KARIBIK KREUZFAHRT MIT DER MSC POESIA – Fünf Sterne Katamaran Tour und Schwimmen mit Schildkröten

Morgens um halb acht in Bridgetown, Barbados… die Sonne scheint und es ist schon gemütlich warm als ich den ersten Kaffee auf dem Balkon unserer Kabine trinke.

 

Warum auch immer faszinieren mich frühmorgens bei Ankunft die drei Kräne am gegenüberliegenden Kai und müssen für einige Fotos herhalten.

 

Eilig haben wir es heute nicht. Zu viert haben wir über MSC den Ausflug „Fünf Sterne Katamaran Tour und Schwimmen mit Schildkröten“ gebucht und es bleibt genügend Zeit um vorher noch gemütlich zu frühstücken.

Frühstück besteht bei uns normalerweise aus Kaffee bzw. Milchkaffee. An das kleine Frühstück direkt ans Bett haben wir uns nach 3 Tagen schon herrlich gewöhnt.

 

Diesen Service möchten wir nicht mehr missen. Am Abend vorher wird ein Beleg ausgefüllt und die gewünschten Frühstücksprodukte in Mengen eingetragen.

Kaffee, heiße Milch dazu und davon möglichst viel. 2 Croissants und Müsli plus kalte Milch für die „Dame“ und Toast und Marmelade für die beste aller Hälften. Zum Nachtisch noch für uns beide Joghurt mit und ohne Geschmack – ach einfach herrlich beim Frühstück auf das Meer hinaus zu schauen…

Für einen guten Einstieg in den gemeinsamen Katamaran Ausflug frühstücken wir heute allerdings einmal zu viert im Restaurant. Die Bedienung bringt Leckereien direkt an den Tisch und wir freuen uns zum Beispiel über leckeres Rührei und frisch zubereitetes Omelette. Allerdings fehlt mir auf der MSC POESIA die große Auswahl wie wir sie von der AIDA kennen.

Ich esse ja für mein Leben gerne Fisch und Meeresfrüchte – auch zum Frühstück wenn es sich denn „anbiedert“. Das Buffet auf der MSC POESIA ist da eher etwas „übersichtlicher“ und in der Deko längst nicht so detailverliebt wie es auf der AIDA der Fall ist. Aber für uns „Frühstücks Dilettanten“ ist es mehr als ausreichend. Alles andere wäre meckern auf hohem Niveau und das tut so rein gar nicht Not.

 

Ehe wir euch die Bilder des Ausfluges zeigen möchten wir kurz ein wenig über Barbados berichten.

 

Barbados – die östlichste Insel der Kleinen Antillen und „very british“

Barbados ist nicht vulkanischen Ursprungs, sondern nur eine angehobene flache Platte aus Korallenkalk. Im Südwesten, an der Carlisle Bay, liegt die Hauptstadt Bridgetown, deren Vororte nach Osten und Norden allmählich in die weitläufigen Zuckerrohrfelder übergehen.

Das englische Erbe ist allgegenwärtig. Für die Briten ist Barbados eines der beliebtesten Urlaubsziele der Karibik. Hier spricht man ihre Sprache, hier pflegt man ihre Sitten – teatime und English breakfast -, hier lebt man wie zu seligen Kolonialzeiten.

Barbados gehört zu den wenigen Karibikinseln, deren Wirtschaft intakt ist. Zucker und andere Zuckerrohrprodukte haben nach wie vor einen wichtigen Anteil am Export – der Mount Gay Rum aus Barbados ist einer der besten der Welt.

Der Tourismus ist eine weitere wichtige Einnahmequelle. Die Süd- wie die Westküste der Insel sind mit schönen Hotels und Ferienanlagen bebaut.

Barbados gehört mit 285000 Einwohnern auf 430 km² zu den dichtest besiedelten Staaten der Welt. Sehr früh schon wurden restriktive Bauvorschriften erlassen, sodass die Landschaft durch die Bebauung nur wenig beeinträchtigt wurde.

 

Barbados – auf den Wellen vom Wasser aus betrachtet

Die Insel sehen wir heute nur von der Wasserseite aus denn wir haben ja den Katamaran Ausflug über MSC gebucht.

Die Teilnehmer treffen sich in der Zebrabar des Schiffes und gehen gemeinsam von Bord.

 

Mit KLICK auf das Bild gelangt ihr direkt zum Veranstalter Tiami

Am Anleger werden wir freundlich begrüßt und aufgefordert unsere Schuhe auszuziehen da man auf Segelbooten üblicherweise barfuß läuft.

Frank und ich suchen uns ein schattiges Plätzchen und gönnen wir uns erstmal einen frischen Kaffee.

Die Fahrt führt vom Hafen „The Shallow“ in Bridgetown durch die paradiesischen Küstengewässer von Barbados. Wir genießen die karibische Sonne und entspannen bei einem erfrischenden Getränk an Deck während wir an den zahlreichen palmengesäumten Traumstränden der Insel vorbeisegeln.

 

So steht es in der Beschreibung dieser Katamaran Tour und wir sind sehr gespannt ob die Werbung hält was sie verspricht.

Das Wetter ist super und das Boot liegt gut im Wind. Und plötzlich vermisse ich unsere lieben Freunde aus dem Sauerland. Der Wind vor Barbados würde euch gefallen. Liebe Grüße an Anja und Christian – wir freuen uns schon auf die nächste Segeltour über das Ijsselmeer. Mit oder ohne Wind spielt nicht so die Rolle…

 

Frank bleibt die meiste Zeit unter Deck im Schatten und es ist ihm insgesamt von der Schaukelei nicht so ganz wohl. Also eher mal übel…

 

Um halb zwölf sind die Segel eingeholt und der Anker ausgeworfen. Wer mag darf sich mit Taucherbrille, Schnorchel und Schwimmweste bewaffnet auf Schildkrötenjagd begeben.

Mir ist das viel zu viel „Gedöns“ und ich gehe lieber ohne diese Ausrüstung schwimmen.

 

Die nachfolgenden Bilder sind nicht farbmanipuliert und es stellt sich die Frage ob das jetzt kitschig schön oder schön kitschig aussieht? Was meint ihr?

 

Kaum bin ich wieder an Bord sehe ich von oben eine Schildkröte. Eigentlich tut sie mir richtig leid – von so vielen Tauchern umgeben bekommt sie doch Angst, oder nicht?

 

Warum können Meeresschildkröten ihren Kopf nicht einziehen?

Die ersten Meeresschildkröten haben sich wahrscheinlich vor etwa 200 Millionen Jahren aus landlebenden Schildkröten entwickelt. Sie bewohnen alle tropischen und subtropischen Meeresgebiete und verbringen bis auf die Eiablage ihr gesamtes Leben im Wasser.

Die Gruppe der Meeresschildkröten umfasst insgesamt sechs bzw. sieben Arten, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale tragen. Ihre Extremitäten sind zu großen Paddeln umgestaltet, aus denen nur je eine oder zwei Krallen herausragen, und ihr Panzer ist deutlich abgeflacht und stromlinienförmig.

Durch die Veränderung des Panzers haben die Meeresschildkröten die Fähigkeit verloren, ihren relativ großen Kopf bei Gefahr einzuziehen. Eine Anpassung an das Salzwasser stellen die Salzdrüsen dar, die beständig eine konzentrierte Salzlösung abgeben und so den Salzgehalt des Blutes regulieren, die Nieren allein sind dazu nicht fähig.

 

It´s a long way, eine besondere Art von Navigation und die Sonne entscheidet ob Männlein oder Weiblein

Meeresschildkröten sind häufig nicht standorttreu, dann legen sie jährlich weite Strecken auf ausgedehnten Wanderungen zurück. Dabei folgen sie anscheinend den Meeresströmungen, aber auch eine Orientierung mittels des Magnetfeldes der Erde oder des Lichtwinkels wird diskutiert. Um genauere Erkenntnisse darüber zu bekommen, laufen seit geraumer Zeit Markierungsprogramme, bei denen Meeresschildkröten mit Sendern ausgestattet und so auf ihren Wanderungen beobachtet werden.

 

Faszinierend: Grüne Meeresschildkröten finden mit Hilfe des Erdmagnetfeldes ihre Paarungs- und Brutstätte auf Ascension Island. Dazu schwimmen sie nur nachts von der Ostküste Brasiliens über 2000 km Richtung Osten. Bei der Eiablage ziehen sich die weiblichen Tiere in der Nacht mit ihren Flossen über den Sandstrand und graben eine etwa 30–50 cm tiefe Grube, in die sie die Eier legen.

 

In der Regel finden sich innerhalb weniger Nächte alle Weibchen eines Strandes ein und legen ihre Eier; deswegen schlüpfen dann auch die Jungtiere fast alle gleichzeitig, falls ein Gelege nicht Opfer eines Nesträubers wird.

Die Sonne brütet die Eier aus, wobei die Temperatur über das Geschlecht der Jungtiere entscheidet: über 29,9 Grad entwickeln sich Weibchen, bei niedrigeren Männchen. Das war mir bisher neu und ich finde es echt interessant.

 

 

Genug der Schildkröten und zurück an Bord…. gibt es nach der Schwimm und Knorchelrunde etwas zu essen und die Bar wird eröffnet. Wer bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht begeistert ist kann sich den Rest des Tages mit Bier, Wein oder Rum Punch schön trinken. Und die jenigen die bereits begeistert sind können ihre Zufriedenheit hoch leben lassen.

Bereits nach kurzer Zeit ist der Platz an der Theke gut besucht… und wir löschen unseren Durst im Schatten mit einem Bierchen. Zum Wohle!

 

Auf der gleichen Strecke wie auf dem Hinweg geht die Fahrt anschließend in den Hafen zurück. Vom Katamaran aus sieht die MSC POESIA noch riesiger aus – oder?

Fazit zum Ausflug – er war schön, er war abwechslungsreich – aber was die 5 Sterne im Titel des Ausfluges aussagen weiß der „Geier“ – ich nicht. Wir hatten uns darunter irgendwie keine Massenabfertigung vorgestellt, das Personal war nett, freundlich und hilfsbereit. Das Essen einfach aber ok und Getränke waren ausreichend vorhanden.

 

 

Dieses „Verkehrsschild“ war uns bisher nicht bekannt – herumlungern verboten! Entdeckt im Hafen von Bridgetown…

 

 

Erinnert ihr euch an die drei Kräne die mich heute morgen so begeistert haben? Diese Kräne sehen zum Sonnenuntergang noch viel viel schöner aus…

Während wir auf Deck 13 einen kleinen BBC Cocktail genießen kann ich kaum still sitzen sondern fange alle paar Minuten ein weiteres Bild des Sonnenunterganges ein.

 

 

Das klingt jetzt echt ein bisschen ungerecht, aber dieser Anblick begeistert mich an diesem Tag FAST!! mehr als der Ausflug zu den Schildkröten.

Sollte ich je wieder in die Nähe von Wasserschildkröten kommen dann möchte ich dorthin alleine bzw. mit nicht ganz so vielen Menschen.

 

Und nu isse wech – die Sonne und auch ich, denn ich muss packen. Das Wochenende steht vor der Tür und das Womo will bewegt werden. Wohin? (Noch) keine Ahnung, aber das wird uns auf dem Weg gleich noch einfachen… Nordsee oder Weserbergland, wer weiß das schon so genau!

Aber ehe ich mich für heute verabschiede sei noch kurz das nächste Ziel dieser Kreuzfahrt verraten: Trinidat bzw. Tobago. Aber dazu mehr im nächsten Bericht. Schaut also wieder vorbei und denkt immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Zum Beispiel bei schönem Wetter spontan an die Nordsee, in den Harz oder einfach mal in den übernächsten Ort fahren…

Man bereut nie, was man getan, sondern immer, was man nicht getan hat.

Marc Aurel

3 Kommentare

  1. Na, das klingt doch schon wieder viel besser. Und ja, mir tun die armen „Quoten-Schildkröten“ auch leid, die von den Massen angeschwommen werden..stell Dir mal vor, Du schwimmst ganz alleine durch diese „nurmut-blaue“ Pracht und plötzlich kommen Dutzende von Schildkröten mit Bikini und Schnorchel bewaffnet auf Dich zu…schreckliche Vorstellung! Und übrigens, was war das für eine seltene Schildkröte mit Hut, die da immer durch’s Bild lief 😉 LG und schönes WE!

    1. Ja stimmt St. Lucia am Tag vorher war herrlich bunt und schön und Barbados zu Wasser wird auch in bester Erinnerung bleiben. Die im Bild laufende „behütete“ Schildkröte hört auf den Namen Fränki und lässt herzlich grüßen Wir sind wieder auf dem Weg zur Nordsee Diesmal Borkum… Dazu mehr via Emil… next week

Besten Dank für deinen Kommentar