EIN WOCHENENDE IN VENEDIG – LEHRREICH UND LUSTIG

Von einem Wochenende in Venedig mit mehreren neuen (auch unschönen) Erfahrungen, einer Fahrt mit dem Wasserbus nach Murano und einer Stippvisite auf der der Friedhofinsel von Venedig.

Da der Flieger bereits um 6:40 Uhr abfliegt  hätten wir mitten in der Nacht aufbrechen müssen. Wozu haben wir ein Wohnmobil? Wir fahren am Abend vorher und lassen den Pössl am Flughafen stehen.

 

Wunderschönes VENEDIG - auf der Fahrt vom Wasserbus aus fotografiert
Wunderschönes VENEDIG – auf der Fahrt vom Wasserbus aus fotografiert
Die Landung um kurz vor acht in Venedig verläuft pünktlich wie reibungslos… Die Sonne scheint! Perfekt!

Wir wollen unser 3-TAGE-VENEDIG-TICKET incl. Flughafen Shuttle nutzen und suchen den Schalter. Tja, das hätte am Flughafen MARCO POLO funktioniert aber wir stehen am Flughafen TREVISO. Also suchen wir den passenden Bus kaufen ein Hin- und Rückfahrt Ticket und stehen eine knappe Stunde später am Plaza Roma.

1. LEHRSTÜCK – FLUGHAFEN PRÜFE: Es ist schon wichtig auf welchem Flughafen der Flieger landet/startet – bewahrt vor unerwünschten Überraschungen!

Hier genau soll unser Hotel / Boot liegen
Hier genau soll unser Hotel / Boot liegen

Am Plaza Roma angekommen wollen wir unser online bestelltes und bereits bezahltes 3-TAGE-TICKET in ein für sämtliche öffentliche Verkehrsmittel gültiges Ticket umwandeln aber die Mitarbeiter vor Ort können oder wollen mit unseren Belegen nichts anfangen.  Witzigerweise sagt ACTV Mitarbeiter 1 wir sollen es am Kiosk versuchen während die Kioskdame uns wieder zum ACTV  Schalter zurück schickt. Ok, versuchen wir es bei ACTV-Mitarbeiter Nr. 2.
Und? Geht ja doch…!!!
MERKE: Zwei Meter Abstand können enorme Wissensunterschiede bedeuten:)

2. LEHRSTÜCK – Tickets vor Ort kaufen! Man weiß nie ob die Bediensteten auf dem neuesten Stand sind oder ob sich die Reisepläne nicht doch spontan ändern (siehe Flughafen)

Aber jetzt erst einmal zum Hotel bzw. zum Boot die Koffer entsorgen. Der Routenplan der Wasserbusse ist leicht verständlich und so bringt uns die Linie 4.1 flott ans andere Ende von Venedig.
Sollte nach Lesen dieses Berichtes noch irgendwer das von uns gewählte „Hotel“ buchen wollen (wovon fast nicht auszugehen ist:) die nahe gelegenste Wasserbusstation heißt wie der Stadtteil und die Kirche St. Elena.

 

 Links unser Hotelboot und rechts Kirche St. Elena
Links unser Hotelboot und rechts Kirche St. Elena

Vom Anleger aus geht’s am Ufer entlang soweit es möglich ist und dort im rechten Winkel nach links. An der erste Brücke nach rechts vorbei (Militärschule o.s.ä.) und danach die zweite Brücke nach rechts überqueren und direkt die Allee bis zur Kirche hoch laufen.
An der Kirche im rechten Winkel nach links und danach nur noch flotti durch die grüne Metalltür „Privatweg“.

 

 

Nachts ohne Beleuchtung mit Vorsicht entlang laufen... Steg zum Boot
Nachts ohne Beleuchtung mit Vorsicht entlang laufen… Steg zum Boot

Es wehen auf der linken Seite entlang des Weges ca. zwei Meter hohe Reklamebilder von Venedig und vom Hafen… Diese „Flatterdinger“ linke Hand bis zum Ende verfolgen und dann am Ende nach rechts auf den großen, breiten Steg.

Man kann von hier aus das Hotelboot schon sehen. Am Ende des breiten Steges den vorletzten Steg noch einmal nach rechts und… geschafft.
Soweit so gut!:):)

Stairway to "Tropfsteinhöhle"
Stairway to „Tropfsteinhöhle“

Keine Sorge die Treppe hält sogar mit Koffer in der Hand! Aber bei Regen sollte der Gast vorsichtig sein es ist alles arg rutschig. Bei unserer Ankunft scheint das Boot verwaist aber durch Rufen und Klopfen können wir uns bemerkbar machen.


„Die Koffer können bleiben aber die Zimmer gibt es erst ab 17 Uhr!“ Ok, egal! Das kann unsere Laune jetzt nicht beeinträchtigen. Auf geht’s, wir sind hier ja nicht zum Spaß… Auch wenn wir schon längst aus dem Lachen nicht mehr raus kommen:-) Aber es sollte noch „besser“ kommen!

 

Schaufensterbummel auf Murano
Schaufensterbummel auf Murano
MURANO UND DIE GLASBLÄSER

Bei strahlendem Sonnenschein laufen wir am Ufer entlang bis zur Wasserbusstation M. dell’Orto und fahren mit dem Wasserbus zur Insel Murano.

Murano ist genau wie Venedig eine Inselgruppe, die durch viele Brücken verbunden ist. Auch wenn es oft als kleiner, ruhiger Bruder der Hauptinsel gehandelt wird, zieht Murano in einiger Entfernung von Venedig dennoch jede Menge Bewunderer an.

Immerhin findet man hier die 700 Jahre alte Geburtsstätte der Glasbläserei und die Fabriken, in denen die legendären Sammlerstücke entstehen. Bereits nach einigen Schritten ist jedem Besucher klar MURANO IST GLASBLÄSEREI.

Aus Brandschutzgründen wurden 1295 alle Glasöfen von Venedig auf diese Insel verlagert. Vor allem diente diese Maßnahme jedoch dazu, das streng gehütete Geheimnis der Glasherstellung zu bewahren. Den gut bezahlten Glasbläsern war es unter Androhung der Todesstrafe verboten, ihr Wissen weiterzugeben.

 

Basilica di Santa Maria e San Donato aus dem 12. Jahrhundert
Basilica di Santa Maria e San Donato aus dem 12. Jahrhundert

Nachfolgend einige Bilder denn die schönen Glasbläsereiprodukte dürfen nicht fotografiert werden. Wir haben uns daran gehalten.

Im großen www gibt es derer aber reichlich <<KLICK>> Es ist unglaublich was man alles aus Glas fertigen kann. Wir sind sehr beeindruckt!

In Stresssituationen der ruhende Pol: Mein lieber Ehemann
 

Oh Schreck oh Schreck mein niegelnagel neues Handy ist weg! Nachfolgend Wort und Gedankenfetzen dazu…

ER: „Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?“

SIE, also ich: „Doch, es ist nicht dort wo es sein müsste!“ Mir wird augenblicklich übel. Das Handy ist üblicherweise griffbereit in der rechten Jackentasche. Doch die ist leer und, noch schlimmer, genau bei dieser  Jackentasche ist der Reißverschluss weit geöffnet… Gggrrrr (wenn ich den/die erwische!!)

Erster Gedanke: All die schönen Bilder!!!

Zweiter Gedanke: All die schönen Bilder!!!

Vielleicht im Rucksack?

Nein, den hatte ich die ganze Zeit auf dem Rücken!

All die Bilder und überhaupt so ohne Handy… noch mehr gggrrrrr

Ach Menno so ein Mist! Mir wird noch übler. Das Handy ist knapp 4 Wochen alt und wir haben uns (nach langer „Apfelzeit“) gerade  aneinander gewöhnt, also das Handy und ich…
Frank schaut weiterhin fragend und ich bin traurig. Welche dreiste Person hat meine Unbekümmertheit diesmal wieder genutzt?
Aber was ist das?? Freude!!! Hatte ich doch im Bus die Jacke geöffnet und das Handy von der äußeren Regenjacke in die rechte Jackentasche der darunter befindlichen Fleece Jacke gepackt. Megagroßer Stein fällt vom Herzen!

3. LEHRSTÜCK: Noch besser auf das Handy achten:)

Heute leider (noch) kein Burano
Heute leider (noch) kein Burano
 
 

Nach einer guten Stunden „Glas“ auf Murano anschauen steuern wir die Wasserbushaltestelle „Faro“ an um weiter nach Burano zu fahren. Im Reiseführer haben mir im Vorfeld die bunten Häuser auf Burano so gut gefallen. Selber sehen (und fotografieren) wollen!!!

Aber leider ist die weiterführende Fähre voll und weitere 45 Minuten Wartezeit plus 35 Minuten Fahrt wollen wir nicht investieren. (schade!)

FRIEDHOF AUF SAN MICHELE

 

San Michele ist eine Insel in der Lagune von Venedig zwischen Venedig und Murano, auf der sich der gleichnamige Friedhof von Venedig befindet.

Die Insel hat einen annähernd rechteckigen Grundriss, mit einer Länge von 460 Metern, einer Breite von 390 Metern und einer Fläche von 17,6 Hektar. Die Volkszählung von 2001 weist 11 ständige Einwohner auf der Insel nach, alle männlich.

Die Insel hat mit Platzmangel zu kämpfen, darum werden Tote zuerst in normalen Gräbern begraben, nach einigen Jahren aber wieder exhuminiert und in hohe Blöcke gestapelt.

San Michele und der gleichnamige Friedhof von Venedig
San Michele und der gleichnamige Friedhof von Venedig
 

Die nachfolgenden Bilder geben die Stimmung versuchsweise wieder. Es ist aus unserer Sicht durchaus ein „CAN SEE“!

 

Wir müssen gar nichts und im Urlaub erst recht nicht aber es gibt sie die MUST SEE in VENEDIG (und allen Reisezielen weltweit) die dem Reisenden ein Pflichtprogramm aufs Auge drücken und alle rennen wie die Schafherde von A über B zu C…
Wir haben selten bis gar nicht einen Plan stolpern aber spontan und oft aus Versehen an die schönsten Stellen:) Statt des MUST SEE’S würde mir ja ein CAN SEE weit besser gefallen. In diese Schublade lege ich die besuchte Friedhofsinsel… 🙂

Die Rialtobrücke in Venedig
Die Rialtobrücke in Venedig
 

Mit dem nächsten Bus geht’s wieder zurück nach Venedig. Ehe wir uns versehen stehen wir an der RIALTOBRÜCKE.
1000-mal fotografiert aber ohne diesen Kran im Hintergrund wären die Aufnahmen einfach schöner.

 Die Rialtobrücke in Venedig
Die Rialtobrücke in Venedig

 

Zwar ohne Kran aber der Sonne abgewandten Seite

Die Rialtobrücke in Venedig
Die Rialtobrücke in Venedig
 

Gerade so viel RIALTOBRÜCKE  ohne den Kran im Bild zu haben… Es ist schon eine tolle Stimmung hier zu stehen. Allein auch wegen der vielen verschiedenen Nationalitäten die sich hier tummeln.

Markusplatz in Venedig
Markusplatz in Venedig

Einkaufen? Ja, das wollen wir auch noch. Also suchen wir einen Supermarkt. Gefühlte 5000 (mindestens) Schritte später entdecken wir ihn und decken uns für die nächsten 3 Tage ein.
Tomaten, Oliven, Obst, Baguettes & Wein. Wer braucht mehr?
Und dann landen wir doch noch mitten auf dem MARKUSPLATZ – es führen auch quasi alle Wege hierher.
An dieser Stelle lassen wir die Bilder sprechen. Für weiterführende Info einfach die Bildchen anklicken.

Markusturm in Venedig
 

Der in Venedig stehende Markusturm (italienisch Campanile di San Marco) ist der Campanile (Glockenturm) des Markusdoms. Seine Höhe beträgt 98,6 Meter, somit ist er das höchste Gebäude Venedigs.

 

Der Markusdom in Venedig erhebt sich atemberaubend mit seiner prächtigen, orientalischen im ihren Osten des Markusplatzes.

Mit ihren herrlichen Kuppeln, Kunstschätzen und Mosaiken ist der Markusdom, die Basilika San Marco, eine der prunkvollsten römisch-katholischen Kirchen der Welt.


 

Ich möchte soooo gerne Venedig von oben sehen aber die Warteschlange am Markusdom ist uns definitiv zu lang. Schauen wir morgen noch einmal…

Um vier Uhr aufgestanden und 23 km gelaufene km sagen uns dann irgendwann das wir heute genug erlebt haben und so geht unser erster Tag happy seinem Gläschen Rotwein entgegen. ..

Schaut gerne wieder vorbei und denkt wie immer daran:

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag

 

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, nur her damit – ich freue mich über Mails und Kommentare:

2 Kommentare

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