Sicht vom Euro Mast auf Rotterdam

MIT AIDA PRIMA ZWISCHEN HAMBURG, SOUTHAMPTON, LE HAVRE, ZEEBRÜGGE UND ROTTERDAM UNTERWEGS

Eine Kreuzfahrt mit der AIDAprima und zum ersten Mal nicht mit dem lieben Ehemann sondern mit der eigenen Mutter unterwegs. Ob das auf engem Raum gut geht und ob ich die “alte Dame” unversehrt zurück bringe? Lasst euch davon erzählen. Wir fahren von Hamburg nach Southampton und besuchen den New Forest. In Frankreich wandern wir bei Étretat auf den Kreidefelsen, besichtigen das belgische Damme und das Schloss Loppem. In Rotterdam unternehmen wir eine Stadtrundfahrt und bestaunen diese tolle Hafenstadt aus luftiger Höhe. Von einer in vieler Hinsicht unvergesslichen Kreuzfahrt und dem Erlebnis “Mutter Tochter Reise” erzählt dieser vielleicht etwas andere Reisebericht.

 

„Das liest sich doch toll!“ sagt die beste aller Ehehälften und fragt mich ob ich diese AIDA Kreuzfahrt nicht zusammen mit meiner Mutter machen möchte. Ich habe eine Woche mehr Urlaub als Frank und die will zweckmäßig genutzt werden.

„Tolle Idee, ich frag sie einfach!“ lautet meine Antwort. Nach einigem Zögern und etwas Zuspruch durch meinen Bruder sagt die immerhin fast 79-Jährige dieser Reise nach zwei Wochen Überlegungszeit (endlich) zu.

 

 

Wir starten Mitte September ab Hamburg mit der AIDAprima unsere erste gemeinsame Urlaubsreise. Für mich ist es die sechste Kreuzfahrt. Für sie allerdings die erste große Reise seit Jahren und die allererste Kreuzfahrt.

Ich bin jedenfalls gespannt wie ein Flitzebogen als wir uns in Hamburg von Frank verabschieden und über die Gangway an Bord gehen.

 

Unsere Kabine ist noch nicht fertig hergerichtet und so vertreiben wir uns die Zeit mit einem ersten Rundgang. Mutter macht direkt erste Bekanntschaften und ist bester Laune.

Um 14 Uhr können wir unsere Kabinen beziehen und genießen erst einmal den Blick vom Balkon auf den Hafen. In der 11. Etage ist die Aussicht grandios.

 

HAMBURG – IMMER EINE REISE WERT

 

Ehe die AIDAprima auslaufen darf müssen alle Passagiere die Seenotrettungsübung hinter sich bringen.

Da die Passagiere, die unsere Weste vorher benutzt haben, die Gurte der Rettungswesten unnötige verknotet haben, dauert es eine Weile bis Mutter entfesselt und die Weste korrekt angelegt ist. Freundliche Besatzungsmitglieder helfen uns kurzerhand und so ist dieses erste Problemchen schnell gelöst.

 

Als das Kreuzfahrtschiff den Hamburger Hafen unter Getöse und mit der obligatorischen „Sail Away Melodie“ verlässt bin ich schlechtweg gerührt (und vermisse Frank).

Mehr zu Hamburg gibt es mit Klick hier!

Uns zu Füßen liegt die kleine AIDAcara und wirkt fast winzig. Der Hafen wird immer kleiner und vorbei am Fischmarkt und Övelgönne nehmen wir Kurs auf Southampton (GB).

Es ist schon kühl geworden und es stellt sich die Frage, ob es das Wetter in den nächsten Tagen gut mit uns meint.

Wir hoffen auf ein wenig Sonne und keinen Regen, damit wären wir schon zufrieden. Ob wir Glück haben werden? Ich hoffe es doch sehr.

Den nächsten Tag, ein Sonntag, verbringen wir auf hoher See. Es ist noch ziemlich frisch am frühen Morgen, aber erfreulicherweise niederschlagsfrei.

Den ganzen Tag „auf der Bude hocken“ ist nicht so sehr mein Ding und See Tage sind etwas das „überstanden“ werden muss.

„Wollen wir uns draußen ein wenig umschauen?“ frage ich aus diesem Grunde meine Mutter und “na klar” will sie.

 

Vom verspiegelten Außenlift ist sie genauso begeistert wie ich und selbst der gläserne Fußboden vom Skywalk schreckt sie nicht ab.

 

Und so nutzen wir diesen Reisetag um uns an Bord zu orientieren und essen abends gemütlich beim East Restaurant. Mutti isst gerne chinesisch.

„Was hast du dir denn da auf den Teller gepackt?“ frage ich sie etwas erstaunt, als sie vom Buffet zurückkommt. „Ich weiß auch nicht, ist das kein Fleisch??“ „Doch schon, dass musst du dir nur vorher grillen lassen. Das ist noch roh!“ „Ach, ich habe mich auch schon gewundert, dass es so kalt ist!“ Wir müssen beide lachen… Tja, das kann schon mal passieren, wenn man nur noch 50% Sehkraft besitzt.

 

Was ihr an Sehkraft fehlt werde ich in den nächsten Tagen ausgleichen müssen. „Vorsicht Stufe“ und „Pass auf, dort ist es nass und rutschig!“ werde ich regelmäßig von mir geben. Ich möchte sie schließlich heil und gesund wieder zuhause abgeben. Ob uns das gelingt?

Ich bin einigermaßen erstaunt wie leicht mir dieser Rollentausch fällt. Vor mehr als 55 Jahren hat sie auf mich aufgepasst. Jetzt ist es genau anders herum.

So flott sie durch die Gegend rennt mit ihren fast 79 Jahren so wenig kann sie sehen oder erkennen und es ist eine sportliche Herausforderung für mich die eventuellen Gefahren rechtzeitig zu erkennen.

 

SOUTHAMPTON – KREUZSCHIFFFAHRT HAT TRADITION

 

In Southampton trat 1912 die Titanic ihre tragische Reise an. Heute liegen hier im Jahr mehr als 200 Kreuzfahrtschiffe an. Unter ihnen die Queen Mary 2, die hier beheimatet ist.

Southampton ist übrigens der wichtigste europäische Ausgangspunkt für Kreuzfahrten. Die Schiffe legen nie an der Kaimauer ab, an der die Titanic seinerzeit gestartet ist, sondern immer an der gegenüber liegenden Seite, erklärt uns später die Reiseleiterin.

Schon um halb sieben bin ich wach und schaue mir vom Balkon aus den Hafen an. Es ist einfach herrlich sich von soweit oben das Treiben auf dem Wasser anzuschauen. Die Boote und Fahrzeuge unter uns wirken von hier oben wie Spielzeug.

Nach dem Frühstück freuen wir uns bei einem kleinen Spaziergang auf Deck über die ersten Sonnenstrahlen. Wir müssen allerdings auf die Uhrzeit achten denn bereits vor Reiseantritt haben wir den Ausflug „SOU25 – Rundfahrt durch den New Forest“ gebucht.

 

Der Bus fährt pünktlich um 11 Uhr ab und wir sitzen vergnügt an Bord. Obwohl die Beschriftung auf der AIDAprima zum Ausgang mehr als dürftig war und wir uns durchfragen mussten. Hier besteht durchaus Verbesserungspotenzial liebe AIDA Mitarbeiter.

 

LYNDHURST UND BURLEY

Der Bus fährt entlang der alten Stadtmauer und legt den ersten Stopp in Lyndhurst ein. Dort steigen die Reiseteilnehmer aus, die den NEW FOREST zu Fuß erkunden wollen und andere nutzen die Gelegenheit zum Besuch der öffentlichen Toiletten.

In Burley legen wir einen weiteren Zwischenstopp ein. Viel gibt es hier nicht zu sehen. Einige hübsche Häuser und ebenso viele freilaufende Ponys gilt es zu fotografieren.

Im Schaufenster entdecke ich einen „Wackel-Mister-Bean“ und obwohl kitschig und albern wird er mich in Zukunft an diesen tollen Reisetag erinnern.

Die Sonne zeigt sich immer öfter und die Jacken bleiben bei dem kleinen Rundgang durch das Dorf bereits im Bus liegen.

Auf der anschließenden Fahrt erklärt uns die Reiseleiterin vieles über die Geschichte des Nationalparks.

 

NATIONALPARK NEW FOREST

 

Wie der größte Teil Englands war auch der New Forest ursprünglich bewaldet, wurde allerdings bereits zur Stein- und Bronzezeit gerodet, um das Gebiet landwirtschaftlich zu nutzen. Die schlechte Qualität des Bodens führte dazu, dass sich das Land in eine Heidelandschaft verwandelte.

Der New Forest wurde 1079 von William dem Eroberer gegründet und liegt zwischen den Städten Southampton und Bournemouth im Süden Englands. Noch heute gehören rund 90 Prozent des New Forest der englischen Krone.

Am 1. März 2005 wurde der Nationalpark formell eingerichtet und umfasst 571 km. Etwa 50 Prozent des königlichen Landes liegen in den Grenzen des Nationalparks. Innerhalb des Parks leben rund 38.000 Menschen.

Das New Forest Naturschutzgebiet ist der kleinste Nationalpark Englands. In ihm leben die New Forest Ponys, die im gesamten Park frei herumlaufen und ihrer natürlichen Lebensweise nachgehen können.

Längst haben die Parkverwalter den potenziellen Wert des New Forest erkannt und daher den Tourismus hier vollends etabliert.

Die Ponys leben auf einem circa 300 km2 großen Naturschutzgebiet, welches aus Wiesen, Wäldern und hügeligen Heideflächen besteht.

Sie teilen sich diesen Lebensraum mit anderen Tieren, sodass auch Rinder, Schweine und viele kleine Säugetiere zu finden sind. Im gesamten Park sind Zäune aufgestellt, die verhindern sollen, dass die Tiere aus ihrem Lebensraum ausbrechen können.

Durch den New Forest führen Autostraßen, welche die kleinen Orte des Gebietes miteinander verbinden. Obwohl die Autofahrer hierbei nicht schneller als 40 km/h fahren dürfen, passieren oft Unfälle, bei denen die Tiere oft tödlich verunglücken.

Grundsätzlich gilt die Regel: Tiere haben Vorfahrt!

Wer sich folglich darüber aufregen will, dass plötzlich ein Pony völlig ruhig und gelassen auf der Straße steht und keinerlei Anstalten macht, sich vom Fleck zu bewegen, der ist hier falsch!

Während der anschließenden Fahrt durch die kurvige und abwechslungsreiche Heidelandschaft entdecken wir rechts und links der Fahrbahn viele friedlich grasende Kühe oder Ponys am Straßenrand.

Wir fahren durch eine wunderschöne Landschaft und können nur Fotos durch die reflektierende Scheibe einfangen? Das geht ja gar nicht! Das sind jene Momente in denen ich mich nach unserem Wohnmobil sehen!

 

Am Hincheslea Moor legt der freundliche Busfahrer noch einen nicht ganz legalen Fotostopp ein und kurze Zeit später erreichen wir Beaulieu.

 

BEAULIEU

 

Beaulieu ist ein kleiner Ort in Hampshire. Das Anwesen Palace House begann 1204 als Torhaus zur Beaulieu Abbey und war seit 1538 das Anwesen der Familie des jeweiligen Barons Montagu of Beaulieu.

Das Haus wurde im 16. und 19 Jh. erweitert und ist heutzutage ein gutes Beispiel für ein gotisches Landhaus.

Obwohl es weiterhin als Wohnsitz des Lords Montagu dient, sind Teile des Hauses für die Öffentlichkeit zugänglich.

Der Ort ist auch Heimat des National Motor Museum. Das Museum enthält eine wichtige Sammlung historischer Motorfahrzeuge, einschließlich vier Weltrekordfahrzeuge. Den weißen Flitzer vorne rechts im Bild kann man mieten! Plant also genügend Zeit (und Geld) ein.

Was hier vor 40 Jahren im September ursprünglich als Autoteilemarkt gedacht war um mehr Museumsbesucher anzuziehen wuchs im Laufe der Jahrzehnte auf jährlich 2.200 Aussteller zum größten Automarkt Englands.

Die Werft dieses Ortes war die Wiege vieler britischer Schiffe, einschließlich der Schiffe der Flotte von Admiral Nelson. Für das Automuseum und auch für die Werft und viele andere Sehenswürdigkeiten fehlt uns leider die Zeit. Dennoch ist der Ausflug eine Empfehlung wert.

Ich schreibe Frank von unterwegs eine What App „Wir müssen unbedingt einmal mit dem Wohnmobil nach Südengland!“ Immer das Gleiche – arbeiten wir ein Reiseziel ab kommen drei neue hinzu…

Und so sind wir um kurz nach 14 Uhr pünktlich zu Kaffee und Kuchen wieder an Bord. Frisch gestärkt mache ich mich direkt danach zu Fuß auf den Weg um mir Southampton aus der Nähe anzuschauen während Mutter die Füße hoch legt und in ihrem Buch liest.

Als erstes laufe ich ans andere Ende vom Hafen – ich will die AIDAprima in voller Breite fotografieren.

Dazu muss ich erst einmal 1,4 km um den Southampton Passenger Terminal herum laufen.

Die Möwen scheinen hier auch weniger schreckhaft als daheim zu sein. Mir gelingen einige hübsche Aufnahmen, die ich am nächsten #möwenmontag bei Instagram posten kann.

Bekannt ist Southampton vor allem durch seinen Hafen, der viertgrößte Frachthafen und der zweitgrößte Containerhafen Großbritanniens.

Bevor die Luftfahrt dominant im Überseeverkehr wurde, war Southampton der wichtigste Ausgangspunkt für Reisen nach Amerika.

Im 2. Weltkrieg wurde Southampton wegen seiner strategischen Bedeutung von der deutschen Luftwaffe stark zerstört.


Von der historischen Altstadt sind nur noch Reste übrig. Im Stadtzentrum überwiegen moderne Bauten. Trotzdem lohnt es sich, der historischen Stadtmauer, die zum Teil noch existiert, zu folgen.

Es gibt einen Rundweg “Walk the Southampton Walls”. Wie gefallen euch der Wegweiser? Ich finde sie sehr originell und passend.


Nicht weit vom Hafen entfernt gibt es ein Titanic-Museum, wo man fast alles über die legendäre “Titanic” erfahren kann.

Im Wesentlichen besteht das Museum aus zwei Teilen: Einer Sonderausstellung über die Titanic und einem Raum über die Entwicklung der Stadt Southampton als Hafen- und Handelsstadt.

Beides ist sicher sehenswert, bei dem schönen Wetter und der knapp bemessenen Zeit schaue ich mich lieber noch ein wenig entlang der Stadtmauer um.

 

ISSE SAUCE, NICHT SUPPE!

 

Als ich um halb sieben wieder zurück an Bord bin fragt Mutter (natürlich) „Wo warst du denn sooo lange? Ich habe mir schon Sorgen gemacht… Ach Mutter, wer Südamerika, USA, Südafrika, China und „allein durch Barcelona heil überstanden hat, der schafft auch Southampton.

„Wollen wir wieder zum Chinamann?“ „Oh ja gerne, die Suppe war sehr lecker!“ und so findet dieser Reisetag im East Restaurant seinen Abschluss.

„Isse nich Suppe isse Sauce!“ hören wir den Kellner lachend sagen, als wir unsere süßsaure „Suppe“ schon fast zur Hälfte gegessen haben. Wir schauen ihn erstaunt an und verstehen zunächst nicht was er uns mitteilen möchte.

Er wiederholt beharrlich „Isse nich Suppe isse Sauce!“ und lacht. Uns geht ein Licht auf und wir ahnen, dass er Recht haben könnte.  Wir bedanken uns artig und essen vergnügt weiter.

Sie ist aber auch zu lecker unsere „Suppe“. Ein verstohlener Blick zum vermeintlichen Suppentopf bestätigt später die Aussage des Kellners.

Über dem riesigen Suppentopf (in dem Sauce angeboten wird) hängt ein Schild und preist die süßsaure Sauce an.

Uppps, die einen sagen es sei peinlich ich sage „Kann passieren und es hat uns vorzüglich als Suppe geschmeckt!“. Das Wort Suppe sorgt seitdem bei Mutter und mir für Lachattacken.

 

WANDERUNG AM KREIDEFELSEN

 

Mittlerweile ist schon Dienstag und wir sind drei Tage mit der AIDAprima unterwegs. Es geht uns gut, sehr gut sogar und wir freuen uns während des Frühstücks auf den heutigen Ausflug.

Schon zuhause haben wir den Ausflug LEH17 WANDERN AUF DEN KREIDEFELSEN gebucht. Ein Spaziergang bei frischer Meeresluft und Blick aus der Höhe auf das glitzernde Meer, ja, das klingt doch wirklich toll – oder?

Der Himmel ist am Dienstagmorgen dramatisch bewölkt. Ob wir von einem Regenschauer verschont bleiben werden? Vorsichtshalber packen wir uns den Regenschirm ein.

Auf der Fahrt durch Le Havre erzählt die Reiseleiterin uns auf Deutsch mit stark französischem Akzent einiges zur Geschichte der Stadt.

 

LE HAVRE

 

Le Havre liegt im Nordwesten Frankreichs am rechten Ufer der Seinemündung. Die Stadt wurde nach den schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg nach Plänen des Architekten Auguste Perret mit einem Team von 60 Architekten von 1945 bis 1954 wiederaufgebaut.

Der Stadtkern mit einer charakteristischen farbigen Betonarchitektur ist eines von zwei (neben Brasília) Stadtensemble des 20. Jahrhunderts in der Liste des UNESCO-Welterbes (Juli 2005).

Le Havre ist in zweierlei Hinsicht eine relativ junge Stadt da sie erst im Jahre 1517 auf Anregung des Admirals Bonnivet als Kriegshafen erbaut wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die total zerstörte Stadt nach einer neuen städtebaulichen Konzeption wieder errichtet.

Sehr viel sehen wir während der Busfahrt durch die Stadt nicht und leider fahren wir auch nicht über die „Pont de Normandie“, für mich eine der schönsten Brücken überhaupt. Dort sind wir vor einem Vierteljahr noch zu Fuß gelaufen… Mehr zu Le Havre und zur Port de Normandie mit Klick hier.

Weiterführende Info für Besucher von Le Havre – schaut mal auf dieser Seite: LE HAVRE ENTDECKEN

Sehr hübsch und erwähnenswert sind die Kreisverkehre auf der Strecke zwischen Le Havre und Ètretat.

 

STEILKÜSTE FALAISE DÉTRETAT

 

Punkt neun Uhr verlassen wir mitten im Nichts den Reisebus und starten unsere Wanderung entlang der Kreidefelsen.

Zunächst verläuft der Weg waagrecht und ist noch „2 Mann breit“. Das ändert sich allerdings so schnell wie drastisch.

Hier hat es tagelang geregnet und der Weg ist matschig, wird stetig schmaler und führt plötzlich steil bergab. Zeit zum Fotografieren finde ich kaum. Auf dem Bild unten ist alles noch “easy going” danach geht es rutschig steil bergab.

Mutter hat ihre liebe Not aufgrund der noch tief stehenden Sonne den Untergrund zu erkennen. Ich laufe neben ihr und halte sie so gut es geht fest. Das letzte Mal „Hand in Hand spazieren gehen“ liegt auch gewiss 55 Jahre her.

 

Wäre da nicht Mutters Ehrgeiz mit den anderen mithalten zu wollen könnten wir ja ganz gemütlich laufen. Ein Blick nach vorne und sie erkennt, dass die anderen nicht nur unten angekommen sind, sondern einige Reiseteilnehmer sogar schon wieder auf der anderen Seite des Tals nach oben geklettert sind.

„Jetzt hol doch erst einmal in Ruhe Luft!“ schellte ich sie. „Ich mach jetzt ein paar Bilder und du ruhst dich aus!“ Sorry Mutti, dieser Befehlston musste grad mal sein.

Ich gehe ein paar Schritte bis an den Abhang um die traumhafte Landschaft zu fotografieren. Keine Minute später sehe ich im Augenwinkel wie Mutter schon wieder „durch die Gegend rennt“.

Als ich sie wieder erreiche traue ich meinen Ohren nicht „Wenn dort vorne gleich ein Taxistand ist steige ich ins Taxi und fahre zum Schiff zurück!“

In ihrem ganzen Leben ist Mutter, wenn´s hoch kommt 5 bis 10 x Taxi gefahren. Selber bestellt und bezahlt wäre eine totale Premiere, die meine Geschwister und mich total wundern würde.

 

 

Hier sind weit und breit nur Gras, die Kreidefelsen, matschige Wanderwege und der einzige Weg nach Étretat führt steil mehrmals bergauf und ab dorthin. Also laufen, fluchen und hoffen, dass wir es ohne Knöchelbruch bis dorthin schaffen.

 

ALABASTAKÜSTE

 

Die Côte d’Albâtre (Alabasterküste) besitzt zahlreiche Kreidefelsen, deren bekannteste an der Steilküste von Étretat stehen.

Die bis zu 100 Meter hohen Kreidefelsen ragen aus dem Meeresspiegel heraus und werden von den nagenden Wellen des Meeres angegriffen.

Die Kreidefelsen an der Steilküste Falaise d’Étretat haben eine Höhe von 75 Meter. Die Felsen von Étretat bestehen aus weißer Kreide und Feuerstein. Ein unterirdischer Fluss und die maritime Erosion haben natürliche Felsformationen entstehen lassen.

Im Westen von Étretat befinden sich die Porte d’Aval und die Aiguille d’Aval. Die Porte d’Aval ist ein natürlicher Brückenbogen. Die davorstehende 70 Meter hohe Felsnadel ist die Aiguille d’Aval. Sieht sie nicht tatsächlich so aus als wenn ein Elefant seinen Rüssel in das Wasser taucht?

Das Mannsloch (Trou à l’Homme) ist ein enormes schwarzes höhlenartiges Loch in der Felswand links neben der Porte d’Aval. Das Loch erhielt den Namen vom einzigen überlebenden Seemann eines Schiffs, das Schiffbruch erlitt. In einem gewaltigen Sturm hielt er in dieser Höhle 24 Stunden aus.

Um halb elf klettern wir zum letzten Mal bergauf und können vom Aussichtspunkt das entfernte Étretat schon erkennen.

Als wir um kurz nach elf unten am Strand den Kaffee in der Sonne trinken mache ich drei Kreuze. Ein Unfall wäre so das Allerletzte gewesen was wir hätten gebrauchen können.

Ich stimme meiner Mutter und anderen Reiseteilnehmern allerdings voll zu „Diese Wanderung hätte mit „anspruchsvoll“ deklariert werden müssen.

Ich selbst bin einigermaßen durchtrainiert, aber ein ungeschickter Schritt und auch meine Reise wäre hier verfrüht zu Ende gewesen. Die Wanderung als solche ist sehr schön und landschaftlich unbedingt sehenswert.

In der Sonne ist die Anstrengung schnell vergessen und wir freuen uns über das schöne Wetter.

 

DAMME, SCHOKOLADE UND SCHLOSS LOPPEM

 

Am Mittwoch erreichen wir Zeebrügge und was soll ich sagen – das Wetter wird immer besser.

Wie im Hochsommer sitzen wir kurzärmelig an Deck nachdem wir vorher ein Weilchen auf dem Balkon in der Sonne „gebraten“ haben. Uns geht es so richtig gut.

Um 13 Uhr starten wir unseren Ausflug “ZEE10 Flämisches Dorf & Schloss Loppem” durch Westflandern und erreichen nach einem Weilchen den hübschen Ort Damme.

Der Reiseleiter erzählt sehr engagiert und begeistert und es macht Freude ihm zuzuhören.

Nach einem Spaziergang durch den Ortskern und einem Kaffee in der Sonne geht die Fahrt weiter in Richtung Schloss Loppem.

 

SCHLOSS LOPPEM

 

Das Schloss Loppem steht in der gleichnamigen Ortschaft, einem Ortsteil der Gemeinde Zedelgem, in der Provinz Westflandern, die zur Flämischen Region Belgiens gehört.

 

1856 beauftragten Baron Charles van den englischen Architekten Edward Welby Pugin mit der Erstellung eines Plans für das Schloss.

In Zusammenarbeit mit dem belgischen Architekten Jean-Baptiste Bethune wurde das Schloss im neugotischen Stil von 1859 bis 1862 errichtet.

Das Schloss von Loppem weist einen besonders homogenen Stil auf, Architektur und Interieur sind bis heute in ihrem Ursprung erhalten.

Die Innenbesichtigung des Schlosses ist im Ausflugspreis enthalten und wir schauen uns dort in fachmännischer Begleitung des Reiseleiters gerne um.

 

ROOSE CHOCOLATERIE

 

Einen kleinen Abstecher machen wir noch an den Stadtrand von Brügge, wo wir eine Schokoladenmanufaktur besichtigen bzw. sich einige Reiseteilnehmer für die nächsten 5 Jahre mit Schokolade eindecken.

Bereits seit rund 20 Jahren ist Chocolatier Roose der Begriff schlechthin für alle, die eine herrliche Tafel Schokolade wollen.

Kein Durchschnittsexemplar, sondern originelle handwerkliche Schokoladetafeln, die reichlich mit Ingwer, Papaya, Spekulatius, Erdbeeren, und anderen Zutaten verfeinert ist. Unser Reiseleiter erklärt unermüdlich von den Vorzügen belgischer Schokolade. Ich kann mit diesem süßen Kram nicht viel anfangen – meine „Süßigkeiten“ wohnen im Kühlschrank und heißen Käse, Salami und Schinken!

 

“Es ist leicht ein Land zu lieben, dass für Schokolade und Bier bekannt ist”.

Barack Obama.

 

Mehr zu belgischer Schokolade findet ihr mit Klick hier.

 

Helikopter Eltern sind nur noch zu toppen durch Helikopter Großeltern! Man begegnet ihnen im Alltag daheim immer häufiger. Und geht ihnen erfolgreich meistens gerne aus dem Weg. Diese Art der Überbehütung und Überfürsorglichkeit geht mir mehr als auf den Nerv. Es scheint es gäbe es täglich mehr Eltern, bei denen das Bedürfnis, ihr Kind zu beschützen und zu versorgen, übermäßig ausgeprägt ist.

Wenn sich diese „Hypereltern“ gemeinsam mit den „Helikopter Großeltern“ während der Mahlzeiten auf der Aida (und sicher auch auf anderen Schiffen und in Hotels) um den achsosüßen Nachwuchs kümmern, möchte man entweder:

Aus der Haut fahren, das arme Opfer befreien oder sich ganz schnell einen anderen Tisch suchen. Wir wählen Variante zwei und ich bedanke mich bei meiner Mutter für ihre Art uns drei „Racker“ in den 1960er Jahren auf ihre und damals übliche Art und Weise zu erziehen. Nichts lehrt besser als das Leben selbst und am Tisch sitzt man still (z.B.).

Ich mag gar nicht daran denken, dass diese helikopterten Kinder in einigen Jahren ihren Weg in die Berufswelt antreten müssen. Kommt Mama dann mit und passt auf?

Ich weiß, dieser Ausflug in die Welt der Kindererziehung passt überhaupt nicht in einen Reisebericht, sorry dafür!

Mich beschäftigt dieses Thema seit unserer Tour und ich stelle euch frei dem Link „Helikopter Eltern“ zu folgen. Dieses Phänomen ist aus meiner Sicht echt erschreckend und geht uns alle an. Auf WDR2 lässt sich zur Zeit Johann König zum gleichen Thema aus… hört mal rein!

 

ROTTERDAM – ZU FUSS UND VON OBEN

 

Fast noch im Dunkeln findet die AIDAprima am frühen Donnerstagmorgen ihren Platz mitten in Rotterdam. Direkt an der wunderschönen Erasmusbrücke liegen wir vor Anker.

 

Wow, ist diese Brücke toll! Es fällt mir etwas schwer nicht direkt los zu laufen. Das leckere gemeinsame Frühstück tröstet aber voll und ganz darüber hinweg. Wir lassen es an ruhig angehen.

 

 

Unser Ausflug „RTM06 Panoramafahrt Rotterdam“ startet erst um halb zehn und so bleibt uns genügend Zeit für eine Tasse Kaffee in der Sonne auf dem Oberdeck mit Blick auf die Stadt.

Rotterdam ist nach Amsterdam die zweitgrößte Stadt in den Niederlanden und besitzt verkehrstechnisch große Bedeutung durch den größten Seehafen Europas (drittgrößter der Welt).

Hättet ihr gewusst, dass die Häfen von Antwerpen, Hamburg und Amsterdam weniger Hafenumschlag verzeichnen als Rotterdam?

 

Hafenumschlag in Millionen Tonnen pro Jahr
Hafen Land 2010 2013 2014
Rotterdam Niederlande Niederlande 429,9 440,5 444,7
Antwerpen Belgien Belgien 178,2 190,8 199
Hamburg Deutschland Deutschland 121,2 139,1 145,7
Amsterdam Niederlande Niederlande 72,7 95,7 97,8

Neben Amsterdam und Den Haag ist Rotterdam eines der kulturellen Zentren der Niederlande. Rotterdam verfügt über eine Universität, mehrere Fachhochschulen, eine Musikhochschule und eine Kunstakademie.

Sie ist die führende Industrie- und Handelsstadt der Niederlande. Auffällig ist die Rotterdamer Wolkenkratzer-Silhouette, die sich seit Mitte 1980er-Jahre entwickelt hat.

Der Reiseleiter erzählt uns begeistert von dieser schönen Stadt und die Fahrt führt abwechslungsreich entlang einiger Sehenswürdigkeiten.

 

Rotterdam wurde 1230 gegründet, als ein Damm am Fluss Rotte gebaut wurde. Die ersten Siedler waren wahrscheinlich Heringsfischer, die hier ihren Fang umluden.

Nach dem Erhalt der Stadtrechte 1340 entwickelte sich die Stadt wegen ihrer günstigen geografischen Lage schnell zu einer reichen Handelsstadt.

Die erste Stadtbefestigung stammt aus dem Jahr 1359. Während des Krieges mit Spanien in den 1570er Jahren war Rotterdam eine der wenigen Hafenstädte mit freiem Zugang zum Meer.

Der Hafen wuchs weiter, bestimmender Zeitpunkt für die Entwicklung zum größten Hafen Europas war allerdings der Bau des Nieuwe Waterwegs 1853.

Damit war ein schleusenloser offener Kanal zur Nordsee geschaffen und Rotterdam wurde zum wichtigsten Im- und Exporthafen für die rasch expandierende Industrie im rheinaufwärts gelegenen Ruhrgebiet.

Die Stadtpolitik prägten damals fast ausschließlich Händler, im Stadtrat stellte diese Gruppe bis 1880 über 90 % der Mitglieder.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt von Rotterdam beim deutschen Luftangriff vom 14. Mai 1940 und den darauffolgenden Bränden annähernd vollständig zerstört.

Der Angriff der Luftwaffe ist auch heute noch im Gedächtnis der Einwohner von Rotterdam tief verankert.

Das alte Rotterdam verschwand weitestgehend und wurde modern wiederaufgebaut. So gehörte der Hafen nach dem Wiederaufbau zu dem modernsten Europa und expandierte weiter.

Kurz darauf folgte mit dem Botlek-Projekt der nächste Ölhafen, dessen Industriegebiete aber schon neun Monate nach Fertigstellung komplett ausgefüllt waren.

Erst das Mammutprojekt des Europoorts, ein 15 Kilometer langer Hafen, dem zwei Dörfer und ein Naturschutzgebiet weichen mussten, stellte die gewünschten Flächen für die chemische Industrie her, die sich in Rotterdam ansiedelte.

Im Jahre 1962 löste die Stadt mit einem Jahresumschlag von 92 Millionen Tonnen New York als größten Hafen der Welt ab. 1967 landete das erste transatlantische Containerschiff im Hafen, die Stadt und ihr Hafen expandierten weiter.

Den ersten Stopp dieser Rundfahrt legen wir an der Markthalle ein.

 

MARKTHALLE ROTTERDAM

 

Die Markthalle wurde 2014 fertiggestellt. Sie steht im Zentrum der Stadt, nicht weit vom Rathaus auf dem Coolsingel und von der Hoogstraat entfernt.

Die Bauzeit und auch die Bausumme von 175 Millionen wurden eingehalten. Der Reiseleiter scherzt „Davon können ihre Planer in Berlin und Stuttgart nur träumen!“ und Recht hat er.

Die Markthalle ist der erste komplett überdachte Lebensmittelmarkt in den Niederlanden. Das Einzigartige an dieser Halle ist, dass sie nicht nur eine Mischung von Markt, Einkaufsläden, Gaststättengewerben und Parkplätzen ist, sondern sich auch zum Wohnen eignet.

Viel Zeit bleibt uns nicht um uns hier umzuschauen befinden sich die kostenpflichtigen Toiletten doch eine Etage tiefer und werden bei unserem Eintreffen von einer asiatischen Reisegruppe belagert.

Die gelben Kubus Häuser des Architekten Piet Blom sind nur unweit entfernt und ich könnte flott hinüber rennen. Ach, was soll´s! In Hetz und Eile entstehen keine gescheiten Bilder. Architektur ist eh nicht mein Lieblingsmotiv.

Und wer weiß, vielleicht fahren wir ja mit dem Wohnmobil noch einmal nach Rotterdam? Ich würde sagen “Auf jeden Fall!”

 

Die Stadtrundfahrt führt uns noch an einem alten Hafen vorbei und kurz vor Erreichen der AIDA legen wir einen Fotostopp an der anderen Uferseite ein.

„Das Licht ist heute Abend viel besser, warte es mal ab!“ sage ich zu Muttern und bleibe mit ihr im Bus sitzen.

 

Der regelmäßige Leser weiß um meine Höhenbegeisterung und so lässt es mir wieder an Bord bei Kaffee und Kuchen doch verflixt keine Ruhe – ich muss hoch auf den Euro Mast.

„Möchtest hierbleiben und lesen oder kommst du mit zum Aussichtsturm?“ Wie zu erwarten möchte Muttern natürlich mit und so machen wir uns nach Kaffee und Kuchen in der Sonne um 16 Uhr auf den Weg.

Über die Erasmusbrücke laufen wir zunächst um den nostalgisch wirkenden „Stichling Veerhaven“ herum.

Neben der modernen Innenstadt sind die kleinen verträumten Ecken in Rotterdam das einmalige Kontrastprogramm. Hier liegen im Hafen viele alte Segelboote und man spürt ein wenig den Duft der weiten und auch alten Welt.

 

HET PARK

 

Und bald schon erreichen wir den Het Park. Der mit zahlreichen Teichen und Baumgruppen an der Nieuwe Maas angelegte Park ist hübsch angelegt und verspricht Ruhe und Entspannung vom hektischen Großstadtbetrieb.

 

 

Von hier aus lässt sich auch gut der vorüberziehende Schiffsverkehr von und zu den großen Hafenanlagen Rotterdams beobachten.

Wir wollen jedoch nicht beobachten, sondern primär in die Höhe. Also ich mehr als Mutter. Ich bin regelrecht euphorisch und mega gespannt als wir uns dem Euro Mast nähern. 

Während Mutter sich bei Kaffee und mit Zeitschriften (leider nur auf Niederländisch, dafür aber viele schöne Bilder) die Zeit vertreibt kaufe ich mir für knapp 10 Euro das Ticket auf das höchste Gebäude Rotterdams.

 

EUROMAST

 

Der Euro Mast wurde Anfang der 1960er vom niederländischen Architekten Huig Maaskant entworfener und anlässlich der Floriade 1960 gebaut. Ursprünglich war der Euro Mast nur 101 Meter hoch.

Auf etwa 100 Metern Höhe befindet sich eine Stahlkonstruktion, das sogenannte „Krähennest“. Diesen Punkt erreiche ich nach kurzer Fahrt mit dem Aufzug. Im Restaurant ist nicht sonderlich viel los und ich fange die ersten Aufnahmen ein. Wow, hier ist die Aussicht bereits atemberaubend. Aber es muss doch noch irgendwie weiter nach oben gehen – oder?

 

1970 wurde der Euro Mast durch Aufsetzen eines Mastes, dem sogenannten „Space Tower“ auf seine jetzige Gesamthöhe von 185 Metern verlängert.

An diesem Mast schraubt sich eine rotierende Gondel hoch, die rundum verglast ist. Binnen 7 Minuten gelange ich auf diese Art und Weise ganz bis nach oben und bin total begeistert. Ich denke die folgenden Bilder sprechen für sich.

Völlig verzückt kann ich mich überhaupt nicht entscheiden – der Blick auf die Wolkenkratzer, auf die in der Sonne glänzende AIDA oder doch eher dem geschäftigen Treiben im Hafen zuschauen? Und ab und zu auf die Uhr schauen.

Ewig wird Mutter unten nicht in der Zeitung blättern wollen. Unzählige Aufnahmen später reiße ich mich von dieser tollen Aussicht los und fahre wieder abwärts.

Der Euro Mast gehört aus meiner Sicht auf jeden Fall zu einem Rotterdam Besuch dazu! Und da Anja und Christian ihn bei ihrem Rotterdam Besuch ausgelassen haben können sie die Aussicht jetzt nachholen. Liebe Grüße! Beim nächsten Mal schauen wir uns diese tolle Stadt zu viert oder sechst (Gruß an die Hörner) an – oder?

Wieder festen Grund unter diesen Füßen müssen wir den Rückweg zur AIDA noch hinter uns bringen.

Am Ufer entlang können wir sie nach einem Weilchen bereits entdecken. Wie vermutet liegt sie im warmen Abendlicht. Ist sie nicht schön?

 

Noch ein paar Erinnerungsbilder auf und von der schönen Erasmusbrücke und wir erreichen unser schwimmendes Hotel nach fast 20 km “Lauftraining Rotterdam” pünktlich zum verspäteten Abendessen.

Die Koffer sind nach einem weiteren Seetag am Freitagabend schnell gepackt und vor die Tür gestellt. Wir möchten gar nicht daran denken, dass unsere schöne Tour morgen schon wieder vorbei sein soll.

Nach einer letzten ruhigen Nacht und einem letzten gemütlichen Frühstück verlassen wir das Kreuzfahrtschiff am Samstag und werden pünktlich um halb elf von Frank abgeholt.

Ob es uns gefallen hat? Diese Frage beantworte ich mit der Feststellung meiner Mutter „Ich könnte auch noch eine Woche hierbleiben“ und heute (ich schreibe diesen Text am Mittwoch in der Woche nach unserer Reise) stellt sie am Telefon fest: „Ich habe Entzugserscheinungen!“ Ich denke das sagt so einiges…

Für mich war diese Reise jedenfalls mehr als nur eine Kreuzfahrt zwischen Hamburg, England, Frankreich, Belgien und den Niederlanden.

Es war auch eine Reise, die das Verständnis für die ältere Generation ein wenig geschult hat. Denn, machen wir uns nichts vor, diese Lebensphase steht uns auch früher oder später ins Haus. Wenn ich in 20 Jahren noch so durch die Gegend rennen kann wie meine Mutter wäre ich schon zufrieden. Und da wir nicht wissen was morgen oder im nächsten Jahr passiert nutzen wir auch weiterhin jede Gelegenheit uns das Leben schön zu machen und werden hoffentlich noch so einige schöne (Fern)Reisen erleben.

Das komplette großformatige Bilderbuch zur Tour gibt es mit Klick auf´s Bild

Bilderbuch Aida prima auf Tour zwischen Hamburg und England, Frankreich, Belgien und Niederlande

Schaut gerne wieder vorbei und denkt bis dahin wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

 

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