Marokko hat auch landschaftlich viel zu bieten

MAROKKO RUNDREISE – VON FES ÜBER MARRAKESCH BIS AGADIR

Ehe die letzten Erinnerungen verblassen und der Faden zur RUNDREISE MAROKKO abreißt fasse ich unsere Erlebnisse der letzten Reisetage zusammen und lasse euch an den schönsten Momenten teilhaben. Nachdem wir 2 Tage in Fes verbracht haben führt uns die weitere Rundreise von Fes über Marrakesch bis Agadir. In Agadir freuen wir uns über unser tolles Erholungs*bade*strand*hotel klettern auf den Kasbah und haben sogar Haustiere. Ihr seht ein bunter Mix von allem… legt die Füße hoch und träumt euch mit uns nach Marokko.

 

Herrliche Aussichten am ersten Stopp des Tages
Herrliche Aussichten am ersten Stopp des Tages

RUNDREISE VON FES BIS MARRAKESCH

 

Am ersten Stopp des Tages können wir von einer Aussichtsplattform weit in die Landschaft schauen… man möchte direkt loslaufen – oder?

 

Ich erinnere mich noch genau an den 26. Mai 2016 und an die Fahrt von Fes nach Marrakesch durch, wie ich finde, eine wunderschöne Landschaft.

Gerne, zu gerne hätte ich an vielen Stellen einen Stopp eingelegt. Wir sind halt verwöhnt. Und damit meine ich unsere liebgewonnene Spontanität hier und dort einfach anzuhalten. Ein Stück laufen oder einfach nur sitzen und einen Kaffee in der Sonne trinken.

Frank kocht Kaffee während ich mit der Kamera bewaffnet die Gegend erkunde. All das ist möglich, wenn man allein mit dem Wohnmobil unterwegs ist. Ja, wenn man…

 

Ob und wenn ja was mögen diese Fahnen bedeuten?
Ob und wenn ja was mögen diese Fahnen bedeuten?

 

Heute sitzen wir mit 33 anderen Reisenden im Bus und lassen uns durch die Landschaft kutschieren. Für Frank ganz gewiss ein wenig entspannter als selbst zu fahren.

Nichts desto trotz haben wir Marokko für uns als „Womo taugliches Reiseland“ entdeckt und werden unserem Pössl dieses zauberhafte Land in absehbarer Zeit zeigen und all diese schönen Orts in unserem Rhythmus bereisen. Aber erst einmal zurück zur Tour.

 

Oliven und andere landwirtschaftliche Produkte rechts und links der Fahrbahn
Oliven und andere landwirtschaftliche Produkte rechts und links der Fahrbahn

 

Auf der N8 fahren wir weiter in südwestliche Richtung.

Auf den Feldern wird übrigens Baumwolle und Getreide angebaut. 23 Prozent der Zuckerrüben-Produktion sowie über 12 Prozent der marokkanischen Produktion an Zitrusfrüchten und Oliven stammen aus der Tadla-Ebene.

Beni Mellal liegt an der Nationalstraße 8, einer Kamelkarawanenroute, halbwegs zwischen Marrakesch im Südwesten und Fès im Nordosten auf einer Höhe von etwa 620 Metern.

Nördlich der Stadt beginnt die Tadla-Ebene mit einer Anbaufläche von 300.000 Hektar. Davon werden 117.500 Hektar über Kanäle bewässert, die seit den 1930er Jahren angelegt wurden. Die Kanäle leiten Wasser bei Kasba Tadla und nördlich davon aus dem längsten, ganzjährig Wasser führenden Fluss „Oum er-Rbia“.

 

 

Die Felder westlich der Stadt zwischen Fluss und Bergen werden aus dem größten Stausee Marokkos (Barrage Bin el-Ouidane) nahe der Straße nach Azilal bewässert.

Erbaut zwischen 1949 und 1953 liegt er 28 Kilometer südlich von Beni-Mellal und hat mit 130 Metern auch die höchste Staumauer. Pipelines führen steil in die Ebene hinunter zu einem Elektrizitätskraftwerk in Afourèr, einer modernen Kleinstadt 20 Kilometer von Beni Mellal entfernt.

Mit der nächtlichen Stromüberproduktion wird ein Teil des Wassers in einen künstlichen Speichersee auf 1280 Meter Höhe zurückgepumpt.

 

Kleine Kinder spielen gerne, große noch viel lieber...
Kleine Kinder spielen gerne, große noch viel lieber…

 

Ein kurzer (Foto)Stopp wäre schön gewesen. Leider gelingen uns die nachfolgenden Aufnahmen nur durch „durch die Scheibe und gegen die Sonne“. Nun denn, man kann nicht alles haben.

 

Was bei uns daheim die Kühe und Pferde am Fahrbahnrand sind in Marokko die Kamele
Was bei uns daheim die Kühe und Pferde am Fahrbahnrand sind in Marokko die Kamele

 

Bei einer kleinen Rast wird Frank zum Kind (sind wir sowieso meistens, von meiner Schaukelei gibt es keine Aufnahme) und wir entdecken Kamele direkt neben dem Bus. Für Marokkaner ist der Anblick nichts Besonderes, für uns aber schon.

 

TOP Sehenswürdigkeit in Marrakesch: Gauklermark Djemaa el Fna
TOP Sehenswürdigkeit in Marrakesch: Gauklermarkt Djemaa el Fna

 

Um 19:30 Uhr erreichen wir unser Hotel in Marrakesch und machen uns nach einer kurzen Erfrischung wieder auf den Weg in die Stadt.

Den Gauklerplatz finden wir heute am Abend wesentlich lauter, bunter und belebter vor. Eine herrliche Mixtur aus Geräuschen und Gerüchen.

Herrlich… in Worten und Bildern nur versuchsweise zu schildern.

 

 

Nach einem Spaziergang durch die Souks erholen wir uns im Restaurant „DAR ES SALEM“ bei einem leckeren Essen und genießen Tanzshow und Folkloredarbietungen. Die gemeinsame Kutschfahrt durch Marrakesch bei untergehender Sonne hätte kitschiger und schöner nicht sein können.

Es ist echt bemerkenswert wie stoisch die Pferdchen trotz Gehupte und vorbei rasender motorisierter Fahrzeuge die Ruhe bewahren. Sie scheinen sogar Spaß an ihrem Job zu haben. Das Geklapper der Hufe klingt irgendwie ansteckend fröhlich.

Da unsere komplette Reisegruppe auf ca. 8 oder 10 Kutschen verteilt gemeinsam fährt ist diese Kutschfahrt recht fröhlich und unterhaltsam. Naja Wettrennen kann man es nicht nennen aber die Kutscher liefern sich das ein oder andere kleine Überholmanöver…

Die Kutschfahrt ist quasi der krönende Abschluß dieses ereingnisreichen Tages.

 

 

Und morgen geht es schon wieder weiter – nach Agadir, der letzte Ort auf unserer Rundreise.

Für heute fallen wir erst einmal recht müde ins Bett – 500 km Busfahrt und viele neue Eindrücke wollen erst einmal „weg geschlafen“ werden.

 

Ein Hingucker - der Bahnhof in Marrakesch
Ein Hingucker – der Bahnhof in Marrakesch

 

Am nächsten Morgen starten wir um zehn Uhr unsere Stadtbesichtigung durch Marrakesch und fahren am Bahnhof vorbei ins „Quartier Bahia“.

Durch einen kleinen Park und ein paar schmale Gassen gelangen wir zum Bahia Palast.

 

DER BAHIA PALAST IN MARRAKESCH

 

Im Auftrag des Großwesirs Si Moussa wurde während der Alawidenzeit im Jahr 1867 in der marokkanischen Stadt Marrakesch ein prachtvoller Palast von riesigen Ausmaßen erbaut und von seinem Sohn Bou Ahmed noch um einen Hamam, eine Moschee sowie einen wunderbaren, idyllischen Garten erweitert.

Seitdem heißt die Anlage Bahia Palace, was so viel wie „Die Strahlende“ oder „Die Glanzvolle“ bedeutet.

 

Eine Anlage mit beeindruckenden Dimensionen

Der Bahia Palast hat eine Grundfläche von 8.000 m² und besitzt über 160 Räume, unzählige Patios und viele sogenannte Riads. Überall trifft man auf einen andalusischen und maurischen Baustil. Ob in den Empfangssälen, den privaten Gemächern oder in den Innenhöfen, überall beeindruckt die orientalisch anmutende Bauweise des Bahia Palastes.

Heute sind fast alle Räume, die man betreten darf, leer, doch die orientalische Architektur des Palais de la Bahia wirkt nach wie vor und lässt den überschwänglichen Luxus, in dem die Wesire von einst lebten, erahnen.

 

Selfie für eine ganze Gruppe ist gar nicht so einfach....
Selfie für eine ganze Gruppe ist gar nicht so einfach….

Eine Gruppe „gackernde Mädels“ versucht mehr schlecht als recht von der ganzen Gruppe ein Selfie zu erstellen. Es ist nicht ganz einfach ihnen zu erklären sich etwas dichter zusammen zu stellen – aber irgendwie bekommen wir „das Bild in den Kasten“. Lustig!

Der anschließende einstündige Spaziergang durch die Souks von Marrakesch endet auf dem Gauklerplatz und Frank und ich nutzen die Zeit zur freien Verfügung auf der Dachterrasse des Café Kessabin. Ehe ich euch die Sicht von hier oben zeige ein paar typische BUNTE Eindrücke vom Streifzug durch die Altstadtgassen von Marokko… Ach ich könnt schon wieder…

 

 

Das CAFE KESSABIN (Adresse: 77. Souk Kessabine Jamaa Fna, Marrakesch 40000) liegt direkt am Gauklerplatz Djemaa el–Fna“.

Uns erscheint dieses Café zunächst wie fast alle Gastronomiebetriebe eher unscheinbar. Lässt man sich vom ersten Eindruck im Erdgeschoß nicht abschrecken und steigt über die schmalen Treppenstufen bis auf die höchste Terrasse lohnt die Aussicht und die Speisekarte mit den typisch marokkanischen Gerichten.

 

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Wir haben leider nur Zeit für einen Cappuccino – aber mal so eine halbe Stunde für uns alleine ist auch etwas Feines! Mir bleibt die freundliche Bedienung (leider nicht fotografiert) in Erinnerung.

 

Um 13:30 Uhr heißt es Bye Bye Marrakesch und wir fahren 250 km über die A7 in südwestliche Richtung zurück nach Agadir – endlich wieder ans Meer.

Die nachfolgenden Bilder zeigen ein wenig von der 250 km langen Strecke zwischen Marrakesch und Agadir – sieht das nicht toll aus??

 

Leider müssen wir noch für eine Nacht in ein „Übergangshotel“ ehe wir uns morgen in unserem Badehotel von einer Woche Rundreise erholen dürfen bzw. „müssen“. Erholung und Relaxmodus sind nicht meine Stärke, ich sag´s euch gleich.

Wer „faul am Strand Bilder“ oder „faulenzen am Pool Bilder“ erwartet – wird enttäuscht sein und bleiben. Müßiggang ist nix für mich! Für Frank schon eher – aber bitte im Schatten und nur nicht so heiß!

Aber schaut euch erst einmal unser Badehotel Dunes D’Or Premium Beach Club und den Strand an! Wir haben uns hier eine Woche lang sehr wohl gefühlt und würden hier sicher wieder Urlaub machen wollen.

Sprich – dieses Hotel können wir empfehlen! Sicher stehen rechts und links noch schönere 4 und 5 Sterne Unterkünfte – aber die kosten natürlich entsprechend mehr. Jedem das Seine! Nachfolgend nur ein paar Bilder – ich hätte zig im Angebot, aber das wird ja selbst mir zu langweilig. Klickt euch gerne bei Interesse auf die Hotelseite dort gibt es derer reichlich.

Und was die Katzen bei den Bildern zu suchen haben? Das ist ein anderes Thema und dazu später mehr.

 

Man sollte meinen wir wären froh uns jetzt eine Woche lang dem herrlichen Nichtstun zu widmen. Ausschlafen, lecker frühstücken, bisschen am Pool rumlungern, Mittagessen und direkt rüber zu Kaffee und Kuchen und von dort über Bar am Strand zum Abendessen um final an der Bar im Innenhof den Tag ausklingen zu lassen. Das dann 6 Tage hinter einander…

GGGGrrrr auf gar keinen Fall!! Den meisten Gästen scheint dieser Tagesablauf gut zu gefallen aber wir ticken da ein bisschen anders. Da müssen noch ein paar Ausflüge in umliegende Städte her oder Spaziergang / Wanderung im Umland – schauen wir mal…

Darf ich euch kurz den wunderschönen Strand zeigen?? Ja? Prima!! Zum Sonnenuntergang mit einem Glas Rotwein zuschauen wie die Sonne ins Meer fällt… ja, das ist einer von vielen unvergesslichen Momenten.

 

 

Aber auch tagsüber hat der Strand durchaus seine Reize! Ich mache mich am nächsten Morgen noch vor dem ersten Kaffee alleine auf den Weg zum Strand und entdecke so mach schönes Motiv.

 

 

Apropos am frühen Morgen. Das Frühstück lassen wir oft ausfallen – wir haben unseren kleinen Wasserkocher immer dabei und uns reichen morgens 1-2 Kaffee. Irgendwann mittags oder nachmittags fällt uns dann ein das wir auch einmal etwas essen sollten oder könnten…

Dank All inclusive gibt es im Hotel in der 2. Urlaubswoche immer irgendwo etwas zu essen. Am liebsten sitzen wir auf der Terrasse unweit des Strandes mit Blick auf das Meer. Ein Salat oder ein kleines Stück Pizza oder noch ein Kaffee?

Hier treffen wir immer irgendwen aus der Reisegruppe. Hier bleibt niemand lange allein – auch „unser“ Siegmund nicht. Gerne sitzen wir hier in Strandnähe auf „ein Bierchen“ mit ihm und den anderen zusammen. Urlaub halt…

„Und was ist mit Ausflügen?“

„Wieso, wo willst du denn hin?“ fragt der Herr Gemahl am zweiten Tag.

„Egal, aber irgendwo möchte ich noch hin! So ein oder zwei Ausflüge können wir doch noch machen – oder?“

Nach einigem Hin und Her – ausgebucht oder zu wenig Teilnehmer – buchen wir für mich die Ganztagestour nach ESSAOUIRA und für uns beide den Halbtagesausflug nach IMMOUZER.

 

Der Hafen von Agadir
Der Hafen von Agadir

Ehe wir also am Dienstag wieder im Bus sitzen und durch die Gegend fahren zeigen wir euch jetzt erst einmal den Hafen von Agadir.

Dazu laufen wir am Strand entlang und erreichen den kleinen Hafen nach einem gemütlichen Spaziergang von ca. 3,5 km. Die nachfolgenden Bilder lassen Urlaubsstimmung aufkommen – oder?

 

 

Wann genau wir in der folgenden Woche hoch zur Burgruine gelaufen sind weiß ich nicht mehr so genau, aber es hat sich a) voll gelohnt und b) es war ziemlich heiß an diesem Tag.

„Ihr wollt hoch zur Kasbah?“ so fragt ein Alleinreisender uns abends beim Bierchen.

„Ja, morgen am späten Nachmittag!“ antwortet Frank.

„Darf ich mit?“

„Na klar was für eine Frage?! 17:00 Uhr an der Pforte zum Strand und dann geht es zu dritt hoch zur Burg“

Die nachfolgenden Bilder berichten von der Wanderung die für 30 % der Truppe vielleicht doch ein wenig zu anstrengend war.

Also, die Kasbah ist ein 220m hoher Hügel mit einer alten Festungsanlage, von der man einen weiten Blick über das flache Land im Süden und auf die Ausläufer des Atlasgebirges im Norden hat.

Die Besteigung ist eigentlich einfach. Wir laufen am Strand entlang Richtung Hafen und dann auf der Straße einfach auf die Kasbah zu. Neben der Straße zu Beginn der Steigung wechseln wir auf den kleinen, aber guten Fußweg.

Hier läuft es sich viel angenehmer als auf der Straße. Viel Verkehr ist allerdings während unseres Marsches hinauf nicht mehr. Vielleicht die ideale Besuchszeit – auch das Licht ist jetzt besonders schön! Auf diesem Fußweg kann man das Ziel nicht mehr verfehlen.

Und? Hat sich der Weg hinauf gelohnt? Meine Antwortet lautet: JA! Schaut euch die nachfolgenden Bilder an und bildet eure eigene Meinung. Viel Spaß beim blättern…

 

 

Obwohl wir den „Mitläufer“ mehrmals gefragt haben ob alles ok sei und er dies verneinte klagte er am Folgetag doch „Naja ein paar Blasen habe ich jetzt schon an den Füßen…“

Diese Kids heutzutage – er ist weniger als halb so alt wie wir. Das sind Momente in denen wir beschließen auch weiterhin gern und viel zu laufen und uns fit und gesund zu halten. Turne bis zur Urne… oder von Nix kommt nix!

Am Dienstag schleiche ich mich sehr früh aus dem Haus – Frühstück um 6:15 Uhr und Abfahrt nach ESSAOUIRA… Aber das nutzt alles nix, da muß ein separater Bericht her. Das wird sonst viel zu viel… liest überhaupt jemand so viel oder schaut ihr euch nur die Bilder an?

Halllooooo – ist jemand bis zu dieser Stelle vorgedrungen? Anja vielleicht oder Anette, Simone oder Petra wenn sie endlich von ihrer Wanderung über die Alpen zurück ist? Oder Frank der hin und wieder nach Tippfehlern sucht und ständig welche findet?

Der abschließende Reisebericht zu dieser wunderschönen Rundreise incl. unserem Fazit ist mittlerweile auch fertig – klickt euch gerne direkt rüber: KLICK HIER!

Wie auch immer – Schluß für heute – morgen ist auch noch ein Tag! Bleibt munter genießt den Sommer…

 

Schaut gerne wieder vorbei und denkt wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

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