher „Transport“ zum nächsten Highlight. Und die Highlights sind an Land bzw. auf den Inseln zu finden. Nicht an Bord!

 

Kreuz des Südens?
Kreuz des Südens?
 

VON LAS PALMAS BIS FUNCHAL, MADEIRA

 

Den Seetag verbringen wir auf unsere eigene Art und Weise. Hatten wir auf unseren AIDA Touren bislang Innenkabinen gebucht (mit der Logik: eh nur zum Schlafen!) verfügt unsere Kabine auf dieser Kreuzfahrt erfreulicherweise über einen Balkon.

Und so sitzen wir am Montag in dicke Decken gemummelt  entweder auf unserem Balkon oder oben an der „Außenalster“ und schauen aufs Meer.

 

Grandiose Aussicht - Blick auf Madeira am Abend Grandiose Aussicht – Blick auf Madeira am Abend
 

Wahrscheinlich war es das Zauberwort „Außenalster“ (wir lieben Hamburg!), die Gelassenheit und die gute Sicht hier oben in der 14. Etage. Hier gibt es alles was man für ein paar gemütliche Stunden benötigt.

Aber nichts desto trotz stellen wir nach 24 Stunden an Bord gemeinsam fest das Essen und Trinken „around the clock“ uns auf Dauer nicht begeistert.

Hat uns das Wohnmobilleben schon verdorben? Wenn wir mit dem Womo unterwegs sind reichen uns auch oft ein paar Lebensmittel zum satt werden und zufrieden sein.

Und eines Tages fällt dir auf
dass du 99% davon nicht brauchst…
   

Und hier geht es zum Songtext…(Man kann diesen Titel nicht oft genug hören!!)

 

Casina Madeira in Funchal Casina Madeira in Funchal

 

Kurz nachdem MEIN SCHIFF 4 am Montagabend in Funchal anlegt und die Lautsprecherdurchsagen verkünden, dass wir das Schiff verlassen dürfen machen wir uns auch direkt auf den Weg in die Stadt bzw. auf den Berg

Erst einmal die Aussicht genießen und fort von den Massen. Da ist er wieder der „Erdmännchenalarm“.

MEIN SCHIFF 4 und eine AIDA (oder waren es hier sogar zwei?) im Hafen sind ein bisschen viel Menschen auf einmal.

 
Der Jachthafen von Funchal bei Nacht Der Jachthafen von Funchal bei Nacht

Als Tipp für unsere Leser: Solltet ihr je nach Funchal kommen packt Turnschuhe oder ähnlich bequeme Schuhe ein! Ähnlich wie in Lissabon geht es hier in den Gassen herrlich bergauf und bergab. In Pumps und hochhackigen Schuhen eher mühsam denn schön!

Nach Funchal solltet ihr reisen – diese Stadt und auch die wunderschöne Insel Madeira sind eine Reise wert. Das moderne und oft zitierte „MUST SEE“ verkneifen wir uns allerdings an dieser Stelle ganz bewusst. Müssen muss man auf Reisen ganz gewiss gar nichts!

Bis zu vier Kreuzschiffe legen täglich in Funchal an
 

Funchal ist außerdem seit vielen Jahren ein wichtiger Anlaufhafen für Kreuzfahrtschiffe mit dem Hafen für Linienschiffe direkt  in der Stadt. Die Einfahrt in den Hafen von Funchal gilt als eine der spektakulärsten der Welt, auf einer Stufe mit Rio de Janeiro.

Von bis zu vier Kreuzfahrschiffen gleichzeig strömen die Gäste hin und wieder gleichzeitig von Bord und besuchen Funchal und den Rest der Insel. Das kann man toll finden muss man aber nicht.

Sollten wir je wieder nach Madeira reisen dann ganz gewiss an das andere Ende der Insel. Funchal soll sich zum Wandern ganz besonders gut eigenen. Aber den Dingen die Zeit.

Nachdem wir vom Berg aus die Sicht auf Funchal und den Hafen genossen haben machen wir uns wieder auf den Weg bergab. Nach einem schönen Spaziergang entlang des Jachthafens „bummeln“ wir wieder zu unserem schwimmenden Hotel zurück.

Die kleine Wanderung an Land ist mit den Runden auf der Joggingstrecke an Bord wirklich nicht vergleichbar.

Der Weg ist das Ziel oder auch steil bergauf und kein Gejammer

 

Steil bergauf geht es in Richtung botanischer Garten

 

Am Dienstag scheint die Sonne! Herrlich! Direkt nach dem Frühstück geht es wieder steil bergauf. Wie hatte ich es tagesaktuell formuliert „Mit dem Bus oder mit der Seilbahn auf den Monte fahren kann jeder – wir laufen zu Fuß“. Und tatsächlich quälen wir uns diesen echt steilen Berg hinauf.

Mehr oder weniger parallel zur Seilbahn und immer geradeaus geht es stetig bergauf. Ab und zu gönnen wir uns ein paar Verschnaufpausen bei denen ich jedes Mal Sorge habe, dass mich der Rucksack ins Tal zieht.

 

Wie steil dürfen eigentlich Straßen sein? Mit KLICK aufs Bild gibt es die Antwort
Wie steil dürfen eigentlich Straßen sein? Mit KLICK aufs Bild gibt es die Antwort

Auf den nachfolgenden Bildern kann man die Steigung einigermaßen erkennen. Laufend vor Ort war es natürlich noch viel schlimmer. Aber da wir diesen Weg selbst gewählt haben gibt es kein Jammern sondern einfach nur weiterlaufen und „gut is!“

Für diejenigen von euch, die es nicht ganz so beschwerlich mögen (Warum denke ich gerade an Christian?) nachfolgend der Link und die nötigen Informationen zur Alternative „Seilbahn“.

 

Mit der Seilbahn auf den Monte
Mit der Seilbahn auf den Monte

Die Fahrt mit der Seilbahn auf den Monte ist sicherlich die einfachere Art und Weise – Hinweise zu Öffnungszeiten, aktuellen Preisen und Adressen der Stationen findet ihr mit Klick aufs Bild.

 

Rasant bergab
Korbschlittenfahrt – rasant bergab

Monte und ‘Korbschlittenfahrt’ sind sicherlich zwei Begriffe die für Madeira Besucher zusammen gehören.

Die ersten Korbschlitten tauchten um 1850 herum auf. Sie wurden ursprünglich als schnelles Transportmittel für die Bewohner Montes eingeführt.

 

Die schmucken Korbschlittenfahrer von Funchal warten auf Kundschaft
Die schmucken Korbschlittenfahrer von Funchal warten auf Kundschaft

Die zweisitzigen Korbschlitten gleiten auf Holzkufen, geschoben und gesteuert von zwei, traditionell in weißer Leinenkleidung und mit einem Strohhut bekleideten Männern, die die Gummisohlen ihrer Stiefel als Bremsen benutzen.

Mit fast 50 km/h in rasanter Fahrt bergab - Korbschlittenfahrt auf Madeira
Mit fast 50 km/h in rasanter Fahrt bergab – Korbschlittenfahrt auf Madeira

An einer Kreuzung zwischen Rodelbahn und querlaufender Straße schauen wir diesem Spektakel eine Weile zu.

Auf der rasanten 2 km langen Fahrt bergab werden bis zu 48 km/h erreicht. Da wären wir ja ruckzuck wieder im Tal. Ach nö!

Da wir uns so herrlich auf den Berg gequält haben möchten wir den Marsch abwärts quasi in vollen Zügen genießen.

 

Finaler Bergabstieg
 

Auf dem Heimweg machen wir einen großen Bogen um das Zentrum der Korbschlitten und steuern die Altstadt von Funchal an. Wie zu erwarten (oder zu befürchten?) wimmelt es hier nur so von Touristen.

Man möchte sich nicht vorstellen wie es hier im Sommer ausschaut. Wie viele Touristen verträgt eine Insel oder eine Altstadt?

 

Auf euer Wohl
Auf euer Wohl

Zufällig entdecken wir vor dem Penha D’Aguia einen freien Platz. Das erfrischende Bierchen haben wir uns doch verdient – oder?
Mit einem fröhlichen „Auf euer Wohl“ und besten Grüßen an unsere treuen Leser verabschieden wir uns für heute. Hier geht es mit einem Klick zum Bilderbuch Madeira.

Morgen wandern wir durch die Vulkanlandschaft auf Lanzarote.

Schaut gerne wieder vorbei und denkt wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare! Das Formular findet ihr wie immer am Seitenende!

7 Kommentare

  1. Das beste in Funchal sind die Korbschlittenfahrten. Muss man eindeutig sagen. Das beste Foto auf deinem Blog ist die „große“ Brille wobei ich doch glaube, dass des sich um eine 3-d Brille handelt. Zumindest sieht die Brille so aus! 🙂 LG Eva PS: Mein nächster Trip findet am 30. Januar statt. Diesmal etwas länger in Funchal

    1. Oh ja Hallo Eva Funchal und überhaupt Madita sind traumhaft. Wir waren mittlerweile schon dreimal dort und irgendwann fahren wir einmal zum wandern hin.
      Unsere nächste Kreuzfahrt geht zum ersten Mal in die Karibik… Da bin ich irre gespannt.
      Für den Januar wünsche ich dir jetzt schon viel Spaß aber das wird nicht nötig sein
      Beste Grüße
      Petra

  2. Na, das Training auf den Monte war ja genau die richtige Vorbereitung für das kommende Wochenende…wieso nur habe ich bei der Aufstellung der steilsten Strassen die „Riessern“ in Gais vermisst ;-)?? Ihr werdet sehen und staunen und schnaufen …(ganz ohne Touristen!!) …und irgendwie muss man sich das Chäsfondue ja verdienen. Lg und bis bald Petra

    1. Oh ja das klingt gut wir trainieren schon länger Berge oder unzählige Stufen zu erklimmen. Das ist unser Training damit wir es im Mai in Norwegen auf den Preikestolen und den Trolltunga schaffen wir freuen uns total auf euch und Gais und das Appenzeller Land

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...