DIEPPE, FECAMP, ETRETAT UND EIN TRAUMHAFTER STELLPLATZ IN ST JOUIN BRUNEVAL

Die heutige Tour führt uns von Flosques weiter an der Küste entlang nach Dieppe, Fecamp und Etretat ehe wir rein zufällig einen superschönen Stellplatz in St. Jouin Bruneval direkt am Strand entdecken.

Frühstück bzw. Kaffee im Grünen schmeckt einfach besser

Nach dem Frühstückskaffee im Freien in der Nähe von Le Treport gebe ich die Adressen der heutigen Zwischenziele ins Navi ein während die beste aller Ehehälften die Frontscheibe von unzähligen Insektenkadavern befreit.

 

Allmorgentliches Ritual – einfach mal Danke dafür!

 

 

FRÜHMORGENS IN DIEPPE

 

Über die D 925 und durch einige sehr schöne Dörfer erreichen wir kurz vor zehn Uhr das Zentrum von Dieppe.

 

Die Kirche wurde vom 12. bis 16. Jahrundert gebaut und trâgt Spuren der verschiedenen Epochen

Die schmucke Altstadt schart sich um die Kirche St. Jacques aus dem 12.-16. Jahrhundert.

 

Pössl goes church

So früh am Tag sind noch einige Parkplätze frei und während ich einige Eindrücke dieses Gotteshauses einfange „sucht Frank nach Kleingeld“. Jedenfalls sieht es für die Politessen so aus.

 

Und schwuppdich bin ich gerade noch rechtzeitig zurück ehe die dienstbeflissene Angestellte unser Ablenkungsmanöver durchschaut und uns zur Kasse bittet.

Die Geschichte und Wirtschaft der Stadt Dieppe waren schon immer eng mit ihrem Angel- und Handelshafen verbunden fuhren doch die Schiffe von hier auf alle Meere hinaus. Der Hafen, die barocken Reederpaläste und die schnuckelige Altstadt hätten wir uns schon gerne angeschaut, aber so früh am Tag reizt es uns noch nicht wirklich.

 

Nutzt nix – da hilft nur die Fahrt über den Gehweg…

Der Weg aus der Stadt heraus führt uns zunächst in eine extrem schmale Gasse. Normalerweise kein Problem, wenn der Lkw links nicht im Weg stehen würde. Kein Fahrer weit und breit!

Ok, das nutzt jetzt gar nichts da muss der Pössl über die Bordsteinkante und mit der Anweisung „Pass auf die Markisen auf“ wird das Hindernis geschickt umfahren. Die körperlichen Schmerzen die dieses „über die Bordsteinkante fahren“ bei Frank auslöst können sich einige von euch vorstellen. Das macht er nicht gerne – geht „auf´s Material“. Und das wird beim „Pösselchen“ grundsätzlich geschont.

Gemütliches Dahinrollen – ohne die anderen Verkehrsteilnehmer zu belästigen!

Auf der D925 geht es weiter Richtung Fecamp. Hübsche kleine Orte reihen sich wie Perlen an der Schnur.

 

Groß angelegt und herrlich dekoriert: Kreisverkehre in Frankreich

Auf dieser Strecke sind allein schon die Dekorationen in der Mitte der Kreisverkehre sehenswert. Übrigens wurde der erste Kreisverkehr, so wie wir ihn heute kennen und schätzen, 1904 in New York gebaut. Geplant hat den sogenannten „Columbus Circle“ ein gewisser William Pleps Eno.

Der zweite Mitbegründer jener „besonderen straßenbaulichen Art des Verkehrsknoten-punktes“ ist der französische Architekt Eugene Henard, der den Kreisverkehr rund um den Arc de Triomphe konstruierte.

 

Im Laufe unserer weiteren Tour werde ich noch so einige Kreisverkehr Dekorationen in Bildern festhalten, was während der Fahrt nicht so ganz einfach ist.

Kurz vor Fecamp wird die Strecke kurviger. Und es gibt echte Spaßbremsen. Ok, es ist kurvig und es ist ein wenig hügelig, aber bitte lieber Vordermann wenn du nur Autobahn fahren kannst bleib einfach dort.

Du bringst mit deinen „Nichtfahrkünsten“ und chronischen Bremsmanövern die ganze Wohnmobilzunft in Verruf.  Fremdschämen pur. Welch Glück, dass Fränki stets gelassen bleibt und sollten wir (also er) im Rückspiegel mehr als zwei, drei Fahrzeuge ausmachen die es eiliger haben als wir dann fahren wir rechts ran und lassen Sie des Weges ziehen. Oder wir drehen eine Extrarunde im Kreisverkehr. Die Netten bedanken sich, die Selbstmörder machen aus kurvigen Strecken Geraden und fahren ohne Rücksicht auf Verluste über durchgezogen Mittelstreifen.  Jede(r) wie er/sie mag.

 

MITTAGS IM HAFEN VON FECAMP

 

Hübsch und überhaupt nciht überlaufen: Fecamp

Trotz Spaßbremse erreichen wir das hübsche Hafenstädtchen Fecamp.

Der „Benedectiner“, ein Likör aus 27 Kräutern und Gewürzen, machte die Hafenstadt weltberühmt. So steht es im Reiseführer, aber dies nur am Rande. Likörchen nur morgens um halb acht bei „Rock im Park“, aber das ist eine andere Geschichte.

Den Pössl parken wir am Ortseingang von Fecamp und laufen bergab zum Hafen.

Wow, hier ist es nicht nur verdammt schön sondern bis auf ein paar einheimische Angler menschenleer.

 

Wir laufen bis zum Leuchtturm und müssen auf dem Weg echt aufpassen um nicht über die ausliegenden Angeln zu stolpern. Wäre ja nicht so toll wenn die Familie hungern muss, nur weil ich wieder Hans-guck-in-die-Luft spiele. Das Wasser im Hafenbecken ist ausgesprochen klar, ja fast schon kitschig blau.

 

Leuchtturm im Hafen

Uppps, sorry zurück in den Hafen! „Was machen die denn da?“ Und tatsächlich springen zwei Jugendliche mit Begeisterung ins Hafenbecken, klettern die Treppe hoch, lächeln uns an und springen wieder ins kühle Nass.

 

 

Kurz überlegen wir einfach hier zu bleiben, der Stellplatz am Ende des Kais wäre klasse, aber nicht schon am Vormittag. Da geht noch was…Also weiter nach Etretat.

 

ETRETAT – FÜR UNS VIEL ZU VOLL, ALSO WEITER

 

An diesem Ort an der Alabasterküste haben Wind und Wetter die weißen Steilklippen dramatisch gestaltet. Das möchte ich schon gern sehen, die „La Falaise d’Aval“, mit 85 m berühmteste Kalklippe, im Besonderen. Komma! Aber!

Denn dramatisch sind auch unsere Eindrücke bereits 2 km vor dem Ortseingangsschild.

Gibt es hier heute etwas umsonst?

Hier gibt es doch etwas umsonst – oder?

Weit vor dem Ortseingangsschild ist der Straßenrand beidseitig zur Parkfläche umfunktioniert und die lustigsten Wende- und Parkmanöver halten uns ein Weilchen davon ab den Ort zu erreichen.

 

Schön ist anders…

Nervenprobe! Tiefenentspannt belustigt uns das Ganze, aber ein Besuch dieser hübschen Hafenstadt wird an Ort und Stelle verworfen. Nicht mit uns…

 

Au revoir – machts gut

Augen zu und durch Etretat und weiter auf der küstennahen Landstraße Richtung Le Havre.

 

SPONTANE LANDUNG IN SAINT-JOUIN-BRUNEVAL

 

Für ein „bieg mal bitte rechts ab!“ fehlt kurze Zeit später während der Fahrt die Zeit. Da muss ein „Rechts ab!“ Kommando reichen.

Und zack stehen wir auf einem herrlichen wie kostenlosen Stellplatz in St. Jouin Bruneval, aber über 1 km vom Meer entfernt?!?

Eeeehhhmmm, schön hier aber für den Rest des Tages? Ach nö, ihr wisst doch wir sind am liebsten unterwegs. On the road again… Musik in unseren Ohren, erinnert der Song doch allzu sehr an unseren USA Tipp.  Liebe Grüße an unsere Oldenburger Freunde, ihr wisst was wir meinen.

Weiter im Text und der Küste entlang. Die kurvige Strecke führt noch ein wenig bergauf und bergab und wie auch immer landen oder stranden wir kurze Zeit später am zweiten Stellplatz den dieser Ort zu bieten hat. Kostenlos und unglaublich schön direkt am Meer. Einfach so! Herrlich!

Da Bilder mehr als Worte sagen erst einmal einige Aufnahmen.

Und? Schreit dieses schöne Fleckchen Erde nicht nach einem längeren Aufenthalt? Wir finden schon!

Den Pössl fein ausgerichtet machen wir uns zu Fuß auf Erkundungsrundgang.

 

Die Stufen hoch auf die Klippen bleiben meinem geschulten „treppenundstufenbegeisterten“ Augen nicht verborgen. Und ehe wir uns versehen erklimmen wir Stufe für Stufe die Steilküste. Hui, hier geht’s senkrecht nach oben.

 

In der Sonne laufen und im Schatten „parken“ Frank – nicht umgekehrt!

Bei der Hitze sind ein paar Päuschen im Schatten nötig, aber ich möchte den Pössl und das umliegende Gelände von oben sehen und fotografieren.

Geschafft! Diese Aussicht lohnt die Mühe doch auf jeden Fall! Könnt ihr den blauen kleinen rechts in der Ecke erkennen?

 

Anklicken und unten rechts in der Ecke den Pössl suchen…

Bergab geht es natürlich leichter und schneller.

Und jetzt? „Ob wir mal etwas essen sollten?“ Der Vorrat an Bord ist für Tage oder eine Fußballmannschaft ausreichend, aber seit der Pommes in Bergues gestern sind wir irgendwie noch nicht dazu gekommen diesen Vorrat zu „vernichten“.

Nach und nach trudeln weitere Wohnmobile ein während die Strandbesucher mit ihren Pkw heimwärts fahren.

 

Öfter mal etwas Neues – Pferde vor der Pössltür…

Und was ist das? Ein Lkw oder ein Wohnmobil? Nein, ein Pferdetransporter der direkt neben uns etliche Pferde entlädt.

 

Die Pferde werden von ebenso vielen Mädchen gesattelt und weg sind sie. Mädchen und Pferde machen einen Ausritt am Strand. Jedem sein Hobby, Hauptsache es macht Spaß!

Und während wir auf den Sonnenuntergang warten zeige ich euch noch einige Aufnahmen von diesem Stellplatz und der Gegend.

 

 

Und wir warten auf den Sonnenuntergang… und dann verschwindet sie (die Sonne) langsam am Horizont und wir lassen bei einem Glas (oder zwei?) Rotwein diesen schönen Tag langsam ausklingen.

 

 

Das komplette Bilderbuch (im Großformat) zur Tour gibt es mit Klick hier

 

Weiterführende Links:

 

Ein wenig mehr Info zu Dieppe gibt es mit KLICK hier

 

Weitere Info zur schönen Stadt Fecamp gibt es mit KLICK hier

 

Informationen und Reisetipps zur Normandie gibt es mit Klick hier

 

Informationen zum Stellplatz der 1 km vom Strand entfernt liegt – aber schön ruhig im Grünen gibt es mit Klick hier

Und weitere Info zu dem von uns gewählten Stellplatz direkt am Meer gibt es mit Klick hier

 

Morgen fahren wir weiter in Richtung Le Havre, bestaunen eine wahrlich schöne Brücke, flüchten aus Bonfleur und landen letztendlich in Grandcamp Maisy. Schaut also wieder vorbei und denkt wie immer daran:

 

ES GIBT NICHTS GUTES

AUSSER MAN TUT ES

Hauptsache glücklich und jede(r) wie er/sie mag.

 

Ihr habt Fragen oder Anregungen, Kritik oder Korrekturen? Fein, ich freue mich über eure Post:

 

 

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