Freunde treffen in Bremen und (davon) erholen in Delmenhorst

Samstag 3. Januar 2015 – Wenn gute Freunde sich in Oldenburg herum treiben und wir uns zwischen Emden und Delmenhorst von den Feiertagen erholen kann man sich auch spontan abends in Bremen treffen – oder? Gesagt getan – und so fahren wir rüber nach Bremen und verleben einen tollen Abend mit unseren Kassler Freunden.

Am nächsten Morgen suchen wir uns nach einem gemeinsamen Frühstück  im Saunaführer zur Erholung zunächst eine Bremer Sauna aus. Aber schon bei der Anfahrt merken wir das uns die ganze Gegend um den Weser Park herum viel zu hektisch und voll ist. Weiter grobe Richtung Heimat landen wir an diesem Tag in Delmenhorst. Die Graft Therme hat aufgrund der langen Saunanacht bis Mitternacht geöffnet und so haben wir keine Zeitnot und laufen erst einmal eine Runde durch die Stadt. Wirklich viel gibt es hier allerdings nicht zu sehen. Dafür gefällt uns aber die Graft Therme ausgesprochen gut.

In einem sehr modernen und dennoch naturnahen Stil präsentiert sich die Saunalandschaft der »GrafTherme« mit sieben Schwitzräumen. Die Angestellten sind nett und hilfsbereit, die Duschen, Umkleiden und Saunen sauber und die Preise in der Gastronomie völlig in Ordnung. Die Aufgüsse sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen – allerdings musste man sich während unseres Besuches fast 15 Minuten vor Beginn um einen freien Platz kümmern. Die Aufgüsse selbst waren sehr professionell und die verschiedenen Peelings waren das i-Tüpfelchen.

Am allerbesten haben uns aber die Hochduschen gefallen. Obwohl wir schon zahlreiche Saunen deutschlandweit besucht haben – eine Hochdusche kannten wir bisher nicht. Sie ließen Erinnerungen an eine Dusche unter einem Wasserfall in Australien wach werden – herzlichen Dank dafür!

Aus dem „giftgrünen“ Solebecken wären wir auch am liebsten nicht wieder ausgestiegen – lieferten doch der Vollmond und der klare Sternenhimmel den passenden Hintergrund. Kitschig schön!! Auch hier gilt die Feststellung: Die Graftherme ist durchaus empfehlenswert – wir kommen wieder wenn wir in der Nähe sind!

Die Graft Therme liegt wunderbar im Grünen

Sonntag, 4. Januar 2015 Nach einer herrlich ruhigen Nacht und einem frisch aufgebrühten Kaffee mache ich mich auf Erkundungsgang. Direkt hinter der Therme geht es „ins Grüne“. Zahlreiche Jogger laufen durch den Park, Kinder füttern laut schreiende Möven. Ein strahlend blauer Himmel lässt die Welt doch gleich wieder in neuem Glanz erscheinen. Die folgenden Bilder sprechen für sich.

Die Innenstadt von Delmenhorst

Noch eine kleine Runde durch die Stadt, aber um ehrlich zu sein „es gibt schönere Innenstädte“. Schade, denn einige Häuser bzw. Villen sind durchaus hübsch gehen aber in Reklameschildern und buntem Wirrwarr völlig unter. Und dann wird es auch schon Zeit endgültig in Richunt Heimat aufzubrechen…

Der Dorfkrug im Museumsdorf Cloppenburg

Das Wetter ist so herrlich so dass wir uns unterwegs zu einem Besuch des Mesuemsdorfes in Cloppenburg entscheiden.

Das Museumsdorf Cloppenburg – Niedersächsisches Freilichtmuseum in der niedersächsischen Kreisstadt Cloppenburg ist eines der ältesten Freilichtmuseen Deutschlands. Das Museum hat die Aufgabe, die ländlichen Baudenkmäler des Bundeslandes Niedersachsen zu erforschen und in Beispielen originalgetreu zu dokumentieren.

Das Niedersächsische Freilichtmuseum ist eine Non-Profit-Organisation. Obwohl es der Einrichtung nicht darum geht, möglichst viele Besucher anzulocken, hatte das Museumsdorf Cloppenburg 2009 mehr Besucher als jedes andere Museum in Niedersachsen (250.000).

2004 waren unter den Besuchern ca. 60.000 Kinder und Jugendliche, die im Rahmen des Schulunterrichts die Angebote des Museums wahrnahmen.

Einer von vielen Handwerksbetrieben im Museumsdorf

Im Museum finden sich neben Bauern-, Heuer- und Landarbeiterhäusern zahlreiche Beispiele des ländlichen Handwerks, wie es bis weit in das 20. Jahrhundert hinein ausgeübt wurde: Drechslerei, Zinngießerei, Huf– und Wagenschmiede, Kupferschmiede, Lederschuhmacherei, Holzschuhmacherei, Tischlerei, Zimmermannswerkstatt, Brauhaus, Böttcherei, Blaufärberei, Sattlerei, Töpferei, Gold– und Silberschmiede sowie technische Kulturdenkmäler wie Mühlen und Kraftmaschinen. Somit wird ein großer Teil des traditionellen Handwerks im ländlichen Raum dokumentiert.

Die Dorfkirche

Das Niedersächsische Freilichtmuseum zeigt auf einem Areal von ca. 20 ha die Geschichte des ländlichen Raumes Niedersachsens vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. In über 50 historischen Gebäuden mit den zugehörigen bäuerlichen Gärten und auf sonstigen landwirtschaftlichen Nutzflächen wird der Wandel im Verhältnis Mensch-Umwelt thematisiert.

Ländliche Idylle – unbedingt sehenswert!

Leider fängt es dann doch noch an zu regnen und wir beenden unseren Rundgang eher als geplant. Da wir häufig in den Norden fahren und regelmäßig fast direkt am Museumsdorf vorbei fahren werden wir bei nächster Gelegenheit einen ganzen Tag für den Besuch einplanen. Wir kommen wieder!

Besten Dank für deinen Kommentar und bis zum nächsten Mal...