IN FUNCHAL ZU FUß AUF DEN MONTE

Unter dem Regenbogen... Unter dem Regenbogen…

Nachdem wir an Marokko „‘nen Haken gemacht haben“ bzw. doch eher machen mussten verabschieden wir uns am Sonntagabend von Las Palmas und Gran Canaria und nehmen Kurs auf Madeira, die wunderschöne portugiesische Blumeninsel.

Außenalter? Sind wir denn in Hamburg? Außenalter? Sind wir denn in Hamburg?

Es liegen am Sonntagabend noch 7 Tage und Nächte an Bord von MEIN SCHIFF 4 vor uns und wir sind echt gespannt auf alles was noch so passieren soll. Was nicht passieren wird wissen wir ja schon wenn auch zu diesem Zeitpunkt erst zu 50%.

 

Manchmal muss man einfach durch die rose Brille schauen Manchmal muss man einfach durch die rose Brille schauen

„Mit der MEIN SCHIFF 4 wird die Wohlfühlflotte ab Juni 2015 nicht nur größer: Auf dem neuen Schiff genießen Sie buchstäblich auch ungeahnte Freiheiten, die Ihren Gaumen umschmeicheln werden.“ So lautet der Slogan oder das Versprechen von TUI CRUISES.

Wir machen uns auf Erkundungstour und stellen nach einem ausgiebigen Rundgang am Sonntagabend und zahlreichen Spaziergängen am Montag fest, dass wir uns so recht (noch) nicht wohlfühlen.

Frank ist talentierter den Entspannungsmodus zu finden. Für mich ist die Zeit an Bord eher „Transport“ zum nächsten Highlight. Und die Highlights sind an Land bzw. auf den Inseln zu finden. Nicht an Bord!

 

 

Kreuz des Südens? Kreuz des Südens?

Mo, 15.02.2016 * Seetag * VON LAS PALMAS BIS FUNCHAL, MADEIRA

 

Den Seetag verbringen wir auf unsere eigene Art und Weise. Hatten wir auf unseren AIDA Touren bislang Innenkabinen gebucht (mit der Logik: eh nur zum Schlafen!) verfügt unsere Kabine auf dieser Kreuzfahrt erfreulicherweise über einen Balkon.

Und so sitzen wir am Montag in dicke Decken gemummelt  entweder auf unserem Balkon oder oben an der „Außenalster“ und schauen aufs Meer.

 

 

Grandiose Aussicht - Blick auf Madeira am Abend Grandiose Aussicht – Blick auf Madeira am Abend

Wahrscheinlich war es das Zauberwort „Außenalster“ (wir lieben Hamburg!), die Gelassenheit und die gute Sicht hier oben in der 14. Etage. Hier gibt es alles was man für ein paar gemütliche Stunden benötigt.

Aber nichts desto trotz stellen wir nach 24 Stunden an Bord gemeinsam fest das Essen und Trinken „around the clock“ uns auf Dauer nicht begeistert. Hat uns das Wohnmobilleben schon verdorben? Wenn wir mit dem Womo unterwegs sind reichen uns auch oft ein paar Lebensmittel zum satt werden und zufrieden sein.

Und eines Tages fällt dir auf
dass du 99% davon nicht brauchst…
   

Und hier geht es zum Songtext…(Man kann diesen Titel nicht oft genug hören!!)

 

Casina Madeira in Funchal Casina Madeira in Funchal

Kurz nachdem MEIN SCHIFF 4 am Montagabend in Funchal anlegt und die Lautsprecherdurchsagen verkünden dass wir das Schiff verlassen dürfen machen wir uns auch direkt auf den Weg in die Stadt bzw. auf den Berg

Erst einmal die Aussicht genießen und fort von den Massen. Da ist er wieder der „Erdmännchenalarm“.

MEIN SCHIFF 4 und eine AIDA (oder waren es hier sogar zwei?) im Hafen sind ein bisschen viel Menschen auf einmal.

Der Jachthafen von Funchal bei Nacht Der Jachthafen von Funchal bei Nacht

Als Tipp für unsere Leser: Solltet ihr je nach Funchal kommen packt Turnschuhe oder ähnlich bequeme Schuhe ein! Ähnlich wie in Lissabon geht es hier in den Gassen herrlich bergauf und bergab. In Pumps und hochhackigen Schuhen eher mühsam denn schön!

Nach Funchal solltet ihr reisen – diese Stadt und auch die wunderschöne Insel Madeira sind eine Reise wert. Das moderne und oft zitierte „MUST SEE“ verkneifen wir uns allerdings an dieser Stelle ganz bewusst. Müssen muss man auf Reisen ganz gewiss gar nichts!

 

 

Bis zu vier Kreuzschiffe legen täglich in Funchal an

Funchal ist außerdem seit vielen Jahren ein wichtiger Anlaufhafen für Kreuzfahrtschiffe mit dem Hafen für Linienschiffe direkt  in der Stadt. Die Einfahrt in den Hafen von Funchal gilt als eine der spektakulärsten der Welt, auf einer Stufe mit Rio de Janeiro. Von bis zu vier Kreuzfahrschiffen gleichzeig strömen die Gäste hin und wieder gleichzeitig von Bord und besuchen Funchal und den Rest der Insel. Das kann man toll finden muss man aber nicht.

Sollten wir je wieder nach Madeira reisen dann ganz gewiss an das andere Ende der Insel. Funchal soll sich zum Wandern ganz besonders gut eigenen. Aber den Dingen die Zeit.

Nachdem wir vom Berg aus die Sicht auf Funchal und den Hafen genossen haben machen wir uns wieder auf den Weg bergab. Nach einem schönen Spaziergang entlang des Jachthafens „bummeln“ wir wieder zu unserem schwimmenden Hotel zurück. Die kleine Wanderung an Land ist mit den Runden auf der Joggingstrecke an Bord wirklich nicht vergleichbar.

Der Weg ist das Ziel oder auch steil bergauf und kein Gejammer

Steil bergauf geht es in Richtung botanischer Garten

Am Dienstag scheint die Sonne! Herrlich! Direkt nach dem Frühstück geht es wieder steil bergauf. Wie hatte ich es tagesaktuell formuliert „Mit dem Bus oder mit der Seilbahn auf den Monte fahren kann jeder – wir laufen zu Fuß“. Und tatsächlich quälen wir uns diesen echt steilen Berg hinauf.

Mehr oder weniger parallel zur Seilbahn und immer geradeaus geht es stetig bergauf. Ab und zu gönnen wir uns ein paar Verschnaufpausen bei denen ich jedes Mal Sorge habe das mich der Rucksack ins Tal zieht.

 

Wie steil dürfen eigentlich Straßen sein? Mit KLICK aufs Bild gibt es die Antwort

Auf den nachfolgenden Bildern kann man die Steigung einigermaßen erkennen. Laufend vor Ort war es natürlich noch viel schlimmer. Aber da wir diesen Weg selbst gewählt haben gibt es kein Jammern sondern einfach nur weiterlaufen und „gut is!“

Für diejenigen von euch die es nicht ganz so beschwerlich mögen (Warum denke ich gerade an Christian?) nachfolgend der Link und die nötigen Informationen zur Alternative „Seilbahn“.

 

Mit der Seilbahn auf den Monte

Die Fahrt mit der Seilbahn auf den Monte ist sicherlich die einfachere Art und Weise – Hinweise zu Öffnungszeiten, aktuellen Preisen und Adressen der Stationen findet ihr mit Klick aufs Bild.

 

 

Monte-Korbschlittenfahrt

Rasant bergab

Monte und ‘Korbschlittenfahrt’ sind sicherlich zwei Begriffe die für Madeira Besucher zusammen gehören.

Die ersten Korbschlitten tauchten um 1850 herum auf. Sie wurden ursprünglich als schnelles Transportmittel für die Bewohner Montes eingeführt.

 

 

Die schmucken Korbschlittenfahrer von Funchal warten auf Kundschaft Die schmucken Korbschlittenfahrer von Funchal warten auf Kundschaft

 

Die zweisitzigen Korbschlitten gleiten auf Holzkufen, geschoben und gesteuert von zwei, traditionell in weißer Leinenkleidung und mit einem Strohhut bekleideten Männern, die die Gummisohlen ihrer Stiefel als Bremsen benutzen.

 

 

Mit fast 50 km/h in rasanter Fahrt bergab – Korbschlittenfahrt auf Madeira

An einer Kreuzung zwischen Rodelbahn und querlaufender Straße schauen wir diesem Spektakel eine Weile zu.

Auf der rasanten 2 km langen Fahrt bergab werden bis zu 48 km/h erreicht. Da wären wir ja ruckzuck wieder im Tal. Ach nö!

 

Da wir uns so herrlich auf den Berg gequält haben möchten wir den Marsch abwärts quasi in vollen Zügen genießen.

 

 

Finaler Bergabstieg

Auf dem Heimweg machen wir einen großen Bogen um das Zentrum der Korbschlitten und steuern die Altstadt von Funchal an. Wie zu erwarten (oder zu befürchten?) wimmelt es hier nur so von Touristen. Man möchte sich nicht vorstellen wie es hier im Sommer ausschaut. Wie viele Touristen verträgt eine Insel oder eine Altstadt?

Zufällig entdecken wir vor dem Penha D’Aguia einen freien Platz.

Das erfrischende Bierchen haben wir uns doch verdient – oder?

 

Auf euer Wohl

Mit einem fröhlichen „Auf euer Wohl“ und besten Grüßen an unsere treuen Leser verabschieden wir uns für heute.

Morgen wandern wir durch die Vulkanlandschaft auf Lanzarote – der Bericht ist mittlerweile auch online – schaut vorbei!

7 Kommentare

  1. Na, das Training auf den Monte war ja genau die richtige Vorbereitung für das kommende Wochenende…wieso nur habe ich bei der Aufstellung der steilsten Strassen die „Riessern“ in Gais vermisst ;-)?? Ihr werdet sehen und staunen und schnaufen …(ganz ohne Touristen!!) …und irgendwie muss man sich das Chäsfondue ja verdienen. Lg und bis bald Petra

    1. Oh ja das klingt gut wir trainieren schon länger Berge oder unzählige Stufen zu erklimmen. Das ist unser Training damit wir es im Mai in Norwegen auf den Preikestolen und den Trolltunga schaffen wir freuen uns total auf euch und Gais und das Appenzeller Land

  2. Das beste in Funchal sind die Korbschlittenfahrten. Muss man eindeutig sagen. Das beste Foto auf deinem Blog ist die „große“ Brille wobei ich doch glaube, dass des sich um eine 3-d Brille handelt. Zumindest sieht die Brille so aus! 🙂 LG Eva PS: Mein nächster Trip findet am 30. Januar statt. Diesmal etwas länger in Funchal

    1. Oh ja Hallo Eva Funchal und überhaupt Madita sind traumhaft. Wir waren mittlerweile schon dreimal dort und irgendwann fahren wir einmal zum wandern hin.
      Unsere nächste Kreuzfahrt geht zum ersten Mal in die Karibik… Da bin ich irre gespannt.
      Für den Januar wünsche ich dir jetzt schon viel Spaß aber das wird nicht nötig sein
      Beste Grüße
      Petra

Besten Dank für deinen Kommentar