Santa Monica Beach

USA RUNDREISE: 6. LOMPOC – SANTA BARBARA – LOS ANGELES

Nachdem wir gestern von San Francisco über Carmel und über den „17 Miles Drive“ bis Lompoc gefahren sind fahren wir heute nach Santa Barbara und bewundern die weitläufigen Strände, palmenbepflanzten Buchten und die spanische Architektur. Auf der Weiterfahrt Richtung Los Angeles legen wir in Santa Monica einen Stopp ein – zum Bummeln oder Faulenzen am Strand. Am Abend übernachten wir in Los Angeles. Was waren unsere Highlights und an was werden wir uns noch lange erinnern? Lest selber!

Die Beschreibung unseres Hotels INN AT HIGHWAY 1 in Lompoc ist mit den Worten „zweckmäßig“ gut umschrieben.

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Leider gibt es morgens wie so oft in den USA nur Einweggeschirr aber „siehe da und staune – Trommelwirbel und Applaus“ gibt es frisch gebackene Waffeln. Das hatten wir zuvor auch noch nicht. Lecker!

 

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Auf der anschließenden Fahrt gen Süden erzählt uns Nana von der  „Neverland Range“ in der Nähe von Nähe Santa Barbara. Michael Jackson hatte die Ranch 1988 gekauft und im gleichen Zug sein Elternhaus („Hayvenhurst“) verlassen.

Es gibt viele glamouröse Geschichten und unzählige Halbwahrheiten um den „King of Pop“ – mir hat er im Grunde oft einfach nur leidgetan. Aber hier gehen die Meinungen gewiss weit auseinander. Interessant finde ich aber noch folgende Zahlen:

2009 verkauften sich weltweit in weniger als einem halben Jahr 29 Millionen Alben und im Juni 2010 wurde bekannt, dass Michael Jackson seit seinem Tod etwa 1 Milliarde US-Dollar verdient hat. Kein Künstler hat je postum mehr verdient als Michael Jackson.

 

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Nach gut 50 Meilen auf der CA-1 und US-101 erreichen wir um 9 Uhr die Missionskirche in Santa Barbara.

 

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Santa Barbara entwickelte sich rund um die 1786 erbaute, zehnte der insgesamt 21 Missionsstationen und um einen hervorragenden Hafen.

Im Jahre 1602 benannte der Spanier Sebastiano Vizcaino die Siedlung „Santa Barbara“, da er die Küste am Namenstag dieser Heiligen erreichte. Die Mission gilt allgemein als die schönste in Kalifornien.

 

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Die lebhafte Geschichte der Mission und auch Santa Barbaras könnt ihr mit Klick nachlesen.

 

Um kurz vor 10 Uhr erreichen wir das Gerichtsgebäude von Santa Barbara. Es liegt mitten in der Stadt und sticht durch seine imposante spanische Architektur hervor. Als mich bzw. meine Ohren der Hinweis „… könnt ihr die Aussicht vom Turm genießen!“ höre, bin ich direkt und flott unterwegs nach oben. Erdmännchenalarm! Kommt ihr mit nach oben?

Wirklich hoch ist der Turm mit 26 Metern nicht, doch da die anderen Häuser Santa Barbaras nicht höher als ein paar Stockwerke sein dürfen, thront die Aussichtsplattform auf dem Gericht über der Stadt.

Santa Barbara zeigt sich von hier oben von seiner roten Seite, sind doch die meisten Hausdächer einheitlich mit roten Ziegeln gedeckt.

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Bei strahlendem Sonnenschein und klarem Himmel wäre vieles sicherlich noch besser zu erkennen als während unseres Besuches. Heute ist es zwar warm aber leider ein wenig bedeckt.

 

INFO: Das Courthouse öffnet in der Woche von 8 bis 17 Uhr, am Wochenende von 10 bis 17 Uhr.

 

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Für eine Statue doch täuschend echt – oder?

 

Anschließend laufen wir zunächst als Gruppe und später alleine bzw. wie so oft in den letzten Tagen zu viert gemütlich durch die wirklich schönen Einkaufsstraßen von Santa Barbara.

 

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Nach dem letzten großen Erdbeben 1925 blieben von den viktorianischen Häusern des 19. Jahrhunderts nur wenige übrig. Man beschloss, die zerstörten Stadtteile in dem alten spanischen Missionsstil wiederaufzubauen.

Dadurch erhielt die Stadt ein einheitliches Gepräge, wie es kaum eine andere kalifornische Stadt aufweisen kann.

 

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Da die Ähnlichkeit zu Südeuropa nicht zu übersehen ist, wird der Küstenort gerne auch als Hauptstadt der Amerikanischen Riviera bezeichnet.

Er besticht durch seinen Charme als gemütlicher und zugleich extrem herausgeputzter Promiwohnort von Stars wie Kirk Douglas und Oprah Winfrey.

 

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Vater, Tochter und Pupe – wie aus dem Leben geschnittene Statuen mitten in der Einkaufsstraße

Vor gut 400 Jahren entdeckten spanische Eroberer die Region, in der damals amerikanische Ureinwohner lebten. Von da an ließen sich immer mehr Spanier an dem Küstenabschnitt nieder.

Sie gründeten eine Mission und bauten eine Siedlung. Das alles schien verloren, als 1925 ein starkes Erdbeben die Küstenstadt zerstörte. Die Stadtplaner fällten damals eine wegweisende Entscheidung: Sie ließen Santa Barbara im spanischen Stil aufbauen und verhalfen dem Ort so zu seinem noch heute markanten Erscheinungsbild.

 

Zwei auf der Walflosse... sehr originelle Parkbank
Zwei auf der Walflosse… sehr originelle Parkbank

Die historische Stadt ist auch eine Studentenstadt, die zahlreiche junge Leute anzieht und diese wiederum beleben die Bar- und Modeszene.

Die Haupteinkaufsstraße, die State Street, spiegelt das wider. Viele kleinere und größere Läden reihen sich dort nebeneinander, von der exklusiven Designer-Boutique bis zum lässigen Surfer-Shop.

Gewiss entfalten diese Altstadt und ihre Gassen ihren ganzen Charme erst im Laufe des Tages oder am Abend – morgens um 10 Uhr hatten wir sie ziemlich für uns alleine und es wirkte alles recht verwaist und  verlassen.

 

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Besonders auffällig ist die große Anzahl an Straßencafés und Restaurants, die ihre Tische und Stühle auf die Bürgersteige stellen – eine Seltenheit in den USA.

Gerne hätten wir uns ein kühles Bierchen im Brathaus gegönnt, aber leider war die auf urig bayrisch gestylte Gaststätte noch geschlossen. Schade!

 

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Die Mittagszeit verbringen wir am Strand von Santa Barbara.  Ob Santa Barbara und später Santa Monica halten was diese klangvollen Namen so versprechen? Abwarten…

 

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Die Haupt Attraktion in Santa Barbara ist der herrliche breite Strand umringt von Reihen von Palmen und einzigartigen Parks.

 

 

Wir laufen über den langen Landungssteg mit Restaurants und Geschäften aber eine euphorische Stimmung und Begeisterung wollen sich so recht nicht einstellen. Mag es doch am recht trüben Wetter liegen?

Santa Barbara ist ein beliebtes Wochenendziel für Einwohner von Süd Kalifornien einschließlich vieler Bewohner von Los Angeles.

INFO: Ungefähr 25 km südlich von Santa Barbara ist Rincon Point bekannt als der beste Surfing Strand in Kalifornien. Mehrere Surfing Schulen in Santa Barbara bieten die Möglichkeit an einem Tag diesen Sport zu erlernen. Dazu fehlt uns natürlich die Zeit.

 

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Um 12:00 fahren wir weiter und erreichen um kurz vor 16 Uhr Venice Beach.

 

Venice Beach ist der etwa 4,5 km lange, an der Pazifikküste gelegene Sandstrand des 1925 von Los Angeles eingemeindeten Stadtteils Venice.

Der Strandabschnitt schließt südlich an den Strand von Santa Monica an.

 

Auf Grund des milden Klimas Südkaliforniens ist der Strand während des ganzen Jahres gut besucht. Vor allem an den Wochenenden hat die von Souvenir- und Verkaufsständen gesäumte Strandpromenade, der Ocean Front Walk oder kurz Boardwalk, eine besondere Anziehungskraft für Bewohner von Los Angeles und Touristen gleichermaßen.

Vieles dreht sich hier um Sport und Budybuilding im Speziellen.

 

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Nachdem wir den Budybuildern ein wenig zugeschaut haben schnuppern wir noch ein wenig Bay Watch Feeling am Strand.

 

Hätten wir gewußt dass der Strand in Santa Monica „uns nicht wirklich umhaut“ (zu deutsch eher trostlos) wären wir gerne noch ein Weilchen in Venice geblieben.

Wen wundert es also, dass viele Strandszenen der Kultserie „Bay Watch“ im Strand von Venice gedreht wurden.

 

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Nichts desto trotz setzen wir natürlich unsere Busfahrt pünktlich fort und erreichen kurze Zeit später Santa Monica.

 

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Eines der Wahrzeichen von Santa Monica ist der Santa Monica Pier, der in den 1920er Jahren gebaut wurde und heute einen kleinen Vergnügungspark beherbergt.

Der Pier mit dem Riesenrad ist ein beliebtes Motiv der Hollywood-Filmindustrie.

 

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Shrimps sind eigentlich ein Muss an der Küste von Kalifornien. Die berühmtesten gibt es in einem kleinen Restaurant mit angrenzenden Shop am Santa Monica Pier „Bubba Gump Shrimp Co“.

Uns hat der Laden extrem gut gefallen. Es gibt viele originelle Souvenirs. Für Forest Gump Liebhaber im Speziellen. Toll!

 

Wir hätten hier noch 90 Minuten herumlaufen können aber auf dem Weg zum Pier war uns der Irish Pub YE OLDE KINGS HEAD „ins Auge gesprungen“.

Dort machen wir es uns zu viert bei Guiness und „Kleinigkeiten“ in der Sonne gemütlich.

 

Na klar hätte man vor der Bestellung nach dem Preis fragen können – haben wir aber nicht. Und dann kostet es eben ein wenig mehr als sonst. Egal, uns vieren bleibt dieses Guiness immer in bester Erinnerung!

 

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Um 19:15 Uhr heißt es bye bye Santa Monica …

 

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…ein letzter Blick auf die Palmen von Santa Monica und eine gute Stunde später erreichen wir über den Pacific Coast Highway 1 direkt am Meer entlang unser Hotel in Los Angeles.

Passend zu den Strandbesuchen des Tages hören wir während der Fahrt natürlich wieder die passende Musik. Was sollte es heute anderes geben als „Surfin USA von den Beach boys“? Klickt euch gerne in die schwarz weiße Original Aufnahme!

Ok, der heutige Tag war für mich jetzt nicht so der Megatolle-unvergessliche-Sensationstag und für andere Teilnehmer vielleicht auch nicht aber wir haben viel Neues gesehen und gehört, Meeresluft geschnuppert und der ein oder andere hat sogar die Füße (oder mehr?) im frischen Pazifik gebadet. Na, wenn das nichts ist! Liebe Mitreisenden – was hat euch denn an diesem Reisetag besonders gefallen? Haben wir etwas übersehen das von Interesse sein könnte?

Während der Stadtbesichtigung sehen wir morgen das exklusive Beverly Hills, den Business District und das Mexikanische Viertel. Die Stadtrundfahrt führt uns am Hollywood Boulevard entlang und zu viele andere Highlights der Glitzer Glimmer Welt.

Zur Fortsetzung geht es HIER ENTLANG!

oder ihr schaut wieder vorbei, denkt bis dahin wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

 

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare. Das Formular findet ihr wie immer am Ende der Seite.

 

18 Kommentare

  1. So, nun weiß ich endlich wie Martin Gore von Depeche Mode in Santa Barbara so wohnt! 😉
    Schöne Eindrücke hast Du mitgebracht. Da würde ich auch gerne mal flanieren gehen.
    Dir noch einen entspannten Sonntag! LG Simone

    1. Hallo Simone,

      jaja, die Schönen und die Reichen:-) Es ist schon eine tolle Gegend da hast du Recht. Es freut mich das dir der Bericht gefallen hat.
      Gerade eben ist der Bericht „LOS ANGELES bzw. Fränki goes to Hollywood“ fertig geworden
      Wieder ein Blick in die Glitterwelt
      Einen schönen Wochenendausklang und einen guten Start in die neue Woche

      Liebe Grüße
      Petra

  2. Hallo Petra,
    auch wir haben mit viel Interesse und schon ein wenig Wehmut die aktuelle Folge deines Reiseberichtes verfolgt. WIR WOLLEN DORT WIEDER HIN !!!
    Das Land ist so toll, unendlich groß und die Menschen liebenswert. Wir schwanken derzeit bei den Planungen für nächstes Jahr zwischen Indian Summer an der Ostküste mit Kanada und einer Wiederholung der Westküste. Das gemeinsam Erlebte und deine Berichte machen uns die Entscheidung nicht einfacher ….
    Danke für deine ausführliche Berichterstattung.
    Liebe Grüße
    Claudia und Kajo

    1. Huhuuu Kajo & Co,

      schön euch zu lesen und danke fürs regelmäßige Lesen der Beiträge.
      Morgen abend geht „Tag 7 – Fränki goes to Hollywood“ an den Start. Auch wieder ein Tag zum sich gerne dran erinnern
      Schönes Wochenende euch plus Schwiegermutter

  3. Um es mit dem guten alten Forest zu sagen: „Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel – Du weisst nie, was Du bekommst“. Aber Ihr habt offensichtich die volle Packung bekommen bei Eurem USA Trip. Tolle Bilder und schöner Bericht, bei dem ich mich fühlte wie einst mit 22, als ich in Venice Beach ein quietsch pinkes T-Shirt mit Flamingos drauf kaufte…hach, als wär’s gestern gewesen…aber das ist ein andere, lange Geschichte..bei einem kühlen Bierchen oder zwei….

    1. Huhuuu liebe Petra,

      wahre Worte! Der Forest Gump Laden hätte dir auch sehr gefallen aber leider war fotografieren verboten, verständlicher Weise. Am lustigsten der Spruch „STOPP FOREST STOPP!“ Dieser Laden war eher übersichtlich im Vergleich zu 4 Etagen M&M in Vegas, 4!!! Etagen alles rund um die kleinen bunten Schokolinsen… Amiland Liebe Grüße ins Appenzeller Land

  4. Habe Qualen durchlebt – liebe Petra – als ich euch beim Biertrinken im Pub
    sah. Nach km-langem Marsch am Santa Monica Beach, Streets 5th, 4th, 3th
    usw., div. Sehenswürdigkeiten, Shopping-Malls usw. war ich kaputt.
    Nach Sichtung eurer Rechnung wäre es mir sch….egal gewesen.

    Der Beitrag zum sechsten Tag unserer Reise ist klasse. Vernice-Beach ist
    wirklich schön. Bei meiner ersten Reise habe ich dort einen halben Tag ver-
    bracht. Diesmal habe ich die Green-Doktors besucht; ziemlich deprimierend
    die Arbeit dort und die Klienten.

    Freue mich auf die Fortsetzung deiner Eindrücke und Erlebnisse.

    Ganz lieb Anneli

    1. Hallo liebe Anneli,

      T9 wollte doch schon wieder Anneliese schreiben
      Danke für deine fleißige Verfolgung und die stets motivierenden Kommentare.
      Du hast vollkommen Recht die Runde im Pub war jeden Cent wert. Ich höre uns schon zu viert im nächsten Jahr erzählen „weißt du noch das Guiness in Venice?“ Solche Geschichten sind unbezahlbar.
      Schönen Tag und bis bald
      die Petra

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...