LAS VEGAS

USA RUNDREISE – 13.-14. TAG LAS VEGAS – ODER EIN TAG IST VIEL ZU WENIG UND ZUR KRÖNUNG VON OBEN

LAS VEGAS an einem Tag ist möglich macht aber keinen Sinn… so ähnlich hätte es vielleicht Loriot formuliert. Aber genau so lautet nach unserem ersten Tag und gelaufenen 28 km durch die Wüstenstadt die niemals schläft unsere Feststellung. Dieser glitzernden Casinometropole kann man unmöglich an einem Tag gerecht werden!

Für die einen ist es der Sündenpfuhl schlechthin, für die anderen das Paradies auf Erden. Von unseren Erlebnissen am zweiten und dritten Tag in der meistbesuchten Stadt der USA berichten wir euch im abschließenden Reisebericht unserer USA Rundreise. Viel Spaß beim Mitreisen…

An unserem zweiten Tag in Las Vegas machen wir uns erst am Mittag zu viert auf den Weg in die Stadt und schauen uns zunächst im „Forum Shops“ um.

Die zahlreichen magischen Details, wie die kunstvollen Brunnen, die spiralförmige Rolltreppe und die komplexen Mosaikfliesen sind einfach unfassbar schön und wir sind ziemlich beeindruckt und sowieso bester Laune.

Das luxuriöse Hotel Caesars Palace ist im Stil eines antiken römischen Palastes errichtet und besitzt 3.960 Gästezimmer und Suiten verteilt auf sechs Zimmertürme.

Die Forum Shops, ein großes Einkaufszentrum mit exklusiven Geschäften sowie ein weitläufiger Pool- und Gartenbereich gehören ebenso zu dem Komplex.

 

Das im Hotel integrierte Spielkasino belegt eine Fläche von etwa 15.000 Quadratmetern und vielleicht erinnert sich der ein oder andere von euch bei den folgenden Bildern an Filmszenen des Kinohits „HANGOVER“.

2008 diente das Casino des Caesars Palace als Drehort und Alan fragt die Rezeptionistin, ob Caesar wirklich im Caesars Palace gelebt habe. Wohl kaum…

Nachdem wir die imposante Eingangshalle, das Casino und auch ein wenig die „Shoppingmeile“ bestaunt haben erreichen wir kurz der nächsten Vorstellung den imposanten Showbrunnen gegenüber des „Abercrombie & Fitch Stores“.

 

Zwischen 11.00 Uhr und 23.00 Uhr geht Atlantis hier täglich zu jeder vollen Stunde mit viel Wasser, Feuer, Pyrotechnik und dramatischer Musik spektakulär unter. Die Show ist kostenlos und für jede Altersgruppe geeignet (KLICK zum Video)

 

Um halb vier am Nachmittag wird es Zeit für eine Durstlöscherpause und was sich gestern bewährt hat kann heute nicht falsch sein. Also laufen wir wieder auf die andere Straßenseite und gönnen uns einen kühlen Gerstensaft in unserer neuen Stammkneipe „Carlos n Charlies“ im Außenbereich des Flamingo‘s.

 

Ich hoffe, dass die schönen Barhocker dieser Belastung auf Dauer standhalten. Mir fällt bei diesem Motiv sofort das Thema „Fastfood und seine Folgen“ ein.

Auf einer Liste mit den eher negativen Eindrücken unserer USA Rundreise würde „Fastfood und die vielen stark übergewichtigen Amerikaner“ gehören. Aber ich muss den Speck nicht tragen also kann es mir auch egal sein.

 

Danach machen wir einen kleinen Abstecher zum Bellagio. Die  Eingangshalle des Hotels ist überwältigend, Prunk überall. An der Decke befinden sich farbenfrohe mundgeblasene Glasblumen.

 

Das Hotel Bellagio ist mit 3950 Zimmern eines der größten Hotels weltweit und Hauptschauplatz der Filme Ocean’s Eleven (2001) und Ocean’s 13 (2007).

Ein Großteil der Szenen wurde vor Ort im Hotel gedreht; auch die Springbrunnenfontänen kommen am Ende der beiden Filme vor.

 

Apropos Springbrunnen, dafür ist das Bellagio auch weithin bekannt. Täglich zwischen 15 und 24 Uhr unterhält die computergesteuerten Wassershow „Fountains of Bellagio“ mit 1200 Düsen und rund 4000 Lampen die zahlreichen Zuschauer am See direkt vor dem Haupteingang.

Vom Bellagio aus ist der Eiffelturm und der Triumphbogen des Hotel Paris gut zu fotografieren. Wir haben jedenfalls unseren Spaß in Vegas und irgendwie auch mitten in Paris.

 

Und um 18 Uhr erreichen wir kurz vor dem Dunkelwerden das Hotel New York New York. „Ich war noch niemals in New York“ diesen Text kennt fast jeder und leider entspricht diese Aussage auch bis zum heutigen Tage in unserem Fall der Wahrheit.

 

Aber falls die Frage lautet „Bist du schon einmal mit der Achterbahn zwischen den Wolkenkratzern des Hotel New York New York durch den Nachthimmel von Las Vegas gedüst so lautet die begeisterte Antwort „Yes, we dit it!“

 

Oft weiß nicht, wenn man etwas Schönes zum letzten Mal erlebt man stellt nur irgendwann fest „Ach das ist ja auch schon wieder ewig her…“

 

Die Aufregung des letzten Sprunges vom 5 m Turm ist verblasst, das letzte Mal Schlittschuh laufen ist ewig her und wann seid ihr zum letzten Mal freihändig Fahrrad gefahren? Wie lange ist es her als ihr die ganze Nacht durchgemacht habt „bis die Wolken wieder lila sind“? um nur einige Beispiele zu nennen.

Und ist der zeitliche Abstand erst einmal zu groß schmilzt die Wahrscheinlichkeit auf Wiederholung wie der Schnee in der Sonne… Wäre es nicht schön wenn man das ein oder andere schöne Erlebnis bewusst und intensiv zu erleben könnte?

Ich fahre für mein Leben gerne Achterbahn und sollte die Fahrt am 14. September 2016 meine letzte gewesen sein (was ich nicht hoffe!!) so habe ich sie genossen (also ich mehr als die bessere Hälfte) und sie (die Achterbahnfahrt und die bessere Hälfte sowieso) wird mir in bester Erinnerung bleiben.

Es muss nicht erwähnt werden, dass der einzig wahre Sitzplatz in einer Achterbahn die erste Reihe ist – oder?

Mit KLICK gelangt ihr bei Interesse zu einem entsprechenden Video.

 

Und irgendwie sind wir dann für mindestens zwei Stunden zwischen der 45 Meter hohen Freiheitsstatue und der 90 Meter langen Nachbildung der Brooklyn Bridge versackt, wie man so schön sagt.

Bei toller Livemusik haben wir einfach die milde Abendluft, die Stimmung und unser „Wir sind in Las Vegas Gefühl“ genossen.

 

Aber die fast 5 km Rückweg wollen irgendwann gelaufen werden und so machen wir uns um 21 Uhr langsam aber sicher auf den Heimweg.

Las Vegas wird richtig wach und wir im gleichen Maße müde. Vorbei an der leuchtenden Gitarre des Hard Rock Cafés, dem strahlenden Eiffelturm und den bunt beleuchteten Piratenschiffen am Treassure Island Hotel erreichen wir nach gut 25 km Laufleistung kurz vor Mitternacht unser Hotel.

 

Unser dritte Tag in Las Vegas ist auch gleichzeitig der letzte Tag unserer USA Rundreise und sollte entsprechend ausklingen. Was bietet sich besser an als ein leckerer Cocktail in der 107. Etage des Stratosphere Tower? Aus unserer Sicht rein gar nichts!

 

Also machen wir uns um halb fünf am Nachmittag wieder einmal zu viert auf den Weg, natürlich zu Fuß, und sind von der Größe des Tower echt überwältigt. Der Turm ist mit 350 m Höhe immerhin das höchste freistehende Bauwerk der USA westlich des Mississippi River.

Wenn man die fantastische Aussicht vom „Stratosphere Tower“ genießen möchte, empfiehlt es sich die „107 Sky Lounge“ zu besuchen. So spart man das teure Fahrgeld auf die Plattform darüber und kann sich während der „Happy Hour“ (16.00 – 19.00 Uhr) erst noch mit leckeren Cocktails (2 für 1) und Häppchen zum halben Preis verwöhnen lassen.

Als Zugabe wird einem bei gutem Wetter zusätzlich das Spektakel der „Sky Jumpers“ geboten, die draußen vor den Fenstern in Tiefe springen.

„Wir sind dann mal weg!“ So oder so ähnlich verabschieden sich unsere männlichen Begleiter nach dem ersten Sundowner und kommen auch nach 15 Minuten nicht zurück.

Eigentlich wollte Frank nur Gesellschaft beim Rauchen leisten … hhmm haben die zwei sich etwa verlaufen? Nach einer Weile mache ich mich auf die Suche und kaum oben auf der Plattform angekommen weiß ich warum sie nicht zurückgekommen sind.

 

Ist die Aussicht unten in der Sky Lounge schon überwältigend so vergisst man hier oben vor lauter Begeisterung zu atmen.

Diesen Moment, diese Aussicht und diese Stimmung können die nachfolgenden Bilder wahrscheinlich nicht einmal ansatzweise vermitteln.

Zur linken geht die Sonne kitschig schön unter und zur rechten zeigt uns der Mond was man unter Vollmond zu verstehen hat. Glück ist (m)eine Einstellung und es gibt Momente da spürt man Glück ganz intensiv.

An diesem Abend und dort oben 350 m hoch über Las Vegas war solch ein unwiederbringlicher Moment.

 

Ich bin kein Fan der „MUST DO“ denn müssen muss ich mal gar nichts! Aber ein Cocktail zum Sonnenuntergang auf dem Stratosphere Tower, ja den möchte ich euch gerne empfehlen.

Ich wünsche allen Lesern, sollten sie je dort oben stehen einen ebenso schönen Moment wie wir ihn erleben durften.

 

Übrigens befindet sich unter der 107 Sky Lounge das Top of the World Restaurant. Das Turm- beziehungsweise Drehrestaurant dreht sich innerhalb einer Stunde einmal um seine Achse und bietet dabei einen kompletten Rundblick über Las Vegas und seine Umgebung, bis hinüber zu den Spring Mountains und bis zum 3.630 Meter hohen Charleston Peak.

Sollten wir je wieder nach Las Vegas kommen ist das Essen am Abend dort mein Highlight des Tages!

 

Aber wo sind die Männer? Ich laufe kurz um die Ecke und bin wie gebannt. Fahrgeschäfte üben eine ungemeine Faszination auf mich aus und Höhe im Besonderen.

Wie wäre es denn mit einer Fahrt im Insanity – The Ride, eine Art Kettenkarussell mit völliger Beinfreiheit und Blick in 350 m Tiefe…. Gänsehaut pur! Aber keine Männer weit und breit… jedenfalls keine die ich kenne!

 

Ich laufe am Geländer entlang komplett bis auf die andere Seite der Plattform und höre schon von weitem schrille Angstschreie. Nein, unsere Männer sind es gottseidank nicht!

Warum die Insassen des Fahrgeschäftes X-SCREAM um ihr Leben schreien zeigt ein Blick ins Video am besten. Ich schaue dem Spektakel ein wenig zu und bin wie gebannt. Erstens wegen der panischen Fahrgäste die nach dem ersten Rutsch in die Tiefe gerne ausgestiegen wären und zweitens fasziniert mich das Fotomotiv vor der untergehenden Sonne ungemein.

Ach hier oben kann man den Blick zur Uhr schon vergessen und das man doch eigentlich die Männer suchen wollte ebenfalls.

 

Apropos Männer… die sitzen natürlich längst wieder in der Bar. Hat die Bar doch glatt 2 Treppen…

Extrem happy und über alle Maßen zufrieden mit unserer 14 tägigen USA Rundreise fallen wir abends ins Bett – USA du hast uns im Sturm erobert und dabei wollten wir dich doch eigentlich nie besuchen.

Im allerersten Reisebericht zu dieser Tour hatte ich meine USA Vorurteile ein wenig beschrieben.

Unser Fazit nach 14 Tagen USA Rundreise lautet:

Sobald wir in Rente sind wird das Wohnmobil verschifft und wir schauen uns ohne Kalender und ohne Blick auf die Uhr sämtliche Nationalparks in Ruhe an. So faszinierend und unterschiedlich die besuchten Städte wie Las Vegas, San Francisco und Los Angeles auch sind als Naturburschen haben wir uns Hals über Kopf in die unglaublich schönen Nationalparks (Bryce Canyon NP, Zion NP, Yosemite NP, Grand Canyon NP) verliebt.

Bryce Canyon – Liebe auf den ersten Blick Sep 2016

Nein, wir sind nicht bei LIDL beschäftigt und noch einmal NEIN, wir erhalten auch keine Provision aber um die häufig per Mail gestellte Frage gleich im Voraus zu beantworten:

Ja, wir würden diese USA RUNDREISE noch einmal buchen und wer weiß vielleicht schauen wir uns ja demnächst auch einmal den Osten der USA an.

Schaut gerne wieder vorbei und denkt bis dahin wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

 

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare. Das Formular findet ihr wie immer am Ende der Seite.

3 Kommentare

  1. ich bin ein grosser Chihuly Fan. dadurch war fuer mich das Bellagio eine reine Freude. Wasserpiele und alle Attraktionen, die die Hotels draussen bieten, die fanden wir immer nett zum Ansehen. Sonst sind wir IN die Hotels so selten rein. Achterbahn ist nix fuer mich oder alles, das in die Hoehe geht. Schau aber sehr gerne zu bei anderen. Auch ich erlebe meine Reise von damals hier wieder bei dir und freue mich. Danke fuer deinen Bericht.

    1. Hallo liebe Vivi, danke für deinen netten Kommentar. Was die Höhe betrifft sind wir komplett unterschiedlich – bei mir kann es gar nicht hoch genug sein Uns haben die Hotels auch innen fasziniert… Sogar die Toilettenräume sind in den Luxusherbergen sehenswert Wie geschrieben „Vegas an einem Tag geht nicht“

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...