MSC POESIA POOL

KARIBIK KREUZFAHRT MIT DER MSC POESIA – PORT OF SPAIN TRINIDAD UND TOBAGO

Am heutigen Morgen erreichen wir den südlichsten Hafen unserer Karibikkreuzfahrt in der Nähe des venezolanischen Festlands – Port of Spain auf der Insel Trinidad. Kaum haben wir unser schwimmendes Hotel verlassen hören wir die, für die Karibik typischen Klänge der Steel Pan.

Trinidad begrüßt uns farbenfroh, laut und fröhlich. Ist denn schon wieder Karneval? Vorbei am „Begrüßungskomitee auf Stelzen“ laufen wir “auf eigene Faust” durch den Queen´s Park Savannah, streifen den Botanischen Garten und bestaunen die „Magnificent Seven“ im Stadtteil St. Clair.

 

MSC – da gefällt mir die MSC POESIA doch ein wenig besser

 

Noch ein Cappuccino am Pool – dann geht es auf in die Stadt

 

Das Queens College schauen wir uns gleich einmal aus der Nähe an…

 

Bunt, fröhlich und sehr laut werden die Kreuzfahrtpassagiere begrüßt…

 

Karibik und Steel Pan gehören zusammen… dazu später noch mehr im Text

 

Nach einem stärkenden Frühstück machen wir uns um halb zehn auf den Weg ins Zentrum von Port of Spain. Da wir uns gestern auf der Katamaran Tour vor Barbados nicht wirklich viel bewegt haben wollen wir heute „ein paar km machen“ und alleine und auf eigene Faust Port of Spain erkunden.

 

Port of Spain ist die Hauptstadt von Trinidad und Tobago und breitet sich im Nordwesten der Insel Trinidad auf einer Fläche von gut 10 km² aus. Der Inselstaat ist der südlichste der Kleinen Antillen und liegt nur etwa 15 km nördlich der Küste von Venezuela.

Trinidad ist mit 4.748 km² (1.7 Mio Einwohner) die größte Insel der Kleinen Antillen, das 35 km nordöstlich gelegene Tobago dagegen mit 300 km² (65.000 E.) wesentlich kleiner.

 

Port of Spain beherbergt den wichtigsten Hafen des Landes und ein technisches Institut; Asphalt- und Kakaoexport sind von großer Bedeutung. Der Hafen von Port of Spain stellt ein wichtiges Wirtschaftszentrum der Karibik dar und wird auch von Seglern und Kreuzfahrtschiffen häufig angesteuert.

 

DIE NATIONALER AKADEMIE FÜR DARSTELLENDE KUNST (NAPA)

 

Als erstes fällt uns die National Academy for the Performing Arts  oder zu Deutsch Nationale Akademie für darstellende Kunst auf. Ein wenig erinnert sie uns an die Oper in Sydney…

 

Die Akademie ist eine ständige Heimat für die Entwicklung der darstellenden Künste in Trinidad und Tobago und Bestandteil der kulturellen Aktivität mit u.a. einer hochmodernen Einrichtung zur Förderung der Stahlpfanne.

 

TRINIDAD UND DIE STEEL PAN – GEHÖREN EINFACH ZUSAMMEN

 

Im Jahre 1881 wurde auf Trinidad der Calypso und die dazugehörigen Trommeln verboten, weil die Leute mit ihren Texten Missstände anprangerten. Das gefiel der Regierung natürlich nicht.

 

Zu Beginn des 20 Jahrhunderts wurde zwar der Capypso wieder zugelassen aber die Trommeln blieben weiterhin verboten.  Da man ohne Trommeln aber kann keinen Calypso spielen kann trommelten die Trinis eben auf alten Dosen, auf Blechschachteln, schließlich auf Ölfässern.

Sie merkten nach und nach, dass Ölfässer nach fachmännischer Bearbeitung nicht bloß Trommeln, sondern rhythmische Musikinstrumente sein können.

 

 

Die Steel Pan, auch Steel Drum („Stahlpfanne“ bzw. „Stahltrommel“) genannt wird heute aus  handelsüblichen Standard-Ölfässern mit einem Durchmesser von 58 cm gebaut. Inzwischen ist Ölfass-Stimmer ein hochangesehener Beruf in Trinidad und für eine fertig gestimmte “Pan” muss man mit 300 bis 500 Euro rechnen.

 

Die Steel-Bands sind recht unterschiedlich groß. Es gibt solche mit ungefähr 50 „Trommlern“ oder auch einige mit bis zu 3000 blechtrommelnden Mitgliedern. Allen ist gemeinsam, dass sie zur Karnevalszeit in den “Pan Yards” ihre Wettkämpfe durchführen. Die Proben sind frei zugänglich und große, bunte Parties für Alle.

So unverzichtbar diese Bands auch für die Karnevalszeit sind so wichtig ist das jährliche Music Festival in Port of Spain.

Ein sehenswertes Video zu diesem Thema gibt es mit KLICK hier.

 

QUEEN’S PARK SAVANNAH

 

Wir lassen die „Queen´s Park Savannah“ links von uns liegen und laufen im Schatten der großen und schönen Bäume Richtung Botanischer Garten. Diese Parkanlage und mit 110 Hektar die größte Freifläche in Trinidad und Tobago.

Wurde hier im Jahre 1781 noch Zuckerrohr angebaut fanden bereits Ende des 19. Jahrhunderts Cricket und Polomeisterschaften statt.

 

 

Seit 1948 ist die Savannah der Austragungsort der jährlichen Karnevalsparaden in ihrer heutigen Form und deren Sieger seit 1955 im Rahmen des Marsches entlang des Grand Stand in der Savannah gekürt werden.

Über den Park verteilt gibt es Flächen für Cricket-, Fußball- und Rugbyspiele, darunter 26 Cricket- und 27 Fußballfelder.

 

Geschichte hin oder her – uns gefallen die Bäume am Rande und auch mitten im Park besonders gut.

Allein die Namen der Schattenspender sind nennenswert: Flammenbaum, Kanonenkugelbaum, Korallenbaum, und Regenbaum.

Wir hüpfen quasi von Schatten zu Schatten und nähern uns dabei dem Botanischen Garten. Noch nicht einmal Mittag und es ist heiß, richtig heiß. Naja, wir sind nicht so die Hitzebegeisterten…

 

 

 

GRÖSSTER KREISVERKEHR DER WELT ?

 

Die um den „Queen´s Park Savannah“ herumführenden Straßen mit zusammen 3,7 Kilometern Länge werden in Trinidad oft als „größter Kreisverkehr der Welt“ bezeichnet, was aber so nicht korrekt ist.

 

Ein Blick hinüber zum Botanischen Garten…

 

Der weltgrößte Kreisverkehr „Putrajaya Roundabout“ mit einem Durchmesser von 3,5 km liegt in der Stadt Putrajaya in Malaysien und wurde im Jahr 1999 fertig gestellt. Wenn man ihn durchfährt, vergisst man laut Aussagen sogar, dass man sich in einem Kreisverkehr befindet. Aber dies nur so am Rande…

 

DIE HERRLICHEN SIEBEN – ODER SIEBEN AUF EINEN STREICH

 

 Am Botanischen Garten angekommen genügt uns ein Blick über den Gartenzaun und kurze Zeit später erreichen wir am westlichen Parkende die Maraval Road und die Magnificent Seven, ein Ensemble aus sieben zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbauten, extravagant gestalteten Häusern.

Sie sind das Ergebnis untereinander konkurrierender Plantagenbesitzer, die sich gegenseitig mit ihren Bauwerken übertrumpfen wollten.

 

STOLLMEYER’S CASTLE

 

Als erstes passieren wir das nördlichste und älteste Gebäude der Magnificent Seven, das auch als Killarney bekannt ist, wurde vom schottischen Architekten Robert Gillies von der Baufirma Taylor and Gillies für den deutschstämmigen Industriellen Charles Fourier Stollmeyer erbaut.

 

Stollmeyer war ein Pionier der Asphaltindustrie auf Trinidad. Er selbst wohnte nie in Stollmeyer’s Castle, sondern schenkte es seinem Sohn Charles Conrad Stollmeyer zu dessen Hochzeit; der Name “Killarney” wurde dem Haus von Charles Conrads Ehefrau gegeben.

 

Von 1940 bis 1944 wurde das Gebäude wie das Nachbarhaus vom US-Militär beschlagnahmt, in dieser Zeit bürgerte sich der Name “Stollmeyer’s Castle” ein. Bis 1972 blieb das Haus in Familienbesitz, dann wurde es an den Versicherungsmakler Jesse Henry Mahabir verkauft, der es 1979 an die Regierung weiterverkaufte.

 

WHITEHALL

 

Das nächste Gebäude wurde vom aus Korsika stammenden Kakaoplantagenbesitzer Joseph Léon Agostini erbaut. Es ist das in puncto Wohnfläche größte Gebäude der Magnificent Seven und erinnert in seinem Stil an venezianische Paläste; für den Bau wurde weißer Korallensandstein aus Barbados importiert.

 

 

Agostini ließ das Gebäude allerdings roséfarben anstreichen und gab ihm den deutschen Namen “Rosenweg”, der als Alternativname heute noch vereinzelt in Gebrauch ist.

 

1906, nach Agostinis überraschendem Tod, musste seine Familie das stark mit Hypotheken belastete Haus an den Geschäftsmann Robert Henderson verkaufen, der es weiß streichen und ihm seinen heutigen Namen geben ließ.

Den größten Teil des dritten Stockwerks bildet eine von einer Balustrade umschlossene Dachterrasse, in deren Mitte in “Blue Room” benannter Pavillon errichtet ist. Das Gebäude ist, was für historische Gebäude Port of Spains eine absolute Ausnahme darstellt, unterkellert; im Keller befinden sich Küche und Vorratskammer, Räume für das Personal sowie ein Weinkeller.

 

ARCHBISHOP’S PALACE

 

Weiter der Straße entlang laufen wir als nächstes am Archbishop´s Palace vorbei.  Auch Archbishop’s House genannt, ist es der offizielle Sitz des römisch-katholischen Erzbischofs von Port of Spain.

 

 

Das Gebäude im neuromanischen Stil wurde mit rotem Granit und irischem Marmor gebaut. Auffälligstes Baumerkmal ist ein Turm mit Erkerturm. Die Fenster des Turms haben halbkreisförmige Bögen, nach oben wird er von einer mit Zinnen bewerten Brüstung abgeschlossen.

Der Erkerturm verfügt über Schießscharten. Durch diese Gestaltungsmerkmale erhält das Gebäude insgesamt ein etwas mittelalterliches Äußeres mit Anklängen an die mittelalterliche byzantinische Architektur.

 

ROOMOR

 

Das vierte Gebäude, auch als Ambard’s House bekannt, wurde vom Kakaoplantagenbesitzer Lucien F. Ambard in Auftrag gegeben und vom Architekten George Brown im französischen Barockstil der Kolonialzeit erbaut. Ambard ließ im und am Gebäude extra hierfür importierten, italienischen Marmor und Fliesen aus Frankreich verbauen, das Holz für den Bau stammte aus Erin in Siparia im äußersten Südwesten Trinidads.

 

 

Es hat eine Vielzahl von Kuppeln, Erkern und Balkonen mit verschnörkelten, schmiedeeisernen Geländern. Die gusseisernen Säulen, die den Balkon rund um das erste Stockwerk tragen, stammen von der britischen Firma Braithwaites und wurden von dieser jahrelang in ihren Katalogen abgebildet.

Es ist als einziges der Magnificent Seven in Privatbesitz und bedarf, da es fast komplett aus Holz erbaut ist, stetiger Renovierungen.

 

HAYES COURT

 

Hayes Court ist im Vergleich zu den anderen Magnificent Seven architektonisch weniger auffällig, wird aber wegen seiner für George Brown typischen, gusseisernen Säulen und Brüstungen und der deutlich hervortretenden Giebel als beachtenswertes Beispiel kolonialer Architektur eingestuft.

 

 

QUEEN’S ROYAL COLLEGE

Das südlichste der sieben Gebäude ist die renommierteste Schule Trinidads. Das im Stil der Renaissance entworfene College, kurz “QRC” genannt, wurde hauptsächlich vom deutschen Architekten Daniel Meinerts Hahn erbaut, der selbst ehemaliger QRC-Absolvent war.

 

Die Grundsteinlegung erfolgte 1902 durch den damaligen britischen Gouverneur Trinidads, Courtney Knollys. Das QRC bestand unter dem Namen Queen’s Collegiate School bereits seit 1859 und erhielt 1870 seinen heutigen Namen.

 

Das Gebäude verfügt über einen auffälligen, 28 Meter hohen Glockenturm und zwei Flügeltrakte, die über Arkaden mit dem Mitteltrakt verbunden sind.

 

 

Der Glockenturm wird auf etwa 20 Meter Höhe durch ein ausladendes Gesims optisch unterteilt; direkt darüber befindet sich eine 1913 angebrachte, Edward VII Memorial Clock benannte Uhr.

 

Hier geht es fast einen Meter in die Tiefe...
Hier geht es fast einen Meter in die Tiefe…

 

 

 

So imposant diese Gebäude in der Maraval Road auch sind und uns ausgesprochen gut gefallen so groß ist der Schreck nur wenige Straßen weiter!

Das hätte aber übel ausgehen können, also Augen auf im Straßenverkehr…!

 

 

 

Wir laufen noch ein wenig durch die schmaleren Straßen und entdecken noch das ein oder andere sehenswerte Gebäude. Baujahr, Besitzer und Name sind nicht weiter recherchiert – sie haben uns einfach nur gut gefallen…

 

 

Kurz schauen wir uns noch auf dem örtlichen Friedhof um aber aufgrund der Hitze und der nicht wirklich überzeugenden “Schönheit” beschließen wir den Rest des Tages am Pool zu verbringen.

 

Palmen auf dem Friedhof gibt es bei uns daheim eher nicht…

Im Vergleich zu AIDA und MEIN SCHIFF gibt es auf der MSC POESIA unglaublich viel Liegeflächen und es scheint als sei für jeden Passagier eine Liege eingeplant. Pluspunkt!

 

Der Tag verabschiedet sich mit einem schönen Sonnenuntergang und wir freuen uns auf den morgigen Tag und die Gewürzinsel Grenada im speziellen. Von unserem Ausflug dort berichten wir im nächsten Reisebericht.

 

Schaut also wieder vorbei und denkt wie immer daran:

 

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

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